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Juni 2017

Tierhaltung mit Fragezeichen

Im Landkreis Ravensburg....
24.06.2017

Weidetiere in der Hitze

24.06.2017
Bernd Treffler
Wie viel Schatten brauchen Weidetiere?
Veterinäramt Ravensburg prüft die Haltung von Rindern auf einer Wiese bei Kißlegg
Den Rindern auf der Weide bei Kißlegg bleibt bis in die Nachmittagsstunden ein schmaler Schattenstreifen vom angrenzenden Wald, um sich vor der prallen Sonne zu schützen.
Den Rindern auf der Weide bei Kißlegg bleibt bis in die Nachmittagsstunden ein schmaler Schattenstreifen vom angrenzenden Wald, um sich vor der prallen Sonne zu schützen.privat

Kisslegg sz Unter der aktuellen Hitze und der drückenden Schwüle stöhnen nicht nur viele Menschen. Auch Tiere – vor allem jene, die ganztägig draußen sind – können unter dieser extremen Witterung leiden. Ein besorgte Leserin hat sich diesbezüglich an die „Schwäbische Zeitung“ gewandt, weil sie Rinder auf einer Weide in der Region Kißlegg mehrere Tage hintereinander in der prallen Sonne stehen sah.

Bereits Anfang der Woche fielen Frauke Sommers, die ihren richtigen Namen nicht in der Zeitung lesen will, die fünf Rinder auf einer Weide bei Kißlegg auf. Sie waren zwar mit einem Tränkefass ausreichend mit Wasser versorgt, doch Sommers hatte den Eindruck, dass der angrenzende Wald lediglich in den Vormittagsstunden Schatten bietet und die Tiere ansonsten den gesamten Tag in der prallen Sonne stehen müssen. Sie meldete dies der Vogter Polizei, die am späten Nachmittag zu der Weide fuhr, die zu diesem Zeitpunkt nicht beschattet war. Es folgte eine Mitteilung an das zuständige Veterinäramt, doch am Mittwoch standen die Rinder immer noch den ganzen Tag draußen.

Daraufhin rief Sommers tagsdrauf bei der SZ an, die wiederum beim Amt in Ravensburg nachhakte. „Wenn so ein Fall gemeldet wird, gehen wir dem generell innerhalb weniger Tage nach“, sagt Peter Reithmeier, Sachgebietsleiter Tierschutz im Landratsamt. Er fuhr daraufhin selbst zur besagten Weide heraus, um sich die Situation der fünf Rinder anzuschauen. „Ich war um 14.15 Uhr draußen und habe die Tiere in einem guten Ernährungs- und Pflegezustand angetroffen“, sagt der Fachmann vom Veterinäramt. „Die Rinder konnten sich auch noch in dem Restschatten des Waldes aufhalten, der noch bis 16 Uhr ausreichen sollte.“

Generell sei die Weidehaltung bei solchen extremen Bedingungen ein zweischneidiges Schwert. Einerseits sollten die Tiere am besten draußen sein, auf der anderen Seite könnten Tiere aber auch unter der Hitze leiden und beispielsweise Kreislaufprobleme bekommen. „Deshalb ist ein Witterungsschutz wie hier der Schatten wichtig“, so Reithmeier. „Wenn wir der Meinung sind, dass dieser nicht ausreichend vorhanden ist, versuchen wir, mit dem Landwirt eine Lösung zu finden.“ Diese könne ein Wechsel der Weide oder ein Unterstand sein. Im aktuellen Fall sieht Reithmeier dies jedoch nicht als erforderlich an.
27.04.2017

Zum Bericht im Südfinder vom 10.06.2015

27.04.2017: Das Veterinäramt Ravensburg beschlagnahmt den Bestand der Hundehalter. Nach gewöhnlich gut informierten Kreisen sollen dabei über 70 Hunde abgeholt worden sein


Bericht im "Südfinder"
MITTWOCH, 10. JUNI 2015

Leserbriefe
STADTGESPRÄCH

Leserbriefe:
Zum Thema: Kampf um 34 Hunde
„Ehepaar täuscht Kooperation vor“

Mit großem Erstaunen haben wir Ihren Bericht zur Hundehaltung der Familie Pennucci in Bodnegg zur Kenntnis genommen. Die Handlungsweise des
Veterinäramtes kann zum Wohl der Hunde nur voll unter stützt werden. Die Pennuccis zeigen sich scheinkooperativ, wenn es um die Vermittlung der Hunde geht.
Seit 2013 ist uns bekannt, dass die Familie Tiere (auch Ente, Katzen, Schafe, Ziege und die Hunde) nicht artgerecht halten. Wir setzten alles daran, sowohl den Pennuccis als auch vorrangig den Tieren zu helfen.
Unser Ziel war, durch Annoncen und Zusammenarbeit mit verschiedenen Tierschutzorganisationen durch Platzkontrolle und Schutzverträge für die Tiere ein gutes Zuhause zu finden.
Leider täuschte das Ehepaar Pennucci uns eine Kooperation zur Vermittlung der Tiere nur vor, um Zeit gewinnen.
Da Frau Pennucci auf mich nicht zu gut zu sprechen war (sie konnte meine Rügen die Tierhaltung betreffend nicht ertragen), bat ich zwei aktive Mitglieder unseres Vereins, mal bei den Pennuccis vorbeizuschauen.
Dies geschah im März 2015. Vor Ort war nur Herr Pennucci. Das ganze Haus stank nach Kot und Urin der Hunde. Aus dem Sofa ragten die Federn heraus,
was eine große Verletzungsgefahr darstellte. Ein Hund lag total apathisch in der Ecke, konnte den Kopf fast nich heben. Ein Hund pinkelte an die Treppe,
zwei andere gleich drauf.
Aus einem Verschlag war Gewinsel und Scharren zu hören. Herr Pennucci öffnete auf Nachfrage die Tür und es kamen Welpen heraus. Laut Pennucci hatte seine Frau diese angeblich aufgenommen, da sichderen Frauchen das Leben genommen hatte – oder sind essogar Welpen von Pennuccis?
Wir waren im Frühjahr 2014 vor dem Haus der Pennuccis.
Alles war verkotet; drei Hundewaren vor dem Haus, eine große Anzahl der Hunde schaute aus verschlossenen Fenstern. In einem grünen Kombi waren
mehrere kleine Hunde eingesperrt.
Als Frau Pennucci nach mehrmaligem Rufen dann zu uns kam, erzählte diese, sie hätte all diese Hunde von Tierschutzorganisation(en), die
zum Zwecke der Einfuhr der Hunde einen Pflegeplatz vorweisen müssten, um sie nach Deutschland bringen zu können. Doch nun hätten diese sie
mit den Hunden einfach im Stich gelassen. Die Namen der Organisationen wollte sie nicht nennen.
Man muss sich auch fragen, ob eine derartige Ansammlung von Hunden nicht krankhaft ist. Denn, obwohl das Veterinäramt eine weitere Vermehrung der Anzahl der Hunde strikt untersagt hatte, kamen wieder Welpen zu den Pennuccis.
Auch ist sehr fragwürdig, dass sich unkastrierte Rüden im Rudel befinden.
Aus unserer Sicht hat sich das Veterinäramt sehr rücksichtsvoll gegenüber den Tierhaltern verhalten und war mehrals einsichtg mit der Familie Pennucci.
Es wäre sicherlich sehr aufschlussreich, nicht nur einen Tierpsychologen zu Wort kommen zu lassen, sondern
uch einen, der sich mit Menschen befasst. Die Ansicht des Tierpsychologen ist für uns in keiner Weise nachvollziehbar.
Welches Tier freut sich nicht, wenn es nach stundenlangem Einsperren in einem Zimmer (wenn auch im Rudel) etwas Freiheit bekommt?
Wir werden diese Hunde- und Tierhaltung in Bodnegg und im Schrebergarten in Weingarten bestimmt nicht aus den Augen lassen. Einmal Messi – immer Messi.
Wir werden zudem bei der Gemeinde Bodnegg nachfragen, ob auch die Hundesteuer immer ordnungsgemäß entrichtet wurde.

Edeltraud Fürst,
1. Vorsitzende des Vereins „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“


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19.05.2017

Endlich werden unsere Forderungen gesetzlich verankert

Am 16.11.2014 haben wir Minister Schmidt aufgefordert, per Eilverfahren die Schlachtung hoch tragender Kühe zu stoppen.
Nachweislich wurden bei der Zwangsräumung eines Bauernhofes in Ittenhausen durch das Bauamt Riedlingen und das Veterinäramt Biberach hoch tragende Kühe aauf den Schlachthof Buchloe gekarrt und geschlachtet.
Durch Strafanzeigen und immer wiederkehrende Aufforderungen ans Ministerium sehen wir uns jetzt am Ziel durch diese Gesetzgebung: Hoch tragende Kühe dürfen nicht mehr geschlachtet werden !
Weiterhin werden wir unsere Forderung, Überwachungskameras in Schlachthöfen (Treib- und Tötungsbuchten) zu installieren, aufrecht erhalten.

19.05.2017 Schwäbische Zeitung berichtet über Gesetz zum Schutz von trächtigen Kühen

Trächtig zum Schlachthof ? Bericht in der SZ am 11.12.2014

Ittenhausen sz Das Riedlinger Baurechtsamt hatte Anfang November den Hof des Ittenhausener Landwirts Edwin Blum zwangsgeräumt, weil der Bauer die Tiere nicht artgerecht gehalten und mehrfachen Aufforderungen, den Hof entsprechend umzubauen, nicht nachgekommen war. Nun wirft er der Stadt Riedlingen vor, vier seiner hochtragenden Kühe in den Schlachthof geschickt zu haben.

„Das ist aus tierrechtlicher Sicht moralisch und ethisch nicht vertretbar“, sagt Edeltraud Fürst, Vorsitzende des Tierschutzvereins „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“. Nachdem Blum erfahren hatte, dass vermutlich vier hochtragende Kühe aus seinem Bestand geschlachtet wurden, wandte er sich an den Verein und bat um Unterstützung.

„Ich habe Frau Fürst die Ohrmarkennummern der Kühe gegeben, damit sie selbst nachsehen kann, ob sie geschlachtet wurden“, sagt Blum. Die Tierschutz-Rechtlerin prüfte das auf den Internetseiten des Landesverbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht (LKV) nach – und der Verdacht bestätigte sich.

Bauer reicht Strafantrag ein

Vor wenigen Tagen erhielt der Landwirt nun die Abrechnung der Viehhandlung, die seine beschlagnahmten Tiere im Auftrag der Stadt Riedlingen abgeholt und verkauft hat. In den Unterlagen, die auch der SZ vorliegen, sind 96 Tiere verzeichnet. 50 von ihnen (48 Kühe und zwei Kälber) wurden an einen Schlachthof in Buchloe im Allgäu verkauft und dort geschlachtet – darunter auch die vier Kühe, die nach den Angaben des Landwirts in wenigen Wochen ihr Kalb geboren hätten.

Fürst räumt ein, dass die Art und Weise, wie Blum seine Tiere gehalten habe, fragwürdig gewesen sei (siehe Kasten). „Aber es war nicht so ein Problem, dass man die Tiere hätte wegholen müssen.“ Es sei ihnen gut gegangen. Als die Zwangsräumung dann doch ins Haus stand, habe sie in keinster Weise daran gezweifelt, dass diese ordnungsgemäß abläuft. Dass nun scheinbar zwei Kälber und vier hochtragende Kühe geschlachtet wurden, geht Fürst aber zu weit: „Ich werde Anzeige gegen Unbekannt erstatten.“ In einer Pressemitteilung zitiert sie aus dem Tierschutzgesetz und aus der Tierschutzschlachtverordnung. Demnach dürfe ein Warmblüter nur geschlachtet werden, „wenn er vor Beginn des Blutentzugs betäubt worden ist“. Bei einem voll ausgebildeten Fötus sei das nicht gewährleistet.

Martin Gerster, SPD-Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis Biberach und nach eigener Aussage „Mitglied aus Überzeugung“ bei den Bürgern für artgerechte Nutztierhaltung, teilt die Einschätzung, dass die Zwangsräumung ohne Rücksicht auf den Tierschutz vonstattengegangen sei. Natürlich hätten baurechtliche Mängel auf dem Hof vorgelegen, was eine Räumung rechtfertige, erklärt Gerster. „Für mich stellt sich aber die Frage, warum gesunde Tiere bis nach Bayern gefahren und dort geschlachtet worden sind. Das ist sehr problematisch.“

Blum selbst hat am 4. Dezember bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg einen Strafantrag gegen den Riedlinger Bauamtsleiter Elmar Seifert eingereicht, der die Zwangsräumung angeordnet hatte. Die Staatsanwaltschaft bestätigt den Eingang des Antrags: Man werde prüfen, ob in der Sache ein Anfangsverdacht für eine Straftat vorliegt.

Entscheidung fällt Amtstierarzt

Seifert indes stellt klar, dass der Bescheid über die Zwangsräumung, der dem Landwirt zugestellt worden sei, rechtskräftig ist. Dass die Tiere im Zuge dessen an Züchter, Bauern- oder Schlachthöfe verkauft werden, sei ein übliches Verfahren. Welche Kuh sich für den Verkauf eigne und welche geschlachtet werden müsse, entscheide der Amtstierarzt vor Ort.

Blum sei den Auffoderungen des Stadtbauamts zwei Jahre lang wiederholt nicht nachgekommen, so Seifert weiter. Letztendlich sei der Behörde nichts anderes übrig geblieben, als den Hof räumen zu lassen - obwohl der Tierbestand gut gepflegt gewesen sei. Man könne dem Landwirt nicht vorwerfen, seine Tiere schlecht behandelt zu haben. „Hätte man mir eine Hofstelle genannt, wo ich die Tiere hätte hinbringen lassen können, hätte ich es getan“, erklärt der Bauamtsleiter. Doch weder Blum, noch Tierschützerin Fürst, noch die Gemeinde hätten ein solches Angebot gemacht.

Werner Gebele, Bürgermeister von Langenenslingen, erklärt, dass er mehrfach versucht habe, mit dem Landwirt eine Lösung zu finden. „Ich habe ihm auch einen freien Stall angeboten, den ein anderer Bauer aufgegeben hatte“, so Gebele. Doch Blum habe abgelehnt.

Für Tierschützerin Edeltraud Fürst ist die Argumentation der Stadt Riedlingen widersprüchlich. „Wäre es Herrn Seifert um die artgerechte Haltung gegangen, hätte er die Tiere nicht dem Schlachter überlassen dürfen“, sagt sie.

Ob die hochtragenden Kühe tatsächlich im Schlachthof gelandet sind, ist allerdings noch nicht geklärt. Bernd Schwarzendorfer, Pressesprecher des Landratsamts, hatte nach der Räumung Anfang November erklärt, dass vier hochtragende Kühe in die mit dem Transport beauftragte Viehhandlung nach Mittelbiberach gebracht wurden und von dort aus verkauft werden sollten (die SZ berichete). Was anschließend mit den Tieren passiert ist und ob es sich dabei um die Kühe handelt, die in der Rechnung des Landwirts als geschlachtet aufgeführt sind, steht derzeit noch nicht fest. Das Landratsamt ist jedoch dabei, den Sachverhalt aufzuklären.

Stadt will aufklären

Auch die Stadt Riedlingen hat einen Rechtsanwalt beauftragt, um den Ablauf der Zwangsräumung zu prüfen. Sobald die Sache aufgeklärt sei, wolle sich Bürgermeister Marcus Schafft mit allen Beteiligten, darunter auch der Bundestagsabgeordnete Gerster, zu einem Gespräch zusammensetzen, sagt Andreas Staudacher von der Kanzlei DST in Laupheim. Für Gerster wirft die Angelegenheit allerdings auch die grundsätzliche Frage auf, wie man mit Tieren umgeht: „Hier zeigt sich, was mit Tieren passiert, wenn baurechtliche Vorgaben nicht eingehalten werden.“

Baurechtliche Mängel auf dem Ittenhausener Hof

Die Stadt Riedlingen hat den Hof des Ittenhausener Landwirts räumen lassen, weil baurechtliche Mängel vorliegen.

Zu diesen gehören:

zu wenige Futtertische, so dass die Tiere vom Stallboden fressen mussten

zu wenige Melktische für die rund 50 Milchkühe

eine so genannte Matratze aus Kot und Heu, auf der die Tiere stehen mussten

unbefestigter Boden, durch den Fäkalien ins Grundwasser gelangen

(Bericht in der "Schwäbischen Zeitung", Auisgabe Riedlingen am 11.12.2014)

19.05.2017: Meldung in der Schwäbischen Zeitung: Der Bundestag hat gestern beschlosssen, dass keine trächtigen Kühe mehr geschlachtet werden dürfen.
27.03.2017

Land unter

Weingarten sz Ein Bauer aus Markdorf wird wegen schlechter Tierhaltung verurteilt – und erhält dennoch das Bioland-Zertifikat.

Die Schilderungen hörten sich dramatisch an: Die Misthaufen türmten sich fast einen Meter hoch. Das Stroh sei durchnässt, die Tiere verwahrlost und unterkühlt. Ein Kalb habe heftige Hustenanfälle. Bei einem anderen Rind sei gar der Strick in den Kopf eingewachsen. So zumindest hat Richter Harald Gürtler vom Amtsgericht Überlingen in seiner Sitzung am 17. Juni 2014 die Zustände im Stall eines Markdorfer Landwirtes beschrieben. Wenig später wurde der angeklagte Bauer wegen Verstößen gegen das Tierhaltegesetz zu fünf Monaten Haft auf Bewährung und einem Tierhalteverbot von fünf Jahren verurteilt.

Doch das hinderte den nach eigenen Aussagen „bedeutendsten Verband für ökologischen Landbau in Deutschland, Bioland“ nicht daran, dem Markdorfer Landwirt zweieinhalb Monate nach dem Urteil ihr Bioland-Zertifikat zu verleihen. Nun haben, über zwei Jahre nach dem Urteil, die Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben (Bfano) mit Sitz in Weingarten Bioland wegen „arglistiger Täuschung des Verbrauchers“ angezeigt.

Fragen bleiben unbeantwortet

Offiziell will sich Bioland Baden-Württemberg dazu trotz mehrfacher telefonischer und schriftlicher Anfragen nicht äußern. Wochenlang wurden Gesprächstermine und Antworten rund um Kontrollen und die Zertifikatsvergabe in Aussicht gestellt, um dann telefonisch mitzuteilen: „Es tut uns sehr leid. Aufgrund unserer Kapazitäten können wir Ihre Presseanfrage nicht beantworten.“

Monate später und unter Einschaltung des Bioland-Bundesverbandes meldete sich Christian Eichert, Bioland-Geschäftsführer für Baden-Württemberg, dann doch. Allerdings war er nicht bereit, die entscheidenden Fragen, seit wann man von den Missständen wusste, wann die Kontrollen stattgefunden hatten und ob die jahrelange Vorgeschichte bekannt war, zu beantworten. Immerhin: „Dass es in der Vergangenheit Probleme auf dem Hof gab, ist unbestritten“, sagte Eichert und sprach von „Zuständen, die wir so nicht hinnehmen konnten.“

„Wir hätten ihn natürlich kündigen können“

Daher habe es erhöhte Kontrollen und eine enge Erzeugerberatung gegeben. Auch eine Aberkennung des Biosiegels wäre möglich gewesen. „Wir hätten ihn natürlich kündigen können“, sagte Eichert. Man habe sich dann für einen anderen Weg entschieden. Es sei laut Eichert die richtige Entscheidung gewesen, denn „gemeinsam haben wir den Weg aus dem Dilemma geschafft“.

Grundlage dieses Dilemmas ist ein Bioland-Zertifikat für den Markdorfer Landwirt aus dem Jahr 2014. Der „Schwäbischen Zeitung“ liegt eine Kopie des Zertifikats vor, unterschrieben vom damaligen Bioland-Präsidenten Jan Plagge und Walter Heinzmann aus der Qualitätssicherung, gültig bis zum 31. Dezember 2015.

Dauerhafte Kontrolle kaum möglich

Doch wer oder was ist eigentlich Bioland? Der Verband für ökologischen Landbau ist in jedem deutschen Bundesland und in Südtirol vertreten. Unterteilt in neun Landesverbände wirtschaften 6861 Landwirte und 1071 Hersteller (Metzger, Bäcker, Molkereien) nach den Bioland-Richtlinien. Gerade hat der Verband Rekordzahlen bei den Mitgliedern veröffentlicht. Im Jahr 2016 entschieden sich 626 Betriebe, Bioland beizutreten – das größte Wachstum seit 15 Jahren.

Eine dauerhafte Kontrolle der Landwirte ist kaum möglich. Stichproben müssen ausreichen. So auch im Fall des Markdorfer Landwirtes. Als Grundlage für sein Zertifikat soll es zwei Kontrollen im Jahr 2014, am 12. März und 7. Juli, gegeben haben: mit Erfolg. „Die Kontrolle umfasst die Zertifizierungsbereiche: Futterbau, Getreide, Grünland, Streuobst, Milch, Rinder“, heißt es im Zertifikat. Demnach wurde knapp drei Wochen nach dem Urteil des Amtsgerichtes Überlingen kontrolliert.

Keine Missstände festgestellt

Offiziell wurden damals keine Missstände festgestellt. Ob Bioland schon damals vom Urteil wusste, wollte Eichert nicht beantworten. Allerdings hatte besagter Bauer seinerzeit nach dem Urteil die Öffentlichkeit gesucht und sich an die Presse gewandt. Zuletzt war er aber für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Wie es trotzdem zu einer Zertifizierung kam, kann Andreas Löber von der von Bioland beauftragten Kontrollfirma Kontrollverein Ökologischer Landbau nicht sagen. „Ich darf dazu nichts sagen“, beruft er sich auf den Datenschutz. Allerdings achte man darauf, dass in schwierigen Fällen erfahrene Prüfer den Hof kontrollieren. Schließlich gehe es neben dem Tierschutz auch um die Lebensgrundlage der Landwirte. Daher würde er sich mehr Spielraum vom Gesetzgeber wünschen, sodass die zuständigen Veterinäre und Gerichte solche Vorfälle melden dürfen: „Wenn die Behörden die Kontrollstellen nicht informieren, können wir nur mit den Achseln zucken.“ Das sehen auch einige Behörden, wie das zuständige Veterinäramt Bodenseekreis, ähnlich – gerade bei Fällen, wie dem Markdorfer Landwirt: „Ich hätte es aber nicht für möglich gehalten, dass der Betrieb eine Biozertifizierung erhält“, sagt Günter Herrmann, Leiter des Veterinäramtes.

Das alles ist für Edeltraud Fürst, Erste Vorsitzende der Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben (Bfano), aus Weingarten völlig unbegreifbar. Ursprünglich vom Markdorfer Landwirt mit Vollmacht beauftragt, um ihm zu helfen, wendete sich das Blatt recht schnell. Nachdem sie sich in die umfassenden Unterlagen eingearbeitet hatte, stieß sie auf die Ungereimtheiten der Bioland-Zertifizierung. Seit Januar 2016 versuchte sie, Auskunft von Bioland zu bekommen. Am 29. Januar bat der baden-württembergische Bioland-Geschäftsführer Christian Eichert per E-Mail um Geduld bei der Beantwortung der Fragen. Und diese sollte Fürst auch brauchen. Denn Bioland stellte die Kommunikation einfach ein.

Von Verwahrlosung keine Rede

Ein knappes Dreivierteljahr später, am 9. Oktober 2016, schrieb Fürst Bioland erneut an und bat um Aufklärung. Am 26. Oktober 2016 reagierte Geschäftsführer Eichert dann mit einem Brief. Er sei davon ausgegangen, dass der zuständige Kollege den Sachverhalt längst aufgeklärt habe. Nun wolle er das aber nachholen. Das Zertifikat bedeute, dass bei den Kontrollen alles in Ordnung gewesen sei. Es habe nichts zu beanstanden gegeben. „Im Gegenteil, der Betrieb setzte im Sinne der Artgerechtheit sogar weitergehende Ansprüche um“, heißt es in dem Schreiben.

Von Verwahrlosung, Krankheit und Leid also keine Rede – fast nicht.

Wie ernst es Bioland mit ihrer Maxime ist, wurde auch in der Folge mehr als deutlich. Allerdings müsste diese wohl eher heißen: keine öffentliche Debatte. Denn Eichert stellte Fürst zwar ein zeitnahes Gespräch in Aussicht – allerdings nur nach seinen Bedingungen: keine Presse, ohne einen unabhängigen Veterinär und kein Protokoll: „Für das Ihrerseits nun vorgeschlagene ,Tribunal’ mit externen Personen steht Herr Dr. Eichert – wie bereits mitgeteilt – nicht zur Verfügung“, heißt es in einem Schreiben an Fürst. Sie hat den Gesprächstermin unter diesen Bedingungen abgesagt. Stattdessen hat sie Anzeige gegen Bioland erstattet.

Bericht verfasst von Oliver Linsenmaier (Schwäbische Zeitung)
Bild: Oliver Linsenmaier
Januar 2017

Brief an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft / 25.Jan. 2017


An das
Bundesministerium für
Ernährung und Landwirtschaft
Herrn Bundesminister Chr. Schmidt
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin

Staatliches Tierwohllabel – Schöner leben in der Massentierhaltung

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

zum Auftakt der Grünen Woche stellten Sie Ihre Utopie des Tierwohllabels
in Berlin vor. So soll nach Ihren Äußerungen schon in wenigen Monaten Fleisch aus „artgerechter Haltung“ oder von Tieren, die ein weniger gutes Leben geführt haben, dem Verbraucher zum Erwerb angeboten werden.
Sind das nicht alte Kamellen, mit welchen Sie, Herr Minister, auf sich aufmerksam machten ?
Schon die Ankündigung, dass bereits 2018 das Label auf Kotelett und Schnitzel zu finden sein werde, ist irritierend.
Gibt es nicht bei weitem noch mehr verwertbares Fleisch bei einer Schlachtung eines Schweines?
Wo bleib das Restfleisch, welches nicht als Kotelett oder Schnitzel angeboten werden kann ?
Mit welcher Kennzeichnung soll der Rest des Schlachttieres auf den Markt kommen?
Darf es in der Tierhaltung artgerechte Haltung oder weniger gute Haltung von Tieren / Nutztieren geben ?
Machen Sie doch endlich Nägel mit Köpfen, zum Wohl der Tiere, und verbieten Sie zum Wohl von Mensch und Tier die Qualhaltungen, egal ob Schweine, Kälber, Rinder, Bullen ecpp.
Ständig werden Millionen zur Erforschung zum Wohl der Tiere und deren Haltungsformen in den Sand gesetzt.
Schon Frau Ministerin Aigner teilte uns im Februar 2013 mit, ich zitiere aus dem Schreiben vom 19.02.2013:
„...Aus diesen Gründen setzt sich das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) für die Einführung eines Tierschutzlabels ein und unterstützt u.a. ein entsprechendes Forschungsprojekt des Deutschen Tierschutzbundes mit rund 1 Million Euro.
Dazu erhielten wir ein Schreiben des Vorsitzenden des Dt. Tierschutzbundes, Herrn Thomas Schröder, am 17.06.2014:
Sehr geehrte, liebe Frau Fürst,
…...klarstellen will ich gerne, dass die Einstiegsstufe noch keine tiergerechte Haltung darstellt, wie wir sie uns sicher gemeinsam vorstellen. Unser großes Ziel, die artgerechte Haltung, werden wir dabei sicherlich nicht aus den Augen verlieren.
Im Sept. 2016 drohte der 1. Vorsitzende des Dt. Tierschutzbundes, Thomas Schröder, mit Ausstieg aus dem Label und nannte Tierwohl eine „Mogelpackung“.
Hier muss doch gerechtfertigt gefragt werden: Was sind das für Machenschaften, Herr Minister Schmidt ?
Auch will der Landwirtschaftsminister von Baden-Württemberg, Herr Hauk, zur Erforschung der artgerechten Haltung der Nutztiere, 1,4 Millionen Euro zu Verfügung stellen (31.12.2016 in der SZ).
Warum Millionen zur Erforschung zum Wohl sinnlos ausgeben, wenn die Zauberformel so einfach ist:
LICHT, LUFT, SONNE, EINSTREU, BEWEGUNSFREIHEIT -
und das für alle Tiere !
Zum Wohl der Tiere und der Verbraucher !
Sicherlich leiden darunter werden die Pharmazie-Konzerne, denn die Nachfrage nach Antibiotika in der Veterinärmedizin wird deutlich nachlassen, da durch die artgerechte Haltung das Immunsystem der Tiere gestärkt wird.
Auch muss noch die Frage an Sie, Herr Minister, gestellt werden: Wo blieb die Präsentation der Vorstellung zur Hennenerkennung bei der Grünen Woche unter dem Motto: „Kükenschreddern wird unnötig“ (SZ 16.01.2017).
Im Übrigen fordern wir schon seit 16 Jahren (BSE-Zeiten)
Überwachungskameras in Treib- und Tötungsbuchten der Schlachthöfe. Leider wurde unser Anliegen bisher immer wegen Datenschutz abgelehnt, auch unsere Petition.
Nachdem nun Überwachungskameras überall präsent sind, sollte diese auch die letzten Minuten bzw. Sekunden unserer Schlachttiere dokumentieren, um Qualen wie Fehlschüsse festzuhalten.
Einige Großschlachthöfe haben uns mittlerweile dazu einen Zuspruch signalisiert.
Wie wäre es, Herr Minister Schmidt, wenn Sie wenigstens diesen letzten Weg der Tiere gesetzlich so verankern könnten, dass das Betäuben und Entbluten des Schlachttieres so korrekt erfolgt, dass das Schlachttier weder Schmerz noch Leid empfindet; dies ist unserer Meinung nach nur durch Überwachungskameras möglich.
Am 15.07.2015 war in der SZ zu lesen: „Minister Christian Schmidt will Schlachtung trächtiger Kühe stoppen.“
Wir forderten Sie am 16.11.2014 auf, per Eilverfahren die Schlachtung hoch tragender Kühe zu stoppen.
Leider müssen wir feststellen, dass Sie, Herr Minister Schmidt, zwar in den Medien sehr präsent sind, aber unterm Strich mit Ihren Ankündigungen zum Wohl der Nutztiere nichts zu Wege gebracht haben !
Was sagen Sie zu der Kälberhaltung (Kasten und Iglu) bei -10 bis – 15° C im Freien ? Die Kästen sind nicht überdacht. Einige Kälber sind ca. 2 – 3 Tage alt mit Durchfall im Kasten ohne Blickkontakt zu ihren Artgenossen.
Hier handelt es sich nicht um eine Robusthaltung sondern um ein Abkälbern im Stall, wobei dann das Kalb im Kasten im Außenbereich bei Temperaturen im zweistelligen Minus – Bereich untergebracht wird.
Wozu, so muss sich jeder Mensch fragen, haben wir ein Tierschutz- gesetz, wenn derartige Widersprüche zu finden sind wie in der Kälberhaltung:
Kälber unter 5 Tagen dürfen nicht unter 10° C im Stall gehalten werden werden; dies gilt jedoch nicht für Iglu-Haltung.
Ein Widerspruch in sich!
Wir, Herr Minister, denken:
Weniger versprechen – mehr handeln könnte so viel mehr für unsere Nutztiere sein.
Oder könnte es sein,dass Sie Herr Minister Ihre leere Versprechungen zum Wohl der Tiere als auch des Verbrauchers auf artgerechte Nutztierhaltung einfach nur bis zum Ende Ihrer Amtszeit aussitzen wollen?
Nach dem Handeln den Erfolg zu verkünden wäre sowohl für Sie als auch für hilfebedürftigen Tiere ein großer Erfolg !!!
Wir wünschen Ihnen sehr viele große Erfolge im Sinne unserer Nutztiere!
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen


Edeltraud Fürst
____________________________________________
Edeltraud Fürst / 1. Vorsitzende „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.
Januar 2017

Kastenhaltung von Kälbern bei 2stelligen Minustemeraturen


Wir haben Anzeige erstattet.
Das Veterinäramt wurde tätig.
Ende Oktober 2016

Schweine - Skandal im Ost-Alb-Kreis

Dieses Bild stammt nicht von dem Schweinezuchtbetrieb im Ostalbkreis

(Aus der "schwäbischen Zeitung 25.10.2016)
Hansjörg Steidle
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Amtstierarzt
Nach Missständen im Schweinestall: Geprüft wird, ob der Arzt seinen Pflichten nachgekommen ist

Region sz Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt gegen einen Amtstierarzt des Landratsamts des Alb-Donau-Kreises. Grund sind die Missstände in einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis, in dem in den vergangenen Wochen mehr als 80 Schweine getötet und beseitigt werden mussten. Laut Staatsanwaltschaft wird geprüft, ob der Tierarzt für die Missstände mitverantwortlich ist.

„Wir überprüfen, welchen Kenntnisstand der Tierarzt von den Vorfällen in dem Schweinestall auf der Schwäbischen Alb hatte, ob er Hinweise auf die Missstände im dem Schweinestall hatte und ob er diesen nachgegangen ist“, erklärt Oberstaatsanwalt Stefan Adamski von der Staatsanwaltschaft Ulm. Herauszufinden sei, ob der Tierarzt seiner Verantwortung nachgekommen sei, beziehungsweise, ob er pflichtbewusst gehandelt habe.

Geprüft werde auch, wie die objektiven Verhältnisse in dem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis waren, und auch die vorliegenden Filmaufnahmen. Die Frage sei, ob diese tatsächlich dem besagten Betrieb zugeordnet werden können. Unmittelbar nach Bekanntwerden der Missstände in dem Schweinemastbetrieb seien die Überprüfungen eingeleitet worden, erklärt Adamski. „Klar, dass wir bei derartigen Vorwürfen aktiv werden müssen“, so der Oberstaatsanwalt.

Strafrechtlich ermittelt werde selbstverständlich auch gegen den Landwirt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Noch diese Woche entscheidet sich, ob dem Landwirt die Erlaubnis zur Tierhaltung entzogen wird. Bereits in der vergangenen Woche sind dem Mann sämtliche Qualitätssiegel für seinen Schweinemastbetrieb entzogen worden.

Anzeige auch aus Oberschwaben

Zu den Ermittlungen gegen den Tierarzt beim Veterinäramt des Landratsamts wollte Pressesprecher Bernd Weltin keine Angaben machen. Das sei allein Sache der Staatsanwaltschaft. Der Schweinemastbetrieb stehe nach wie vor unter Kontrolle des Veterinäramts. Als Zeithorizont habe sich dieses sechs bis acht Wochen gesetzt, bis alle Schweine untersucht und dann eingeschläfert beziehungsweise geschlachtet seien. Mittlerweile ebenfalls Anzeige erstattet hat (gegen den Amtstierarzt sowie den Landwirt) der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ (Bfano).

Mehr als 1200 Tiere haben sich in dem Stall befunden, als die Missstände aufgedeckt worden sind. Den Untersuchungen zufolge seien etwa 15Prozent der Tiere krank oder verletzt gewesen, die restlichen 85 Prozent gesund. So hätten bislang mehr als 80 Tiere aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten eingeschläfert und der Tierkörperbeseitigung „zugeführt“ werden müssen, erklärt Weltin. Sonst hätte grundlose Quälerei für die Schweine vorgelegen.

Die gesunden Tiere würden geschlachtet, da spreche nichts dagegen. Bis Ende der vergangenen Woche konnten 240 Schweine regulär geschlachtet werden. Bis in acht Wochen sollen alle 1200 Tiere aus dem Stall weg sein. Auch das Veterinäramt befasse sich mit Konsequenzen für den Tierhalter, mit denen er zu rechnen habe. Es sollen keine neuen Tiere auf den Betrieb kommen, die Verstöße würden sicherlich rechtliche Folgen für den Landwirt haben.

Mit dem Skandal der Schweinehaltung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis ist auch die Metzgerei Dietz (Sitz in Schopfloch und ein Werk in Heroldstatt) in die Schlagzeilen gekommen, die von dem Landwirt Schweine bezog. Die Firma Dietz hat alle Geschäftsbeziehungen mit dem Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Zu den Vorfällen schreibt die Geschäftsleitung der Firma Dietz:

„Alle Verantwortlichen und die Mitarbeiter der Firma Dietz sind schockiert über die offensichtlich herrschenden Zustände, über das Missachten elementarer Tierschutzregeln und das dadurch verursachte Tierleid in dem landwirtschaftlichen Betrieb. Wir haben lange Jahre mit diesem Betrieb zusammengearbeitet, die handelnden Personen waren bekannt.“ Weiter heißt es: „Es bestand auch aufgrund bester Bewertungen des Betriebs bei Zertifizierungen der Eindruck, dass es sich um einen Betrieb handelt, in dem die Tiere den Standards entsprechend leben und aufwachsen. Es scheint aber offensichtlich, dass es in dem Betrieb zu gravierenden Verstößen gegen Tierschutzverordnungen und damit zu untragbaren Zuständen gekommen ist. Die Firma Dietz ist als Kunde anscheinend vorsätzlich über die Haltungsbedingungen im Betrieb getäuscht worden. Wir haben deshalb die Geschäftsbeziehungen mit dem Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt – noch bevor der Fall durch Medienberichte öffentlich wurde.“


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Zusatzinhalte
Bild für Video: Tierschützer decken Schweineskandal auf
Ulm/Merklingen 20.10.2016
Tierschützer decken Schweineskandal auf

Tierschützer decken Schweineskandal auf
Bild für Video: Ermittlungen gegen Amtstierarzt
Ulm 25.10.2016
Schweinemast: Ermittlungen gegen Amtstierarzt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Amtstierarzt des Alb-Donau-Kreises. Grund sind die Missstände in einem Schweinemastbetrieb in Merklingen.
Tierschützer Friedrich Mülln mit der Auszeichnung „Der blinde Maulwurf“: Der Preis wird an angeblich unfähige oder untätige Behörden vergeben. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis verweigerte am Donnerstag die Annahme.
Ulm 24.10.2016
Schweinemast in Skandal-Betrieb vor dem Aus

Der Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis, auf dem es zu erheblichen Verstößen gegen den Tierschutz gekommen ist, wird seinen Betrieb voraussichtlich einstellen.
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Ein Mastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis bringt das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in die Kritik.
Ehingen 19.10.2016
Landratsamt verteidigt Tierschutz-Maßnahmen

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises ist derzeit mächtig in den Schlagzeilen.
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Dringendes Handeln erforderten die Zustände bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis. Bislang mussten mehr als 60 Schweine eingeschläfert werden. Den Landwirten drohen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Zudem will „Stern TV“ darüber berichten.
Landkreis 17.10.2016
Ermittlungen gegen Schweinezüchter

Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt gegen einen Schweinezüchter im Alb-Donau-Kreis.
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Nicht artgerecht gehalten werden Schweine in einem Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis.
Region 12.10.2016
Veterinäramt schlägt wegen Schweinestall Alarm

Bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis wurden zahlreiche tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt.
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Sollte zu einem heimlich aufgenommenen Video aus seinem Schweinestall Stellung nehmen: der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Rief.


Behörden wollen Schwei­ne­mast in Skan­dal-Be­trieb unter­sagen
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24.10.2016
Schweinemast in Skandal-Betrieb vor dem Aus

Der Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis, auf dem es zu erheblichen Verstößen gegen den Tierschutz gekommen ist, wird seinen Betrieb voraussichtlich einstellen.
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Dringendes Handeln erforderten die Zustände bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis. Bislang mussten mehr als 60 Schweine eingeschläfert werden. Den Landwirten drohen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Zudem will „Stern TV“ darüber berichten.
17.10.2016
Ermittlungen gegen Schweinezüchter

Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt gegen einen Schweinezüchter im Alb-Donau-Kreis. Auch die Fernsehsendung „Stern TV“ wird über den Fall berichten.
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Nicht artgerecht gehalten werden Schweine in einem Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis.
12.10.2016
Veterinäramt schlägt wegen Schweinestall Alarm

Bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis wurden zahlreiche tierschutzrechtliche Verstöße festgestellt.
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Ein Mastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis bringt das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in die Kritik.
19.10.2016
Landratsamt verteidigt Tierschutz-Maßnahmen

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises ist derzeit mächtig in den Schlagzeilen. Es werden Vorwürfe laut, dass das Amt den nötigen Kontrollen nicht nachkommen könne.
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I

25.10.2016, 16:15 Uhr
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Solange die Tierärzte in Deutschland legal(!)an jedem von ihnen verschriebenen Medikament verdienen,solange ist die Anfälligkeit für "Gefälligkeiten" bis hin zur Korruption einfach menschlich gegeben.Man stelle sich das bei den Humanmedizinern vor.Das wäre undenkbar.Keiner würde das akzeptieren.
Auch mit dem Hintergrund der Antibiotikaresistenzen bei Tier und Mensch muss hier schnellstmöglich das "System" reformiert werden.Tierärzte haben eine hohe Verantwortung und sollen ordentlich entlohnt werden über eine Gebührenordnung.Aber nicht über verordnete Medikamente.Das ist Irrsinn.
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Ulm Schweinemast: Ermittlungen gegen Amtstierarzt







Tierschützer decken Schweineskandal auf


Ende Oktober 2016

Pferdehaltung im Kreis Sigmaringen

Ende Oktober erhielten wir eine Meldung, wonach...
03.09.2016

Leserbrief in der "Schwäbischen Zeitung"


Leserbrief, erschienen in der "Schwäbischen Zeitung" am 03.09.2016

Schmidt und Hauk sind Schwätzer

Zum Bericht „ Waffe gegen Megaställe“ in der SZ vom 25.08.2016


Hoffentlich soll diese Ankündigung einer Waffe gegen Megaställe der Bauministerin Barbara Hendricks nicht wieder eine Gutenachtgeschichte für die Verbraucher und die Halter von Nutztieren werden.
Große Töne wie Herr Bundeslandwirtschaftsminister Schmid und sein Pendant auf baden-württembergischer Landesebene Hauk zum Thema Nutztierhaltung und deren Verbesserung sowie der Stabilisierung von Milch- und Fleischpreisen kann jeder von sich geben.
Kennen die beiden Herren außer „man wird“ , „man soll“ und „man muss“ auch noch anderen Worte und verbindliche Taten ?
Wie wäre es mal mit Taten als immer nur Worte ?
Magabetriebe treiben durch Grundflächennachweis kleinere und mittlere bäuerliche Betiebe in den Ruin. Die Megabetriebe lauern buchstäblich wie Geier über den kleineren Betieben, um sie bzw. deren Grünfläche zu erbeuten.
Nun stellt sich die Frage, wo bleibt letztendlich die Grünfläche, welche zum Wachstum gefordert wird ?
Wohl weniger im Stallgang zur Fütterung als eher noch als Zuverdienst in der Biogasanlage.
Dies, so scheint es, zum Wohlwollen des Bundeslandwirtschaftministers wie auch das seines Landeskollegen, welche ohne Wenn und Aber zum Wachstum durch mega landwirtschaftliche Betrieben stehen.
Herr Bundeslandwirtchaftsminister Schmid und Minister Hauk sind sehr teure Schwätzer, welche weder dem Vieh noch den kleinen und mittleren Betrieben etwas bringen. Außer Spesen nichts gewesen !
Bleibt nur zu Hoffen, dass Frau Bauministerin Hendricks diese Herren wachgerüttelt hat.
Denn unsere Landschaftspflege in den Alpen und anderen schwer zugänglichem Gelände wird von unseren Nutztieren geleistet; und so soll es bleiben.
Dies muss der Mensch endgültig schätzen lernen und für unsere zuständigen Bundes- und Landesminister sollte dies selbstverständlich sein. Ansonsten sind sie fehl am Platze.

Edeltraud Fürst
Mitte / Ende Mai 2016

Rodung einer Hecke während der Brutzeit

IAuf......
Ostern 2016

Rinder- und Kälberhaltung

.......
26.02.2016

Jahrelang im dunklen Stall gehalten

Ziegenbock mit Ziege.
Erschreckend: Der Zustand der Klauen. Der Ziegenbock konnte kaum mehr laufen.
Nun sind sie in einem hellen, großen Stall. Im Frühjahr bekommen sie eine Weide.
Die Klauen wurden jetzt so gut wie möglich ausgeschnitten, in 2 bis 3 Wochen wird nachgeschnitten.
Wie kann man sinen Tieren so etwas antun ?
Besonders der Ziegenbock musste durch diese Vernachlässigung Schmerz und Leid ertragen. Es ist so, als würden einem Menschen über Jahre keine Fussnägel geschnitten.
Die Ziegen sind sehr alt und sehr verängstigt.
Wir hoffen, dass sie nun noch eine schöne Zeit verbringen können; wir werden alles dafür tun !










Mai bis September 2015

Klauen von Hochlandrindern in miserablem Zustand

Ein Wiederholungstäter, wenn es um die Verwahrlosung der Klauen seiner Hochlandrinder geht.
Bereits 2013 erstatteten wir Anzeige gegen den Tierhalter. Das Veterinäramt wurde im Sinne der Rinder tätig.
Uns wurde zugesichert, dass diese Rinder weiterhin im Fokus des Veterinäramtes stehen würden.
Aus dem "Tierschutzblättle" des hiesigen Tierschutzvereins mussten wir nun erfahren, dass wohl eine Spatiergängerin
dem Verein wieder Missstände in der Klauenpflege bei den selben Tieren gemeldet hat (Mai 2015).
Laut Tierschutzverein dauerte es von Mai bis Dezember, bis der Fall abgeschlossen war.
Wir brachten in einer erneuten Anzeige gegen den Tierbesitzer auch unsere klare Enttäuschung gegenüber dem Veterinäramt zum Ausdruck, u. a. mit den Worten: "Vertrauen ist gut - selbst kontrollieren ist besser !?!"
Zum Wohle der Tiere !!!








Februar 2016

Haltung von Wasserbüffeln - Wir haben Anzeige erstattet

Es darf nicht sein, dass 16 afrikanische Wasserbüffel in einem Futtersilo gehalten werden.
Die Tiere benötigen pro Tier mindestens 5 qm Freilauf, um ihren Belangen nur nahezu gerecht zu werden.
Zumindest müssten auch Scheuerbürsten, Leckstahl und genügend Tränlen angeboten werden.
Selbstverständlich müssten Suhlen vor Ort sein, in welchen sich die Tiere Wälzen können.
Auch un der Winterzeit muss den Wasserbüffeln genpügend Wasser angeboten werden, ganz besonders laktierenden Tieren.
Wir gehen davon aus, dass dies auch den Veterinären bekannt ist.
Wir werden den Betrieb im Auge behalten.





18.11.2015

Hofbesichtung bei der Stiftung Liebenau


In einem gemeinsamen Gespräch wurden Haltung und Transportverordnungen (auch von festliegenden Tieren) erörtert.

Bericht auf der Startseite
November 2015

Brief an Herrn Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Staatsministerium Baden-Württemberg
Herrn Ministerpräsident
Wilfried Kretschmann
Richard-Wagner-Str. 15
70184 Stuttgart

Datum: 31.12.2015

Äußerungen von Innenexperte Volker Beck zur Integration von Flüchtlingen in „Phoenix“


Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,

sehr nachdenklich und mit großer Sorge haben wir die Äußerungen von Herrn Beck in der Sendung „Unter den Linden“ zur Kenntnis genommen, in denen er Schächten von Tieren und die Beschneidung befürwortet.
Können solche Aussagen und Meinungen des Innenexperten der Bundestagsfraktion der Grünen der deutschen Bevölkerung zugemutet werden ?
Es gibt nun mal das Morgen- und das Abendland: Andere Religionen, andere Sitten, andere Gesetze.
Sowohl Mensch als auch Tier haben sich hier im Abendland nach großen Kämpfen, sei es um die Gleichberechtigung der Frau als auch um den respektvollen Umgang mit unseren Tieren / Nutztieren gesetzliche Bestimmungen geschaffen.So wurde das Schächten von Tieren vom Verfassungsgericht untersagt.
Ein Passus wurde jedoch eingebracht: Wenn Schächten, dann nur aus glaubensnotwendigen Gründen. Diese Art von Schlachten (Schächten) muss jedoch bei den jeweiligen Landratsämtern beantragt werden.
So darf ein Tier laut § 4a Tierschutzgesetz (Dritter Abschnitt: Töten von Tieren) nicht ohne vorherige Betäubung entblutet werden. Dort heißt es wörtlich: „(1) Ein warmblütiges Tier darf nur geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzuges betäubt worden ist.“
Wir sehen die Abweichung (2) zu (1) nicht gegeben, da das betäubte Tier beim Entbluten noch lebt, lediglich nur schmerzunempfindlich bis zum Blutkoma ist.
Aus diesem Grund ist das betäubungslose Entbluten (Schächten) von Tieren in keiner Weise gerechtfertigt. Der schlussendliche Tod des Tieres ist der gleiche. Zum Herzstillstand kommt es durch den Blutentzug.
Weshalb müssen die Tiere durch Schächten so viel Leid und Schmerz ertragen ?
Wo, so fragen wir uns, bleibt hier die Aufklärung dieser Leute, welche wohl bei uns integriert werden wollen ?
Auch wir wollen unsere Recte und die unserer Tiere gewahrt wissen.
Gerne sind wir Gastland für hilfesuchende Menschen, aber als Gast müssen sich auch diese den Gegebenheiten vor Ort anpassen.
Wir sind hier in Deutschland und ich denke, wir können stolz sein auf das, was wir geschaffen haben. Wir sind ein sehr soziales Land und bei uns steht der soziale Umgang mit Mensch und Tier sehr im Fokus.
Es darf einfach nicht sein, dass wir unseren respektvollen Umgang mit Mensch und Tier ändern, nur weil bei uns Menschen auf der Flucht aufgenommen werden, deren Umgang mit Mensch und Tier aus religiöser Sicht anders geregelt ist.
Was heißt es, ein Tier zu schlachten nach deutschem Gesetz ?
Ein Tier wird mit Bolzenschuss vor der Entblutung (Kehlschnitt) betäubt. Beim Entbluten nach der Betäubung gelangt das Schlachttier nach dem Kehlschnitt durch Blutverlust ins Koma. Das Herz schlägt nach wie vor, das Tier lebt immer noch, bis das Herz aufhört zu schlagen. Dies geschieht, wenn der Körper ins Blutkoma fällt; dies geschieht auch so beim Schächten, nur, dass das Tier (Rind, Schaf eccp.) beim Schächten den ganzen Schmerz des Kehlschnittes ertragen muss, bis es durch Blutverlust ins Koma fällt.
Durch Abhörung mit dem Stetoskop ist nachvollziehbar, dass auch durch Bolzenschuss betäubte Tiere bis ins Blutkoma noch leben, aber von den Schmerzen des Kehlschnittes bis ins Koma nichts spüren.
Wir fragen uns: Weshalb müssen die Tiere so viel Schmerz und Leid durch Lagerung vor der betäubungslosen Entblutung erleiden ?
Alle Tiere, die wir verzehren und die deshalb geschlachtet werden, mussten ihr Leben für uns geben. Wir zollen diesen Lebewesen Respekt und es darf nicht sein, dass diese für unsere kulinarischen Bedürfnisse leiden müssen.
Wir werden in keiner Weise die Äußerungen Ihres Parteimitglieds akzeptieren.
Wir erwarten von Ihnen, Herr Ministerpräsident Kretschmann, solche Menschen wie Herrn Beck in die Schranken zu weisen, welche solche kaum zu verantwortenden Äußerungen von sich geben.
Wir wünschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute für das Jahr 2016.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

E. Fürst





Oktober 2015

Kinderliebe Hasen suchen ein neues Zuhause

Wir erhielten eine Meldung, wonach eine Familie 20 - 25 Hasen nicht artgerecht im Stall halten würde.
Nach 3maliger Anfahrt trafen wir die Hasenbesitzer zu Hause an.
Nach langem Hin un Her durften wir die Unterbringung der Hasen besichtigen.
Sehr erfreulich war, wie freudig und putzmunter da in einem sehr großen Freilaufstall sich die gesamte Hasenschar tollte.
Leider waren Häsinnen und Böcke nicht getrennt.
Die Hasenbesitzer zeigten sich einsichtig, so dass die Hasen nach Geschlecht getrennt wurden.
Wegen der großen Anzahl der Hasen suchen wir dringend neue Plätze für die Hasen.
Die Familie dachte an 10.- € pro Hase; es werden aber keine als Schlachthasen abgegeben.
Alle Hasen sind sehr kinderlieb und wurden von den Kindern sehr liebevoll umsorgt.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie einen guten Platz für einen oder besser mehrer Hasen wissen !
September 2015

Pferdehaltung im Bezirk Biberach

Mehrere Meldungen über sehr magere Pferde im Veterinäramtsbezirk Biberach gingen bei uns ein, immer den gleichen Besitzer bereffend.

Die Pferde sind sehr abgemagert, ohne Rauhfutter;
Wasserbehälter sind entweder leer oder verdreckt.

Anzeige beim Veterinäramt Biberach: Nach Kontrolle des Veterinäramts BC wurde die Beseitigung der Missstände angeordnet
September 2015

Hasenhaltung

Kann das wirklich sein ?
Kaninchen mit Krallen in einer Länge von ca. 5 cm. Die Tiere konnten kaum mehr hoppeln.
Laut Besitzer sind diese Tiere die Lieblinge der Familie.
Sieht so Tierliebe und Tierpflege aus.
Die Krallen sind jetzt gestutzt, die Hasen noch nicht wieder beim Besitzer.
September 2015

Ein glückliches Schweineleben

Sollen und müssen Schweine leben, wenn sie ihren Bedürfnissen entsprechend gehalten werden.
Schweine sind sehr reinliche Tiere, sie benötigen eine Suhle (Schlamm), um sich vor Parasiten zu schützen.
Auch graben sie gerne in der Erde, um Würmer, Wurzeln u.a. zum Verzehr zu finden.
Eine Meldung, diesen Schweinen ginge es schlecht, war schlichtweg eine Unverschämtheit.
Oder ist es den Menschen lieber, Schweine auf Betonböden ohne Stroh und ohne Auslauf zu finden ?
Nach dieser Meldung müssen wir leider davon ausgehen !
Sommer 2015

Hasenhaltung in Aulendorf

Mehrere Hasen wurden in einem Pavillon am Straßenrand bei glühender Hitze, ohne Einstreu, z. T. ohne Wasser und ohne Rau-bzw. Grünfutter gehalten.fall, wie auf einer Müllhalde.
Wir erstatteten
In und um den Pavillon alles voll Dreck und Abfall, wie auf einer Müllhalde.
Wir erstatteten mehrfach Anzeige beim Veterinäramt.
Nun endlich sind die Hasen aus dieser schlechten Behausung und Versorgung weggekommen.
Dank dem Veterinäramt !
30.08.2015

Tierwohl / Bericht in der "Schwäbischen Zeitung" am 30.08.2015


Der Kampf um das Tierwohl
Ravensburger Veterinäre, Landwirte und Tierschützer sind sich nicht immer ganz grün

Tierrechtler bemängeln, dass das Tierschutzgesetz Lücken aufweise und zu schwammig formuliert sei. Dieser Graubereich schütze die schwarzen Schafe unter den Tierhaltern, nicht aber die Tiere, kritisieren sie.
Hans Prinsen
Ravensburg sz Eigentlich wollen sie alle, dass es dem Tier gut geht. Der Amtstierarzt, der Landwirt, der Tierschützer. Oftmals sind sie einer Meinung, oftmals auch nicht. Diskussionen sind alltäglich: über Haltung und Unterbringung, über Transport und Schlachtung. Es wird gezankt und beleidigt, mitunter sogar gedroht. Mit tödlichen Folgen: Erst Anfang dieses Jahres hat ein Bauer in Brandenburg einen Amtsveterinär erschossen; eine andere Amtstierärztin aus dem baden-württembergischen Bad Mergentheim hat sich vergangenes Jahr selbst umgebracht. Der Druck ist hoch – auch in Ravensburg.
„Ich weiß, wo ihre Tochter jobbt.“ Mit diesen Worten ist Johann Hartmann, Leiter des Veterinäramtes Ravensburg schon angegangen worden. Spurlos geht das nicht an ihm vorbei. Kleinkriegen lässt er sich trotzdem nicht. „Als Amtstierarzt muss man vieles schlucken können“, sagt er. Denn in diesem Beruf werde man erst einmal angefeindet: den Landwirten ist man zu pedantisch, den Tierschützern zu lasch. „Dabei sind wir letztlich nur der Sklave des Gesetzes“, sagt Hartmann. Er und seine zehn Tierarztkollegen im Veterinär- amt Ravensburg hätten genaue Vorgaben, an die sie sich halten müssten. Ihr Auftrag sei die Kontrolle, so wie der Gesetzgeber sie vorschreibt. „Unsere Spielräume sind dabei sehr eng“, erklärt Hartmann.
Anforderungen nehmen zu
Die Anforderungen an Landwirte und Veterinärämter sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Beide Seiten schimpfen über die zunehmende Dokumentationspflicht und Verwaltungsarbeit. „Wir
haben Aufgaben hinzubekommen, die sehr personalintensiv sind“, klagt Hartmann. „Wir müssen alles genau aufschreiben“, klagt der Schweinebauer Gebhard Sonntag (64) aus Baindt. „Das ist mittlerweile anstrengender als arbeiten“, scherzt er. Mehr als 300 Schweine hat Sonntag auf seinem Hof. Die niedrigen Fleischpreise, die vor allem von den großen Supermarktketten gedrückt werden, bereiten ihm Kopfzerbrechen. „Erst vor drei Jahren haben wir einen komplett neuen Stall gebaut, und jetzt ist der Preis im Keller“, sagt er.
Genauso wie dem Rinderwirt Paul Maucher aus Bad Waldsee ist es Sonntag wichtig, dass es den Tieren gut geht – auch wenn das für die Landwirte nicht immer ganz billig ist. Ein Beispiel: Als es in den vergangenen Wochen so heiß war, hätten beide für ihre Tiere die Beregnungsanlage eingeschalten. „Die Verdunstungskälte hilft ihnen bei der Hitze“, erklärt Maucher. Der 64-jährige Waldseer, der seinen Familienbetrieb im kommenden Jahr an seinen Sohn übergibt, hatte eigenen Aussagen zufolge bislang weder mit Veterinären noch mit Tierschützern Probleme. Seine Philosophie: „Mit Tieren ist es wie mit Menschen: Mit beiden muss man einen respektvollen Umgang pflegen.“ Dennoch weiß er auch von schwarzen Schafen unter den Landwirten.
Die kennt auch die Ravensburger Amtstierärztin Gabriele Wetzel, zu deren Aufgabengebiet der Tierschutz gehört. Sie schätzt, dass es im Landkreis Ravensburg rund 1700 Betriebe mit landwirtschaftlicher Nutztierhaltung gibt. Darunter sind ein halbes Dutzend schwerwiegende Fälle pro Jahr. „Vor allem bei kleineren Betrieben gibt es Verstöße“, meint Wetzel. Und ihr Vorgesetzter, Amtsleiter Johann Hartmann, ergänzt: „Tierhalter, bei denen es Probleme im Stall gibt, haben auch im privaten Umfeld häufig Probleme.“ Und diese würden sich dann auf die Tierhaltung niederschlagen. „Wir sind also immer auch Seelsorger“, sagt Hartmann.
Zerstochene Autoreifen
Hinstehen und sich durchsetzen – das sind Eigenschaften, die nicht nur ein Amtstierarzt mitbringen muss. Auch die Weingartenerin Edeltraud Fürst, Vorsitzende des Vereins Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, kann davon ein Lied singen. Ihr haben erboste Landwirte schon im Stall aufgelauert und Autoreifen zerstochen. Sie kämpft trotzdem weiter. Als militante Tierschützerin würde sich Fürst aber nicht bezeichnen. „Ich bin eher Tierrechtlerin“, stellt sie klar. Als Tierrechtlerin ärgert sie sich darüber, dass das Tierschutzgesetz zu schwammig und der Graubereich zu groß ist. Es stört sie, dass es keine konkreten Definitionen gibt. „Jeder weiß heutzutage, was ein Blechschaden am Auto ist, aber was Tierschutz ist, das weiß keiner.“
Auch Peta mischt mit
Mit dem Ravensburger Veterinäramt pflege sie mittlerweile ein gutes Verhältnis, sagt Fürst. Das sei aber nicht immer so gewesen. Für die Veterinäre würde sie sich wünschen, dass sie mehr Handhabe hätten. „Ein Amtstierarzt, der seinen Beruf ernst nimmt, muss bei den Gesetzeslücken doch manchmal echt verzweifeln“, so die Weingartenerin.
Dass ein Veterinäramt von Tierrechtlern gelobt wird, kommt selten vor. Doch auch die Tierschutzorganisation Peta findet im Falle der Ravensburger Veterinäre nur positive Worte. „Unsere Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ravensburg ist sehr gut“, sagt Peter Höffken von Peta Stuttgart. Ein Pluspunkt sei, dass sich das Veterinäramt sofort um die Beseitigung von Missstände kümmere, auf die man hinweise. „Die Ravensburger heben sich hier von anderen Regionen in Deutschland ab“, meint Höffken. „Das liegt eindeutig am Engagement der Amtstierärzte.“
Anfang September 2015

Kälberhaltung

Erschütternd, Kälber in Ersatziglus tierquälerisch zu halten, und das im September 2015 !!!
Jegliche Bewegungsfreiheit wird diesen armen Kälbern genommen.
Nicht mal das Stehen ist möglich, da die Behausung viel zu niedrig ist. Versucht ein Kalb zu stehen, so wird das Wellblech, welches als Dach dienen soll, hoch gedrückt und leigt auf dem Rücken des Kalbes.
Wir haben Anzeige beim Veterinäramt Ravensburg mündlich und auch schriftlich eingereicht.
Schon 2011 war dieser Bauer in der Kälberhaltung auffällig.
Diese Tierhaltung verlieren wir ganz gewiss nicht aus den Augen.
Ende August 2015

Ziegenhaltung jetzt

Es war wirklich nur Unwissenheit mit dem Umgang mit den Ziegen.
Nach Beratung werden die beiden Ziegen nun artgerecht gehalten, frei laufend, ohne angepflockt zu werden.
Auch die Besitzer freuen sich, dass sie ihre Ziegen nun so freudig sehen.
19.08.2015

Üble Ziegenhaltung

Laut Ziegenhalterin führte Unwissenheit im Umgang mit Ziegen dazu, dass diese Ziegen nicht richtig angepflockt wurden. Die Tiere hatten gerade noch ca. 50 cm Bewegungsraum. Zudem war höchste Verletzungsgefahr durch einen Metallspieß, welcher auf einem Bild klar zu erkennen ist.
Wir verlangten ein sofortiges Abpflocken und ab sofort eine artgerechte Ziegenhaltung.
Die Besitzerin bat uns um Hilfe, damit sie ihre Tiere artgerecht halten kann.
Ein ziegen-erfahrenes Mitglied unseres Vereins wird nun den .Leuten mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Das Veterinäramt wurde von uns benachrichtigt. Da sich die Besitzer kooperativ zeigten, sahen wir vorerst von einer Anzeige ab
27.07.2015

Strafanzeige wegen Tierquälerei

Rossige Stute mit Pony-Hengst bewusst zusammengestellt.
Pony - Hengst verletzte Traber - Mix - Stute schwer beim vergeblichen Versuch, die Traber - Stute zu besteigen.
Die Verletzungen wurden durch die Hufe des Pony - Hengstes und durch Bisse im Genitalbereich verursacht. Die Stute weist auch am ganzen Körper Bisswunden auf, die durch den Hengst verursacht worden sind.
Die Besitzerin nahm diese Attacken des Hengstes auf die rossige Stute billigend in Kauf.
Wir haben Anzeige beim zuständigen Veterinäramt gemacht.
Mittlerweile liegt diese auch der Staatsanwaltschaft Ravensburg vor.
12.08.2015

Wer vermisst Katze mit Baby ?

Wer vermisst Katzenmama mit Jungem
Bitte melden
unter Tel.: 07525 / 2610 oder
unter 0751 58365 mobil 0151 57 91 70 60
28.03.2015

Wieder überfüllte Buchten

Leider mussten wir Anzeige beim Veterinäramt machen, da Buchten total überfüllt waren und die Rinder völlig verdreckt. Es gab kaum noch Bewegungsfreiheit.
Das Veterinäramt wurde aktiv, die Anzahl der Tiere in den Buchten reduziert.
17.03.2015

Neues vom Tierhof Mittelbuch

Nachdem wir erreicht hatten, dass der Tiger in Mittelbuch kastriert wurde, haben wir bei der Stadt Ochsenhausen nach der Sicherheit der Besucher und der umliegenden Bevölkerung die Ausbruchssicherheit der dort gehaltenen Großkatzen betreffend nachgefragt.
Das Antwortshreiben von Herrn Bürgermeister Denzel ist hier einzusehen.
Sehen Sie auch folgende Beiträge auf dieser Seite:
++ Haltung von Raubkatzen im Kreis Biberach ++ (September
2014)
++ Wir prostestieren gegen diese Haltung ++ (18.06.2014)
Frühljahr 2015

Neues zum Sachstand in Ittenhausen






Klicken Sie auch auf folgende Beiträge auf dieser Seite:
13.12.2014 / 11.12.2014 / 05.12.2014 / 12.11.2014 06.11.2014 / 28.07.2014 / 29.04.2014 / Anfang April 2014
08.01.2015

Leserbrief in der Schwäbischen Zeitung

Zum Bericht „Dem Glück der Schweine auf der Spur“ am 29.12.2014

Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass erforscht werden muss, was ein Schwein braucht, um sich wohlzufühlen !
Ganz einfach: Lasst die Tiere Tiere sein !
Es braucht ganz wenig, um die Tiere artgerecht zu halten: Licht, Luft, Sonne und ihren Bedürfnissen entsprechend Bewegung.
So entwickelt sich ein stabiles Immunsystem; Antibiotika müssen dann so gut wie keine eingesetzt werden. Der Tierarzt wird ein selten gebetener Besucher werden.
Doch dieses kleine Glück der Tiere kostet auch seinen Preis an der Fleischtheke. Denn nur, was billig erzeugt wurde, kann auch billigst in den Verkauf gelangen !
Der Verbraucher muss zum Wohle der Tiere (Tierhaltung) umerzogen werden.
Beim Einkauf von tierischen Produkten muss Qualität an erster Stelle weit vor Quantität stehen.
Ob dies im im Sinne der Pharmazie und der Fleischmafia ist, muss in Frage gestellt werden !
Edeltraud Fürst
20.12.2014

Bericht in der Presse

Unser Anliegen, Überwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten zu installieren, wofür wir seit 11 Jahren kämpfen, ist nicht unbegründet.
Fehlschüsse, das Aufschlitzen von tragenden Kühen (Schweinen) könnte dokumentiert werden.
Inzwischen sind wir mit unserer Forderung bis in Brüssel vorstellig geworden.
Unsere Korrespondenz mit Großschlachthöfen hat nach 10 Jahren die ersten Erfolge gebracht; einige stellten den Einbau in Aussicht.
Wir bleiben auf jeden Fall dran.
Auch werden wir eine verbindliche Nachfrage stellen, wie viele tragende und hoch tragende Kühe / Schweine bei ihnen jeweils täglich geschlachtet werden.
Wir werden nicht nachgeben, bis unsere Forderungen erfüllt werden; im Sinne der Tiere, welche zum Verzehr für den Menschen getötet werden !
19.12.2014

Volkes Stimme - Leserbriefe

An dieser Stelle können Sie einige der Leserbriefe lesen, die die "Schwäbische Zeitung zum Thema veröffentlicht hat:

Schwäbische Zeitung
Mittwoch, 17. Dezember 2014
VON DER ALB ZUR DONAU
Zum Artikel „Trächtig in den Schlachthof“ aus der SZ-Ausgabe
vom 12. Dezember hat uns folgen-
der Leserbrief erreicht:

Nicht mit Ruhm bekleckert

Ich bin sehr darüber schockiert,
was man hier zu lesen bekommt.
Nicht nur, dass man einem Men-
schen die Existenz genommen hat,
nein es werden trächtige Kühe ge-
schlachtet. Wenn man zu diesem
Thema etwas recherchiert, ist da-
von auszugehen, dass in Deutsch-
land regelmäßig trächtige Rinder
geschlachtet werden. Im Durch-
schnitt geht man von rund zehn Pro-
zent der weiblichen Rinder aus. Das
sind rund 180 000 Tiere jährlich.
Und das überwiegend gegen Mitte
oder Ende der Trächtigkeit. Ich
selbst bin Mutter
eines Kindes, und
es treibt mir die Tränen ins Gesicht,
wenn ich nur daran denke, wie man
qualvoll im
Mutterleib
erstickt auf-
grund Sauerstoffmangels. Meiner
Meinung nach haben hier einige
Personen definitiv ihren Beruf ver-
fehlt.
Eine Schande für diejenigen, die
ihren Job richtig machen und im
Sinne der Tiere handeln und nicht
gegen sie. Es ist traurig das Baurecht
vor Tierschutz gilt. Damit haben
sich Baurechtsamtsleiter und ver-
antwortlicher Veterinär sicherlich
nicht mit Ruhm bekleckert.

Melanie Dude, Weingarten




Zu den Artikeln: „Trächtig in den
Schlachthof“ (SZ vom 12. Dezem-
ber) und „Amtstierarzt hat Pflich-
ten voll erfüllt“ (SZ vom 13. De-
zember) erreichte uns folgender
Leserbrief:

„Brauchen wir überhaupt noch
ein Veterinäramt? Aus rein baurecht-
lichen Mängeln wurden dem Bauern
seine Tiere und seine Existenz ge-
nommen. Es steht sicherlich außer
Frage, dass das Veterinäramt einge-
schritten wäre, wenn es tierschutz-
rechtliche Probleme auf diesem Be-
trieb gegeben hätte. Nun dem Veteri-
näramt den „schwarzen Peter“ zuzu-
schieben, wirft neue Fragen auf:
Weshalb so eine Geheimnistuerei?
Denn wenn die Ohrmarkennum-
mern der geschlachteten Tiere dem
Bauern zugegangen sind, wusste
doch die Stadt Riedlingen bzw. das
Baurechtsamt schon lange vor Bauer
Blum, welche Tiere am 6. November
in Buchloe ihr Ende fanden.

Marie Ackermann, Mietingen

Zum Artikel „Trächtig in den
Schlachthof“ aus der SZ-Ausgabe
vom 12. Dezember hat uns folgen-
der Leserbrief erreicht:

Als aktiver Tierschützer schreibe
ich zu diesen ungeheuren Vorkomm-
nissen in Ittenhausen/Mittelbiber-
ach. Offensichtlich haben die Verant-
wortlichen dem Landwirt Blum auf
schändlichste Art Leben und Zu-
kunft zerstört. Wenn man Tiere ein-
fach abtransportiert und auch Käl-
ber, die noch an der Aufzuchtsfla-
sche hingen, entweder verkauft oder
eben dann verwertet, sprich schlach-
ten lässt. Es scheint egal zu sein,
wenn darunter auch tragende Tiere
sich befinden, die kurz vor der Ge-
burt stehen. Leben von Tieren spielt
aus behördlicher Sicht offenbar kei-
ne Rolle, auch wenn der Bauer Blum
sein Bestmögliches getan hat. Ein
Tier wird nur als verkaufbar oder
verwertbar eingestuft. Der Preis ei-
nes Tieres wird dann mit rund 25 Eu- mn
schlachtet wird. So etwas sind mafiö-
se Strukturen, egal ob davon Leben
abhängt oder nicht. Nun muss ich
mich fragen, wo bleibt da unsere Po-
litik, die sich ja wohl auch den Tier-
schutz auf die Fahnen geschrieben
hat. Armes Deutschland!

Andre Höflinger, Ravensburg

13.12.2014

Trächtige Kühe geschlachtet / Pflichten erfüllt / Kommentar

SZ Riedlingen 13.12.2014
Kommentar von Kerstin Schellhorn

Das darf nicht sein


Das Tierwohl wird in
Deutschland groß ge-
schrieben, weshalb die
artgerechte Haltung von
Nutztieren zu Recht
strengstens überwacht
wird. Diese Gründlich-
keit hat dazu geführt, dass der
Hof des Ittenhausener Landwirts
Edwin Blum zwangsgeräumt
wurde.
Doch dass die Überwachung
der artgerechten Tierhaltung drei
trächtigen Kühen ein Ende im
Schlachthof beschert hat, darf
nicht sein. Das ist aus ethischer
Sicht zu verurteilen und führt un-
sere Gesetze ad absur-
dum. Sicher
lich hätte
Blum längst handeln
müssen, um die Zwangs-
räumung zu verhindern.
Und sicherlich sind die
beteiligten Behörden
nur ihrer Pflicht nachgekommen.
Aber ein Amtstierarzt sollte
die nötigen Mittel zur Verfügung
gestellt bekommen, um ausschlie-
ßen zu können, dass trächtige Kü-
he geschlachtet werden und auf
dem Teller landen – auch wenn
das eine genaue Untersuchung
von mehreren Dutzend Tieren be-
deutet. So viel Zeit MUSS sein


12.12.2014 (Aktualisiert 13.12.2014, 08:19 Uhr)
Kerstin Schellhorn
Trächtige Kühe geschlachtet: "Pflichten erfüllt“
Drei trächtige Kühe aus Bestand von Edwin Blum geschlachtet – Rechtlich zulässig
Die Tierschutzschlachtverordnung gilt nur für Muttertiere, nicht für ungeborene Föten.Die Tierschutzschlachtverordnung gilt nur für Muttertiere, nicht für ungeborene Föten.
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Ittenhausen sz Der Ittenhausener Landwirt Edwin Blum und die Tierschützerin Edeltraud Fürst haben der Stadt Riedlingen vorgeworfen, vier hochtragende Kühe nach der Zwangsräumung des Hofes Anfang November zum Schlachter geschickt zu haben (die SZ berichtete). Nun nimmt das Landratsamt Stellung zum Verbleib der Tiere. Die Kühe leben noch. Drei andere, deren Trächtigkeit nicht erkannt wurde, sind jedoch geschlachtet worden.

„Es wurden tatsächlich drei trächtige Kühe, die aber höchstens im sechsten Monat trächtig waren, geschlachtet“, schreibt Anita Baier, Pressesprecherin des Landratsamts, in der Pressemitteilung.

Bei den drei Tieren handelt es sich jedoch nicht um die Kühe, die der Amtstierarzt bei der Zwangräumung Anfang November als hochtragend erkannt hatte. Diese wurden von der Viehhandlung, die die Stadt Riedlingen mit dem Transport beauftragt hatte, nach Mittelbiberach gebracht und weiterverkauft. „Diese Tiere leben noch, sofern der neue Besitzer sie nicht seinerseits zur Schlachtung gegeben hat“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die Trächtigkeit der drei geschlachteten Kühe habe bei der so genannten Pendelprobe nicht erkannt werden können, da das erst bei einer fortgeschrittenen Trächtigkeit möglich sei, erklärt Baier. Bei der Pendelprobe wird der Bauch der Kuh in Schwingung versetzt. Der Tierarzt stellt sich neben das Tier und fühlt mit seinen Händen nach den Knochen eines Fötus im Bauch der Kuh. Gemacht wird diese Untersuchung aber nur bei Tieren mit Verdacht auf Trächtigkeit.

Ob es sich bei den geschlachteten Kühen um die Tiere handelt, die Landwirt Blum in seinen Aufzeichnungen als hochtragend geführt hat, steht nicht fest. Baier weist jedoch darauf hin, dass die Tiere „aus rechtlicher Sicht“ geschlachtet werden durften und auch transportfähig waren. „Die amtstierärztlichen Pflichten wurden vollumfänglich erfüllt.“

Des Weiteren weist die Pressesprecherin den Vorwurf von Tierschützerin Fürst zurück, dass die Tierschutzschlachtverordnung missachtet worden sei. Dass ein Warmblüter vor Beginn des Blutentzugs betäubt werden müsse, gelte nur für das Muttertier, nicht für den Fötus.

Zudem habe Blum das so genannte HIT-Register (Herkunfts- und Inforamtionssystem für Tiere), in das jede Veränderung im Bestand innerhalb von sieben Tagen eingetragen werden muss, nur unvollständig geführt, schreibt Baier. Etwa ein drittel der 96 beschlagnahmten Tiere sei darin nicht aufgeführt gewesen.

„In diesem Register müssen nur die Geburten festgehalten werden“, wehrt sich der Landwirt. „Mit der Trächtigkeit hat das nichts zu tun.“ Sein Strafantrag gegen die Stadt Riedlingen wird derzeit geprüft. Edeltraud Fürst vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ will nach wie vor Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

Die Trächtigkeit bei Rindern dauert, ähnlich der Schwangerschaft beim Menschen, im Durchschnitt neun Monate.

(Bericht in der "Schwäbischen Zeitung", Ausgabe Riedlingen am 13.12.2014
05.12.2014

Hof wird geräumt - Mehr als die Hälfte der Tiere kommen zum Schlachthof

Pressemitteilung von BfANOeV:

Fünf gesunde hochtragende Kühe geschlachtet

So etwas darf auf keinen Fall passieren, und schon garnicht bei einer seit Monaten geplanten Beschlagnahmung.

Dies kritisieren Martin Gerster, MdB (SPD) und Edeltraud Fürst, Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.

Das Baurechtsamt der Stadt Riedlingen beschlagnahmte am 06.11.2014 wegen Nichteinhaltung baurechtlcher Bestimmungen 96 Stück Vieh, darunter 5 hochtragende und 23 gut laktierende Kühe, mehrere 14 Monate alte Rinder und Kälber sowie Milchkälber.
5 hochtragende Kühe kamen in den Schlachthof, ebenso 23 gut laktierende sowie einige 14 Monate alte Rinder, 2 davon auch tragend.
Insgesamt 50 Tiere vom Bestand wurden noch am 06.11.2014 getötet.
Laut Dr. Egle vom Veterinäramt Biberach war der gesamte Bestand seuchenfrei und gesund.
Wir „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“ und Bundestagsabgeordneter Martin Gerster (SPD) verurteilen das Abschlachten der 5 hochträchtigen Kühe aufs Schärfste.
Auch das Schlachten der gut laktierenden Kühe und der Jungrinder ist nicht nachvollziehbar.
Baden-Württemberg will bis 2015 einen seuchenfreien Bestand in der Viehhhaltung, und hier wurde ein gesunder und seuchenfreier Bestand Bestand durch das Gießkannenprinzip ausgewählt zum Schlachten.
Auch Bauamtsleiter Seifert begründet die Schlachtungen der tragenden und laktierenden Kühe damit, dass diese ihren Wirtchaftszweck erfüllt hätten.
Aus unserer Sicht stellt die Schlachtung tragender, in diesem Fall hochträchtiger Kühe einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung dar.
§ 4a(1) der Schlachtverordnung heißt es zur „Tötung von Tieren“:
„Ein Warmblüter darf nur geschlachtet werden, wenn er vor Beginn des Blutentzugs betäubt worden ist.“ Dies kann bei hochtragenden Rindern nur bei der Mutterkuh gewährleistet werden. Der Fötus muss qualvoll ersticken!
§ 1 des Tierschutzgesetzes heißt es als Grundsatz: „Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerz, Leid oder Schäden zufügen.“
Das Schlachten gar hochtragender Rinder ist in keiner Weise vertretbar (außer Notschlachtungen), weder moralisch noch ethisch.
Selbst Fristverstreichungen und Anordnungen, welche vom Bauamt als Folge von Zuwiderhandlungen dazu führten, dass die Tiere beschlagnahmt wurden, rechtfertigen noch lange nicht, dass hochtragende Rinder und ein gesunder Tierbestand nahezu ausgerottet wird.
Wir werden diese Vorgehensweise nicht dulden und ein striktes Verbot der Schlachtung von tragenden Rindern mit sofortiger Wirkung auch in Brüssel fordern.
Baden-Württemberg sollte hier eine Vorreiterrolle spielen.
Jeder Bauer sollte bzw. muss Kenntnis darüber haben, ob sein Tier, das er zum Schlachten bringt, trägt oder nicht. In diesem Fall wurde der Bauer nicht einmal gefragt.
Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, Dr. Kluge, teilte uns in in einem Schreiben vom 28.11.2014 mit, dass „das Schlachten hochträchtiger Kühe nicht nur moralisch – ethische Fragen aufwirft, sondern auch eine erhebliche Tierschutzproblematik im Hinblick auf die ungeborenen Kälber darstellt.
Ein generelles Umdenken nicht nur in der Haltung unserer Nutztiere sondern auch in der Schlachtung dieser ist dringendst angesagt, auch in einem Land wie Deutschland mit einem Tierschutzgesetz, aber leider mit einem, welches gravierende Lücken aufweist !

Für den Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V. )


E. Fürst
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( E. Fürst / 1. Vorsitzende)

März 2015

Neues von der Tierhaltung in der Gartenanlage beim Sontheimer in Weingarten

Letztes Jahr musste an Pfingsten die Feuerwehr den Tieren (Ziegen / Schaf / Ente / Katze) mit Wasser versorgen.
Der Grund: Ein Ehepaar hielt sich besagte Tiere in einem total verwilderten Schrebergarten.
Damals war eine Ente und eine Katze zusammen in einem kleinen verdreckten Verschlag inmitten von Gebüsch und Sträuchern.
Nach mehreren Anzeigen meldeten wir dann Gefahr in Verzug bei der Polizei in Weingarten.
Dies war an Pfingsten 2014.
Nun wieder das gleiche Dilemma: Besagtes Ehepaar hat sich zum Leid der Tiere wieder Katzen zugelegt und diese wieder in den total verdreckten Verschlag gesperrt.
Nach langen Diskussionen bekamen wir schließlich die Katzen.
Sie wurden kastriert und haben mittlerweile eine gute Stelle mit Freigang.
Leider zeigt sich das Ehepaar in keiner Weise zugänglich, denn sie sind außerdem im Besitz von ca. 40 Hunden, welche sie nach ihrer Aussage in einem Haus liebevoll betreuen.
Wir waren vor Ort: die Haltung ist in keiner Weise artgerecht, von Verletzungsgefahren und Hygiene ganz zu schweigen.
Das Landratsamt wir diesem Elend demnächst ein Ende setzen. Über den weiteren Verlauf werden wir in Kürze berichten; wir hoffen positiv, im Sinne der Tiere !
12.11.2014

Veterinär überwacht den Viehtransport / Bericht in der SZ

.11.2014 (Aktualisiert 16:01 Uhr)
Marion Buck
Veterinär überwacht den Viehtransport
Landwirt wirft Behörde fehlendes Fachwissen vor

Ittenhausen sz Weil der Ittenhauser Landwirt seinen Bauernhof nicht umgebaut hat und die Fristen für die Verlängerungen immer wieder verstreichen ließ, wurde ihm am vergangenen Donnerstag der Viehbestand genommen (die Schwäbische Zeitung berichtete). 50 Rinder wurden geschlachtet, 46 sollen verkauft werden. Nun klagt der Bauer das Riedlinger Baurechtsamt an. Er wirft der Behörde fehlendes Fachwissen vor und sagt, dass die Kühe geschlachtet worden seien, weil sie keine sogenannte IBR-Bescheinigung gehabt hätten. Dem widerspricht Elmar Seifert vom Riedlinger Baurechtsamt. Die Kühe wurden geschlachtet, weil sie ihren Wirtschaftszweck erreicht hatten. Mit der Bescheinigung habe das nichts zu tun.

„Die hätten meine Kühe nicht schlachten dürfen“, sagt der Landwirt aus Ittenhausen, dessen Hof in der vergangenen Woche zwangsgeräumt worden ist. Nur wegen der fehlenden Bescheinigung, seien seine Kühe geschlachtet worden, glaubt der Bauer.

Die ganze Aktion wurde veterinärmedizinisch begleitet, sagt Elmar Seifert vom Baurechtsamt zu dem Vorwurf des Bauern. Der Abtransport der Tiere sei sehr wohl von Experten begleitet worden. Die 96 Tiere wurden nach Mittelbiberach gebracht und von einem Amtstierarzt untersucht. Bei 50 Stück wurde festgestellt, dass sie zu wenig Milch gaben oder zu alt waren. „Sie sind entsprechend ihrer Eignung entweder in die Schlachtung gegangen oder werden verkauft“, erklärt Seifert. Diejenigen, die geschlachtet wurden, hatten ihren Wirtschaftswert erreicht. Das heiße nun mal so in der Amtssprache, erklärte Seifert. Auch ihm gefalle dieser Ausdruck nicht. Mit einer IBR-Bescheinigung habe die ganze Aktion nichts zu tun.

Was eine IBR-Bescheinigung ist, kann Dr. Peter Egle vom Kreisveterinäramt erklären. Es gehe um das Bovines Herpesvirus 1 (BHV1), landläufig als Rinderherpes bezeichnet. Das Land Baden-Württemberg will bis 2015 alle Ställe seuchenfrei bekommen. Infizierte Nutztiere müssen geschlachtet werden. Für den Menschen ist das Virus unbedenklich. Wer mit Rindern handelt, sei verpflichtet, seinen Bestand auf dieses Virus hin untersuchen zu lassen, erklärt Egle. Der Test werde bei Milchkühen über die Milch gemacht, bei Rindern über das Blut. Wenn die Tests ohne Befund seien, bekäme der Betrieb den Status „seuchenfrei“.

Um die 48 verbleibenden Rindviecher zu verkaufen, musste das Veterinäramt die Tiere auf Rinderherpes untersuchen. Der Tierbestand ist seuchenfrei. Dass der Bestand gesund war, sei nie in Abrede gestellt worden, so Seifert. Grund für die Räumung waren die nicht artgerechten Stallungen und die Versickerung der Gülle im unbefestigten Boden. Der Hof befindet sich in der Wasserschutzzone 3 in einem Karstgebiet mit wasserdurchlässigem Gestein.

06.11.2014

Hof wird zwangsgeräumt / Bericht in SZ-Online

06.11.2014 (Aktualisiert 17:10 Uhr)
Marion Buck
Dem Landwirt gehen die Nerven durch
Bei der Zwangsräumung eines Bauernhofs kippt der Bauer Milch über die Verwaltungsbeamten
Die Kühe des Landwirts wurden am Donnerstagmorgen abgeholt.Die Kühe des Landwirts wurden am Donnerstagmorgen abgeholt.
Thomas Warnack

Ittenhausen sz Dem Ittenhauser Landwirt, der seinen Stall nicht artgerecht umbaute, ist am Donnerstagmorgen der Hof zwangsgeräumt worden. Als seine Tiere in die Transporter verladen wurden, gingen dem Bauern die Nerven durch. Er schnappte sich eine große Kanne Milch und schüttete diese über den Verwaltungsbeamten aus. Die Polizei nahm den Landwirt in Gewahrsam. Die Tiere wurden nach Mittelbiberach gebracht und veterinärmedizinisch untersucht.

Seit mehreren Jahren schon dauert die Geschichte um den Landwirt in Ittenhausen. Am Donnerstagmorgen fand sie ein vorläufiges Ende. Grund für die Zwangsräumung war der nicht sachgemäße Zustand der Stallungen. Das Baurechtsamt hatte den Bauern aufgefordert, den Stall umzubauen und das Grundwasser vor Fäkalien zu schützen. Dafür wurden dem Landwirt Fristen gesetzt. Diese wurden verlängert und nochmals verlängert. Und auch im April, als die Transporter bereits im Hof standen, wurde die Räumung nochmals verschoben. Edeltraud Fürst vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ konnte damals einen Aufschub bis zum Herbst erreichen. Die Tiere kamen auf eine Weide des Landwirts. Dort standen die Kühe während des ganzen Sommers. Das Kreis-Veterinäramt überprüfte den gesundheitlichen Zustand der Tiere. Es gab nichts zu bemängeln.

Nun ist Herbst. Die Wiese habe sich mittlerweile in einen Acker verwandelt, sagt Elmar Seifert von der Baurechtsbehörde. In den Ställen stünden 96 Stück Vieh. Und der Winter stehe vor der Tür. „Wir können das so nicht mehr dulden.“

Dass die Räumung kommen würde, wusste der Landwirt. Er hatte am 11. Oktober einen Brief von der Behörde bekommen und glaubte er habe vier Wochen Zeit einzusprechen. Das war ein Irrtum. Als er erfuhr, dass die Räumung für Donnerstag angesetzt war, fuhr er am Mittwochnachmittag nach Riedlingen zu Elmar Seifert, um einen weiteren Aufschub zu erreichen. Er wollte noch vier Wochen Zeit, um seinen Viehbestand selbst zu verkaufen. Dieses Mal bekam er keine Fristverlängerung. Donnerstagmorgen waren Vertreter des Baurechtsamt, der Langenenslinger Verwaltung, des Kreisveterinäramtes, Viehtransporteure und die Polizei vor Ort.


Dem Landwirt gehen die Nerven durch IttenhausenDem Landwirt gehen die Nerven durch

Es gebe keinen Grund seine Tiere vom Hof zu holen. „Die Tiere stehen trocken, sind gefüttert und gemolken und sie haben genügend Platz“, sagte er und widersprach Seiferts Angaben von 96 Tieren, die noch zwei Tage zuvor gezählt worden waren. Der Landwirt gab an, 27 Milchkühe und 20 Stück Jungvieh und Kälber auf seinem Grundstück zu haben. Er könne Insolvenz anmelden, wenn sie sein Vieh nun verkaufen, erklärte er. Weil er seine Existenz bedroht sah, griff der Landwirt zu drastischen Mitteln. Er holte sich eine große Kanne Milch, rannte auf die Gruppe Menschen zu und schüttete im Lauf wenigstens 20 Liter Milch über sie. Das meiste bekam Seifert ab. Die Polizei musste eingreifen, den Landwirt in Handschellen legen und in Gewahrsam nehmen.

Die Tiere wurden nach Mittelbiberach gebracht und dort untersucht. Anschließend werden sie verkauft und, was sich nicht mehr verkaufen lässt, getötet. Nach Abzug der Kosten stünde der Rest des Erlöses dem Landwirt zu, erklärte Seifert.

18. / 19. Oktober 2014

Wieder Infostand auf dem Jahrmarkt in Weingarten

Auch dieses Jahr beteiligte sich der Verein mit einem
Informationsstand auf dem Jahrmarkt in Weingarten.
Die Marktbesucher zeigten sich sehr interessiert an den Themen, über die der Verein informierte.
Auch Unterschriften wurden gesammelt.
September 2014

Tierquälerische Bullenmast

Unfassbar, 7 Bullen in einer Bucht von 3 x 3 m.
Im gesamten Stall waren ca. 8 - 10 Buchten ebenso überfüllt.
Wir erstatteten Anzeige wegen Verstoßes gegen § 2 (1,2,3) des Tierschutzgesetzes sowie gegen die Mastbullenverordnung, wonach jedem Mastbullen 2,9 qm Bewegungsraum zusteht.
Das Veterinäramt wurde nach Anzeige sofort tätig.
Jetzt sind nur noch 3 Bullen in einer Bucht.
13.10.2014

Bericht in der "Schwäbischen Zeitung"

Weingarten sz Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V. (BfANO) – hinter diesem etwas sperrigen Namen verbirgt sich der Verein von Edeltraud Fürst und Brigitte Möbius, der sich seit nun genau zehn Jahren für die Belange von Nutztieren einsetzt. Natürlich dulden die beiden Köpfe des Vereins auch keine Vergehen an Katzen oder Hunden, aber in erster Linie kümmert sich der gemeinnützige Verein um das Wohl von Schweinen und Schafen, Rindern oder Hühnern.
Die Macher: Dass die 2. Vorsitzende, Brigitte Möbius, noch in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiern wird, das glaubt ihr niemand. Das Haar dicht und dunkel wie Graphit, die Augen klar und aufmerksam. Seit 30 Jahren lebt die gebürtige Stuttgarterin im Schwabenland und immer schon mit Katzen. Im Tierschutz ist sie seit Jahren engagiert, seit zehn Jahren nun ist sie der monetäre Motor des Vereins. Sie bekennt freimütig, bei Tiertransport-Reportagen weinen zu müssen. Ihre Vereinsgefährtin und Schwester im Geiste nennt sie „den Panzer“.
Dass der Panzer, nämlich Edeltraud Fürst, eine Frau der Tat ist, das bezweifelt keiner, der je mit ihr zu tun hatte. Die 58-Jährige gelernte Laborantin und 1. Vereinsvorsitzende reklamiert nachdrücklich Luft, Licht und Sonne für jedes Tier. Sie –die man auch „die Fürstin“ nenne- diskutiert mit dem Präsidenten des Deutschen Bauernverbandes ebenso wie mit dem Landwirt von Nebenan und wer sich gegen ein Tier und dessen Recht vergeht, den zeigt sie beim Veterinäramt an. Auf ihrer Fahne prangt das Anliegen: Zum Wohl von Mensch und Tier. Dass sie mit prominenten Mitgliedern des Vereins, wie dem Bundestagsabgeordneten Martin Gerster, per „Du“ ist, das ist an mancher Stelle schon manches Mal hilfreich gewesen. „Martin, sag ich dann. Traudl, ich bin da, antwortet er. Das Edel vor meinem Namen lässt er dann oft weg“, scherzt die Fürstin, die übrigens keine Vegetarierin ist. „Aber mir ist es ganz und gar nicht wurscht, woher das Fleisch stammt, das ich esse“, übersetzt sie ihre Ansicht von Tierschutz.
Aufklärung als Vereinszweck
Der Verein: Seit dem 25. Oktober 2004 ist BfANO im Vereinsregister eingetragen, mit dem Ziel, darüber aufzuklären, wie Nutztiere artgerecht gehalten werden und wodurch beispielsweise Schlachtmethoden verbessert werden können. Überregionale Tiertransporte sollten generell verboten werden, fordert der Verein, der auch mal Landwirte unterstützt, die ihre Tiere trotz finanzieller Schräglage tierschutzkonform halten. Wer jedoch, wie ein Viehhändler in der Nähe von Schussenried, seine trächtigen Mini-Shettlandponys bis zu den Bäuchen im Dreck stehen lässt, der muss mit Besuch von der Fürstin und einer Anzeige rechnen.
Gleich erging es einem Bauer bei Balingen, der seinen Schäferhund im dunklen Saustall eingesperrt und mit schimmligem Brot am Leben erhalten hatte. Im ersten Fall ist es für die Ponys gut, nein: sehr gut ausgegangen. Zehn von ihnen haben mittlerweile auf dem „Hof der Tiere“ bei Edeltraud Fürst ein neues Zuhause gefunden. Der Schäferhund hingegen war leider nicht zu retten. Als das Gericht endlich ein Urteil gesprochen hatte, war der Hund vom Hof verschwunden. Aktuell beobachtet der Verein die Haltung von Tigern in der Nähe von Ochsenhausen. „Und wer sieben Mastbullen in einer Box hält, die so groß ist wie ein mickriges Kinderzimmer, der sollte sich auch auf Post vom Veterinäramt gefasst machen“, mahnt Fürst.
Glücklicherweise entpuppt sich mancher Hinweise auch als falscher Alarm: Dann stellen die Damen Möbius und Fürst nach freundlicher Inspektion der Umstände vor Ort fest: Das ist für Mensch und Tier in Ordnung.
Weitere Informationen über die Internetseite www.buerger-fuer-nutztiere.de oder unter Telefon 0751/58 36 5 bei Edeltraud Fürst.
(Schwäbische Zeitung / Barbara Sohler)
28.07.2014

Bauernhof auf der Alb

Die ganze Sache scheint zu eskalieren. Der Viehbestand wir immer größer statt kleiner.
Wird der Bauer nicht einsichtig, müssen wir uns von der ganzen Sache distanzieren.
Sowohl das Veterinäramt Biberach als auch wir waren bemüht, das Problem im Sinne von Mensch und Tier gütlich zu regeln.
Juli 2014"

"Junior"

Tagelang wurde dieses Pferd auf Hufrehe behandelt.
Die Besitzer waren überzeugt, dass es sich um einen Hufabszess oder um einen Fremdkörper handelt.
Doch die Vetrinärin beharrte auf der Diagnose "Hufrehe": Schmerzmittel und Sedierung war die Therapie, außerdem Schlammbäder.
Das Bein bzw. der Huf war nicht warm, keine Pulsierung.
Am 4. Tag verlangten die Besitzer eine Zangenabtastung und Röntgen.
Bei der Zangenabtestung des Hufes kam aus dem Kronrand Eiter und Blut. Vom Veterinär wurde ein Zugsalbenverband angeordnet und ein blutverdünnendes Medikament verabreicht.
Am 5. Tag wurde ein Zugsalbenverband an den Unterhuf gemacht, da laut Veterinär der Abszess von unten aufbrechen müsste.
Am 6. Tag hatte das Pferd frühmorgens 39,4° C Fieber.
Der sofort herbei gerufene andere Veterinär spritzte Antibiotikum, machte Spülungen und feuchte Verbände.
Trotz aller Bemühungen und fachlicher Kompetenz konnte die Fehldiagnose und falsche Behandlung durch die Veterinärin und den ersten Veterinär nur noch durch Euthanasie zur Erlösung des Pferdes führen.
Durch mangelnde Fachkompetenz musste dieses prachtvolle, 12jährige Pferd sein Leben lassen!
September 2014

Haltung von Raubkatzen im Kreis Biberach

Dem Raubkatzenhalter in Mittelbuch wurde ein Zuchtverbot ausgesprochen. Der Tiger wurde kastriert, so dass es dort keinen Tigernachwuchs mehr geben dürfte. Auch wurden Auflagen erteilt, werden diese erfüllt, werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen.
Wir hatten das Zuchtverbot und artgerechte Haltung beantragt; wir streben auch ein generelles Haltungsverbot für solche Tiere an.
Vorerst geben wir uns mit dem Zuchtverbot zufrieden, solange wir keine weiteren Missstände erkennen oder durch andere Leute gemeldet bekommen.
Wir hoffen auf die ständigen Kontrollen des Veterinäramtes.
August / September 2014

Pferdehaltung im Untgerallgäu

Ein vor Jahren schon einmal auffälliger Pferdebesitzer, gegen den auch ein Halteverbot ausgessprochen worden war, legte sich nach Ablauf der Frist wieder Pferde zu.
Leider wurden diese ohne Weidegang auf Beton gehalten, auch ließ die körperliche Verfassung der Tiere sehr zu wünschen übrig.
Anzeige beim Veterinäramt Unterallgäu in Mindelheim.
Mittlerweile stehen die Pferde auf der Grünkoppel.
Das Veterinäramt behält den Pferdebesitzer weiter im Auge.
11.09.2014

"Tarzan" schwer verletzt

Gerade noch rechtzeitig konnten wir den Schäferhund, welcher von einem Esel schwer im Gesicht durch einen Hufschlag getroffen worden ist, in die Tierklinik nach Gaisbeuren bringen.
Tarzan war kurz vor dem Verbluten.
Durch die gute tiermedizinische Versorgung geht es "Tarzan" heute wieder gut
Anfang August 2014

Pferdehaltung

Zwei abgemagerte Pferde ohne Einstreu, ohne Wasser und ohne Futter wurden uns gemeldet, und das im schönen Donautal.
Nach Inaugenscheinnahme erstatteten wir Anzeige beim Veterinäramt Sigmaringen. Dieses sorgte dafür, dass der Pferdebestand aufgelöst wurde.
09.08.2014

Schwieriges Pony vermittelt

Hübsch, aber unerzogen war das Pony.
Mittlerweile kann dem kleinen Rambo sogar das Halfter angelegt werden.
Die neuen Besitzer freuen sich, dass sie ihn sogar in die Herde integrieren konnten.
25.07.2014

Rinderhaltung im Allgäu

Zwar werden die Kühe täglich mit Grünfutter versorgt, dennoch ist es sehr traurig, dass alle angebunden sind.
Es wird höchste Zeit, dass die Anbindehaltung mit Übergangsfrist endgültig beendet wird...
Anfang August 2014

Hasenhaltung - Qualvoll der Sonne ausgesetzt

Nicht gerade luxuriös wohnten die Hasen: In einem Meerschweinchenkäfig.
Mehrere Hasen waren in einem Pavillon, verdreckt ohne Futter und ohne Wasser!
Nach Anzeige beim Veterinäramt Ravensburg verbesserte sich die Haltung der Tiere.
Die Haltung im Meerschweinchenkädig wurde ganz aufgegeben.
18.06.2014

Wir protestieren gegen diese Haltung - sie ist nicht im Sinne des Tierschutzes

Mittelbuch sz Ein nicht alltägliches Ereignis und das im Herzen Oberschwabens: Dreifachen Tigernachwuchs auf seinem Hof meldet Roland Rohr. Eltern sind die beiden bengalischen Tiger „Raja“ und „Rani“. Ihre Babys sind noch namenlos. Roland Rohr würde sich freuen, wenn Interessenten ihm Vorschläge machen würde: „Am liebsten wäre es mir, wenn es indische Namen wären“.
Ochsenhausen (dpa/lsw) - Sie sehen aus wie kleine Kätzchen - doch es sind drei bengalische Tigerbabys, die am Mittwoch auf einer Wiese bei Ochsenhausen (Kreis Biberach) herumtollen. Vor gut einem Monat sind die noch namenlosen Raubtiere auf dem Tierhof Mittelbuch zur Welt gekommen. „Geboren wurden vier, aber es ist selten, dass man alle durchkriegt“, sagte Roland Rohr. Der 56-Jährige ist ausgebildeter Tierpfleger, sein Zoo ist sein Zuhause: Vom Goldfisch bis zum Ozelot leben rund 80 Tiere mit ihm und seiner Lebensgefährtin auf dem vier Hektar großen Hof. „Und das ist entsprechend entspannt: Die Tiere sind zahm, so dass man seinen Kaffee ruhig einen Meter entfernt vom Puma trinken kann“, sagte Rohr.

Aus einem Hobby wurde eine Lebensaufgabe: Eigentlich ist Rohr gelernter Maschinenbauer, als Rennfahrer schaffte er es bis in die Formel 3. Vor elf Jahren entschied er sich dann, sich voll und ganz den Tieren zu widmen. Er kaufte den Aussiedlerhof, wo er nach eigenen Angaben lediglich Zuchttiere hält, die nachweislich nicht in der Wildbahn geboren sind. „Selbst die Stinktiere habe ich mit der Flasche aufgezogen“, berichtete er.

Die Eltern der Neugeborenen, Königstiger Raja und Rani, sind Rohrs ganzer Stolz. Und sein Glück möchte er teilen: Zwar gebe es feste Öffnungszeiten für seinen Hof - die Tür stehe Besuchern aber jederzeit offen.
Bereits im Vorjahr hatte es, wie berichtet, Tigernachwuchs gegeben. Doch der Jungtiger „Aroon“ musste im Spätherbst eingeschläfert werden, nachdem bei ihm die Glasknochenkrankheit diagnostiziert worden war. Umso glücklicher ist jetzt Roland Rohr, über den erneuten Tigernachwuchs: „Das Trio scheint quietschfidel zu sein. Sie inspizieren schon ihren Zwinger!“

Mit seiner Lebensgefährtin Irmi kümmert sich Roland Rohr, früher Kart- und Rennfahrer, auf dem Hof um gut drei Dutzend Tiere wie Puma, Ozelot, Papageien, Kleinnager, Ziegen oder Waschbären. Allesamt sind sie per Hand aufgezogen und durchgefüttert worden.

Vor acht Jahren fand der aus dem Kreis Ravensburg stammende Roland Rohr in Mittelbuch nach eigenen Angaben geeignete Bedingungen, um Tiger und Puma halten zu können.

Bengal-Tiger statt Wellensittich im Wohnzimmer
Ein Ochsenhausener hält sich zu Hause viele exotische Tiere, und ist damit in Deutschland nicht allein
Roland Rohr zieht auf dem Aussiedlerhof Weiherhaus bei Ochsenhausen (Kreis Biberach) drei bengalische Tiger groß.
dpa
Ochsenhausen dpa Imara zieht mit den Zähnen am Computerkabel. „Nein, lass das“, sagt Roland Rohr. Er schiebt das junge Tier sanft zur Seite. Das schleckt seinem Besitzer kurz die Hand – und rennt wieder zum Computer. Für das Zusammenleben mit Tieren braucht man gute Nerven. Für Imara gilt das doppelt: Sie ist ein acht Wochen alter Bengal-Tiger.
„Ein paar Wochen können wir sie noch im Haus behalten, dann muss sie in ein eigenes Gehege“, sagt Rohr. Imara lebt bislang wie ein Hund bei dem 56-Jährigen und seiner Lebensgefährtin in der Wohnung. Sie folgt auf dem Fuß, schmust, beschnuppert neugierig ihre Umwelt – und fällt gerne mal über Gardinen her. Dass das Tigerjunge so zutraulich ist, hat einen Grund: Seit seiner Geburt im Mai auf Rohrs Hof bei Ochsenhausen (Landkreis Biberach) wird es mit der Hand aufgezogen.
Leguane, Lamas, Kängurus
Seine beiden Geschwister, Vater Raja und Mutter Rani sind im Außengehege untergebracht. Sie sind nicht allein: Rund 80 Tiere leben auf dem vier Hektar großen Gelände, darunter ein Puma, ein Ozelot, Waschbären und Stinktiere. Rohr ist in Deutschland kein Einzelfall: Menschen leben mit Geckos oder Leguanen zusammen. Private Halter versorgen Lamas oder Kängurus. Die Exoten sind begehrt. Statistiken gibt es zwar nicht. Doch Schätzungen gehen in die Millionen. Allein 840 000 Reptilien werden demzufolge jährlich nach Deutschland eingeführt. Was muss man vorlegen, wenn man ein Chamäleon kauft? „Nichts“, sagt die Tierschutzbeauftragte Baden-Württembergs, Cornelie Jäger. „Außer vielleicht ein Transportbehältnis.“ Nur wenn ein Tier unter das Artenschutzübereinkommen Cites fällt, muss der Kauf gemeldet, müssen Nachweise zur Herkunft vorgelegt werden.
Viele Tiere seien sogar im Internet zu bekommen, sagt Jäger. „Es gibt Händler, die – platt gesagt – den schlichten Überschuss der Zoos vermarkten.“ Die Gründe, exotische Tiere zu halten, seien vielfältig. „Es gibt zum Beispiel den Experten, dem es um eine tiergerechte Nachzucht seltener Arten geht.“ Bei anderen gehe es auch um das eigene Selbstwertgefühl oder um falsch verstandenen Tier- und Artenschutz.
Roland Rohr kann nicht erklären, warum ihn wilde Tiere so faszinieren. „Das ist eine Macke“, sagt er. Für ihn seien Tiere seit der Kindheit wichtig, „das gehört einfach zu meinem Leben.“ Vor einigen Jahren kaufte er den Hof, auf dem er nach eigenen Angaben nur Zuchttiere hält, die nachweislich nicht in der Wildbahn geboren sind. Um seine Exoten versorgen zu können, hat der Maschinenbauer zusätzlich eine Tierpflegerprüfung abgelegt.
Laien schätzten die Entwicklung exotischer Tiere oft falsch ein, warnt Jäger. „Ein Graupapagei wird 50 bis 60 Jahre alt. Wenn man den mit 30 Jahren kauft, muss man heute schon überlegen, wer das Tier eines Tages übernimmt.“
(Übernommen aus der "Schwäbischen Zeitung")
15.06.2014

Tierkadaver in der Eschach

Angeschwemmte Tierkadaver in Kreuzthal am 13.06.2014

Nachdem wir die Meldung über angeschwemmte Tierkadaver an der bayrischen Grenze erhielten und bei einer Ortsbersichtigung feststellten, dass diese bereits entfernt waren, schickten wir folgendes Schreiben an die Polizeiinspektion Kempten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie uns telefonisch mitgeteilt und bildlich dokumentiert wurde (Bilder liegen uns vor), wurden am 13.06.2014 und am 14.06.2014 Tierkadaver im Kreuzbach / Eschach in Kreuzthal angespült.
Laut Meldung soll es sich um einen Hund gehandelt haben, dessen Fell abgezogen und dessen Füße abgetrennt waren. Der Schädel war zertrümmert.
Bei weiteren Kadavern soll es sich um abgezogene Hasen (Katzen) gehandelt haben.
Ein Polizeibeamter aus Kempten wäre vor Ort gewesen und hätte die Feuerwehr Kreuzthal beauftragt, die Tierkadaver zu beseitigen.
Am späten Abend des 14.06.2014 hätte dann die Feuerwehr Kreuzthal (Feuerwehrmann XXXXXX) die Kadaver aus dem Bach genommen und in den Wald gebracht (Fressen für den Fuchs).
So wurde uns der Vorgang schriftlich und bildlich beschrieben.
Für uns nicht nachvollziehbar ist, dass die Tierkadaver nicht zur Untersuchung in ein tierärztliches Institut gebracht worden sind, da es sich hier wohl um eine tierquälerische Tötung gehandelt hat und eine hystologische Untersuchung sicherlich zur Aufklärung über die Umstände des Todes der Tiere geführt hätte.

Wir „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V“ erstatten hiermit Anzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
§ 1: Niemand darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen,
Leid oder Schaden zufügen.


Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

E. Fürst


Ende Mai 2014

Fragwürdiger Tierhalter in Weingarten


Fragwürdiger Tierhalter in Weingarten
Tiere müssen ohne Wasser auskommen
(aus der Internetseite von Radio 7 am 10.06.2014)

Der Verein Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben hat in Weingarten verwahrloste Tiere aus ihrem Verschlag in einer Schrebergartenanlage befreit. Gemeinsam mit der Polizei und Feuerwehr sorgten sie dafür, daß eine Ente, eine Katze, zwei Zwergziegen und ein Schaf Wasser bekamen. Ein Tierarzt untersuchte die Tiere. Heute schaut sich das Veterinäramt die Lebensumstände der Tiere an. Dann soll entschieden werden, ob dem Mann die Tiere genommen werden oder nicht.
Er steht schon länger im Fokus des Vereins und des Veterinäramts, so eine Sprecherin von Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben.

Kaum vorstellbar: Eine Katze und eine Ente werden in der Pampa im kleinen Kapäuschen gehalten.
Auch zwei Zwergziegen und ein Schaf (total verwahrlost) müssen unter nicht artgerechter Haltung leiden.
Da Veterinäramt Ravensburg wurde von uns schon vor Wochen über diese Missstände in der Tierhaltung in den Schrebergärten "Auf der Reute" in Weingarten durch Anzeige gegen die Tierhalter informiert.
Die Amtsleitung des Veterinäramtes Ravensburg, Herr Dr. Hartmann, lehnte ein persönliches Gespräch mit den zuständigen Amtsveterinären Herrn Dr. Peter Reithmeier und Frau Dr. Gabriele Wetzel ab mit der Begründung:
Das Amt befände sich im Verfahren, um ordungsgemäße Zustände sicherzustellen.
Seit mehreren Monaten (nach Angaben der Tierhalterin schon Jahre) befindet sich eine Ente und eine Katze zusammen in einem Kapäuschen eingesperrt, in einer Gartenanlage, sozusagen in der Pampa. Das geliche Schicksal haben zwei Zwergziegen und ein total verwahrlostes Schaf.
Trotz mehrmaligem Hinterfragen beim Veterinäramt RV ergab sich keinerlei Verbesserung der Haltung!


Bis am 08.06.2014 hat sich an der o. g. Haltung nichts Positives getan. Um 18.00 Uhr hatte es noch 34 ° c im Schatten; die Tiere waren extremen Temperaturen ausgesetzt.

Heute am 09.06.2014 haben wir das Polizeirevier Weingarten informiert und Anzeige gegen den Tierhalter erstattet. Wir haben Gefahr in Verzug geletend gemacht.
Es ist eine Schande, dass Tiere hier vor Ort solche Qualen erleiden müssen, obwohl wir hier in Deutschland doch ein "gutes" Tierschutzgesetz haben.!?!
Warum denn in das Ausland sehen, wo die Tierqualen sind so nah?
29.04.2014

Bauamt lässt Bauernhof in Langenenslingen räumen

(Bericht aus der Schwäbischen Zeitung, Ausgabe Biberach)

Behörde verfügt: Kühe kommen von der Weide
Kreisveterinäramt veranlasst die Unterbringung bei einem anderen Landwirt
Die rund 50 Kühe eines Landwirts der Gemeinde Langenenslingen sind mittlerweile auf einem anderen Bauernhof untergekommen.
Die rund 50 Kühe eines Landwirts der Gemeinde Langenenslingen sind mittlerweile auf einem anderen Bauernhof untergekommen. (Foto: Thomas Warnack)

Von Marion Buck

Langenenslingen / sz Die knapp 50 Kühe, die am Dienstagmorgen in einer Teilgemeinde Langenenslingens wegen nicht artgerechter Haltung aus den Stallungen auf die Weide gebracht wurden, sind seit Mittwochnachmittag bei einem anderem Landwirt untergebracht. Das hat das Kreisveterinäramt veranlasst, weil die Versorgung der Tiere auf der Weide nicht funktioniere. Edeltraud Fürst vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ vermutet in dem Fall Behördenwillkür. „Wir würden uns angreifbar machen, würden wir nichts machen“, hält Elmar Seifert vom Riedlinger Baurechtsamt dagegen.

Die Räumung des Stalls in der Gemeinde am vergangenen Mittwoch war eine rein baurechtliche Angelegenheit. Am gesundheitlichen Zustand der Tiere gab es nichts zu bemängeln. Das Kreisveterinäramt war nur vor Ort, um die Transportfähigkeit der Tiere festzustellen. „Geplant war, die Tiere in einem anderen Stall unterzubringen, um dem Landwirt drei Wochen Zeit zu geben, seinen Hof auf Vordermann zu bringen“, erklärt Elmar Seifert vom Baurechtsamt.

Unterbringung kostet

Im Herbst vor zwei Jahren wurde Seifert vom Langenenslinger Bürgermeister Werner Gebele auf die Zustände auf dem Bauernhof aufmerksam gemacht. Es gab Gespräche mit der Bauernfamilie. In diesem Zusammenhang wurde ein Vertrag zwischen Familie, Gemeinde und dem Baurechtsamt geschlossen, dass die Missstände auf dem Hof beseitigt werden müssten. Der Bauer verpflichtete sich, den unbefestigten Untergrund, auf dem die Tiere unterwegs waren, zu befestigen, um das Grundwasser vor Fäkalien zu schützen und den Stall so umzubauen, dass eine artgerechte Haltung möglich ist. Allerdings ließ er die gesetzte Frist verstreichen. Das Amt verlängerte und verlängerte nochmals. Für Dienstagmorgen war der Abtransport der Tiere angekündigt.
Vor Ort war auch Edeltraud Fürst vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“. Sie konnte erreichen, dass die Tiere auf eine 500 Meter entfernte Weide des Bauern verlagert wurden und nicht – wie geplant – in einem anderen Stall untergebracht wurden. Um für den Landwirt Geld zu sparen. Pro Tier kostet eine Unterbringung fünf Euro am Tag, bei drei Wochen belaufen sich die Kosten auf 10000 Euro. Fürst setzt sich nicht nur für die Tiere ein. Die Tierfreundin will auch dem Landwirt helfen. Sie empfindet die Geschichte als Behördenwillkür. „Da wird versucht, einem Bauern die Existenz zu nehmen.“ Dem widerspricht Seifert. Es gehe nicht darum etwas kaputt zu machen, sondern das umzusetzen, was das Recht verlangt.
Im Gespräch mit der Schwäbischen Zeitung sagte der Landwirt, er habe am gleichen Tag noch einen Brief von seinem Milchwerk bekommen, dass seine Milch nicht mehr abgenommen werde. Woher dieses von der Aktion wusste, konnte er nicht sagen. „Ich lebe von der Milch.“ Allerdings überstürzten sich bis zum Nachmittag die Ereignisse. Das Kreisveterinäramt schaute sich die Tiere an und stellte fest, dass die Haltung der Tiere auf der Weide nicht funktioniere, erklärte der Pressesprecher des Landratsamts, Bernd Schwarzendorfer. Sie wurden abtransportiert und bei einem anderen Landwirt untergebracht.

(Erschienen: 01.05.2014 14:55)


(Aus der Schwäbischen Zeitung, Ausgabe Biberach)
Nicht ordnungsgemäße Tierhaltung: Bauamt lässt Bauernhof in Langenenslingen räumen
Kühe müssen aus dem Stall
Der Stall in dem die Kühe untergebracht sind, ist für eine artgerechte Haltung nicht geeignet. Deshalb wurden die Tiere am Dienstagmorgen auf die Weide des Landwirts gebracht.
Der Stall in dem die Kühe untergebracht sind, ist für eine artgerechte Haltung nicht geeignet. Deshalb wurden die Tiere am Dienstagmorgen auf die Weide des Landwirts gebracht.

Von Marion Buck

Langenenslingen / sz In einer Teilgemeinde Langenenslingens ließ das Riedlinger Bauamt einen Stall räumen, weil die Kühe nicht artgemäß untergebracht sind. Das Vieh kam auf eine Weide, wo es bis zum Herbst stehen kann. Der Landwirt muss bis dahin seinen Stall umgebaut haben. Auf dem Hof sei zwar eine große Unordnung, allerdings gehe es den Tieren gut, sagte Edeltraud Fürst vom Verein für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben. Es handele sich nicht um Tierquälerei.
„Wir haben ihm die Fristen dreimal verlängert“, erklärte Elmar Seifert vom Riedlinger Stadtbauamt. Seit vergangenen Oktober weiß der Landwirt, dass die Evakuierung seines Viehbestands droht. Über den Winter hat das Bauamt nichts unternommen. Am Dienstagmorgen war Schluss. Um 8 Uhr stand eine ganze Mannschaft samt Lastwagen und Anhängern auf dem Bauernhof. Neben den Vertretern des Bauamts waren ein Tierarzt vom Kreisveterinäramt und die Polizei vor Ort. 30 Tiere wurden aus dem Stall und mittels Tiertransporter auf eine Weide des Landwirts gebracht. Der Tierarzt überzeugte sich davon, dass die Tiere in einem guten Zustand sind. 20 Kälbchen und die trächtigen Kühe mussten nicht umgesiedelt werden.
Während das Vieh umgesiedelt wurde, gab es aufgeregte Gespräche im Hof. Der Landwirt wollte nicht einsehen, dass das Riedlinger Bauamt nur seiner Arbeit nachging. Schlichtend fungierte Edeltraud Fürst vom Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung“ aus Weingarten. Sie kennt den Landwirt seit dem vergangenen Jahr. Da habe sich bei ihr jemand aus dem Dorf gemeldet und von Tierquälerei gesprochen. Als sie den Stall im Juli aufsuchte, konnte sie keine verwahrlosten Tiere vorfinden. Auch am Dienstagmorgen bescheinigte die Tierfreundin dem Landwirt einen gesunden, schönen Tierbestand. Allerdings sei der Mann mit der ganzen Sache überfordert und der Hof in einem unordentlichen Zustand.
Er sei angezeigt worden, sagt der Landwirt der Schwäbischen Zeitung. Einige Dorfbewohner stehen mit ihm wohl auf schlechtem Fuß. Aber auch er selbst nimmt kein Blatt vor den Mund, als ein Dorfbewohner am Dienstagmorgen vorbeiradelt. Da fliegen hämische Bemerkungen hin und her.
Wegen der Anzeige sei das Landwirtschaftsamt bei ihm aufgetaucht, erklärt er weiter. Im vergangenen Jahr habe seinen Anbindestall in einen Laufstall umbauen wollen, deshalb habe er einige Dinge aus dem Stall entfernt. Und damit die Priorität verloren, in diesem Stall Vieh zu halten. Das habe er aber gar nicht gewusst. Er wollte umbauen - aber irgendwie sei ihm dabei die Zeit davongelaufen.
Das Vieh kann nun bis Herbst auf der Weide des Landwirts stehen. Allerdings muss der Bauer seine Kühe zweimal am Tag melken. Das wird das Veterinäramt überwachen, sagt Seifert. Die Evakuierung lief friedlich ab, die Polizei war nur präventiv vor Ort.

(Aktualisiert: 29.04.2014 17:54)

Neueste Lage:
Die gesamte Lage hat sich etwas entspannt. Der Bauer fährt zur Zeit seine Silage und sein Heu ein.
Wir werden den Landwirt mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln weiter unterstützen.
Die total überzogene Vorgehensweise des Bauamtes Riedlingen war beschämend und hat sowohl dem Landwirt als auch den Tieren großes Leid gebracht !
Wir bleiben auf jeden Fall zum Wohl von Bauer und dessen Tieren an der Sache !
Zur Zeit macht der Bauer Heu und Silage. Die Milch wird von der OMIRA wieder abgeholt.
Anfang April 2014

Bauer bittet um Hilfe

Bereits im Sommer 2013 waren wir bei einem Bauern auf der Alb, welcher wohl nach einer Meldung seine Kälber und Rinder nicht artgerecht halten würde.
Wir konnten damals keine Missstände feststellen; im Gegenteil: Er hatte bei der Hitze Ventilatoren zur Kühlung zum Wohle der Tiere aufgestellt.
Nun erhielten wir am 05.04.2014 um 16.00 Uhr einen Anruf, in welchem der Bauer uns mitteilte, dass seine gesamten Nutztiere in der kommenden Woche durch Verfügung des Bauamtes seiner Stadt eingezogen würden, da er einer Auflage zur Befestigung des Laufplatzes für die Tiere nicht nachgekommen sei. Er war total verzweifelt und bat uns um Hilfe.
Am Sonntag, den 06.04.2014 sandten wir dem zuständigen Bauamt und dem Veterinäramt des Bezirks jeweils emails mit der Bitte, dem Bauern für ca. 2 Wochen einen Aufschub zu gewähren, dass er die geforderten Maßnahmen durchführen könne.
Auch MdB Martin Gerster (SPD) baten wir, sich für den Landwirt einzusetzen. Der Bauer hatte versprochen, uns keine Schande zu machen und mit den Baumaßnahmen umgehend zu beginnen.
Am 07.04.2014 konnte uns besagter Bauer bereits mitteilen, dass ihm der benötigte Aufschub gewährt wurde.
Mittlerweile sind die Bauarbeiten angelaufen.
Lesen Sie dazu auch die nächste Seite "Kompromiss"
April 2014

Schlechte Hufpflege

In der Nähe von......
05.04.2014

"Leo"

Ein kleines Pony, ca. 10 Jahre alt, wurde zu Fam. Fürst gebracht. Wir gaben ihm den Namen "Leo". Man könnte meinen, "Leo" wäre ein geschrumpfter Haflinger.
"Leo" war zuvor von zwei Männern beim Schlachter mitgenommen worden; sehr traurig, denn sie brachten gerade ihr eigenes Pferd dorthin.
Da sie dann aber mit "Leo" nicht klarkamen, brachten sie das Pferdchen zu einem Streichelzoo. Dort kam es gleich in eine Herde und wurde mehrfach gebissen. "Leo" büchste mehrfach aus und musste dann monatelang alleine in einer Box verbringen.
Dann sollte er als unnötiger Fresser wieder zum Schlachter. Ein Vereinsmitglied von BfANOeV bekam dies mit und bat Fam. Fürst um Hilfe.
"Leo" wurde inzwischen kastriert und wir nun langsam durch Beschnuppern an die Herde gewöhnt Er wurde inzwischen geimpft und entwurmt; der Hufschmied kommt nächste Woche.
Jeden Tag spürt man seine Dankbarkeit !
März 2014

Katzenfangaktion

Kaum zu glauben, aber wahr !
Ein Landwirt hat sich durch Zureden seines Veterinärs dazu durchgerungen, seine wild lebenden Katzen kastrieren zu lassen; wohl 12 an der Zahl.
Wir baten eine Katzenstiftung im Kreis um Unterstützung bei deer Kostenübernahme. Dies wurde aber gleich abgelehnt mit der Begründung, bei nder Stiftung wären in letzter Zeit genügend Kosten angefallen. Der Tierschutzverein Ravensburg / Berg solle sich darum kümmern.
Wir "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." nahmen uns der Sache selber an.
Innerhalb 1 Woche konnten wir mit Hilfe unserer Falle 12 Katzen kastrieren lassen; davon waren 9 Kätzinnen darunter. Wären diese jetzt nicht kastriert worden, hätte es bis Herbst mindestens 50 neue Katzenkinder gegeben.
Im Übrigen meldete sich die Katzenstiftung Tage später und wollte wissen, was mit den Katzen geschehen wäre und wo dieser Bauer seinen Hof hätte.
Wir gaben freundlich zu verstehen, dass wir die ganze Aktion bereits eingeleitet hätten.
Das Tolle an der ganzen Sache war, dass der Landwirt die ganzen Kosten selbst übernommen hat.
Er hat sich mehrfach für unsere große und unkomplizierte Hilfe.
Im Übrigen erhält unser Verein keinerlei öffentliche finanzielle Hilfe, da wir kein Tierheim sind.
17.02.2014

Wir konnten "Tarzan" helfen

Eine Tierschützerin übernahm die Kosten für die OP von "Tarzan", die dringend notwendig war.

Wir kamen an den Hof und erkannten sofort, dass "Tarzan" schwer erkrankt war.
Der Besitzer konnte leider die finanziellen Mittel nicht aufbringen, "Tarzan" operieren zu lasssen.
25.07.2012 - 24.02. 2014

Briefverkehr mit dem Bundestag wegen Petition

Am 01. Februar 2012 haben wir eine Petition an den deutschen Bundestag gerichtet.
Der Text ist hier zu finden unter "Archivierte Aktivitäten" unter dem Datum 01.02.2012.
Petition Nr. 3-17-10-787-034059 von 2012 mit der Forderung nach Überwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten sowie hohe Strafen für zoophile Handlingen an Tieren:

Jahreswechsel 2013 / 2014

Kann das Hunderettung sein ?

Ein sehr lieber Schäfer-Mix war über Wochen im Tiermarkt - Angebot. Wir wollten "Bungee" ganz privat zu uns nehmen.
Nach Kontaktaufnahme mit der Pflegestelle wurde uns dann mitgeteilt, dass "Bungee" nunmehr seit 4 Wochen in Deutschland wäre und unter nervösen Darmbeschwerden leiden würde. "Bungee" käme aus Ungarn.
Als wir "Bungee" dann zu uns nahmen, freuten wir uns, dass er mit all unseren Tieren gut zurecht kam.
Doch schon am Abend bekam "Bungee" Durchfall; in der Nacht verkotete er unser ganzes Wohnzimmer. Es war zu spüren, dass es "Bungee" sehr leid tat.
Wir informierten die Pflegestelle, welche meinte: "Bringen Sie ihn doich zurück!"
Wir wollten jedoch zuerst Rücksprache mit unserem Veterinär halten. Dieser stellte in einer Kotprobe positiv Giardien fest. "Bungee" jaulte beim Koten, der Kot war schleimig und blutig.
Es war traurig, diesen charaktervollen Hund so leiden zu sehen !
Nach Angaben der Pflegestelle war "Bungee" mindestens schon 4 Wochen in Deutschland mit angeblich nervösem Durchfall.
Es kann doch nicht sein, dass Hunde und Katzen sozusagen aus Auch-EU-Ländern gerettet werden und dabei mit akutem Giardien-Befall in Pflegestellen zur Vermittlung ausgeschrieben werden.
Diese armen Tiere müssen vor Vermittlung sozusagen vor Ort von Giardien geheilt werden, bevor sie andere Tiere wie Hunde und Katzen mit ihrem Kot infizieren können.
Giardien gehören zu den Zoonen, welche auch in den menschlichen Organismus eingreifen können.
Leider mussten wir "Bungee" zurückgeben, da wir privat auch Hund und Katzen halten und absolut keine Möglichlkeit hatten, "Bungee" über Wochen isoliert zu halten.
Wir erstatteten Anzeige gegen die Hundehilfe Marika und auch gegen die Pflegestelle.
Das Veterinäramt Biberach mit ihrem Leiter Herrn Dr. Egle nahm die Ermittlungen auf.
Gerne hätten wir "Bungee" nach negativem Giardien-Befund wieder zu uns genommen. Die Hundehilfe Marika lehnte dies aber ab.
Wir werden das Schicksal von "Bungee" und anderen Tierren aus anderen Rettungsstationen ganz sicher verfolgen.
28. Dezember 2013

Es war Weihnachten - und wir leben noch !

Unser Vorbesitzer hat uns der Familie Fürst geschenkt, da er seine Gänsemast aufgab und es nicht übers Herz brachte, uns zu schlachten.
Nun leben wir bei Familie Fürst und haben die Namen "Fridolin" und "Marcella" bekommen.
Wir werden artgerecht gehalten und sind froh, dass uns unser Vorbesitzer weiterleben ließ !
28.12.2013

Nicht artgerechte Pferdehaltung im Landkreis Biberach

Wir wurden telefonisch benachrichtigt, dass seit Jahren 5 bis 6 Warmblüter auf engstem Raum in einem Schuppen ohne Tränke und mit nur minimalem Freilauf gehalten werden. Eine tragende Stute hätte nur fohlen können, nachdem der Stall geööfnet worden wäre; ansonsten hätte das Fohlen keinen Platz gehabt, den Mutterleib zu verlassen.
Wir fanden tatsächlich einen alten, verdreckten Schuppen vor, in welchem 5 Warmblüter und 1 Fohlen in kleinen und sehr niedrigen Boxen gehalten werden. Tränkebecken sind nicht vorhanden, auch waren keine Eimer mit Wasser vor Ort.
Der Zugang zum Stall war offen. Trotz mehrmaligem Rufenzeigte sich der Besitzer nicht. Auch war der obere Teil der zweiteiligen Stalltüre geöffnet, so dass die Tiere wenigstens etwas Tageslicht hatten. Ansonsten ist nur ein Fenster am Schuppen, das Tageslicht einlässt, aber viel zu wenig, wenn der obere Teil der Türe zu ist.
Die dazugehörige Koppel ist nahezu unbenutzt, man kann kaum Pferdespuren erkennen. So muss man davon ausgehen, dass die Pferde so gut wie keinen Auslauf haben.
Der Allgemeinzustand der Pferde ist qls nicht schlecht zu beurteilen. Aber Tiere, welche sich kaum bewegen können, bauen auch körperlich nicht ab, wenn sie ihr Minimum an Nahrung erhalten.
Das Veterinäramt Biberach wird von uns über diese Missstände informiert.
Wir werden diese Pferdehaltung auch weiterhin im Auge behalten und gegebenenfalls Anzeige erstatten.
29.11.2013

Besuch aus dem Kindergarten

Eine große Freude war es für und, den kleinen "Wirbelwind-Kindern" die Tiere bei Familie Fürst zu zeigen.
Es ist bewundernswert, wie viel so kleine Kinder (ca. eineinhalb bis zweieinhalb Jahre) schon über Tiere wissen und mit welcher Freude sich diese den Tieren nähern.
Gewiss liegt es daran, dass die Erzieherinnen sehr viel Zeit damit verbringen,den Kleinen einen respektvollen Umgang mit dem Lebewesen Tier so früh wie möglichst zu vermitteln.
Dies kommt sowohl den Kindern und sicherlich auch den Tieren zugute!
November 2013

Anzeige gegen Tiertransporteur


Unerfreulich: Tiertransporter überladen, Rinder nicht gefüttert und getränkt

Engen (aho) – Am Donnerstagmorgen hat die Autobahnpolizei auf der A 81 bei Engen einen belgischen Sattelzug angehalten, der 31 trächtige Rinder ca. 1500 Kilometer weit von Österreich aus dem Großraum Wien nach Südfrankreich transportieren sollte. Von dort aus sollten die Tiere nach Algerien verschifft werden.
Weil der Transport vier Tonnen schwerer als die gesetzliche Höchstgrenze von 40 Tonnen schwer war, die maximale Höhe von 4 Metern um 28 cm überschritten war und der Transport sich überhaupt nicht auf dem vorgeschriebenen Weg befand, wurde die Weiterfahrt untersagt.

Am Morgen wurden Veterinäre des Landratsamtes hinzugezogen. Neben den verkehrsrechtlichen Verstößen wurde festgestellt, dass den Tieren kein Wasser und Futter zur Verfügung stand und diese durch die doppelstöckige Beladung unzureichend Platzhöhe hatten. Es musste von einem nicht sachgerechten Tiertransport ausgegangen werden. Im Laufe des Vormittags wurden die Rinder auf dem Gelände des Autobahnpolizeireviers mit beschafftem Heu gefüttert und getränkt. Derzeit wird ein Transport für die Hälfte der Tiere zu einer Zwischenstation organisiert. Der Transport darf dann nur in zwei Transporten weitergeführt werden. Bußgeldverfahren wurden eingeleitet, Verfall wird geprüft.


Als wir davon hörten, haben wir sofort Anzeige erstattet.

An 10.11.2013
Staatsanwaltschaft Konstanz
Postfach 10 19 42
78419 Konstanz

Strafanzeige gegen den Transportunternehmer und den Lenker des Tiertransporters aus Belgien, welcher am 07.11.2013 in Engen/Kreis Konstanz von der Autobahnpolizei auf der A 81 gestoppt wurde.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stellen wir
„Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“
Strafanzeige gegen o. g. Personen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die EU-Transportverordnung.

Begründung:
Wir sehen den Schutz dieser 31 trächtigen Kühe nach strengen nationalen und gemeinschaftlichen Vorschriften verletzt.
Es liegt ein klarer Verstoß gegen die Tränk- und Fütterungsvorschriften sowie die Verwendung nicht geeigneter Fahrzeuge für Langstreckentransporte vor.
Durch Nichteinhaltung der Bestimmungen dieser Verordnung nahmen sowohl Betreiber als auch Fahrer des Transporters vorsätzlich Qualen der tragenden Rinder in Kauf.
Danach ist die Ausfuhrerstattung für Zuchtrinder in Drittländer (Algerien) nach Verstoß gegen die EU-Tierschutz-Transportverordnung nicht gegeben.
Wir bitten die Staatsanwalt, im Sinne der EU-Tierschutztransportverordnung tätig zu werden.
Wir bitten um Aktenzeichen.

Mit freundlichen Grüßen

Edeltraud Fürst

An Polizeiposten Engen zur Kenntnisnahme


19. und 20.10.2013

Jahrmarkt in Weingarten

Zuerst waren wir skeptisch, als wir gefragt wurden, ob wir nicht mit einem Infostand am Jahrmarkt vor Ort sein möchten.
Doch es war ein voller Erfolg, kaum jemand interessierte sich nicht für unsere Äktivitäten.
Die Nachfrage nach artgerechter Nutztierhaltung und Informationen über bewussten Einkauf von tierischen Produkten war sehr groß.
25.10.2013

Rinderhaltung / Übler Zustand der Klauen

So was haben wir noch nie gesehen.
Eine Frau, die unseren Flyer an einem der letzten Info-Stände in Ravensburg mitgenommen hat, informierte uns über eine Beobachtung, die sie südlich von Ravensburg gemacht hat.
Ein sehr trauriger Anblick und sicherlich sehr schmerzhaft für dies Hochlandrinder: Die hornförmigen Klauen, welche vom Tierhalter sicherlich nie geschnitten worden sind.
Durch die extrem langen, nach oben gebogenen Klauen konnten die Tiere auch nicht mehr richtig gehen.
Wir erstatteten Anzeige beim Veterinäramt Ravensburg
Inzwischen haben wir die Rückmeldung, dass die Klauen in Ordnung gebracht worden sind und die Rinder sich wieder normal bewegen können.
25. November 2013

Hund sucht dringend ein gutes Zuhause

Schäfer – Beagle – Mischling
ca. 4 Jahre alt, sehr lieb, auch im Umgang mit Kindern, sehr
gehorsam.
Herrchen musste ins Pflegeheim.
Hund lebt jetzt an der Kette. Wird unter Schutzvertrag abgegeben

Am letzten Wochenende (Samstag 14.12.2013) wurde "Buddy", so sein Name, erfolgreich an einen guten Platz vermittelt.
Oktober 2013

Pferdehaltung ohne Unterstand

Es dauerte eine Weile, bis wir die uns gemeldeteten Pferde fanden. Es war tatsächlich so wie es uns beschrieben worden war.
Pferde auf einer Koppel, ohne Unterstand, jeder Witterung ausgesetzt. Kein einziger Flecken, der trocken war.
Am schlimmsten waren die Zustände für eine Stute mit ihrem Fohlen.
Die Pferdehalterin war gerade vor Ort, war sehr einsichtig und versprach, diese Missstände schnellstmöglich abzustellen.
Bereits am nächsten Tag waren die Pferde in Ställen mit Auslauf untergebracht.
Ende August 2013

Hühnerhaltung

Aus einer Geflügelfarm holten wir 10 Hühner aus Bodenhaltung.
Die Hennen hatten z. T. kein Federkleid mehr, waren sozusagen nackt.
Total ängstlich und sehr, sehr mager; wir kauften sie für 2.- € pro Huhn und nahmen sie privat auf den Weltehof.
Mittlerweile habe sie sich gut erholt, sind zutraulich, haben teilweise ein fast komplettes Federkleid und legen jeden Tag ein Ei.
Im Juli 2013

Viehherde bei Bad Saulgau

Großrinderherde stand in praller Sonne ohne Unterstand; auch die Tränken (3 Badewannen) waren leer.
Nach unserem Einschreiten änderte der Besitzer seine Zäune und bot so den Tieren Bäume als Wetterschutz an. Auch die Tränken wurden fortan gefüllt.
Schön, dass ab und an ein Tierhalter nach einem guten Gespräch auch einsichtig ist !!!
20.04.2013

Kälberhaltung in "Iglus"

Über 14 Tage alte Kälber im ausgedienten Wasserbehälter gehalten.
Zum Teil waren die Kälber so groß, dass sie in diese "Iglus" nicht mehr reinpassten und so keinen Wtterschutz hatten.
Anzeige beim Veterinäramt.
24.04.2013

Hundehaltung

Herrchen gestorben. Erbe berufstätig. Die Hündin lebt im Stall: Ein für das Tier nicht haltbarer Zustand.
Wir machten Meldung beim Veterinäramt, welches auch gleich tätig wurde.
04.10.2013

Info-Stand in Ravensburg am Welt-Tierschutz-Tag 2013

Wie jedes Jahr am Welt-Tierschutz-Tag waren wir auch diese Jahr wieder mit einem Info-Stand auf dem Lederhausplatz in Ravensburg vertreten.
Von 9.30 bis 16.00 Uhr sammelten wir Unterschriften zu verschiedenen Themen, wie z. B.
*** berwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten in
den Schlachthöfen.
*** Gesetzliche Regelungen ber die Haltung von Raubtieren im
privaten Bereich.
*** Keine Billiglohnarbeiter in den Schlachthöfen.
*** Erhalt der Hecken auf dem Hauptfriedhof in Ravensburg zum
Erhalt der Artenvielfalt der Singvögel
*** u. a.
Der Zuspruch war sehr groß, weil auch das Wetter uns bis auf ein paar Regenschauer positiv gesinnt war.
31.07.2013

Ferienprogramm 2013

Es gab auf dem Weltehof auch 2013 wieder ein Ferienprogramm.
Weiter Bilder und Infos finden Sie auf der Seite "Ferienprogramm - Bericht im Stadtkurier"
23.10.2013

Kuhmorde

Schwäbische Zeitung am 23.10.2013


Stadtnachrichten Tuttlingen ---

Kuh-Morde: Tatwaffe bleibt verschwunden
20-jähriger Ex-Soldat sitzt in U-Haft – Polizei observierte den Mann
Drei Kühe soll ein 20-jähriger Ex-Soldat auf einer Weide in Mahlstetten erschossen haben.
Drei Kühe soll ein 20-jähriger Ex-Soldat auf einer Weide in Mahlstetten erschossen haben. (Foto: dpa)

Von Katharina Pütz

Kreis Tuttlingen Der 20-Jährige, der im Verdacht steht, drei Kühe auf einer Weide in Mahlstetten erschossen zu haben, sitzt in U-Haft, die Polizei ist derzeit vor allem auf der Suche nach der Tatwaffe. Ziemlich sicher ist, dass wohl dieser junge Mann, Ex-Bundeswehrsoldat, die Tiere mit einem Schnellfeuergewehr erlegt hat. Diese Sicherheit gründet sich vor allem auf die Aussagen der Zeugen, die von „mehreren schnellen Salven“ sprechen. Patronenhülsen haben die Ermittler bislang nicht gefunden, Hinweise sollen aber die Projektile geben. Die steckten in den toten Tieren, die sichergestellt worden sind. Ein Veterinär untersucht nun die Kadaver, was jedoch nicht mit einer Obduktion zu vergleichen ist, und sichert die Projektile. Die Geschosse gehen dann zum Landeskriminalamt, wo sie ballistisch untersucht werden.

„Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass wir den Täter haben“; sagt der Tuttlinger Polizeisprecher Matthias Preiss. Sein Kollege von der Konstanzer Polizeidirektion, Michael Aschenbrenner, spricht bei den Kuh-Morden von „einer überraschenden Eskalation“. Die Ermittler hatten den 20-Jährigen nach der Tat schnell im Visier, denn ihm lastet die Polizei im Kreis Konstanz mehr als 30 Fälle an, in denen er im Freien „herumgeballert“ haben soll. Allerdings gab es hier keine „Vorfälle ähnlicher Art“, wie Aschenbrenner unserer Zeitung sagt. Zeugen hätten sich immer mal wieder gemeldet, weil sie Schusssalven gehört hatten. Über diese Hinweise rückte der Ex-Soldat in den Fokus der Ermittler. „Es ist allerdings schwierig, ihm etwas nachzuweisen“, sagt Aschenbrenner. Nachdem sich der Verdacht gegen den 20-Jährigen erhärtete, „haben wir ihn nicht mehr aus den Augen gelassen“, so der Konstanzer Polizeisprecher, „wir haben ihn observiert“. Die Freiluft-Schießereien, etwa im Wald oder in Steinbrüchen, endeten, als der junge Mann in den Kreis Tuttlingen verzog.

„Vereinzelte Meldungen gab es dann auch hier“, sagt Matthias Preiss. Die Tat am späten Abend des Sonntags ist in ihrer Art und Weise nicht nur „eine heftige Sache“, sondern nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler „reines Zufallsprodukt und Willkür“, wie Preiss es formuliert.

Die drängendste Frage ist derzeit, wo die Waffe ist. Der Tatortbereich wurde weitläufig abgesucht, derzeit wird Hinweisen und Indizien nachgegangen. Mehr als 50 Polizisten waren am Mittwoch den ganzen Tag im Einsatz, um die Waffe zu suchen. Schnellfeuergewehre fallen in Deutschland unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, wer damit schießt, begeht ein Kapitalverbrechen, was eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr nach sich zieht. Hierzulande sind Polizei und Militär die einzigen, die Waffen dieser Gattung legal führen respektive nutzen dürfen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 20-Jährigen, er wurde am Montag von einem Sondereinsatzkommando des SEK festgenommen, hatten die Beamten eine Pistole und mehrere hundert Schuss Munition entdeckt, für die der Mann keine Erlaubnis besitzt. Auch geht die Polizei derzeit der Frage nach, ob der 20-Jährige einen Mittäter hatte. „Hierfür haben wir bislang aber keine konkreten Hinweise erhalten“, sagt Matthias Preiss.

Einen ähnlichen Fall hat es im Kreis Tuttlingen bis dato nicht gegeben. Wird der 20-Jährige angeklagt, drohen ihm nach Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz, das Tierschutzgesetz und wegen Sachbeschädigung, bis zu fünf Jahre Haft.

Zeugen gesucht

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei unter den Telefonnummern 07531/9950 (Konstanz) und 07461/9410 (Tuttlingen) um Hinweise von Zeugen: Wichtig für die Ermittlungen sind Personen, die in der Tatnacht die Schüsse/Schusssalven gehört haben. Gleichermaßen relevant sind Hinweise zu verdächtigen Personen oder Fahrzeugen, die in der Nacht von Sonntag auf Montag in oder in der Nähe von Mahlstetten gesehen wurden.

(Erschienen: 23.10.2013 16:55)

Wir haben sofort Anzeige erstattet:

An die 23.10.2013
Staatsanwaltschaft Rottweil
Schillerstraße 6
78628 Rottweil

Strafanzeige gegen Unbekannt wegen besonders schweren Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstattet der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“ Strafanzeige gegen den Schützen, welcher im Landkreis Tuttlingen laut Meldung der heutigen Ausgabe der „Schwäbischen Zeitung“ mehrere Kühe, darunter tragende, vorsätzlich tierquälerisch getötet hat.
Es liegt im Sinne des Tierschutzes ein besonders schwerer Fall von Tierquälerei vor.
Hierbei handelt es sich aus unserer Sicht um einen Verstoß gegen § 1 (Grundsatz) und § 4 (Dritter Abschnitt: Töten von Tieren) des Tierschutzgesetzes vor.

Begründung: Durch die vorsätzliche Tat hat der Schütze die Qual der Tiere billigend in Kauf genommen.

Für den Verein:

Edeltraud Fürst Brigitte Möbius

18.03.2013 bis Ende Oktober 2013

Neues von den Bannegg-Ziegen - Halter der Bannegg-Ziegen gestorben


Halter der Banneggziegen stirbt einsam mit 74 Jahren
Jahrelanger Nachbarschaftstreit in der Ravensburger Südstadt findet ein trauriges Ende

Von Annette Vincenz

RAVENSBURG In völliger Einsamkeit ist Heinz M., legendärer Ziegenhirte vom Bannegghang, im Alter von 74 Jahren gestorben. Der rebellische alte Mann, der seit Jahren wegen seiner Ziegen im Streit mit seinen Nachbarn lebte, lag offenbar einige Tage tot in seinem ärmlichen Haus, bevor er gefunden wurde. Zuletzt soll er schwer krank gewesen sein.

M. wohnte seit mehr als 30 Jahren allein und in einfachen Verhältnissen in der idyllischen Banneggstraße in der Ravensburger Südstadt. Seine Ziegen, die er dort hielt, nannte er liebevoll seine „Kinder“. Ansonsten hatte der in Nordrhein-Westfalen geborene Aussteiger wenig Kontakte zur Außenwelt. Das änderte sich gezwungenermaßen, als am Bannegghang eines der nobelsten Neubaugebiete von Ravensburg entstand. Mit schicken Stadtvillen, in denen reiche Nachbarn lebten, die prachtvolle Gärten anlegten. In denen taten sich die Ziegen, die Grundstücksgrenzen schnöde ignorierten, gütlich: Mehrfach verwüsteten sie die Gärten der Nachbarn, zertrampelten die Blumenbeete oder fraßen sie kahl. Zweimal - 2005 und 2007 - gab es in der Banneggstraße auch kleinere Verkehrsunfälle, weil die frei laufenden Ziegen mit Autos zusammenstießen.

Zudem vermehrten sich die Säugetiere, die offenbar trotz entgegenlautender Bekundungen des Ziegenhalters nicht alle kastriert oder sterilisiert waren, ungebremst. Zeitweise hat die Herde mehr als 20 Tiere gezählt. Tierschützer traten auf den Plan und beklagten eine nicht artgerechte Haltung: Weil M. im zunehmenden Alter zunehmend paranoid wurde und die Nachbarn verdächtigte, einzelne verendete Tiere vergiftet zu haben (was Obduktionen allerdings widerlegten), schloss er sie nachts und im Winter oft in einen Verschlag an seinem Haus ein, wo unhaltbare Zustände herrschten: Ein im wahrsten Sinne des Wortes bestialischer Gestank ging von dem Grundstück aus, vereinzelt wurden von den Nachbarn auch Ratten gesichtet. Aber offenbar waren die Tiere immer noch in einem relativ guten Zustand, weshalb das Kreis-Veterinäramt nicht einschritt. Jedenfalls wurden die Tiere, dessen Haltung M. im Jahr 2004 vom Verwaltungsgericht Sigmaringen im reinen Wohngebiet untersagt worden war, nur einmal für kurze Zeit beschlagnahmt und kamen dann wieder frei. Nach SZ-Informationen hatten die Behörden schlicht Angst, dass sich der alte Mann ansonsten etwas antun könnte.

Wegen der eskalierenden Streitereien am Bannegghang suchte Edeltraud Fürst von den Bürgern für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben nach einer besseren Unterbringung für M. und seine Ziegen. Aber der alte Mann wollte weder seine Tiere noch seine Wahlheimat verlassen. Schließlich war er ja zuerst da gewesen. Die Nachbarn, denen er leid tat und die ihm helfen wollten, feindete er nur noch an, manchmal ging er auch auf sie los. Schließlich gelang es Fürst im März dieses Jahres, dass M. zwölf Ziegen an einen Hof in Tettnang verkaufte, nachdem ein weiteres Dutzend eingeschläfert werden musste. Doch dort blieben sie nur ein paar Tage lang. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurden die Ziegen entführt und an einen unbekannten Ort gebracht - die Polizei verdächtigte M. und einen Freund. Bei dem Freund in Bad Wurzach, einem ehemaligen Bauern, sollen sich die Ziegen mittlerweile aufhalten.

Am Bannegghang ist jetzt auf jeden Fall Ruhe eingekehrt. Das ärmliche Haus mit dem Holzverschlag wird abgerissen.

(Aktualisiert: 30.10.2013 22:26)





Dreister Diebstahl: zwölf Ziegen in Anhänger geladen

Dass zwölf Ziegen aus der Riedstraße verschwunden sind, beschäftigt auch die Polizei.


Tettnang / pd: Insgesamt zwölf Ziegen im Gesamtwert von etwa 500 Euro haben zwei Männer am Samstagvormittag von einem umzäunten Gelände an der Riedstraße in einen Anhänger geladen und abtransportiert. Als Tatverdächtige konnte die Polizei zwei Männer im Alter von 61 und 74 Jahren ermitteln. Der Verbleib der gestohlenen Tiere ist bislang unbekannt.

Der ältere der beiden hatte bereits wenige Tage zuvor vergeblich versucht, die Ziegen von dem Grundstück zu entwenden, war dabei jedoch von einem Zeugen beobachtet worden, die daraufhin die Polizei verständigte. Die polizeilichen Ermittlungen zum Verbleib der Tiere dauern derzeit noch an.

(Erschienen: 18.03.2013 12:10" Schwäbische Zeitung")

Inzwischen wurde auf Betreiben des Veterinäramtes Ravensburg bereits im Mai ein Tierhalteverbot gegen den Tierhalter verhängt.
Vor dem 1. Juli 2007

Tierschutzwidrige Haltung von Mini-Shetties

So standen die Mini-Ponies im Dreck, als wir im letzten Frühjahr auf sie aufmerksam gemacht wurden.

Auch die Presse berichtete:

Mini - Shetties

"Schwäbische Zeitung" Ausgabe Biberach im Sommer 2007
Ämter machen dem Drama ein Ende

BAD SCHUSSENRIED - Am Ende ist alles recht schnell gegangen. Diese Woche hat das Ordnungsamt des Landkreises zusammen mit dem Kreisveterinäramt und der Polizei gehandelt und den Tierbestand von einem Hof im Bad Schussenrieder Ortsteil Torfwerk geholt. Wie berichtet, hatte es wegen übler Zustände auf dem Hof massive Klagen gegeben.

Um 6.30 Uhr begann der Einsatz am Donnerstag. Knapp zwei Stunden später waren 19 Ponys, drei Hunde und sechs Schweine verladen und abtransportiert. Überraschend für die Einsatzkräfte: Die Hofbesitzer waren nicht da. Die Aktion sei von langer Hand geplant gewesen, sagte Rainer Pfisterer vom Ordnungsamt, "den Zeitpunkt konnten wir natürlich nicht veröffentlichen". Insgesamt 28 Personen waren beteiligt. Neben Tierärzten und den Leitern der betroffenen Ämter waren es Polizeihundeführer, die sich um die Hunde kümmerten, Polizeibeamte der Reviere Bad Schussenried und Biberach und Angestellte eines Viehhandelsunternehmens, die die Tiere transportierten,

Die Ponys wurden vorläufig auf einem Hof bei Biberach, die Hunde im Tierheim untergebracht. Die Schwei-ne kamen auf den Schlachthof. Die meist ohnehin wilden Katzen, die vor einigen Wochen behandelt und kastriert worden waren, behielten ihre Freiheit.

Auf den ersten Blick machten die Shetlandponys gestern zwar einen verstörten, aber keinen schlechten Eindruck. Das lag mit daran, dass der Hof schon seit geraumer Zeit unter Beobachtung stand und die Nahrung für die Tiere gesichert war. Dass die Zustände auf dem Hof untragbar waren, dass verletzte Tiere nicht versorgt wurden, dass ein Pferd eingeschläfert werden musste, das hat der Leiter des Kreisveterinäramtes, Dr. Peter Egle, gestern noch einmal bestätigt. Auch, dass vom Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung" Weingarten ein verletzter und abgemagerter Schimmel vom Hof gekauft wurde. Edeltraud Fürst, die Vorsitzende des Vereins, ist "froh, dass nun gehandelt wurde". Der Verein hatte sich an den Bundestagsabgeordneten Martin Gerster gewandt, der wiederum Landrat Dr. Heiko Schmid um Amtshilfe gebeten hatte. Da freilich, sagt Rainer Pfisterer, sei alles schon in die Wege geleitet gewesen. Was die Sache für Außenstehende so schwer verständlich mache, sei die Einhaltung von Fristen, die den Tierhaltern bei Erkennen von Mängeln gesetzt würden. Das war im aktuellen Fall nicht anders. Die Mängel häuften sich, es erfolgten auch unter Androhung von Zwangsgeld Aufforderungen, sie abzustellen. Als alles nichts nützte, wurde gegen den 70-jährigen Hobbytierhalter Anfang Mai ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Selbiges war zuvor schon gegen den 72-jährigen Bruder verhängt worden. Gleichzeitig erging die Aufforderung, den Tierbestand zu veräußern. Diese letzte Frist ist am 15. Juni abgelaufen. Gleichsam das Signal zum Handeln. Wäre für die Tiere Gefahr im Verzuge gewesen, sagt Rainer Pfisterer, "hätten wir sofort eingegriffen".
Ämter machen dem Drama ein Ende

Ponys werden verkauft

Mehrere Tierärzte haben die Ponys untersucht und Tierpässe erstellt. Die Ponys sollen verkauft werden. Der Weingarter Verein will ein Angebot angeben und die Tiere dann in gute Hände abgeben. Gemeldet hätten sich in den zurückliegenden Tagen einige Leute, die Platz hätten. Mit dem Geld aus dem Verkauf werden übrigens zunächst die Kosten für den Einsatz gedeckt.
Dr. Peter Egle will nun dafür sorgen, dass auf dem gestern geräumten Hof grundsätzlich keine Tierhaltung mehr geschieht.

Auch andere Medien berichteten, u.a. SWR 4 Bodenseeradio


Martin Gerster, MdB: fordert Einschreiten

Allgemein

100 Tiere in Bad Schussenried leiden Qualen

Auf einem Bauernhof im Bad Schussenrieder Ortsteil Torfwerk werden nach Informationen des Biberach- Wangener SPD- Bundestagsabgeordneten Martin Gerster seit längerer Zeit etwa 100 Tiere zum Teil bis zur Verendung gequält. Gerster hat sich jetzt deshalb an den Biberacher Landrat Dr. Heiko Schmid gewandt mit der Bitte, über das Kreisveterinäramt sofort Abhilfe zu schaffen und die Tiere zu retten.

Wie der SPD- Abgeordnete mitteilte, habe er aus zuverlässigen Quellen erfahren, dass der betreffende Landwirt etwa 50 Katzen, 20 Ponys sowie Schweine, Hunde und Pferde unter katastrophalen Bedingungen halte. Über den Zustand der Tiere liegen Gerster zahlreiche Fotos vor. „Viele Tiere sind unterernährt, krank oder verletzt und stehen zum Teil kurz vorm Verenden“, so Gerster. Völlig unverständlich sei, dass der über 80- jährige Landwirt trotz eines schon 1984 auferlegten Haltungsverbots nun als angeblicher Hobbytierhalter überhaupt weiter Tiere besitzen dürfe.
Das Biberacher Kreisveterinäramt wurde laut Gerster schon vor Wochen aus seinem Betreuungswahlkreis Ravensburg/Bodensee vom Weingartener Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ über die Zustände informiert. Bisher sei jedoch noch nichts Entscheidendes passiert. Der SPD- Abgeordnete unterstützt den Verein für artgerechte Tierhaltung und will, dass dem Betroffenen die Tiere entzogen und einem neuen und tiergerechten Halter zugeführt werde



Homepage Kreisverband Biberach an der Riß
Veröffentlicht am 20.06.200
31.07. und 05.08.2013

Ferienprogramm --- Bericht im Stadtkurier

Das haben wir noch
gehört...
Tiere beruhigen
Ferienprogramm Weingarten

Traudel Fürst vom Weltehof
Weingarten berichtet über das
Ferienprogramm Weingarten:
„Wie wichtig es ist, dass Kinder
Kontakte zu Tieren haben, zeig-
te sich wieder bei unserem Feri-
enprogramm. An zwei Tagen
waren 45 Kinder im Alter von 8
bis 12 Jahren bei uns am Welte-
hof in Weingarten.
Der Verein "Bürger für artge-
rechte Nutztierhaltung Ober-
schwaben e. V." veranstaltete
im Rahmen des Weingartener
Ferienprogramms diese Tage
mit Tieren. Voller Freude und
mit großer Aufmerksamkeit
nahmen die Kinder am Gesche-
hen mit Umgang und Pflege der
Tiere am Hof teil. Es ist einfach
schön zu sehen, wie die Kinder
die Nähe zu den Tieren genie-
ßen. Es ist immer mucksmäus-
chenstill am Hof, obwohl so vie-
le Kinder da sind. Tiere haben
eine sehr beruhigende Wirkung
auf Kinder! Und dies nicht nur
auf Kinder.

24.09.2013

Schulklasse aus Weißenau zu Gast

Lehrer Raimund Schneider war bereits früher mit Schülern der Kuppelnau-Schule Ravensburg bei uns auf dem Hof.
Jetzt war er wieder mit einer Klasse der Grundschule Weißenau, wo er jetzt unterrichtet, hier.
Die Schüler lernten vieles über artgerechte Haltung von Tieren und sahen, welche Folgen z. B. Bodenhaltung für Hühner hat. Auf dem Hof leben Hühner, die eben aus einer solchen Haltung kommen und aussehen wie gerupft.
Die Schüler erkannten, dass man deshalb keine Eier aus Bodenhaltung kaufen sollte.
Sie halfen beim Putzen der Ponies, durften dann auch alle noch auf einem solchen reiten.
Dann gab es noch eine gegrillte Wurst mit Wecken.
Bevor die Schüler mit ihrem Lehrer von dannen zogen, legte jeder Schüler und jede Schülerin noch einen Geldbetrag auf den Tisch, was sich dann zum einer sehr respektablen Spende summierte.
Von dem Geld kauften wir Müsli, gerissenen Mais, Hühnerfutter usw.
Wir finden es gut, dass es Lehrer gibt, die ihren Schülern bereits im Grundschulalter einen Bezug zur artgerechten Nutztierhaltung vermitteln!
10.07.2013

Infostand in Biberach

Am 10.07.2013 waren wir mit unserem Infostand in Biberach / Riß im Einsatz.
Dabei sammelten wir Unterschriften zu folgenden Themen:
1. Nein zu Lohndumping in Schlachthöfen
2. Überwachungskameras in Trieb- und Tötungsbuchten der Schlachthöfe (Dadurch soll eine korrekte Betäubung vor der Entblutung dokumentiert werden.
3. Mehr Befugnis für Amtsveterinäre bei Verstößen gegen das Tierschutzgesetz.
4.Klare gesetzliche Regelungen für die Haltung von Raubtieren und Exoten.
Insgesamt erhielten wir in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr über 300 Unterschriften.
Ab 11.30 Uhr war auch Martin Gerster, MdB und Vereinsmitglied mit am Stand.
11.06.2013

Krähensterben im Landkreis Ravensburg

Krähen sterben an einem seltenen Virus

In Weingarten und Baindt fielen tote Vögel vom Himmel - keine Gefahr für den Menschen
Ein seltener Virus, der in Deutschland zum ersten Mal nachgewiesen wurde, ist für ein Krähensterben in Weingarten verantwortlich. Für den Menschen ist er aber nicht gefährlich.
Ein seltener Virus, der in Deutschland zum ersten Mal nachgewiesen wurde, ist für ein Krähensterben in Weingarten verantwortlich. Für den Menschen ist er aber nicht gefährlich. (Foto: dpa)

Von Annette Vincenz

Kreis RAVENSBURG Es ist ein bisschen gruselig: In Weingarten fallen offenbar tote Vögel vom Himmel. Alles Krähen. Schon ein Dutzend toter Tiere hat Edeltraud Fürst, Vorsitzende der Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, im Laufe der letzten drei Wochen entdeckt, zwei davon in der Nähe des Egelsees zwischen Baindt und Bad Waldsee auf einer Wiese an der B30, die anderen alle in Weingarten.

Fünf Kadaver brachte sie zur Untersuchung ins Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt nach Aulendorf (STUA), weil sie zunächst vermutete, die Vögel könnten vergiftet worden sein. „Obwohl es so intelligente Tiere sind, haben sie ja einen relativ schlechten Stellenwert, weil sie keinen natürlichen Feind haben und sich so stark vermehren“, argwöhnte Fürst.

In Aulendorf war man alarmiert, wegen der Häufung der Fälle auf engem Raum. Denn manche Viren, die Vögel befallen, können auch für den Menschen sehr gefährlich sein. Zum Beispiel die Vogelgrippe, die in Asien zahlreiche Todesopfer gefordert hatte. Oder das West-Nil-Virus.

Letzteres wird durch eine Stechmücke übertragen und infiziert hauptsächlich Vögel, kann aber auch bei Menschen und anderen Säugetieren das sogenannte West-Nil-Fieber auslösen, gegen das es keine Medikamente gibt. 1999 starben in den USA erst Tausende von Krähen und dann über tausend Menschen daran. Der Krankheitserreger wurde über eine infizierte Stechmücke in einem Flugzeug aus Israel eingeschleppt, kurze Zeit später fielen im New Yorker Central Park Vögel von den Bäumen, dann steckten sich ältere Menschen in der Gegend an. In den folgenden Jahren breitete sich die Seuche über die gesamten USA aus. Auch in Europa kam es in den vergangenen Jahren zu Krankheitsfällen. 2010 starben 33 Menschen in Griechenland und fünf in Rumänien. „Ein Verwandter des West-Nil-Virus, das aus Afrika stammende Usuto-Virus, ließ 2003, wie in einem bösen Märchen, Amseln in Wien scharenweise vom Himmel fallen“, heißt es auf der Homepage des renommierten Helmholtz-Instituts für Umweltforschung.

Obwohl die toten Tiere aus dem Kreis Ravensburg auf West-Nil untersucht wurden, hat sich dieser schlimme Verdacht zum Glück nicht bestätigt. „Es handelt sich um eine Ortho-Reovirusinfektion“, erklärt Alexandra Kley-Sonntag, die zuständige Laborleiterin der STUA, auf Nachfrage der Schwäbischen Zeitung. Das sei ein eher harmloser Virus, der offenbar nur Krähen befalle und nicht auf den Menschen überspringen könne, soviel man bislang wisse.

Bei den Krähen befällt der Virus Milz, Leber und Darm, möglicherweise seien die Vögel durch den langen, nassen Winter ohnehin schon geschwächt und deshalb anfälliger gewesen. „Ihr Ernährungszustand war schlecht.“ In Deutschland sei der Virus bislang noch nicht aufgetaucht, hat ein Experte vom Friedrich-Loeffler-Instistut auf der Insel Riems der Tierärztin bestätigt. Mehrere Fälle gab es hingegen in Finnland. Die Organe der Kadaver seien jetzt auf dem Weg zur Insel Riems (wo auch seinerzeit BSE erforscht wurde), zur weiteren wissenschaftlichen Untersuchung.

Wer einen toten Vogel im Garten oder auf der Straße findet, sollte ihn nicht mit bloßen Händen anfassen, rät Kley-Sonntag. Am besten mit Plastikhandschuhen in eine Plastiktüte stecken und dann in Aulendorf anrufen (Telefon: 07525/9420) oder gleich dort vorbeibringen. Recht pragmatisch sieht die Angelegenheit der Pressesprecher des Landratsamtes Ravensburg, dessen Veterinäramt auch ein Interesse an dem Fall hat: „Wenn jede zweite Ravensburger Krähe vom Himmel fällt, atmen viele andere Vögel auf“, meint Franz Hirth angesichts der Überpopulation der Tiere, die als Nesträuber bekannt sind.

(Aktualisiert: 10.06.2013 18:31)
Übernommen von SZON
20.03.2013

Antwort aus Brüssel

Der Tierschutz in den Schlachthöfen muss dringend erweitert werden.
Aus diesem Grund haben wir die Forderung nach Überwachungs- kameras in Treib- und Tötungsbuchten in unsere Vereinssatzung mit eingebracht.
Nach Jahren sehen wir ein kleines Licht am Ende des Tunnels, das uns Brüssel Unterstützung signalisiert hat.

Wir haben folgenden Brief nach Brüssel geschrieben:

Europäische Kommission 26.11.2012
Generaldirektion Gesundheit,
Verbraucher- und Tierschutz
Herrn Kommissar Andrea Gavinelli
200, Rue de la Loi
B – 1049 Brüssel

Tierschutz in Schlachthöfen und unsere Forderung nach „Überwachungskameras in Treib- und Tötugnsbuchten von Schlachtbetrieben“.


Sehr geehrter Herr Kommissar Gavinelli,

wir bedanken uns für Ihr Schreiben vom 17.10.2011. Es ist bedauerlich, dass die Tiere das Nachsehen haben, sei es bei Aufzucht, Transport und Schlachtung, nur, weil der Verbraucher Billigst-Tierische-Produkte erwerben will.
Ohne Zweifel ist dies auch ein sehr großes Problem für die Europäische Kommission, im Sinne der Tiere zu handeln.
Doch wie sieht der letzte Gang für die Tiere aus ?
Der Weg zum Schlachthof muss von Menschenhand respektvoll und schmerzlos gesichert werden.
Seit nunmehr 10 Jahren streben wir „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“ an, dass Überwachungskameras die Vorgänge insbesondere beim Verladen, im Treibgang und in den Tötungsbuchten überwachen.
Nur so kann ein qualloser Tod der Tiere gesichert und dokumentiert werden. Tiere dürfen in den Schlachthöfen nicht im Akkord abgeschlachtet werden.
Wir verwenden ganz gezielt das Wort „abgeschlachtet“ , denn viele Tiere erleiden große Qualen, da sie nicht korrekt geschossen oder durch zu wenig CO 2 nicht in tiefe Bewusstlosigkeit vor der Entblutung versetzt worden sind.
Die Schlachtvorgänge werden sozusagen an sehr vielen Tieren ohne vorherige korrekte Betäubung vorgenommen.
Seit nunmehr 10 Jahren ist es uns ein Anliegen, genau diese Vorgänge in Schlachtbetrieben per Kamera zu überwachen. Dieses Anliegen ist auch Bestandteil unserer Vereinssatzung.
Da nun immer mehr Skandale von Schlachthöfen über Qualen der Tiere bei der Schlachtung dokumentiert und von den Medien in die Öffentlichkeit gebracht werden, sehen wir unsere Forderung gerechtfertigt.
Das Leid der Tiere bei der Schlachtung spiegelt sich im Fleisch wieder.
Der Hormonausstoß von Adrenalin und Noadrenalin sowie Cortisol setzt sich im Fleisch ab, ganz zu schweigen, in wie weit sich diese Hormone in den Organen wie z. B. Leber, Nieren etc. der Schlachttiere ablagern und für den Verbraucher wohl kaum ohne Auswirkung beim Verzehr des Fleisches sein werden.
Wir fügen unserem Schreiben zur Kenntnisnahme Berichte über Schlachthofskandale bei.
Wir gehen aber davon aus, dass diese der Europäischen Kommission ausreichend bekannt sind.
Durch die Medien und ihre Vertreter S. Stuchlik („Panorama“). Chr. Süß („Quer“ 15.11.2012 „Lohndumping in Bayerns Schlachthöfen“) und „Schwäbische Zeitung“ werden die Verstöße gegen § 4a Abs. 1 des Tierschutzgesetzes sowie gegen § 13, Abs. 3 der Tierschutz-Schlachtverordnung klar dokumentiert. Durch die EU-Erweiterung ist die Einhaltung des Tierschutzgesetzes und der Tierschutz-Schlachtverordnung durch Billig-Lohn-Arbeiter an unseren Schlachthöfen nicht mehr gewährleistet.
Beschämend ist, wenn ein Schlachthausbetreiber von sich gibt: „Auch dem besten Metzger können Fehler passieren“.
Diese Leute tragen Verantwortung für den quallosen Tod der Schlachttiere; Verstöße müssen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Nur durch Videoüberwachung bei Verladung, Im Treibgang und in den Tötungsbuchten kann eine quallose Tötung der Schlachttiere gewährleistet werden.
Wir bitten Sie, unsere Anliegen im Interesse von Tier und Verbraucher zu unterstützen, denn wir alle tragen große Verantwortung sowohl für Mensch als auch für unsere Tiere.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

E. Fürst / B. Möbius

Anlagen: Schlachtberichte



22.02.2013

Bannegg-Ziegen wohnen jetzt in Tettnang

Banneggziegen wohnen jetzt in Tettnang

Die Banneggziegen in ihrem Tettnanger Asyl. Hier geht es den Tieren laut Tierschützerin Edeltraud Fürst gut. (Foto: privat)

RAVENSBURG / vin Verwirrung um die Ziegen am Ravensburger Bannegghang. Offenbar sind die Tiere nicht mehr im Besitz von Ziegenhalter Heinz M.. „Am Bannegghang ist Ruhe eingekehrt“, sagte Tierschützerin Edeltraud Fürst von den Bürgern für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben der Schwäbischen Zeitung. Zuletzt hätten sich die Ziegen stark vermehrt, trotz aller Bekundungen des Halters, sie seien kastriert. „Da sprangen überall junge Zicklein herum, und die weiblichen Ziegen waren trächtig“, so Fürst. Einige der Tiere seien zudem jämmerlich verendet. Fürst glaubt, sie hätten die giftigen Thuja-Hecken der Nachbarn angeknabbert. „Man kann ja niemandem verbieten, Thuja anzupflanzen.“

An den Fasnetstagen sollen die Tiere zudem wild auf der Straße herumgewandert sein, so dass die Polizei sie wieder einfangen musste, was Polizeipressesprecher Peter Korn bestätigt. Fürst: „Sie sind vor Verzweiflung ausgebüxt.“ Die Zustände im Stall des Ziegenhalters sollen erbärmlich gewesen sein. Ein herbeigerufener Tierarzt aus Tettnang fand am vergangenen Wochenende aber offenbar eine Lösung und ließ die 14 verbleibenden Ziegen auf den Hof eines Hobbytierhalters in Tettnang bringen, bei dem sie es laut Fürst sehr gut haben sollen. Nicht involviert in die Aktion war entgegen anderslautender Aussagen das Veterinäramt des Landratsamtes. „Auf Bitte der Stadt Ravensburg wollten unsere Veterinäre am Montag nach dem Rechten sehen, aber die Ziegen waren nicht mehr da“, sagte Landratsamtspressesprecher Franz Hirth auf Anfrage der Schwäbischen Zeitung.

In den vergangenen Jahren hatten die Ziegen vom Bannegghang immer wieder für Nachbarschaftsstreitereien gesorgt. Das recht einfache Anwesen von Heinz M. inmitten schicker Stadtvillen ist extrem heruntergekommen. Die Nachbarn beklagten sich weniger über das nächtliche Meckern der Ziegen, sondern vielmehr über Geruchsbelästigungen und sogar Ratten, die sie auf dem Gelände gesehen haben wollen. Außerdem wurde der Tierhalter bei Beschwerden sehr schnell aggressiv und mindestens einmal handgreiflich, was eine Nachbarin mit einer Kamera festgehalten hatte. Die Behörden wollten nicht so recht eingreifen, weil sie fürchteten, der mittlerweile 74-jährige Ziegenhalter könne sich etwas antun.

Laut Edeltraud Fürst ist es keinesfalls sicher, dass die Ziegen dauerhaft in Tettnang bleiben. Es sei zu befürchten, dass M. sich die Ziegen nach und nach zurückhole. „Er hat schon gesagt: Nachts kann man jederzeit rein in den Stall.“

(Erschienen: 20.02.2013 15:10 in der "Schwäbischen Zeitung", Ausgabe Ravensburg)
Januar 2013

Bannegg-Ziege verendet

Eine Ziege musste wohl Ende Januar wegen der Aufnahme von giftigen Grünpflanzen qualvoll verenden.
Im Pansen der toten Ziege wurden diverse giftige Pflanzenreste gefunden.
Der Ziegenbesitzer zeigte sich uneinsichtig, was Aufsicht und Fütterung der Ziegen anbelangte.Leider mussten im Februar nochmals 4 Ziegen den schmerzvollen Tod erleiden, das auch diese Tuja eccpp gefressen haben.
Wir fragen uns: Darf ein solch unfähiger Mensch Tiere halten?
Wir sagen "nein" und erstatteten Anzeige.
24.10.2012

"Bella" zieht um

Unsere 2. Vorsitzende machte es möglich, dass "Bella", welche vereinsamt zum Teil im Stall oder allein auf einer Weide stand, einen guten Platz fand.
"Bella" hatte schlecht gepflegte Hufe
Wir konnten sie in einemguten Pferdestall mit täglichem Weidegang und guter Versorgung einstellen. Dort konnten wir auch schon "Willy" unterbringen (siehe Seite: "Haflinger "Willy" hat neue Heimat gefunden" ).
Sicherlich wird "Bella" in Kürze auch so gut aussehen wie "Willy" und wieder Vertrauen zum Menschen finden.
Dezember 2012

Rinderhaltung im Kreis Ravensburg

Sollten Sie in der im Folgenden beschriebenen Haltungsform eine Identität zu Ihrem Nachbarn sehen, so ist diese rein zufällig.
Leider gibt es sehr, sehr viele tierquälerische Haltungen von Nutztieren.
Nur Hinsehen, nicht Wegsehen hilft diesen Tieren !!!
Eine derartige Haltung von Tieren muss dringendst dem zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.
Haben Sie keine Scheu, das Veterinäramt behandelt Meldungen bzuw. Anzeige stets diskret.

Nach telefonischer Meldung am 17.12.2012 waren wir am 18.12.2012 vor Ort.
Wir fanden im Stall abgemagerte Rinder vor, welche an Ketten angebunden waren.
Laut Tierbesitzer wäre das Veterinäramt schon vor einer Woche bei ihm gewesen. Er würde einen schriftlichen Bescheid bekommen.
Am 19.12.2012 haben wir Anzeige beim Veterinäramt xxxxxxxxxxx erstattet. Das Amt bestätigte, dass es bereits mit dieser Tierhaltung befasst ist.
Diesen Betrieb werden wir im Auge behalten.
Wir sind gespannt auf die Entscheidung des Veterinäramtes.

Am 10.09.2013 haben wir auf Grund weiterer Anrufe ein erneutes Schreiben an das zuständige Veterinäramt verfasst:

Unsere Anzeige gegen XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX vom 19.12.2012 wegen tierquälerischer Rinderhaltung - Verstoß gegen § 1 und § 2 Tierschutzgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute am 10.01.2013 um 11.50 Uhr erhielten wir erneut einen Anruf, in welchem uns mitgeteilt wurde, dass sich in der Tierhaltung des Herrn XXXXXXX leider nichts zum Wohle der Tiere geändert habe.
Des weiteren würden 4 Hähne bei 7 Hühnern gehalten, wobei die Hühner stark unter der großen Anzahl der Hähne leiden müssten.
Auch wäre durch den Unrat, welcher sich im und rund ums Haus befände, eine massive Rattenplage zu beklagen.

Wir lassen Ihnen nochmals Aufnahmen zukommen, welche wir am 19.12.2012 mit Genehmigung von Herrn XXXXXXX gemacht haben.
Diese Aufnahmen dokumentieren klar, dass die Rinder unter Parasitenbefall leiden, dass die Klauenpflege vernachlässigt wird und auch die mangelhafte Ernährung ist klar zu erkennen.
Außerdem werden die Rinder in Ketten angebunden gehalten und sind zusätzlich mit einem Strick um die Hörner festgebunden. Ein Rind ist noch mit einem sehr engen Halfter fixiert.
Die Tiere werden ohne Einstreue auf Steinboden gehalten. Keines der Tiere war am Wiederkäuen. Es ist fraglich, ob Heu, Raufutter als Vorrat gelagert ist.

Alle Vorwürfe werden, so weit möglich, durch Bildaufnahmen dokumentiert.

Hiermit bekräftigen wir nochmals die Dringlichkeit, gegen diese Tierhaltungsform des Herrn XXXXXX vorzugehen und bitten Sie, dies behördlicherseits zu tun.

Mit freundlichen Grüßen

E. Fürst / B. Möbius


Weitere Bilder liegen dem zuständigen Veterinäramt vor.
27.01.2013

Neues Logo "Regionalfenster"

Unsere Reaktion darauf:
Ein Brief an Frau Bundesministerin Ilse Aigner:


Neues Siegel „Regionalfenster“ Und „Für mehr Tierschutz im Kühlregal“

Sehr geehrte Frau Ministerin Aigner,

seit über 12 Jahren machen wir regelmäßig Info-Stände, in welchen wir die Verbraucher auf die Wichtigkeit der Herkunft ihrer Lebensmittel informieren.
Von größter Wichtigkeit ist die Information über die Herkunft und die Schlachtung tierischer Produkte.
Das Interesse der Verbraucher können wir mit nunmehr 51320 Unterschriften belegen, welche von uns nachweislich an Bundesministerien und auch zur EU nach Brüssel geschickt wurden.
Leider ist nicht nachvollziehbar, was Ihr Ministerium mit immer mehr neuen „Siegeln“ erreichen will.
Eines ist sicher: Der Verbraucher wird immer mehr verunsichert.
Ein einziges Siegel muss genügen, um dem Verbraucher klare Auskunft über Herkunft und z. B. bei tierischen Produkten über Haltung aufzuklären.
Sehr bedenklich ist, dass eine Tierschutzorganisation (Deutscher Tierschutzbund) sozusagen Sterne für die Haltungsform von Nutztieren auf der Verpackung verteilt.
Wie können Sie als zuständige Ministerin eine solche Deklaration unterstützen ?
Aus Sicht von Verbraucher- und Tierschutz muss es selbstverständlich sein, dass Tiere bzw. auch und gerade Nutztiere artgerecht gehalten und schmerzlos getötet werden.
Eine derartige Einstufung von guter und weniger guter Nutztierhaltung ist schlicht weg eine Beschämung und in keiner Weise zu dulden; und somit müssen sich sowohl der Deutsche Tierschutzbund als auch Sie, Frau Ministerin, diese Kritik gefallen lassen.
Dies soll kein Angriff von Tierschützern gegenüber anderen Tierschützern sein, sondern nur ein ganz nüchterner Gedankengang!
Es darf nicht sein und schon gar nicht, dass vom Tierschutz angebotenes bzw. zertifiziertes Fleisch gibt, bei welchem die Haltungsformen in verschiedenen Kategorien eingestuft werden.
Wenn schon – denn schon: Dann muss sowohl Tierschutzbund als auch Sie, Frau Ministerin, dahin plädieren, dass tierische Produkte dem Verbraucher nur aus artgerechter Haltung angeboten werden.
Nicht nur die Aufzucht und die Haltung, sondern auch die Schlachtung der Tiere stellt eine sehr große Verantwortung sowohl für Landwirt als auch für die Beschäftigten in den Schlachthäusern dar.
Sowohl der sorgsame Umgang und die artgerechte Haltung müssen sich im Kaufpreis der geschlachteten Tiere bemerkbar machen.
Nur so ist die artgerechte Haltungsform der Tiere auch aus Sicht des Anbieters (Landwirt) ein Anreiz.
Durch Lohndumping werden oftmals Billig-Lohn-Arbeiter-Trupps aus dem Osten an unseren Schlachthöfen angeheuert, welche unsere Tiere im Akkord zu Lebensmitteln verarbeiten.
Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin werden im Fleisch gespeichert, zum Leid von Tier und Mensch.
Eine Frage an Sie, Frau Ministerin Aigner: Wie oft waren Sie schon bei laufendem Betrieb in Schlachthöfen?
Wie ist Ihr Essverhalten bezüglich von Fleischprodukten? Auf der „Wiesn“ essen Sie ja sehr gerne „Hendl“. Auf die Frage, ob Sie wüssten, woher dieses „Schmankerl“ sei, antworteten Sie, dass Sie dies wohl nicht wüssten!
Wäre es nicht auch von großer Wichtigkeit, den Verbraucher zu informieren, woher und aus welchen Haltungsbedingungen das stammt, was in Gastronomie und bei Fast - Food auf den Teller oder in den Wurstwecken kommt ?
Dies ist durchaus keine Anregung, ein neues „Siegel“ in die Welt zu setzen! Weniger kann mehr und sowohl für Tier als für Verbraucher von Nutzen sein.
Ein Siegel, welches aussagt >> Artgerechte Haltung der Tiere, kurzer Transport, schonende Schlachtung, aus der Region und bei Gemüse ohne Gen<< muss ausreichen!
Das alles, Frau Ministerin, kann doch nicht so schwer sein!
Einen Nachteil hat die Sache allerdings: Man kann dem Verbraucher nicht fast jeden Monat ein neues „Siegel“ bekanntgeben.
Wenn Sie Ihr „Regionalfenster“ zum Test in 20 Supermärkten in Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg zum Test anbieten, muss aber auch das soziale Umfeld stimmen.
Nun steht mal erst die „Grüne Woche“ in Berlin an; da gibt es Schmankerln ohne Ende.
Nicht nur Worte, sondern Taten zum Wohle der Tiere sind angesagt, Frau Ministerin.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.


Mit freundlichen Grüßen



E. Fürst / B. Möbius


Anlage: Schreiben an Herrn Schröder, Deutscher Tierschutzbund, Bonn: Neue Siegel „Regionalfenster“ und „Für mehr Tierschutz im Kühlregal“
27.01.2013

Neues Tierschutzlabel des Deutsches Tierschutzbundes

Unsere Reaktion darauf:
Ein Brief an den Deutschen Tierschutzbund:

Sehr geehrter Herr Schröder,

zu den Berichten über Ihr neues Tierschutzlabel in Zusammenarbeit auch mit „Wiesenhof“ möchten wir uns wie folgt äußern:

Macht Deutscher Tierschutzbund Saulus zum Paulus ?

Noch vor geraumer Zeit stand Wiesenhof in der Kritik, Geflügel tierquälerisch zu halten und ist auch durch mangelnde Hygiene negativ aufgefallen. Dies wurde durch Medienberichte in der Öffentlichkeit bekannt.
Nun steigt Wiesenhof wie Phönix aus der Asche: Der Deutsche Tierschutzbund macht einen neuen Wiesenhof - Produzenten namens „Privathof-Geflügel“ als zertifiziert bekannt und hoffähig. Und dies ohne Bewährungszeit! Ist das Leid der Tiere von Wiesenhof – Produzenten schon vergessen?
Geflügel mit dem neuen Zertifikat des Dt. Tierschutzbundes soll nun Einzug in den Supermärkten halten - „so lange n o c h Fleisch gegessen wird“, so der Dt. Tierschutzbund.
Wir „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ sagen: Fleisch wurde und wird immer gegessen. Nur mit einem Unterschied. Früher gab es an Sonn- und Feiertagen Fleisch, heute steht Fleisch leider sozusagen auf der Tagesordnung.
In keiner Weise nachvollziehbar ist, dass bestimmte Tiere wie hier Mastschweine und Masthähnchen vom Tierschutz in der artgerechten Haltung besonders eingestuft werden. Im Tierschutz darf kein Tier in der artgerechten Haltung vorrangig sein.
Artgerechte Haltung der Tiere muss selbstverständlich sein; ein Verstoß muss die Ausnahme darstellen.
Großer Handlungsbedarf ohne Übergangsfrist besteht bei der Abschaffung der Kastenhaltung bei Zuchtschweinen. Diese „armen Schweine“ können sich nicht mal um sich selbst drehen.
Da haben es die Mastschweine, wenn man es überhaupt so sagen kann, noch gut; denn diese sind freilaufend in Buchten untergebracht.
Es darf im Tierschutz bei der z. B. Nutztierhaltung keine Premiumstufe oder Eingangsstufe von Tierbetrieben geben. Das generelle Ziel im Tierschutz muss sein, dass Nutztiere von der Zeugung über Aufzucht bis zur Schlachtung als Schöpfung geachtet werden und ihnen kein Leid zugefügt werden darf!
So muss auch im Finale, also bei der Schlachtung sicher sein, dass die Tiere sowohl im Treibgang als auch in der Tötungsbucht durch Kameras überwacht werden, so dass eine korrekte Betäubung durch Bolzenschuss oder CO2 vor der Entblutung gewährleistet ist.
Bei BIO - Bauern oder NEULAND ist es gang und gebe, dass keine Schwänze gekürzt oder Kastrationen ohne Betäubung durchgeführt werden.
Schweine knabbern nur an den Schwänzen der Artgenossen, wenn sie sonst keine Beschäftigung haben. Leben Schweine auf Stroh, so sind sie mit dem Stroh voll beschäftigt.
Weder BIO - noch NEULAND – Bauern benötigen oder haben es nötig, das Label des Deutschen Tierschutzbundes zu tragen.
Von großer Wichtigkeit wäre allerdings, dass der Deutsche Tierschutzbund seine Vereinspartner (Tierschutzvereine) verpflichtet, bei Vereinsveranstaltungen nur Fleischprodukte von BIO / NEULAND oder gar mit dem Tierschutz- Label auf dem Grill bzw. auf der Speisenkarte anzubieten.
Es muss auch dringlichst im Sinne der Tiere darauf zugearbeitet werden , dass wieder kleine Schlachtbetriebe geschaffen werden. Denn Tier, die im Freilauf gehalten werden und dann zum Schlachten transportiert werden und dann in einem großen Schlachthof in den Treibgang kommen, erleiden „Höllenqualen“, da diese keine räumliche Einengung kennen.
Es gibt noch sehr viel in punkto Nutztiere zu tun; doch ganz so einfach, wie es sich der Deutsche Tierschutzbund vorstellt, geht es bestimmt nicht.
Ein Siegel, welches verschiedene Kategorien in der Tierhaltung darstellt, kann nicht im Sinne des Tierschutzes sein.
Wenn schon, denn schon: Dann nur Fleisch aus garantiert artgerechter Haltung !!!
Wir haben schon genügend Siegel; mehr Sensibilität des Verbrauchers bezüglich des Fleischverzehrs ist angesagt!

Über eine Antwort würden wir uns freuen.

Mit freundlichen Grüßen

E. Fürst / B. Möbius
November 2012

Rinderhaltung im Kreis Ravensburg

Es wurde gemeldet, die Rinder stünden total im Dreck.
Um diese Jahreszeit ist es oft feucht; aber die Rinder stehen auf befestigtem Untergrund und nicht im tiefen Schlamm.
12.10.2012

Pferde haben jetzt Zugang zum Stall

Nach einer erneuten Anzeige beim Veterinäramt Ravensburg gegen den Pferdehalter wegen Verstoßes gegen die Pferdehaltungsverordnung wurden die Veterinärärzte amtlich tätig.
Nun wurden die total verdreckten Ausläufe abgesperrt und den Pferden der Zugang zum Stall geboten.
Leider hatten wir selbst keinen Zugang zum Stall. Leider hatten wir selbst keinen Zugang zum Stall. Hoffen wir, dass die Pferde genügend Einstreu, Futter und Licht vorfinden und dass die Auflagen des Veterinärmates erfüllt werden !
Wir werden diesen Betrieb sicherlich n i c h t aus den Augen verlieren !
September / Oktober 2012

Kälber im Stall Strick angebunden

Rinder sind mit Kopfstrick rim Stall angebunden.
Kaum zu glauben aber wahr: 2012 werden hier in der Region Tiere noch in solch einer Qualhaltung gehalten.
Zum Glück gibt es noch Menschen, die uns solche Missstände mitteilen.Wir haben Anzeige beim Veterinäramt Ravensburg gegen den Tierhalter erstattet
Wird hier ganz bewusst weggesehen ?
September 2012

Köder mit Rattengift frei zugänglich für Kinder und Katzen ...

Uns wurde miteteilt, dass bei einer Firma auf einer Rampe mehrere Rattenköder aufgestellt wurden.
Laut Melder wären wohl auch schon nin der Nähe tote Greifvögel gefunden worden.
Wir gaben die Meldung in kompetente Hände bei der Polizei Ravensburg weiter, mit der Bitte, diese Sache abzuklären.
Die Firma zeigte sich einsichtig und entfernte die Köder.
August 2012

Schweinepaar sucht dringend lebenslanges Zuhause

Zwei Schweinchen als Hochzeitsgeschenk - welch geschmackloser Einfall!
Für die zwei - der Eber ist kastriert - wird dringend ein Zuhause gesucht, in weelchem zugesichert wird, dass die beiden nicht geschlachtet werden (Schutzvertrag).
Meldung bitte bei B f A N O e V.
August 2012

Hunde- und Schweinehaltung

In einem total verdreckten Stall musste eine Hündin mit ihren Welpen bei 2 Schweinen leben.
Der Betrieb wird regelmäßig beobachtet.
15.08.2012

Pferde, Schafe und Ziegen bei über 30 ° C in der prallen Sonne

Am 15.08.2012 um 12.30 Uhr bekamen wir einen Anruf einer besorgten Frau: Ca. 40 Schafe und Ziegen mit Zicklein stünden in der prallen Sonne.Die Tiere wären nicht geschoren.
Wir fuhren gleich los. Vor Ort fanden wir wirklich eine gemischte Herde. Die Tiere lagen z. T. apathisch in der prallen Sonne .In zwei Wasserbehältern war nur noch der Boden mit Wasser bedeckt, für die kleineren Tiere unerreichbar.
Das gerufene Veterinäramt versuchte den Besitzer zu erreichen.
Wir erstatteten Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
(Siehe auch Seite. "Pferde haben jetzt Zugang zum Stall"
08.07.2012

Festliegende Kuh

Bereits im Oktober 2011 haben wir Anzeige gegen diesen Landwirt erstattet.
Jetzt lag eine Kuh tagelang hilflos und unversorgt auf der Wiese.
Wir haben sofort folgende Anzeige erstattet:

Anzeige gegen Bauer xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
wg. Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung



Sehr geehrter Herr Dr. Reithmeier,

am Samstag, den 07.07.2012 um 20.40 Uhr erhielten wir einen Anruf von Frau xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx. Sie teilte uns mit, dass sie am Mittwoch, den 04.07.2012 bei Bauer xxxxxxxxxxxx eine Kuh alleine und abseits liegend sah; sie wäre davon ausgegangen, dass diese tot wäre, da sie keinerlei Lebensaktivität gezeigt hätte.
Am Samstag, den 07.07.2012 gegen 20.30 Uhr kam sie wieder an besagter Stelle vorbei. Die Kuh lag nach wie vor an gleicher Stelle, doch bewegte sie den Kopf. Das Tier konnte sich ansonsten nicht bewegen, auch war der 10-Liter-Wasser-Eimer leer. Frau xxxxxxxxxxxxxxxxx konnte das Elend nicht mitansehen und bat uns um Hilfe.
Gegen 21.00 Uhr waren wir dann vor Ort. Wir fanden eine festliegende Kuh vor, die Verletzungen an den Klauen vorwies. Sie hatte kein Wasser und war nicht in der Lage, ihre Gliedmaßen zu bewegen. Frau xxxxxxxxxxxxx war mit Begleitung auch vor Ort.
Mein Mann holte vom Hofraum insgesamt 3 große Eimer Wasser, welche die Kuh dann auch trank.
Die etwas verwirrte Bäuerin, die mit dem Fahrrad ankam, fand die Situation eher belustigend und meinte: „Man wir schon sehen, ob die Kuh eingehe oder nicht!“
Wir setzten uns mit dem Polizeirevier Weingarten und dann mit dem Revier in Ravensburg in Verbindung, da das Revier in Weingarten wg. dem Welfenfest überlastet war. Das Revier in Ravensburg erklärte sich zudem nicht als zuständig.
Auch versuchten wir mehrmals, den Veterinäramtsnotdienst unter der Nummer xxxxxxxxxxxx zu erreichen - leider vergebens.
Wir baten die Bäuerin, den Bauern zu einem Gespräch zu uns zu holen.
Dieser erklärte uns dann, die Kuh wäre den ganzen Tag gelaufen, auch hätte er ihr am Morgen einen Eimer Wasser gebracht.
Als wir ihn baten, das Tier zum Aufstehen zu bewegen, gab er zu, dass dies wohl nicht gehe.
Auf unsere Frage, wann der Tierarzt vor Ort gewesen wäre und wer dieser gewesen wäre, bekamen wir zur Antwort: Seine Tierärzte wären Dr. xxxxxxx und Dr. xxxxxxx. Sie wären vor ca. 14 Tagen bei der Kuh gewesen.
Er wisse nicht mehr, ob es Dr. xxxxx oder Dr. xxxxx gewesen wäre, und er wisse auch nicht mehr, was diese zum Gesundheitszustand der Kuh gesagt hätten.
Im Übrigen würde er die Kuh eh schießen, und die Bäuerin sagte: „Dann lassen wir noch das Blut raus. So machen wir das immer. Auch der Doktor macht das so.“
Wir boten dem Bauern an, auf unsere Kosten Dr. Ganal kommen zu lassen und das Tier von seinen Leiden zu erlösen. Herr xxxxxxxxx lehnte dies aber vehement ab. Frau xxxxxxxx schrie: „Die bläht es dann auf wie einen Ballon.“
Herr xxxxxxxx meinte, er wolle die Kuh am Sonntag mit der Zange anderweitig verlagern.
Auf unsere Frage, was mit den Klauen wäre, bekamen wir die Antwort von Frau xxxxxxxx: :Die mussten wir nach dem Klauenstand einbinden!“
Wir teilten Herrn und Frau xxxxxxxx mit, dass die seit 4 Tagen festliegende Kuh einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt.
Auch die Verlagerung der festliegenden Kuh mit einer Zange stellt einen Verstoß gegen die Tierschutztransportverordnung dar: § 27, Transport- unfähige Tiere: Soll ein transportunfähiges Tier geschlachtet oder anderweitig getötet werden, darf es nicht mehr transportiert werden. Die Schlachtung bzw. Tötung muss an Ort und Stelle erfolgen. Es ist daher insbesondere unzulässig, ein verletztes oder festliegendes Tier aus dem Stall heraus auf das Transport …...
Eine Tötung der Kuh wie von ihm angekündigt wäre ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Herr xxxxxxxx nahm dies lachend zur Kenntnis und sagte spöttisch: „Ich kann ja sagen, die Kuh ist in den Stall gelaufen. Beweisen Sie mir erstmal das Gegenteil.“
Wir boten nochmals an, Dr. Ganal auf unsere Kosten zu rufen.!“ Er lehnte nochmals ab. Die Kuh würde frühestens am Montag getötet. Gegen 22.00 Uhr gingen wir dann nach Hause.
Am Sonntagmorgen 8.00 Uhr versuchte ich erneut, den Notdienst vom Veterinäramt zu erreichen, leider wieder vergeblich.
Um 10.00 Uhr waren wir dann wieder an der Wiese, die Kuh war weg. Bauer xxxxxxxx hat diese wohl doch mit der Zange verlagert.
Wieder versuchen wir vergebens, das Veterinäramt zu verständigen. Um 11.00 Uhr meldet sich Frau Dr. Holzmüller telefonisch bei uns. Sie sagt, sie würde sich telefonisch mit Herrn xxxxxxxx in Verbindung setzen, um den Verbleib der Kuh zu erfahren.
Bereits am 12.10.2011 hatten wir Anzeige gegen xxxxx xxxxxxxx wg. Verstoßes gegen die Kälberhaltungsverordnung erstattet; auch damals lag eine Kuh auf der Wiese fest.
Die Missstände wurden nach Kontrolle durch das Veterinäramt beseitigt.
Im jetzigen Fall waren fünf Personen vor Ort, welche jederzeit eidesstattlich versichern können, dass die Kuh nicht in der Lage war, aufzustehen.
Wir stellen Ihnen Bildmaterial zur Verfügung, welches den Zustand der Kuh dokumentieren kann.
Auch die Kälberhaltung muss erneut angeprangert werden.
Zur Klärung über den Verbleib der Kuh „55“ könnte eine Nachfrage bei der TBA Warthausen beitragen.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

E. Fürst / B. Möbius


Anlage: Bilder

Sollten wir ihn wieder erwischen, werden wir wieder Anzeige erstatten.

07.07.2012

Haflinger "Willy" hat neue Neimat gefunden

"Willy" hat unter Schutzvertrag ein neues Zuhause gefunden.
Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick.
"Willy" war ein Haflingerfohlen aus Östereich. Wir gaben ihn vor Jahren unter Schutzvertrag weiter.
Jetzt mussten wir ihn zurücknehmen und feststellen, dass die Hufe total vernachlässigt waren. Eine Vorderhand war verletzt.
Der Allgemeinzustand von "Willy" war sehr schlecht. Z. B. hatte er Lungenwürmer und war abgemagert.
Jetzt ist er am Steinerhof in der Gegend von Heidenheim und wurde liebevoll aufgepäppelt und gepflegt.
Dort lernte er auch seine neue Besitzerin kennen.
Am Steinerhof darf er weiterhin unter vielen anderen Artgenossen in artgerechter Haltung leben.
Ende September 2011

Tierschutzverein half nicht

Am 21.09.2011 wurde der örtliche Tierschutzverein gegen 16.30 Uhr telefonisch über eine schwer verletzte Katze in Wolpertswende/Kreis Ravensburg informiert.
Leider bekam der Melder eine Abfuhr: Es wäre niemand da, um die Katze einzufangen, er solle sie selbst einfangen. Allerdings müsse er dies bis 17.30 Uhr schaffen, danach wäre im Tierheim niemand mehr da.
Am 21.09.2011 wurde der örtliche Tierschutzverein gegen 16.30 Uhr telefonisch über eine schwer verletzte Katze in Wolpertswende/Kreis Ravensburg informiert.
Leider bekam der Melder eine Abfuhr: Es wäre niemand da, um die Katze einzufangen, er solle sie selbst einfangen. Allerdings müsse er dies bis 17.30 Uhr schaffen, danach wäre im Tierheim niemand mehr da.
Der Melder rief uns gegen ca. 16.50 Uhr an und bat uns um Hilfe, da er das verletzte Tier allein nicht fangen konnte.
Da wir nicht auf Katzenfang eingerichtet sind (kein Käscher) entkam uns die Katze.
Am nächsten Tag suchten wir nachmittags zu viert wieder naqch der Katze, leider vergebens.
Am darauf folgenden Mittwoch schließlich fanden wir die Katze und konnten sie einfangen und zur Tierklinik Dr. Ganal / Dr. Ewert nach Weingarten bringen.
Der Schwanz war skalpiert, die Schwanzwurzel zertrümmert; das skalpierte Fell des Schwanzes zog sie nach.
In der Tierklinik wurde der Schwanz amputiert.
Nach ca. 14 Tagen Klinikaufenthalt konnte sie durch Vermittlung einer Tierärztin der Klinik einen guten Platz finden; der Besitzer hatte sich trotz "Steckbriefen" nicht gemeldet.

Der Melder rief uns gegen ca. 16.50 Uhr an und bat uns um Hilfe, da er das verletzte Tier allein nicht fangen konnte.
Da wir nicht auf Katzenfang eingerichtet sind (kein Käscher) entkam uns die Katze.
Am nächsten Tag suchten wir nachmittags zu viert wieder nach der Katze, leider vergebens.
Am darauf folgenden Mittwoch schließlich fanden wir die Katze und konnten sie einfangen und zur Tierklinik Dr. Ganal / Dr. Ewert nach Weingarten bringen.
Der Schwanz war skalpiert, die Schwanzwurzel zertrümmert; das skalpierte Fell des Schwanzes zog sie nach.
In der Tierklinik wurde der Schwanz amputiert.
Nach ca. 14 Tagen Klinikaufenthalt konnte sie durch Vermittlung einer Tierärztin der Klinik einen guten Platz finden; der Besitzer hatte sich trotz "Steckbriefen" nicht gemeldet.
Sommer 2012

Hundehaltung

Schon vor Jahren wurden Berner Sennhunde beschlagnahmt.
Nun wieder das Gleiche: Wieder ein Zwinger voll mit Hunden, Welpen und trächtigen Hündinnen.
Im Gespräch zeigte sich der Besitzer in keiner Weise einsichtig.
--- Anzeige beim Veterinäramt, das Auflagen anordnete.
30.06.2012

Kleintierhaltung seit Jahren ein Problem

Seit Jahren ein Problem - diese Tierhaltung mit Tauben, Hennen, Hasen in Käfigen an der Hauswand.
Ohne Sonnenschutz in der prallen Sonne !
Gänse, Truthühneer, Schaf usw. auf engstem Raum.
Will man mit Leuten vor Ort sprechen, bekommt man nur zur Antwort: "Nix Deutsch verstehen!"
Anzeige beim Veterinäramt und der Polizei.
Beide Behörden wurden tätig:
Frühjahr 2012

Hängebauchschwein vermittelt

"Rosalie" ist ein Trennungsschweinchen. Weder Frauchen noch Herrchen wollten "Rosalie" nach der Trennung zu sich nehmen.
Ein Vereinsmitglied hat jetzt "Rosalie" bei sich und ihren anderen Tieren aufgenommen.
"Rosalie" fühl sich s a u w o h l !!!
Sommer 2012

Schaf mit dicker Wolle

Total vereinsamt steht ein Schaf in einem abgelegenen Schrebergarten.
30 ° C Hitze pur und ungeschoren.
Wir erstatteten Anzeige beim Veterinäramt. Es folgten Auflagen, doch leider ist das 'S'chaf 3 Wochen später immer noch nicht geschoren.
Wir hakten beim Besitzer nach, boten an, das Schaf auf unsere Kosten scheren zu lassen.
Es gab keine Reaktion vom Besitzer.
Leider ist das Schaf jetzt nicht mehr zu sehen. Vermutlich wurde es geschlachtet.
Juni 2012

Hühner aus dem Hühnerhof mit Bodenhaltung

Ganz in der Nähe von Weingarten:
6 "Bertas" nahmen wir mit an den Weltehof, beinahe nackt, ohne Federn.
Sehr traurig, was mit dem Geflügel gemacht wird.
Sind Voliere oder Bodenhaltung nicht gleich Käfighaltung
Ende Oktober 2011

"Wolle" - unser Wollschaf

"Wolle" - diesen Namen haben wir für den ca. 2 Jahre alten kastrierten Merino-Schaf-Bock ausgesucht.
"Wolle" wurde von Menschenhand aufgezogen. Er hatte leider keinen Kontakt zu seinen Artgenossen.
"Wolle" sollte zum Metzger, da er anfing, seine Ziehmutter mit dem Kopf zu boxen.
Familie Fürst nahm "Wolle" privat am Weltehof auf.
Den täglichen Spaziergang mit Hunden findet "Wolle" Klasse!
Auch den Schnupperkontakt zu den Mini-Shetties ist einfach Klasse. Dies sagen die Gebärden von "Wolle" aus.
14.04.2012

Pferdehof

......
27.10.2011

Kälber in Iglus in der Nähe von RV

Große Sorgen über eine Kälberhaltung machte sich eine Frau, welche es nicht verstehen konnte, dass so kleine Tierkinder so ganz alleine eingesperrt sind.
Wir sahen nach: Leider dürfen Kälbe 14 Tage lang so einzeln gehalten werden. Dann kommen sie in Buchten mit anderen Artgenossen.
Oktober 2011

Rinder- und Kälberhaltung oberhalb des Schussentals

Selbstgebastelte und nicht der vorgeschriebenen Größe entsprechende Iglus und eine festliegende Kuh mussten wir feststellen, nachdem wir einem Hilferuf einer Tierschützerin nachgingen.
Durch eine schriftliche Meldung beim Veterinäramt Ravensburg konnte Abhilfe geschaffen werden, weil Dr. Reithmeier sofort aktiv wurde.
Februar 2012

Schafhaltung der übelsten Art

Im Februar 2012 ein email aus Heilbronn: Schafe und Lämmer werden unter katastrophalen Bedingungen gehalten.
Wir verweisen ans zuständige Veterinäramt, sind aber auch gerne bereit, selbst vor Ort zu kommen.
Die Haltung hat sich inzwischen zu Gunsten der Tiere verbessert.
01. Februar 2012

Petition an den Deutschen Bundestag

Der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." hat am 01.02.2012 zusammen mit ETN (Europäischer Tier- Und Naturschutz" eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet.


Petition zum Artikel 20 a GG Tierschutz


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Kersten Steinke,


„Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“
Boschstr. 49 in 88250 Weingarten
Tel: 0751 / 58365

und deren Partnerverein,


Europäische Tier- und Naturschutz e. V. (ETN)
Hof Huppenhardt
53804 Much

setzen sich für die Belange der Tiere ein.

Vermehrt müssen wir bei Meldungen und der anschließenden Prüfung der Meldung feststellen, dass gerade den Umgang mit den Nutztieren betreffend Gesetzesänderungen erforderlich sind.

Ob in Verbesserung von Haltungsform, Transport oder Schlachtung von Nutztieren muss Deutschland eine Vorreiterrolle im respektvollen Umgang mit ihnen spielen, so dass eine Nachahmung in anderen Ländern angeregt wird.
Artgerechte Nutztierhaltung darf nicht auf Länderebene entschieden werden,
es muss zum Wohl der Tiere vom Bundestag eine artgerechte Haltung bundesweit gesetzlich niedergelegt werden.
Durch Strafanzeigen unsererseits wurden schon mehrfach Tierhalteverbote ausgesprochen. Bei solchen Verfahren haben wir feststellen müssen, dass den Amtsveterinären ein schnelleres und unbürokratisches Handeln im Sinne der
Tiere möglich sein müsste, um Leid, Schmerzen und Schaden von den Tieren abwenden zu können.

Dringendst erforderlich ist auch eine strafrechtliche Verfolgung bei Sexualmissbrauch von Tieren.

Wir bitten den Petitionsausschuss, nachfolgende Forderungen Zum Wohle der Tiere zu prüfen:

1.Generelles Verbot der Kastenhaltung von Schweinen
2.Strafrechtliche Verfolgung bei sexuellem Missbrauch von Tieren
3.Einbau von Überwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten der Schlachthöfe, um Fehlschüsse zu dokumentieren und damit die unzureichende Betäubung der Schlachttiere vor dem Entbluten zu unterbinden.
4.Keine grenzüberschreitenden Transporte von Zucht-, Mast- und Schlachttieren
5.Die Begrenzung der Transportdauer von Zucht-, Mast- und Schlachttieren auf maximal 4 Stunden.

Nur so kann aus unserer Sicht ein sinnvoller Verbraucherschutz funktionieren.
Haben Tiere Auslauf, Bewegungsmöglichkeit, Licht und Luft kann auch ein stabiles Immunsystem aufgebaut werden und Gaben von Medikamenten wie Antibiotika können minimiert werden.


Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Edeltraud Fürst / Brigitte Möbius


Am 20.02.2012 kam die Antwort des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages.
Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass "angesichts der Fülle der insgesamt hier eingehenden Petitionen der der in jedem Einzelfall erforderlichen sorgfältigen Prüfung ...... die Behandlung Ihrer Eingabelängere Zeit in Anspruch nehmen kann."



03.März 2011

Und das Veterinäramt schaut weg und verschönt die Sache

Kettenhaltung eines Schwarzwälder Pferdes; Schnabelhufe, Hufrehe!
Schwitzwasser tropft von der Decke! Kaum Lichteinfall! Haltung der Pferde mit Mastbullen und Rindern! Kein Weidegang und der Stall den ganzen Tag veriegelt und verrammelt, auch bei schönstem Wetter! Alles ein klarer Verstoß gegen Tierschutgesetz und Pferdehaltungsverordnung.
Wir erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg. Diese stellte das Verfahren ein, da lt. Veterinäramt Sigmaringen sich unsere Vorwürfe nicht halten könnten.
Lt. Veterinäramt hätte der Tierbesitzer duch unseren Besuch und unsere Vorhaltungen wohl schon einige Verbesserungen vorgenommen.
Wiedegang sei schon wegen der Hufrehe nicht möglich. Normalerweise müssten die Tiere eingeschläfert werden, so die Aussage der Amtsveterinäre telefonisch uns gegenüber.
Wir forderten sofortige medizinische Maßnahmen gegen die Hufrehe und Anlegen einer Magerkoppel.
Vom 15. bis 25.Januar 2012

Katzenkastrationsaktion für wilde Katzen auf einem Bauernhof

Es dauerte fast 2 Wochen.....
September 2011

Erschütternde Haltung von Rindern, Bullen,Kälbern und Hunden

Überfüllte Bullenbuchten, total verdreckt.
Wir erstatteten Anzeige beim Veterinäramt.
Es wurden Auflagen gemacht. Weitere Kontrollen vom Veterinäramt werden folgen.
Auch wir werden die Tiere im Auge behalten.
08.11.2011

Rinderhaltung

.....
29.05.2011

Pferde ohne Unterstand

Einem Bauern im Allgäu wurde letztes Jahr ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Diese beiden Pferde gehörten ihm.
Jetzt gehören sie nach seinen Aussagen seinem Nachbarn, der dies auch bestätigt.
Allerdings haben sie jetzt kurz vor Beginn des Winters immer noch keinen Unterstand.
Wir haben das Veterinäramt in Leutkirch gebeten, die Besitzverhältnisse zu klären und für einen Unterstand zu sorgen.
10.12.2011

Schäferhund im VW-Bus verbrannt

Ihr fiesen Auto-Zündler! Deutscher Schäferhund im Volkswagen verbrannt
Brandstiftung: Schäferhund im VW-Bus verbrannt
Auszug aus der BILD-Zeitung am 10.12.2011

So sieht der BILD-Zeichner das grausame Sterben des Schäferhundes „Schröder“
Foto: Brandstetter
10.12.2011 — 00:11 Uhr
Von J. BERGMANN und M. LUKASCHWEWITSCH

Brandenburg – Jetzt haben die gemeinen Auto-Zündler das erste Leben auf dem Gewissen!
Vergrößern
Das ausgebrannte Wrack
zu sehen auf Galerie-Bild 2 und 3
Das ausgebrannte Wrack
Foto: Oliver Schwandt

Weil der Deutsche Schäferhund „Schröder“ in Herrchens VW-Bus Wache hielt, musste das dreijährige Tier qualvoll den Flammentod sterben ...

Brandenburg an der Havel, 3.30 Uhr: Flammen schlagen aus einem VW-Bus T4, Anwohner alarmieren die Feuerwehr. Herrchen Ulf B. (45): „Meine Frau ist nachts aufgewacht. Es war fast hell in der Wohnung. Sie schaute nach – direkt vor dem Haus brannte mein Lieferwagen. Ich war total in Panik, ‚Schröder‘ war doch da drin. Ich konnte ihm nicht mehr helfen.“

Als die Feuerwehr eintrifft, brennt der Wagen lichterloh, im Inneren gibt es wegen der Hitze immer wieder kleine Explosionen.

Feuerwehrmänner finden im Heck des ausgebrannten Transporters die verkohlten Reste des Schäferhundes.

„Schröder“, der treue Gefährte und Wachhund von Ulf B. – der Bauunternehmer hatte seinen tierischen Freund immer im Bus schlafen lassen. Denn dort lagerten viele teure Werkzeuge, die der tapfere „Schröder“ Nacht für Nacht bewachte.

Als der Brandstifter kam, hatte „Schröder“ keine Chance. Er muss unfassbare Ängste und Qualen ausgestanden haben, bis ihn endlich der Tod erlöste.

Die Polizei schnappte noch in der Nacht in unmittelbarer Nähe einen betrunkenen Mann (23, 2,6 Promille), prüft jetzt, ob er der Hundekiller ist. Ulf B. traurig: „Der Hund war mein Ein und Alles.“

Nachdem "BILD" diese Straftat veröffentlicht hat, hat der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Strafanzeige gegen den Besitzer des Schäferhundes "Schröder" erstattet wegen Verstoßes gegen die Hundehaltungsverordnung und gegen das Tierschutzgesetz.
Hier der Text der Anzeige:

Strafanzeige gegen Ulf B., Besitzer des Schäferhundes „Schröder“, der durch einen Brand im Lieferwagen qualvoll verendete



Sehr geehrter Herr Oberstaatsanwalt Junker,
sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstattet der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ Strafanzeige gegen Hundehalter Ulf B. aus Brandenburg an der Havel (genaue Adresse nicht bekannt. Wir beziehen uns auf den Bericht in der BILD-Zeitung vom 10.12.2011 mit dem Titel: “Deutscher Schäferhund im Volkswagen verbrannt“ von J. Bergmann und M. Lukaschewitsch) wegen Verstoßes gegen die Hundehaltungsverordnung § 5 (2) sowie wegen Tierquälerei: Verstoß gegen §1, § 2 (1,2,3) TSchG.

Begründung:

1.) Dem Schäferhund „Schröder“ wurde durch die regelmäßige nächtliche Einsperrung im Transporter, der zudem mit Werkzeug beladen war, die Mindestplatzfläche von 6 m² verwehrt.
Ein Schäferhund dient nicht als Schutz- und Wachhund, wenn er wie in einer Sardinenbüchse zwischen Werkzeugen eingesperrt ist.
Die stellt einen klaren Verstoß gegen die Hundehaltungsverordnung dar!


2.) Tierquälerei:

a) Durch das Einsperren in den Transporter kommen die §§ 1,2 (1,2,3) TSchG zum Tragen. Der Besitzer von Schäferhund „Schröder“ fügte diesem ohne vernünftigen Grund Schmerzen und Leiden zu und ist verantwortlich für den Tod des Hundes.

Begründung: Hat der Unternehmer solch wertvolle und teure Werkzeuge, so muss er diese anderweitig schützen (Garage, umzäuntes Gelände).
Der Hund konnte sich in keiner Weise aus der Gefahrenzone entfernen.

b) Die Bewegungsfreiheit und die haltungsgerechte Unterbringung des Hundes war nicht gegeben. Hätte „Schröder“ sich frei bewegen können, wäre dieser nicht qualvoll verbrannt.

c) Durch nicht ausreichende Sachkenntnisse in der Hundehaltung nahm der Hundehalter Ulf B. den Tod des Tieres billigend in Kauf, um sein Werkzeug zu schützen.

Wir bitten Sie, im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig zu werden.

Einer baldigen Antwort mit Aktenzeichen sehen wir dankend entgegen.



Mit freundlichen Grüßen





gez.: Edeltraud Fürst Brigitte Möbius






24. / 25. September 2011

Herbstschau wieder ein voller Erfolg

Ein voller Erfolg war wieder die Herbstschau in Weingarten. Das Interesse am Stand der "Bürger für artgerrechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." war sehr groß.
Wir konnten 423 Unterschriften zu Themen wie "Keine Tiertransporte über 8 Stunden" u. a. sammeln.
Auch 4 neue Mitglieder konnten wir im Verein begrüßen.
Sommer 2011

Antwort aus Brüssel

.....
2004

Üble Schafshaltung im Kreis Biberach

Meldung aus dem östlichen Teil des Landkreises Biberach:
Bei der ersten Ortsbesichtigung wurde festgestellt: Lämmer wurden im Abfall entsorgt, ein Mutterschaf lag halb verendet mit hoch entündetem Gesäuge im Schafkarren.
Wir versuchten, über Polizei und Bürgermeisteramt eine Erlösung
für das gequälte Tier zu erreichen.
Telefonisch sicherte uns das Kreisveterinäramt Hilfe zu.
Auch ein Hausschwein, das in einem Metallcontainer ohne Einstreu, Wasser und Licht gehalten wurde, meldeten wir dem
Kreisveterinärmt Biberach.

Ergebnis unserer Intervantion:
Das Schaf wurde notgetötet
Die Ziegen beim gleichen Halter wurden freigekauft und sehr gut
untergebracht
Oktober 2011

Vom Leiden erlöst

Ein 15 Jahre alter Schäferhundmischling wurde an der Kette gehalten. Er litt unter der Räude; er musste eingeschläfert werden.
Wir hatten das Veterinäramt über die Missstände der Haltung und den schlechten Zustand des Hundes informiert.
Frühjahr 2011

Extreme Qualhaltung von Pferden und Masttieren

2 Schwarzwälder, Mastbullen, Kälber - alle zusammen in einem dunklen Stall. Alle Fenster und Türen sind dicht verschlossen, von innen zusätzlich mit Säcken abgedichtet.
Von der Decke tropft das Schwitzwasser wie Regentropfen. Es war wie in einer Sauna. So die Situation im Frühjahr 2011.
1 Schwarzwälder war eng an der Kette gehalten, der andere in einer kleinen Box.
Beide Pferde husten und haben miserable Hufe.
Der Halter zeigt sich nicht einsichtig: er habe Angst, wenn er ein Fenster öffne, würden seine Tiere krank!
Das Mastvieh war total verdreckt, ein Kalb am Strick angebunden. Ständerhaltung, Anbindehaltung von Pferden und Kälbern ist seit Jahren verboten!
Wir erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg und beim Veterinäramt Sigmaringen.
Das Verfahren wurde eingestellt.
Sehr traurig, aber die Gesamtsituation der Pferde hat sich verbessert.: Keine Anbindehaltung mehr; die Türflügel geöffnet, so z.B. die Situation am 11.11.2011.
Wir bleiben dran!
Hoffentlich auch das Veterinäramt Sigmaringen!
06.10.2011

Schweinehaltung am Gehrenberg

Ein Wanderer machte uns darauf aufmerksam.
Bei der Gnadenau hält jemand 2 Schweine, vermutlich mästet er sie. Wir stellten fest, dass die Behausung nicht den Bestimmungen der Schweinehaltungsverordnung entspricht.
Wir machten Meldung beim Vetrinäramt Friedrichshafen.

An das
Veterinäramt FN
Albrechtstr.
Friedrichshafen

Schweinehaltung am Gehrenberg – Halter ist uns namentlich leider nicht bekannt

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 01.09.2011 erhielten wir per Post eine anonyme Mitteilung über eine nicht artgerechte Haltung zweier Hausschweine. Das Schreiben fügen wir bei.
Am 06.10.2011 waren wir selbst vor Ort und mussten feststellen, dass die Schweine in einem zu kleinen Verschlag,der an ein Bienenhaus angebaut ist und ca. 1,80 x 1,80 m misst, nass stehend gemästet werden.
Insbesondere steht den Schweinen kein trockener Liegebereich zur Verfügung.
Wir sehen einen Verstoß gegen die Schweinehaltungsverordnung und bitten Sie, tätig zu werden.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.


Mit freundlichen Grüßen

Edeltraud Fürst / B. Möbius

Vom Veterinäramt Friedrichshafen kam postwendend die Zusage, dass man sich darum kümmern wird.

04.10.2011

Welttierschutztag 2011

Wie jedes Jahr war der Verein anlässlich des Welttierschutztages mit einem Info-Stand auf dem Lederhauspaltz in Ravensburg vertreten.
August 2011

Katastrophale Hundehaltung

Ein Westi wurde ohne Blutuntersuchung 2 Jahre täglich mit Insulin gespritzt.
Der allgemeine Zustand des Hundes war schlichtweg erbärmlich, als wir ihn bekamen: abgemagert bis auf die Knochen, Krallen überlang, nciht mehr vertretbar, obwohl die Halterin diese vor bergabe gekürzt hatte.
Das Gebiss war kariös und in einem sehr schlechten Zustand.
Leider musste das Tier nach eingehender Untersuchung eingeschläfert werden.
2 Perserkatzen aus dem gleichen Haushalt konnten in leibevolle Hände vermittelt werden.
06.08.2011

Katzenhaltung

Irgendwo im Kreis Ravensburg leben in einem Haushalt viele Katzen.
Laut Melder würden ca. 18 Katzen unter ihrer Haltung leiden.
Wir besuchten die Katzenhalterin: Alle Katzen waren erfreulicherweise in einem guten Zustand, im ganzen Haus kein Geruch vin Katzewn, alle Katzenklos sauber.
Der gesamte Haushalt sehr ordentlich.
Über das Ergebnis von Recherchen nach solche unberechtigten Meldungen freuen wir uns.
Der Besitzerin der Katzen wünschen wir und ihren Tieren weiterhin alles Gute!
August 2011

Wieder Ferienprogramm

Das Ferienprogramm dauerte dieses Jahr über 2 Wochen verteilt 4 Tage.......
18.03.2011

Petition an den Landtag von Baden-Württemberg

Der Verein "Bürger für artgerrechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." hat am 06.04.2010 folgende Petition an den Deutschen Bundestag eingereicht.

Sehr geehrte Damen und Herren des Petitionsausschusses,

wir sind ein Verein, der sich für artgerechte Nutztierhaltung einsetzt, dazu gehört auch das qualfreie Schlachten der Tiere.

Wir fordern im Auftrag unserer Mitglieder und im Namen der Bevölkerung eine Kontrolle des Schlachtens / Schächtens anlässlich islamischer Feiertage, die auch eine stichprobenartige Untersuchung der Schädel von Schlachttieren beinhaltet.
Im Gesetzentwurf des Bundesrates zum Schächten ist zu ersehen, dass der Antragsteller nachweisen muss, dass das Schächten aus religiösen Gründen zwingend erforderlich ist.
Diese Forderung war bereits im Karlsruher Urteil 2001 gesetzlich verankert worden. Außerdem stand darin, dass der Antragsteller einen Sachkundenachweis vorlegen muss.
Wir sehen es als dringend notwendig an, dass anlässlich der Opferfestes der Muslime strenge Kontrollen durchgeführt werden.
Leider mussten wir feststellen, wenn wir bei Landratsämtern nachgefragt hatten, ob Schächtgenehmigungen erteilt worden seien, dass keinerlei Anträge eingegangen waren.
Soll wohl heißen: Keine Anträge – kein Schächten!
Auch ist es für uns nicht ausreichend, dass an besagten Tagen Amtsveterinäre unterwegs sind, um zu beobachten und dann anscheinend nichts Ungesetzliches festzustellen.
Uns sind einige zweifelhafte Adressen bekannt, welche seit Jahren von uns an diesen Tagen beobachtet werden.
Leider konnten wir bis heute nicht aktiv werden und aus den vielen Köpfen der getöteten Tiere Proben ziehen, da uns diese Köpfe verweigert werden und wurden.
Anhand dieser Schädel könnten wir pathologisch nachweisen, ob der Bolzenschuss vor oder nach der Entblutung des Tieres erfolgte. Denn wenn der Bolzenschuss vor der Entblutung gesetzt wurde, entsteht eine erhebliche Blutung im Bereich der Einschussstelle.
Erfolgt der Schuss jedoch erst nach der Entblutung, entsteht weder aktiv noch passiv eine Blutung.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die meisten Bolzenschüsse nach dem Entbluten erfolgten; so konnte eine Betäubung vorgetäuscht werden!
Schon nach der großen Anzahl von Moscheen und streng gläubigen Muslime hier im Lande ist es nicht nachvollziehbar, dass weder Anträge eingehen noch Schächtungen vorgenommen werden.
Wir fordern Sie auf, dringend tätig zu werden, denn auch Tiere sind eine Schöpfung Gottes und haben ein Recht auf respektvollen Umgang.

Des weiteren fordern wir den sofortigen Einsatz von Überwachungskameras in den Schlachthöfen. Diese Forderung ist Bestandteil unserer Vereinssatzung aus dem Jahre 2004.
Laut „Schwäbischer Zeitung“ vom 13.03.2010 dürfen Städte die Bürger künftig filmen. Soll wohl heißen: Datenschutz ade!
Aus diesem Grunde kann eine Überwachung von Abladen, Treibgang und Tötungsbuchten von Schlachttieren gesetzlicherseits nichts mehr im Wege stehen, so dass im Sinne des Tierschutzes überprüft werden kann, ob Schlachttiere vor der Entblutung ausreichend betäubt werden, entweder durch Bolzenschuss oder durch Gas (Schweine) und auch der humane Umgang mit den Tieren gewährleistet ist.
Es muss gewährleistet sein, dass Tiere weder durch Fehlschüsse noch wegen zu geringer Gaszufuhr vor oder während der Entblutung zum Bewusstsein kommen, was mit sehr großen Schmerzen der Schlachttiere verbunden wäre.

Die Aussagen von Herrn Seehofer und Frau Dr. Katharina Kluge im Auftrag von Frau Bundesministerin Aigner, welche 2013 Verbesserungen in Schlachtung und Umgang mit Schlachttieren in Aussicht stellen, sind für uns nicht befriedigend.
Jeder Tag, an dem unsere Tiere als Fleischlieferanten für uns in den Schlachthöfen oft qualvoll sterben müssen, ist ein Tag zu viel !
Wenn schon Fleisch, dann von nicht gequälten Tieren!
Hierzu können Sie als Petitionsausschuss beitragen im Sinne von Mensch und Tier.
Da Anliegen der Bevölkerung zu diesem Thema können wir mit mittlerweile 37 000 Unterschriften an die zuständigen Ministerien belegen.

Wenn wir Tiere züchten, aufziehen und schlachten, darf dies nur unter höchstem Respekt vor diesen Lebewesen geschehen, und ohne Schmerz und Leid!

Wir bitten Sie, unsere Forderungen zu unterstützen.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen



__ _______________
(Edeltraud F ü r s t) gez.: Brigitte M ö b i u s

Der Bundestag reichte sie wg. Zuständigkeit an den Landtag von Baden Württemberg weiter.

Un der Drucksache 14/6686 des Landtags ist zu lesen:

6. Petition 14/4575 betr. Tierschutz
Gegenstand der Petition:
Die Petentin in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende eines
eingetragenen Vereins fordert:
1. Die Durchführung vermehrter Kontrollen des
Schlach tens/Schächtens anlässlich islamischer
Fei er tage, einschließlich stichprobenartiger Untersuchungen
der Schädel von Schlachttieren zum
Nachweis einer ordnungsgemäßen Betäubung.
Die Petentin bringt in ihrem Schreiben zum Ausdruck,
dass während des islamischen Opferfestes
unzureichend kontrolliert würde. Außerdem vermutet
sie, dass trotz fehlender Ausnahmegenehmigung
geschächtet wird.
Die Zulässigkeit des Schächtens wird von der Petentin
nicht in Frage gestellt.
2. Den sofortigen Einsatz von Überwachungskameras
in den Schlachthöfen, insbesondere in den Be -
reichen des Abladens der Tiere, der Treibgänge
und den Tötungsbuchten. So solle besser der Umgang
mit den Tieren und die Betäubung überprüft
werden können.
Sachverhalt:
Zu 1.:
Anlassbezogen bittet das Ministerium die nachgeordneten
Behörden zum alljährlich stattfindenden islamischen
Ibrahim- und Opferfest um verstärkte Kontrollen
der in Frage kommenden Schlachtstätten, in denen
rituelle Schlachtungen vorgenommen werden. Die zuständigen
unteren Verwaltungsbehörden nehmen diese
Aufgabe gewissenhaft unter teilweiser Zurückstellung
anderer dienstlicher Aufgaben wahr. Bei den
Kontrollen ist oft auch die Polizei beteiligt.
Im Laufe der Jahre hat sich immer wieder gezeigt,
dass in Einzelfällen die tierschutzrechtlichen Vorschriften
bei der Schlachtung nicht eingehalten werden.
Sofern der Verdacht des (illegalen) Schlachtens
ohne Betäubung aufkommt, werden umgehend die
entsprechenden Ermittlungen aufgenommen und Maßnahmen
zur Beweissicherung eingeleitet. Anzeigen
und Hinweisen auf Verstöße wird konsequent nachgegangen.
Allerdings kann vorsätzlich begangenen ille -
galen Taten kaum vorgebeugt werden.


Die von der Petentin vorgeschlagenen stichproben -
artigen Untersuchungen von Schädeln werden derzeit
schon im Rahmen der Ermittlungen bei Verdacht auf
Verstöße gegen das Betäubungsgebot durchgeführt.
Allerdings wäre es unverhältnismäßig, Tierköpfe ohne
Verdachtsmomente zu beschlagnahmen und anatomisch-
pathologisch untersuchen zu lassen.
Zu 2.:
Die Überwachung eines Schlachtbetriebes, insbesondere
des Betäubungsvorganges durch Kameras
könnte eventuell ein ergänzendes Mittel sein, um
eine ordnungsgemäße Durchführung der Betäubung
von Schlacht tieren zusätzlich sicherzustellen. Nach
der derzeitigen Rechtslage kann die Installation
solcher Kameras jedoch nicht zwingend gefordert
werden.
Allerdings sind die in der Bundesrepublik Deutschland
bereits gültigen und im folgenden aufgeführten
Vorschriften bei konsequenter Umsetzung und Durchführung
durchaus geeignet, den Tieren unnötige Leiden
im Zusammenhang mit deren Umgang, Betäubung
und Schlachtung zu ersparen:
– Tiere dürfen erst unmittelbar vor der Schlachtung
an den Schlachtplatz gebracht werden, um ihnen
unnötige Aufregung zu ersparen.
– Tiere sind so zu betäuben, dass sie schnell und
unter Vermeidung von Schmerzen und Leiden in
einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungs-
und Wahrnehmungslosigkeit versetzt
werden.
– Die Tiere sind zu entbluten, solange sie empfindungs-
und wahrnehmungsunfähig sind, z. B. bei
Anwendung eines Bolzenschusses bei Rindern innerhalb
von 60 Sekunden. Nach dem Entbluten
dürfen weitere Schlachtarbeiten am Tier erst durchgeführt
werden, wenn keine Bewegungen des Tieres
mehr wahrzunehmen sind.
– Die Schlachtgeräte und -anlagen sind regelmäßig
zu warten und auf ihre Funktionsfähigkeit hin zu
überprüfen, was im Rahmen der vorgeschriebenen
Eigenkontrolle auch zu dokumentieren ist.
– Bei der elektrischen Betäubung muss die Mindeststromflusszeit
akustisch oder optisch angezeigt
werden, ebenso der Stromstärkeverlauf bei fehlerhafter
Betäubung. In größeren Schlachtbetrieben
müssen diese Parameter laufend aufgezeichnet
und von der zuständigen Behörde überprüft werden.
Falls es trotz der oben genannten weitreichenden Vorschriften
dennoch zu Verstößen gegen die gesetz -
lichen Bestimmungen kommen sollte, müssen diese
zum Schutz der Tiere strikt geahndet werden. Die zuständigen
Überwachungsbehörden wurden in Baden-
Württemberg bereits zur verstärkten Überwachung
der Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen aufgefordert.
Rechtliche Würdigung:
Zu 1.:
Gemäß § 4 a Abs. 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG)
darf ein warmblütiges Tier nur geschlachtet werden,
wenn es vor Beginn des Blutentzugs betäubt worden
ist. Eine Betäubung ist nach § 4 a Abs. 2 Nr. 2 Tier-
SchG nicht erforderlich, wenn die zuständige Behörde
eine Ausnahmegenehmigung für das Schlachten ohne
Betäubung (Schächten) erteilt hat. Die Ausnahme -
genehmigung darf nur insoweit erteilt werden, als es
erforderlich ist, den Bedürfnissen von Angehörigen
bestimmter Religionsgemeinschaften im Geltungs -
bereich dieses Gesetzes zu entsprechen, denen zwingende
Vorschriften ihrer Religionsgemeinschaft das
Schächten vorschreiben oder den Genuss von Fleisch
nicht geschächteter Tiere untersagen.
Das sog. „Schächt-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtes
vom 15. Januar 2002 bezeichnet es als verfassungswidrig,
einseitig den Belangen des Tierschutzes
dadurch Rechnung zu tragen, dass man durch restriktive
Auslegung des § 4 a Abs. 2 Nr. 2 TierSchG die
Ausnahmeregelung für das Schächten ins Leere laufen
lässt. Die zwischenzeitlich erfolgte Aufnahme des
Tierschutzes als Staatszielbestimmung in Art. 20 a des
Grundgesetzes ändert daran nichts. Soweit sich das
Staatsziel Tierschutz auf der einen Seite und die Glaubens-
und Gewissensfreiheit auf der anderen Seite gegenüberstehen,
ist eine Kollision durch einen schonenden
Ausgleich nach beiden Seiten hin aufzulösen.
Dem „Schächt-Urteil“ Rechnung tragend hat das
Minis terium seinerzeit mittels einer Verwaltungsvorschrift
vom 19. Dezember 2002 entsprechende Vor -
gaben gemacht, um bei der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen
durch die zuständigen Behörden ent -
sprechend landeseinheitlichen Kriterien vorzugehen
(s. auch http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/ Schaechten/
22558.html). In den letzten Jahren wurden jedoch
keine Ausnahmegenehmigungen zum betäubungslosen
Schlachten erteilt.
Zu 2.:
Nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 TierSchG unterliegen Einrichtungen,
in denen Tiere geschlachtet werden, der Aufsicht
durch die zuständige Behörde.
Nach § 16 Abs. 3 Nr. 5 TierSchG dürfen die von der
Behörde beauftragten Personen Verhaltensbeobachtungen
an Tieren auch mittels Bild- oder Tonaufzeichnungen
durchführen.
Nach § 16 Abs. 4 a TierSchG hat, wer
a. als Betreiber einer Schlachteinrichtung oder als Gewerbetreibender
im Durchschnitt wöchentlich mindestens
50 Großvieheinheiten schlachtet oder
b. Arbeitskräfte bereitstellt, die Schlachttiere zufüh -
ren, betäuben oder entbluten,
der zuständigen Behörde einen weisungsbefugten Verantwortlichen
für die Einhaltung der tierschutzrecht -
lichen Anforderungen zu benennen.
Betriebe und Einrichtungen, in denen Tiere geschlachtet
werden, unterliegen einer routinemäßigen
Kontrolle, während andere Tierhaltungen nur bei konkreten
Verdachtsmomenten (z. B. bei einer Anzeige)
überprüft werden.
Darüber hinaus gelten seit dem 1. Januar 2006 für
die Kontrollen in Schlachtbetrieben die Regelungen
in den Verordnungen (EG) Nr. 882/2004 und (EG)
Nr. 854/2004. Daraus leitet sich auch deren Dauer
ab. Für Schlachtbetriebe hat der deutsche Gesetz -
geber keine besonderen Festsetzungen für die Überwachung
getroffen; dem besonderen Risiko fehlerhafter
Ausfüh rung einzelner Arbeitsschritte durch
den in Schlachtbetrieben häufigen Zeitdruck hat der
Gesetzgeber vielmehr durch die Verpflichtung Rechnung
getragen, einen weisungsbefugten Verantwortlichen
zu benennen.
Art, Umfang und Dauer der tierschutzrechtlichen
Kontrolle richten sich nach den Erfordernissen des
Einzelfalles. Eine Videoüberwachung ist dazu im Regelfall
nicht erforderlich. Eine Videoaufnahme durch
den Tierarzt kann in besonders gelagerten Einzel -
fällen, z. B. zur Verhaltensbeobachtung der Tiere,
vorgenommen werden. Diese Möglichkeit kommt vor
allem dann in Betracht, wenn Anhaltspunkte dafür
vorliegen, dass gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes
oder der Tierschutz-Schlachtverordnung verstoßen
wird.
Eine generelle Verpflichtung der Schlachthofbetreiber,
in den Schlachtbetrieben Videoüberwachungseinrichtungen
zur Aufzeichnung des laufenden Schlachtbetriebes
zu installieren, ginge über die im Tierschutzgesetz
geregelten Mitwirkungspflichten der
Schlachthofbetreiber hinaus.
Beschlussempfehlung:
Bei der geschilderten Sach- und Rechtslage
kann der Petition nicht abgeholfen werden.
Berichterstatter: Behringer
04.11.2010

Erschreckender Anblick

Wir wurden informiert, dass ein nahezu felloser kleiner Hund auf einem Hof weggesperrt würde und dieser nur ab und an zu sehen sei.
Wir gingen der Sache nach und sehe und staune: Diesen kleinen fast felllosen Hund gibt es wirklich. Wir machten Meldung beimVeterinäramt Ravensburg. Fraun Dr. Wetzel teilte uns mit, dass dieser kleine Hund wohl an einer Autoimmunerkrankung leiden würde und er unter ärztlicher Aufsicht wäre unf der Besitzer seinTier lieben würde.
22.07.2010

Hundezucht mitten im Wald

Uns wurde mitgeteilt, dass ein Züchter im Wald schwarze Schäferhunde züchten würde.
Wir wurden aktiv und fanden tatsächlich im Dickicht mehrere Zwinger. In den Zwingern befanden sich ca. 8 - 10 Großhunde.
Die Hunde sind total von der Zivilisation abgeschirmt.
Wir gehen davon aus, dass der einzige menschliche Kontakt der zum Züchter ist.
Wir werden bei der zuständigen Stadt vorstellig werden. Auch werden wir beim zuständigen Veterinäramt Meldung machen.

Wir haben uns bei der Stadt Tettnang am 26.07.2010 telefonisch gemeldet. Dort hieß es, die Hundestaffel und das Veterinäramt FN hätten die Sache "Zimmermann" in den Händen.
Am 26.10.2010 wurde Meldung mit Nachfrage beim Veterinäramt Ravensburg erstattet. Es wurde gesagt, die Kollegen wüssten über diese Sache Bescheid und sie wären auch an der Sache dran.
Am 16.12.2010 wurden anlässlich von der Meldung von 3 anderen Fällen erneut nach dem Fall Bürgermoos gefragt. Erneut wurde bestätigt, das man an der Sache dran sei.
30.01.2011

Anzeige gegen Tiermittelhersteller

Wir haben am 07.01.2011 gegen die Dioxinmischer Strafanzeige gestellt.

Der Wortlaut:
Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit stellen wir Strafanzeige gegen die Unternehmer und Futtermittelhersteller
Harles und Jentzsch in 25436 Uetersen, Deichstr. 25.

Begründung:

Durch Zuführung von Giftstoffen (Dioxin) in die Produktion des Tierfuttermittels haben die Hersteller vorsätzlich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.
Wir bitten die Staatsanwaltschaft, im Sinne des Tierschutzgesetzes tätig zu werden.

Mit freundlichen Grüßen


Edeltraud Fürst , 1. Vorsitzende

Am 30.01.2011 gaben wir folgende Pressemitteilung heruaus:

Pressemitteilung:
Tierschützer erstatten Anzeige gegen Futtermittelhersteller

Der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." erstattete am 07.01.2011Strafanzeige gegen den Futtermittelhersteller Harles und Jentsch bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
Begründung: Durch Zufuhr von Dioxin ins Futtermittel fügte die Firma (Geschäftsführung: Siegfried Sievert, Kiebitzreihe) den Tieren durch Erkrankungen in Folge von dioxinhaltigem Futtermittel Leid und Schmerz zu.
Am 26.01.2011 erhielt der Verein von der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Itzehoe die Bestätigung der Strafanzeige mit Aktenzeichen.

Edeltraud Fürst / Brigitte Möbius


18.09.2010

Herbstmesse in Weingarten

Der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." wurde durch die aktive Voltigiergruppe Bad Schussenried mit ihrer anspruchsvollen Aufführung unter der Leitung der Trainerin Cornelia Fessler erfolgreich unterstützt.
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals für dieses Highlight.
14.12.2010

Bannegg-Ziegen

Gescheitert: Tierschützer akzeptieren Vertrag nicht

Ravensburg. Die Situation bleibt verfahren: Heinz Müthing, ein 72-jähriger Rentner mit schmalem Budget und mittlerweile zwölf Ziegen, lässt selbige seit 30 Jahren auf Wiesen rund um sein gemietetes Häuschen an der Ravensburger Banneggstraße grasen. Wiesen, die ihm nicht gehören. Nach und nach wurden die malerisch gelegenen Grundstücke bebaut, der Platz für die Ziegen dadurch immer enger. Wenig erfreulich war es für die neuen Nachbarn, dass die vierbeinigen Wiederkäuer keinen großen Unterschied zwischen Gras und den liebevoll angepflanzten Ziersträuchern und Blumen ihrer Gärten machten. Staatsanwaltschaft und Gerichte beschäftigten sich mit den Tieren, es gab ein Halteverbot im Wohngebiet, sie wurden ab- und heimlich wieder hertransportiert, und es wurden immer mehr, weil offenbar nicht alle unfruchtbar sind. Allerdings zog der Ziegenbesitzer auch einen Zaun um die usurpierten Grundstücke, so dass die Tiere wenigstens keine Nachbargärten mehr verwüsten konnten.

Aber: Das bisherige Winterdomizil in einem barackenartigen Stall in Müthings Garten spottet nach Ansicht der Nachbarn jeder Beschreibung, ziehe Ratten an, und auch das Veterinäramt des Landratsamtes hält die Unterbringung der Vierbeiner dort für nicht artgerecht und hat mittlerweile die Räumung angedroht. Außerdem wird die Sommerweide schon in wenigen Wochen bebaut: Ein junges Paar hat ein Grundstück mittendrin gekauft und errichtet dort ein Häuschen. Wegen einer Eigenbedarfskündigung in der jetzigen Mietwohnung lässt sich das Vorhaben auch nicht mehr aufschieben.

Wiese ist zu steil

Unterdessen bemüht sich Edeltraud Fürst von den Bürgern für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben um eine Lösung, die allen gerecht wird: den Ziegen, dem Ziegenbesitzer und den Nachbarn. Ihr Verein würde die Tiere übernehmen und auf einem städtischen Grundstück hinter Müthings Wiese einen leeren Zirkus- oder Bauwagen aufstellen. Der alte Mann könnte sich weiter um die Tiere kümmern.

Aber diese Lösung scheint nun an der Stadt Ravensburg zu scheitern. Diese hat dem Verein zwar ein Grundstück und einen Pachtvertrag angeboten, beide sind aber für die Tierschützer so gut wie unannehmbar. Das Grundstück liegt unterhalb eines Spielplatzes weiter die Banneggstraße herunter, ist sehr steil, darauf steht nur ein halbtoter Baum, es gibt keine Sträucher, keinen Schatten. Der 72-jährige Ziegenhirt müsste täglich an die 40 Liter Wasser zu der Wiese schleppen, außerdem brauchen die Ziegen zusätzliches Futter wie Heu oder Obst. Einen Unterstand dürfen die Tierschützer laut Vertrag nicht errichten, was unweigerlich zur lebensbedrohlichen Moderhinke, einer Klauenentzündung, führen würde, wenn die Ziegen auf der feuchten Wiese stehen, weshalb das Veterinäramt niemals damit einverstanden wäre. Ziegen brauchen im Winter zwingend einen Stall. Eine artgerechte Haltung wäre also durch den Vertrag nicht zu verwirklichen.

Zicken müssen brav sein

Hinzu kommt: Beim kleinsten Verstoß gegen die Regeln des Vertrages, wenn zum Beispiel ein einziges Zicklein nur einmal über den Zaun hüpft, dürfte die Stadt Ravensburg den Pachtvertrag sofort kündigen. Und Paragraf 6 ist an Absurdität kaum noch zu übertrumpfen: „Eine Düngung der Wiesenfläche – auch in biologischer Form – ist nicht gestattet“, heißt es da. Das bedeutet: Die Ziegen dürfen auf der Wiese weiden, aber keine Häufchen machen.

„Seit Mitte des Jahres 2009 sind wir bemüht, eine für alle Seiten positive Lösung für die Ziegen zu finden; uns scheint: leider vergebens! Wir werden den Vertrag so nicht unterzeichnen“, so Edeltraud Fürst.

(Erschienen: 12.12.2010 14:30)

28.08.2010 - 02.09.2010

Bannegg-Ziegen

Stadtnachrichten Ravensburg (Schwäbische Zeitung 05.11.2010)
Lösung für die Ziegen ist in Sicht
Ziegenglück: Ferdinand und Rosi beim Liebesspiel am Bannegg-Hang. Angeblich ist der Bock kastriert, aber so ganz sicher kann man da nicht sein. Zumindest bespringt er die Weibchen noch gern.
Ziegenglück: Ferdinand und Rosi beim Liebesspiel am Bannegg-Hang. Angeblich ist der Bock kastriert, aber so ganz sicher kann man da nicht sein. Zumindest bespringt er die Weibchen noch gern. Foto: Annette Vincenz

(Ravensburg/vin) Im Streit um die Ziegen am Bannegg-Hang ist die Lösung greifbar nahe: Ziegenbesitzer Heinz Müthing hat sich heute (Donnerstag) damit einverstanden erklärt, einen Vertrag mit der Stadt Ravensburg und Tierschützern zu unterzeichnen. Dann können seine Tiere hinterm Haus auf einem städtischen Grundstück weiden, müssen aber eingezäunt und unfruchtbar gemacht werden.

Am Dienstag hatte Edeltraud Fürst von den Bürgern für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben (Bfano) ein Gespräch mit Vertretern der Ravensburger Stadtverwaltung und dem Veterinäramt des Landratsamtes geführt. Grundlage war ein Vorschlag von Stadtrat Roland Dieterich gewesen, der schräg unter dem Müthingschen Häuschen lebt und – ebenso wie seine anderen Nachbarn – unglücklich über die jetzigen Zustände ist. Vor allem im Winter seien die Ziegen in einem Verschlag in Müthings Garten nicht gut untergebracht. Der Vertragsentwurf sieht vor, dass Müthing seine Tiere dem Verein Bfano überschreibt, der Verein stellt dafür einen großen, ausrangierten Zirkuswagen als Stall zur Verfügung, der jetzige Verschlag muss abgerissen werden. Zudem sollen die Ziegen, deren Zahl kontinuierlich zunimmt, unfruchtbar gemacht werden. Dann können sie auf dem Grundstück, das die Stadt an die Bfano verpachtet, gemütlich grasen. Die Nachbarn wollen sogar Heu für den Winter kaufen.

Die Zeit drängt, denn auf der Wiese jenseits der Bannegg-Straße können die Ziegen nicht bleiben. Dort sollen je nach Witterung noch in diesem Jahr, spätestens im nächsten Frühjahr, die Bauarbeiten für ein Einfamilienhaus beginnen. Und die Haltung der Ziegen in dem Verschlag auf Müthings Grundstück ist laut Veterinäramt unzumutbar. Das heißt konkret: Lehnt Müthing ab, werden ihm die Tiere weggenommen.

Jetzt muss theoretisch nur noch geklärt werden, ob der Ravensburger Gemeinderat der Verpachtung des städtischen Grundstückes zustimmen muss oder die Stadtverwaltung freihändig darüber entscheiden kann. Die Zeit drängt nämlich auch aus einem anderen Grund: Bricht ein früher Winter ein mit Bodenfrost, kann die Wiese nicht mehr so leicht eingezäunt werden.



Streit um Banneggziegen geht weiter
Banneggziegen sollen nicht auf Wiese sein.

(RAVENSBURG/reb) Die Banneggziegen lassen der Stadt Ravensburg keine Ruhe. Einer der Besitzer der Wiese, auf der die Ziegen eingezäunt sind, verlangt ihren Abtransport. Es haben sich aber auch Bürger gefunden, die den Ziegen auf der Wiese einen Unterschlupf finanziert hätten. Außerdem möchte das Landesblindenforum die Patenschaft für die blinde Ziege Resi übernehmen.

Der SZ-Bericht vom vergangenen Samstag über die Rückkehr der Rüpel-Ziegen in der Banneggstraße hat hohe Wellen geschlagen. Die zwölf Ziegen des Heinz Müthing sind auf einer Wiese an der Banneggstraße eingezäunt und können die Nachbargärten nicht mehr verwüsten-wie in der Vergangenheit geschehen. Den Zaun gebaut hat Müthings Bekannter Franz-Josef Hölz, allerdings mit dem Geld der „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ unter der Leitung von Edeltraud Fürst.

Doch nun hat sich ein anderes Problem aufgetan: Dr. Martin Weber, dessen Eltern ein Teil der Wiese gehört, will keine Ziegen auf der Wiese, da er Ärger mit der dortigen Nachbarschaft befürchtet. „Es ist nicht das erste Mal, dass die Ziegen Zäune überspringen“, sagt er. Zudem habe niemand auch nur eine Zustimmung eingeholt, das Grundstück betreten, geschwiege denn einen Zaun bauen zu dürfen. Mitschuldig an der Tatsache sei für ihn Edeltraut Fürst, deren Verein das Geld für den Zaun gespendet hat. Sie müsse dafür sorgen, dass der Zaun wieder abgebaut würde. „Es wäre ihre Pflicht gewesen, sich die Zweckmäßigkeit der Verwendung der Spendengelder zu überlegen und sich darüber zu informieren, dass Ziegen auf dieser Wiese nicht gestattet sind.“

Edeltraud Fürst ist sich keiner Schuld bewusst. Sie fühle sich angegriffen, denn sie habe den Zaun weder gebaut, noch das Grundstück betreten. Sie habe mit dem Geld lediglich „Mensch und Tier vor Schaden bewahren“ wollen. Zaunbauer Hölz habe zudem eine Erlaubnis eingeholt: „Ich habe mit Weber-Senior gesprochen, der den Zaun weder befürwortet, noch verneint hat“, sagt Hölz. Dem entgegen steht die Aussage Martin Webers: „Mein Vater weiß von nichts und fiel aus allen Wolken, als er gelesen hat, dass ein Zaun auf seiner Wiese steht“. Die Vereinsvorsitzende Fürst sehe in dem Verbot nur ein Vorwand, Heinz Müthing und seinen Schmutz los zu werden. „Ich verstehe nicht, warum so etwas auf dem Rücken der Ziegen ausgetragen werden muss“, sagt Fürst. Diese Vermutung weist Martin Weber weit von sich. Ihm ginge es allein um die Ziegen-sie sollen weg.
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Den Winter-Unterschlupf für die Ziegen, den Edeltraud Fürst zusammen mit Brigitte Möbius und ihrem Verein noch finanzieren wollte, ist nun wohl nicht mehr realisierbar. Doch zumindest für die blinde Ziege Resi sehen die Zeiten gut aus: Das Landesblindenforum möchte eine Patenschaft für sie übernehmen.

(Erschienen: 01.09.2010 19:30)


Die Rückkehr der Rüpel-Ziegen
Der Bannegghang in Ravensburg: Die Ziegen sind zurückgekehrt. Nicht zur Freude der Nachbarn. Foto: Derek Schuh
Der Bannegghang in Ravensburg: Die Ziegen sind zurückgekehrt. Nicht zur Freude der Nachbarn. Foto: Derek Schuh

(Ravensburg/sz) Die Banneggziegen sind zurückgekehrt. Mittlerweile eingezäunt, verwüsten sie nicht mehr die umliegenden Gärten. Dennoch sind die Nachbarn alles andere als begeistert. Im kommenden Winter fürchten sie eine Rattenplage, weil die Ziegen von ihrem Besitzer dann nicht richtig versorgt würden.

Von unserer Redakteurin Annette Vincenz

Die Banneggstraße gehört zu Ravensburgs besten Wohngegenden. Wer sich dort ein Haus gebaut hat, ist nicht arm. Moderne Architektur, traumhafter Blick ins Tal, viel Grün, paradiesische Ruhe, trotzdem innenstadtnah: Die Quadratmeterpreise für ein unbebautes Grundstück sollen bei 500 Euro liegen. Inmitten dieser Idylle lebt Heinz Müthing. Das Haus, das ihm eine gutherzige alte Dame fast mietfrei überlassen hat, gleicht eher einer Hütte. Beengt, alt, vergammelt, abbruchreif. Der 71-jährige Rentner lebte schon dort, bevor die wohlhabenden Städter ihn mit ihren schicken Villen umzingelten, und seit einigen Jahren fühlt sich der alte Mann von seinen Nachbarn „tyrannisiert“, wie er sagt. Alle seien gegen ihn, keiner lasse ihn in Frieden.

Für Außenstehende ist kaum auseinanderzuhalten, was echte Ressentiments sein könnten und was Verfolgungswahn ist: Einige seiner Geschichten klingen zu abstrus, um wahr sein zu können. Etwa, dass sich seine Nachbarn gezielt mit den Justizbehörden und der Stadt Ravensburg gegen ihn verbündet hätten. Mit dem Ziel, ihn wegzuekeln.
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Grund für den seit zehn Jahren schwelenden Streit sind Müthings Haustiere: Ziegen. „Seine Kinder“, wie der Rentner sie nennt. Einzige Ansprechpartner für den alleinstehenden Mann. Als wiederkäuende Fast-Allesfresser haben sich die Tiere jedoch nicht auf das gegenüberliegende freie Grundstück beschränkt, auf dem sie Löwenzahn, Gras und Klee zupfen und gemütlich mampfen, sondern in der Vergangenheit auch immer wieder Nachbargärten verwüstet, sich an den Zierpflanzen gütlich getan oder sie plattgetrampelt. Die „Rüpel-Ziegen“ (SZ vom 6.2.2009) beschäftigten auch schon die Gerichte. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Sigmaringen von 2004 untersagt ihre Unterbringung am Bannegghang, im Februar 2009 wurden sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft abgeholt, zunächst in Ostrach und dann in Wolfegg untergebracht, wo sie aber nicht bleiben konnten. Seit Mai dieses Jahres hat Müthing die Ziegen wieder zu sich geholt, hält sie nachts in der Garage beziehungsweise im Garten und lässt sie tagsüber auf dem Grundstück auf der anderen Seite der Banneggstraße grasen.

Angst vor dem Winter

Das gehört ihm zwar nicht, aber er hat es mit Geld der „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ eingezäunt. Womit zumindest das Problem der verwüsteten Nachbargärten aus der Welt geschafft wäre. „Im Sommer mag das ja noch angehen, aber im Winter hält er sie auf einer mit Brennnesseln übersähten Wiese hinter dem Haus in einem Verschlag. Die Zustände spotten jeder Beschreibung“, sagt Dr. Roland Dieterich, Notar und FDP-Stadtrat, den Müthing als Hauptfeind unter seinen Nachbarn ausgemacht hat, weil er angeblich die anderen gegen ihn aufstachle. Abgesehen von dem „unglaublichen Gestank“ und nächtlichem Gemeckere (Dieterich: „Eher ein Schnarchen, ein lautes Schnarchen“) störe die Nachbarn vor allem eine vermeintliche Rattenplage. Da Müthing keinen richtigen Stall habe und den Verschlag nie ausmisten würde, zöge der Dreck logischerweise Ungeziefer an. Und bei einer Ratteninvasion in unmittelbarer Nachbarschaft hört die Toleranz auf.

Ansonsten scheint Dieterich milde gegenüber seinem armen Nachbarn gestimmt, für den er durchaus eine gewisse Sympathie zu hegen bereit ist. „Zwei Ziegen hielte ich für vertretbar, aber sieben Ziegen sind einfach zu viele.“

Genau genommen hält Müthing mittlerweile zwölf: den großen Bock Ferdinand, den kleineren Bock Peter, die blinde Resi, Liesel, Lilo, Püppi mit dem abgebrochenen Horn, Rebecca, Alma, Grittli, Asta und Rosi. Ein Zicklein ist noch unbenannt, Müthing erwägt, es „Susi“ zu taufen. Die Vermehrung der Ziegen hat einen Grund: Zwar seien die Böcke unfruchtbar gemacht, eine weibliche Ziege lässt er aber hin und wieder von einem fremden Bock bespringen, um sie werfen zu lassen und Milch zu bekommen, die er als Vegetarier sehr schätzt. Da die gemeine Hausziege 15 Jahre alt werden kann, werden die Ziegen also eher mehr als weniger. Gesund sind sie jedenfalls, das hat das Veterinäramt bestätigt.

Tierschützer wollen helfen

Tierschützerin Edeltraud Fürst, deren Verein schon den Zaun bezahlt hat, will Müthing gerne helfen, für einen Teil der Ziegen (oder für alle) einen guten Platz zu finden, wo sie artgerecht gehalten werden und dem Metzger entgehen. Das Problem: Müthing kann sich nicht von „seinen Kindern“ trennen, das bräche ihm das Herz. Mittlerweile ist er aber so resigniert, dass er vom Bannegghang wegziehen würde. Aufs Land vielleicht, in einen alten Bauernhof. Mehr als zwei Zimmer brauche er nicht, sagt er. Und eben eine schöne Weide mit Stall.

Eine Sorge kann ihm aber genommen werden: Die Staatsanwaltschaft Ravensburg ermittelt derzeit nicht gegen ihn, weil die Ziegen sich wieder illegal am Bannegghang aufhalten. Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Heister sagte der „Schwäbischen Zeitung“: „Das ist allenfalls eine Ordnungswidrigkeit. Straftaten kann ich weit und breit keine erkennen.“ Solange der Zaun halte und somit das Eigentum der Nachbarn geschützt sei, gebe es keinen Grund, die Ziegen wieder zu beschlagnahmen. Heister: „Und darüber bin ich nicht unglücklich.“

(Erschienen: 27.08.2010 10:05)
Anfang Mai 2010 / Urteil vom 28.10.2010

Kalb und Kalbin mussten qualvoll sterben, weil der Bauer nicht tätig wurde / Urteil des Amtsgerichts Wangen vom 28.10.2010

Landwirt lässt kalbende Kuh leiden

(Wangen/sz) Wegen Tiermisshandlung hat das Amtsgericht Wangen einen Landwirt aus dem Allgäu zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem darf der 54-Jährige, der bereits mehrfach auffällig war, zwei Jahre lang keine Nutztiere halten. Der Mann hatte eine kalbende Kuh, die große Schwierigkeiten bei der Geburt hatte, leiden lassen ohne einen Tierarzt zu verständigen. Beide Tiere starben.

Von unserer Redakteurin Sylvia Rustler

Der Fall ereignete sich im Frühjahr dieses Jahres. Die Kuh des Landwirts hatte Probleme mit der Geburt ihres zu großen Kalbs. Das Jungtier, dessen Beine rund 20 Zentimeter aus dem Geburtskanal ragten, blieb stecken – 24 Stunden lang. Erst dann legte der Landwirt Hand an und befreite die Kuh von dem bereits toten Tier.

Auf Drängen des Vereins für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, der auf den Fall aufmerksam geworden war, wurde schließlich ein Tierarzt gerufen. Nach Angaben der Vorsitzenden hatte der Verein dem Landwirt versprochen, die Kosten für die Behandlung zu tragen. Die Kuh starb zwei Tage später. Vermutlich an einer Lungenentzündung in Folge der Risse und Quetschungen durch die Belastung des Geburtskanals. Der Tierschutzverein erstattete Strafanzeige.

Der Landwirt, der in der Region Mutterkuhhaltung betreibt und rund 20 Tiere besitzt, räumte den Hergang im Großen und Ganzen ein, rechtfertigte sich aber. Der Staatsanwalt hatte ihm zur Last gelegt, das gebärende Tier wissentlich starken Schmerzen überlassen und aus Gleichgültigkeit nicht reagiert zu haben. „Das Tier war bis zu seinem Tode erheblichem Leiden ausgesetzt“, so der Staatsanwalt, der den Mann als für die Nutztierhaltung ungeeignet einstufte.

Der Angeklagte sagte, er habe versucht, das unruhige Tier in den Stall zu bringen, es sei ihm aber wieder ausgebüxt und nicht mehr einzufangen gewesen.

Richter Reinhold Hummel wertete das als „bloße Schutzbehauptung“. Für ihn war es völlig unverständlich, warum der Mann keine Hilfe holte. „Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Oder was haben sie gedacht, wie es der Mutterkuh geht, wenn das Kalb in ihrem Geburtskanal stecken bleibt?“ Außerdem konnte sich Hummel nicht vorstellen, dass ein Tier in diesem Zustand „große Sprünge“ mache und nicht zu bändigen sei. „Ich habe den Eindruck, sie hat das alles nicht so ganz interessiert.“ Der Richter vermutete, dass der 54-Jährige aus finanziellen Gründen keinen Veterinär verständigt habe.

Zum Nachteil des Angeklagten wirkte es sich aus, dass es nicht das erste Mal war, dass er gegen das Tierschutzgesetz verstieß. Nach den Worten des Richters hat das Amtsgericht den Mann 2008 verurteilt, weil er eine verletzte Kuh im Stall liegen ließ. 2009 fiel ein Urteil wegen „Vernachlässigung des Viehbestands“. Zudem ist der Landwirt dem Landratsamt wegen unsachgemäßer Verhältnisse auf dem Hof bekannt. Hummel sprach von „Morast und Dreck“ und „zentimeterdickem Mist“. Bislang war es allerdings bei Geldstrafen geblieben. Nun müssten dem Landwirt aber Grenzen aufgezeigt werden, so Hummel. „Es ist an der Zeit, die Tiere vor ihm zu schützen.“

Der Staatsanwalt hatte sieben Monate auf Bewährung und ein Verbot von fünf Jahren für die Tierhaltung gefordert, der Verteidiger plädierte für eine Geldstrafe und eine strengere Kontrolle des Veterinäramts. Als der Richter sein Urteil verlas, gab es Applaus im Gerichtssaal. Ein ältere Frau klatschte und rief „Bravo“.

(Erschienen: 01.11.2010 21:05)

Landwirt lässt gebärende Kuh leiden

(Wangen/syr) Wegen Tiermisshandlung hat das Amtsgericht Wangen einen Landwirt aus Kißlegg am Donnerstagmittag zu einer Freiheitsstrafe von fünf Monaten auf Bewährung verurteilt. Außerdem darf der 54-Jährige, der bereits mehrfach auffällig geworden war, zwei Jahre lang keine Nutztiere mehr halten. Der Mann hatte eine kalbende Kuh, die große Schwierigkeiten bei der Geburt hatte, leiden lassen ohne einen Tierarzt zu verständigen. Das Muttertier und das Kalb starben.

Ein ausführlichen Bericht lesen Sie in unserer Printausgabe.
(Erschienen: 28.10.2010 14:25)


Einen Tag und eine Nacht versuchte eine Kalbin, ihr Kalb zu gebären.
Der Bauer bemerkte schon am Morgen, dass die Kalbin nicht ohne Hilfe kalben konnte. Er wurde aber trotzdem nicht tätig.
Als wir dann am darauf folgenden Morgen vor Ort waren, hing das Kalb ca. 20 Zentimeter aus dem Mutterleib.
Auf unser Drängen wurde ein Veterinär gerufen.
Mit einer sog. Kälberhilfe konnte das tote Kalb aus der Kalbin gezogen werden.
Durch das lange Liegen mit dem toten Kalb im Leib hatte die Kalbin eine Hinterhandlähmung, konnte den Stall aber mit Hilfe des Veterinärs wieder verlassen.
Am darauf folgenden Tag fanden wir die Kalbin tot im Stall. Eitersekret war im ganzen Stall zu finden.
Als wir dem Bauern Vorwürfe machten, gab er zur Antwort: "Des isch halt amole so!"
Wir erstatteten Anzeige; mal sehen, ob es wieder nur als Ordnungswidrigkeit behandelt wird!
23.08.2010

Ziegenhaltung so und auch anders / So geht es den Ziegen heute

Wir hatten im letzten Jahr 3 Ziegen und einen gekluppten Ziegenbock aus einer schlechten Haltung herausgeholt und sie irgendwo hingebracht,wo vertraglich artgerechte Haltung mit Freilauf zugesichert wurde.
Wir hatten auch Hilfe bei der Erstellung von Zäunen angbeoten und billige Pfähle vermittelt.
Als wir jetzt nach den Ziegen schauten, mussten wir
feststellen, dass diese immer noch in kleinen Boxen im Stall waren, von Freilauf keine Rede.
Letzten Samstag haben wir sie abgeholt und in eine Ziegenhalterei auf der Alb gebracht. Dort haben sie Freilauf, können grasen und auch Gebüsch abnagen usw.
15.01.2010

Österreicher brechen widerwärtigen Tierversuch ab.

Wir hatten gegen die perversen Tierversuche im Otztal die einzige Anzeige aus Deutschland gestellt. Jetzt die Antwort aus Österrreich:
Datum:08.03.2010:
Nachricht von der Staatsanwaltschaft Innsbruck: Das Verfahren ist eingestellt
Begründung:"Nach den derzeit vorliegenden Beweisergebnissen liegt ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt nicht vor, sodass die weitere Verfolgung des Beschuldigten aus rechtlichen Gründen unzulässig wäre (§ 190 Z. 1 StPO).
Darauf haben wir mit folgendem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Innsbruck reagiert:

81 BAZ 133/10a – 1
Ihr Schreiben vom 4. März 2010



Sehr geehrte Damen und Herren,


mit großem Protest und Bestürzung haben wir die Einstellung des Verfahrens bezgl. der Versuche mit Schweinen zur Kenntnis genommen.
Wir behalten uns weitere Schritte vor, sollten die Versuche erneut aufgenommen werden.


Mit freundlichen Grüßen



_________________ _________________
(Edeltraud Fürst) (Brigitte Möbius)





Datum:15.01.2010
per Fax
Strafanzeige gegen die Projektleiter des Tierversuchs im Ötztal (Simulation von Lawinenunglücken mit Schweinen)

Hiermit stellt der Verein
Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.
Boschstr. 49, D-88250 Weingarten
vertreten durch Edeltraud Fürst (1. Vorsitzende) und
Brigitte Möbius ( 2.Vorsitzende)

Strafanzeige gegen die Projektleiter des Versuchs der Medizinischen Universität Innsbruck im Ötztal wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und vorsätzlicher Tierquälerei.

Die Erwirkung einer einstweiligen Verfügung behalten wir uns vor.


Gez.: Edeltraud Fürst Gez.: Brigitte Möbius

Nach Protesten: Tierversuch wird abgebrochen
Der umstrittene Tierversuch mit Schweinen wurde abgebrochen.


(WIEN/dpa) Wissenschaftler verschütten 29 lebendige Schweine in Schneemassen und beobachten sie beim langsamen Ersticken und Erfrieren: Dieser Tierversuch im Tiroler Ötztal hat in Österreich für Entsetzen gesorgt.

Eine landesweite Protestwelle führte schließlich dazu, dass die Forscher von der Medizinischen Universität Innsbruck am Donnerstagabend ihren am Dienstag gestarteten Versuch abbrachen. Man könne unter diesen Umständen nicht weiter arbeiten, sagte Studienleiter Peter Paal am Donnerstagabend der Deutschen Presse- Agentur dpa. Ob und wann der Versuch weitergeführt werde sei unklar. Nach Angaben des Forschers starben bisher zehn Tiere. Von dem Experiment erhofften sich die Wissenschaftler Informationen über die Umstände des Todes in Lawinen.

Als „unfassbar“, „unethisch“ oder „widerwärtig“ hatten zahlreiche Tierschutzverbände und Parteien die am Donnerstag bekanntgewordene Aktion bezeichnet und ihr sofortiges Ende gefordert. Selbst das Land Tirol und die österreichische Bergrettung distanzierten sich.

Nach dem Versuchsablauf sollten noch etwa zwei Wochen lang jeden Tag zwei bis drei Schweine im Ötztal in einer simulierten Lawine eingegraben werden. Die Schweine werden dafür betäubt und an Geräte angeschlossen. Je nach Größe der Atemhöhle verfolgen die Wissenschaftler über Minuten oder Stunden das langsame Ersticken der Tiere. Andere Schweine werden nur bis zum Kopf im Schnee vergraben und erfrieren. Danach zerteilen die Forscher die Tiere und nehmen Gewebeproben.
Anzeige

Die Forscher, die zunächst noch auf der Weiterführung beharrten, gaben dann am Abend dem öffentlichen Druck nach. Inzwischen seien bereits Tierschützer am Versuchsort eingetroffen, sagte Paal. Er hält das Experiment grundsätzlich für sinnvoll, da es Menschenleben retten könne. Mit dem Versuch wolle man wichtige Erkenntnisse über die Überlebenschancen von Opfern in Lawinen erlangen: „In der dramatischen Situation nach einer Bergung können Notärzte somit besser beurteilen, ob und für welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen“, teilte die Medizin-Uni mit. Das Zusammenwirken von Kälte und Sauerstoffmangel, dem im Schnee Verschüttete ausgesetzt sind, könne nur am lebenden Organismus getestet werden, so Paal. Nach Berechnungen des Kuratoriums für Alpine Sicherheit sterben in Österreich pro Jahr im Schnitt 26 Menschen den „weißen Tod“.

Das Wissenschaftsministerium, das den Versuch genehmigt hatte, verteidigte am Abend die Entscheidung. „Tierversuche sind sicher ein sehr sensibles Thema, das von uns aber auch als solches behandelt wird“, sagte Sprecherin Elisabeth Grabenweger. Im Vorfeld sei sichergestellt worden, dass der Versuch wissenschaftlich sinnvoll sei, es keine andere Erforschungsmöglichkeit gebe und die kleinstmögliche Zahl von Tieren dabei zu Schaden käme. Die Schweine sind nach Angaben der Sprecherin bereits im Stall narkotisiert worden und hätten vom weiteren Verlauf nichts mehr mitbekommen.

Die Tierschützer warfen den Forschern mangelndes Gefühl für die ethische Vertretbarkeit von Experimenten vor: „Das ist wohl einer der widerwärtigsten Tierversuche, der jemals in Österreich durchgeführt worden ist“, kritisierte der österreichische Tierschutzverein. Der Versuch diene lediglich der Profilierung von Wissenschaftlern, das Geld könne zielführender für Lawinensuchgeräte und die Aufklärung von Wintersportlern verwendet werden. Wodurch Menschen bei Lawinen sterben und wie lange das dauert, sei aus jahrzehntelanger Erfahrung bekannt, kritisierte die Organisation „Vier Pfoten“.

Unterstützung erhalten die Kritiker von der Politik. Der Tierschutzreferent der Tiroler Landesregierung, Anton Steixner, will von dem Versuch nichts gewusst haben und war von den „sonderbaren Methoden“ überrascht. „Schweine lebendig unter Schneemassen zu begraben, ist moralisch äußerst bedenklich,“, er distanziere sich von derartigen Experimenten. Auch die österreichische Bergrettung stellte den Sinn des Projekts infrage.

(Erschienen: 15.01.2010 12:30 Schwäb. Zeitung)


Tirol
Strafanzeige nach Lawinenexperiment mit Schweinen
18. Jänner 2010, 13:39
"Vier Pfoten" und "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung" erstatteten Anzeige wegen Tierquälerei

Innsbruck - Zwei Tierschutzorganisationen haben nach dem umstritten Lawinenexperiment mit lebenden Schweinen in Vent im Ötztal ihre Drohung mit einer Strafanzeige wahr gemacht. Die Anzeige wegen Tierquälerei gegen unbekannt wurde am 15. Jänner erstattet, bestätigte Staatsanwalt Wilfried Siegele am Montag.

Urheber sind die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" und der deutsche Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung". Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt, ob ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt.

Das Experiment, bei dem am vergangenen Donnerstag 29 betäubte Schweine im Schnee vergraben wurden, um die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu erforschen, hatte über die Grenzen Österreichs hinaus für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Nach Protesten wurde das Experiment am Nachmittag des selben Tages abgebrochen. Für zehn Versuchsschweine war es allerdings zu spät. Sie überlebten den Versuch nicht.

Als "einen großen Verlust für das Projekt" hatte Studienleiter Peter Paal von der Medizinischen Universität Innsbruck den Abbruch bezeichnet. Lediglich ein Drittel der Studie habe durchgeführt werden können. Tierethikkommission und das Wissenschaftsministerium hatten das Projekt genehmigt. Die Forscher sahen die Tests als unabdingbar an. Ziel des Projektes sei es, in Zukunft die Überlebenschancen von verschütteten Lawinenopfern zu erhöhen und somit eventuell menschliche Leben zu retten.

Kritiker sprachen dagegen von "Barbarei" und "makaberen Tierversuchen". Madeleine Petrovic, Präsidentin des Wiener Tierschutzvereins, kritisierte das "mangelnde Gefühl mancher Wissenschafter, was ethisch vertretbar ist und was nicht". Wenig Freude hatten auch zahlreiche Politiker mit dem Projekt. (APA)

Nachlese
Tirol: Uni-Experiment "definitiv abgebrochen"

Bericht in der "Schwäbischen Zeitung" am 11.03.2010:
Weingarten/vin)
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat die Klage von oberschwäbischen Tierschützern wegen der Tierversuche mit Schweinen als Lawinenopfern eingestellt, weil kein „strafrechtlich relevanter Sachverhalt“ vorliege. Gemeinsam mit 18 anderen Personen oder Institutionen hatte der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ die verantwortlichen Wissenschaftler der Universität Innsbruck wegen vorsätzlicher Tierquälerei angezeigt, weil sie lebende Schweine unter Schnee begruben und verenden ließen, um daraus medizinische Rückschlüsse auf die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu ziehen (die Schwäbische Zeitung berichtete). Edeltraud Fürst, die Vereinsvorsitzende aus Weingarten, ist enttäuscht über die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen. „Der Respekt am Tier als Teil der Schöpfung ist nicht gewahrt geblieben und der Tierschutz in Österreich ist offenbar ein Wischi-Waschi-Paragraph.“

(Erschienen: 10.03.2010 14:05)
20.08.2010

Bericht in der"Schwäbischen Zeitung"

Tierschützer kämpfen für härtere Strafen
Quälerei: Die Wunde des Pferdes wurde über Monate nicht behandelt.
Quälerei: Die Wunde des Pferdes wurde über Monate nicht behandelt.

(WEINGARTEN/dg) Die Bürger für artgerechte Nutztierhaltung aus Weingarten beklagen zu milde Strafen bei Vergehen gegen das Tierschutzgesetz. Mit einer Petition vor dem Landtag in Stuttgart sind sie nun gescheitert. Juristen bestätigen unterdessen die Kritik des Vereins.

Von unserem Redakteur Dirk Grupe

Edeltraud Fürst, Vorsitzende der Bürger für artgerechte Nutztierhaltung, besitzt eine dicke Mappe, in der sie Verstöße gegen den Tierschutz dokumentiert, Fälle aus unserer Region, aus den vergangenen zwei, drei Jahren. Spaß macht es nicht, den Wälzer durchzublättern, an manchen Stellen kann einem schlecht werden. Fotos zeigen eingekerkerte Hunde, verwahrloste Katzen, ausgehungerte sowie geschundene Pferde und nicht zuletzt Lebensumstände, die man keiner Kreatur wünscht.

Kälber werden da in engen Kästen gehalten, verletzte Tiere zum Schlachten verladen, ein Pferd mit Kieferabszess monatelang nicht behandelt. Ein Besitzer steckt seinen Berberaffen in einen Vogelkäfig, einem Pony wächst das Halfter ein, ein Husky wird in einem alten Auto in einer Garage eingesperrt. Der verzweifelte Hund zerfetzt und verkotet das Wageninnere. „Diese Fälle“, kritisiert Edeltraud Fürst, „wurden als Ordnungswidrigkeit abgetan.“
Anzeige

Harte Fälle, milde Strafen, klagen Tierschützer: dass 2002 der Tierschutz im Grundgesetz verankert wurde, habe an diesem Missstand nichts geändert. Dieser Meinung ist auch Dr. Edmund Haferbeck, juristischer Berater der Tierschutzorganisation PETA: „Der Tierschutz fristet juristisch ein stiefmütterliches Dasein, das bestätigen viele Fälle.“ Fälle in denen laut Haferbeck das Strafmaß „immer am unteren Level liegt, selten im mittleren, aber fast nie am oberen“. Möglich wäre eine Höchststrafe von drei Jahren.

Tierschutz besitze eben im Bewusstsein der meisten Staatsanwälte nicht den durch das Grundgesetz festgelegten Stellenwert, sagt Haferbeck. Allerdings, schränkt der Experte ein, gibt es Unterschiede: „In Stuttgart machen wir sehr gute Erfahrungen mit der Staatsanwaltschaft.“ Ein Stück weiter in Heilbronn sei genau das Gegenteil der Fall. Und Ravensburg? „Gut, zumindest kann ich mich an zwei Fälle erinnern, bei denen Bewährungsstrafen ausgesprochen wurden.“

Wachsames Landratsamt

Einem dieser Fälle nahm sich Axel Müller an, damals Staatsanwalt, heute Richter am Landgericht Ravensburg. „Ein Viehhändler aus Kißlegg hatte systematisch kranke Tiere aufgekauft“, erzählt Müller. Der Mann erhielt die Höchststrafe auf Bewährung. „Mein Eindruck ist, dass bei uns schon mit aller Härte und Schärfe des Gesetzes vorgegangen wird“, sagt der Richter. Auch das Landratsamt habe in Sachen Tierschutz „ein wachsames Auge“.

Aber reicht die Härte des Gesetzes und wieso überhaupt das Landratsamt? „Die allermeisten Fälle beim Verstoß gegen den Tierschutz werden als Ordnungswidrigkeit behandelt“, bemängelt Jurist Haferbeck. Statt Paragraf 17 („Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren..“) komme Paragraf 18 („Ordnungswidrig“) des Tierschutzgesetzes zur Anwendung. Der Grund laut Haferbeck: „Die Beweisanforderung bei Tierquälerei ist viel zu hoch.“ So müsse nachgewiesen werden, exakt wann, wo und durch wen es zu einem Verstoß kam. „Dabei sind die Umstände doch klar zu erkennen, bei einem Tier, das über lange Zeit gelitten hat“, sagt der Jurist, der den Umgang mit der Gesetzgebung so bezeichnet: „Furchtbar.“

Dass aber auch eine Verurteilung vor Gericht nicht immer das von Tierschützern erwünschte Urteil bringt, zeigt der Fall eines Schäferhundes. Der Besitzer hatte den Hund erst in ein verdrecktes Verließ gesperrt, später in einen ehemaligen Schweinestall. Die Folge: Hauterkrankungen und Milbenbefall. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Monaten auf Bewährung. Von einem Tierhaltungsverbot und einer Geldstrafe sah der Richter aber ab. Obewohl der Mann uvor schon mehrfach wegen Tiermisshandlung aufgefallen war.

(Erschienen: 20.08.2010 10:50)
10.08. und 11.08.2010

Ferienprogramm der Stadt Weingarten / "Ein Tag mit Tieren" auf dem Weltehof

Ein Tag mit Tieren
Eine große Freude war es für die Kinder, von morgens 8.00 bis nachmittags 16.00 Uhr Pferde, Hund, Katzen und Hühner zu steicheln, zu putzen und zu füttern. Auch das Reiten machte großen Spaß. Wie Tieren auf Kinder einwirken können, konnte man an der Ruhe sehen, die an beiden Tagen herrschte. An beiden waren je ca. 20 Kinder vor Ort - und es war trotzdem sozusagen "mucks-mäuschen-still". Eine Harmonie zwischen Mensch und Tier!
13.08.2010

Rehe an der Autobahn

Leutkirch
Verein will Rehpärchen vor Abschuss retten

(REGION/dil) Wende in der tierischsten Story des Jahres: Der Verein für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben will das Rehpärchen an der A96 vor dem Abschuss retten. Die Tiere hatten sich vor rund drei Wochen direkt an der Autobahn eingerichtet. Jäger und Autobahnpolizei erachten einen tödlichen Abschuss als sinnvollste Lösung. Das empört nicht nur etliche Internetuser, sondern eben jenen Verein.

„Wo kommen wir denn hin, wenn wir alles abknallen, was uns vor die Flinte kommt?“ Edeltraud Fürst ist entrüstet. Die Vorsitzende des Vereins für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben ärgert sich über Fälle wie den des Rehpärchens (mehr lesen Sie hier). „Wir möchten unbedingt, dass die Tiere am Leben bleiben“, sagt sie. Deshalb haben Fürst und ihre Vereinsmitglieder ein Fax an die Autobahnpolizei Kißlegg geschrieben. Darin sagen sie zu, die Kosten für Betäubung und Umwilderung zu übernehmen. Abgesendet: Sonntagmorgen. Stand Sonntagabend: Noch keine Antwort. „Da wird wahrscheinlich erst in Dienstbesprechungen darüber diskutiert“, vermutet die Tierfreundin.

Die beiden Rehe an der Autobahn – eine Geschichte, die nicht nur in Kreisen des Vereins für Diskussion gesorgt hat. Auch im Internet überschlagen sich die Kommentare. Im szon-Forum tendieren ausnahmslos alle Kommentatoren für eine Rettung des tierisch verliebten Pärchens. Selbst im fernen Nordthailand finden sich Fans von den „Problemrehen“, wie sie schon bei Facebook genannt werden. So ist User „NokUhu“, zurzeit in Chiang Mai zuhause, überzeugt, dass es „bestimmt auch noch ein paar Jäger oder sonstige Tierliebhaber gibt, die dieses verliebte Tierpärchen nicht mit einem letalen Rettungsschuss ins Jenseits befördern wollen, sondern einfach einfangen und liebevoll in ein Damwild-Ghetto zurückbringen“.

Auch User „Reessge“ ist entsetzt über die Pläne, das Rehpärchen ins Jenseits zu befördern. Sein Vorschlag auf szon.de: „Autobahn sperren und dann gezielt mit genug Leuten die Rehe einfangen.“
Anzeige

Genau dafür macht sich der Verein für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben stark. „Wir müssen froh sein, dass wir solche Tiere noch haben“, sagt Vorsitzende Edeltraud Fürst und vergleicht den Fall mit einem anderen, durchaus tragischen: „Nicht, dass es den beiden Rehen so gehen wird, wie Problembär Bruno.“ Der war vor über zwei Jahren abgeschossen worden, nachdem er längere Zeit durch Bayern gezogen war und sich einige Bürger davon bedroht gefühlt hatten.

Nun warten also viele im Allgäu – und auch in Nordthailand -- auf die Antwort der Autobahnpolizei. Oder ist es etwa schon zu spät?

(Erschienen: 08.08.2010 17:50)



Leutkirch
Abschuss oder Umwilderung: Rehe polarisieren


(REGION/dil) Das Allgäu hat Problemrehe. Das Schicksal des Pärchens, das sich an der A96 eingerichtet hat, erhitzt die Gemüter. Nun hat sich die zweite Tierfreundgruppe gemeldet, die einen Abschuss der Tiere verhindern will. Doch Betäuben und Abtransport sind tierisch gefährlich, sagt die Polizeidienststelle Ravensburg. Abwarten laute die Devise.

Von unserem Redakteur Yannick Dillinger

Zwei Allgäuer Rehe sorgen für Wirbel. Eigentlich ist das Schicksal der Verliebten sogar Bundes-Angelegenheit, sagt Sonja Saur. Sie ist Pressesprecherin bei der Polizeidienststelle Ravensburg und findet die Geschichte bittersüß. Süß, weil auch die Polizeibeamten Mitleid mit den Tieren haben. Bitter, weil die einfachste Lösung, ein Abschuss, durch die angestoßene Diskussion in der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln ist.
Was tun mit den Rehen?

Vermitteln tut der Bund solche Fälle nach unten, erklärt Saur. Die Suppe hat am Ende also doch die Polizeidienststelle Ravensburg auszulöffeln. Die Autobahn falle nicht in den Zuständigkeitsbereich des Jagdpächters. „Genauso wenig, wie der auf einem Friedhof schießen darf, darf er das auf einer Autobahn“, so Saur. Diesbezüglich also Entwarnung für die noch ahnungslosen A-96-Rehe.

Zwei Vereine haben sich mittlerweile gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Einer, der für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, hat sich direkt an die Polizei gewandt (wir berichteten). Tierfreunde aus dem Würzburger Raum meldeten sich gestern Morgen bei der Schwäbischen Zeitung. „Wir würden die Tiere abholen und bei uns auswildern“, sagt Daniel Zopfli. Man bräuchte nur jemanden, der die Tiere betäubt. Doch genau das scheint das Problem zu sein: „Rehe sind Fluchttiere. Werden sie betäubt, springen sich noch 100 bis 200 Meter“, sagt Sonja Saur. Nicht auszudenken, was passiere, wenn die Flucht die Rehe auf die Autobahn treibe. Ein weiteres, sehr großes Problem sei die Lokalisierung: „Wir wissen nicht, wo die Rehe sind. Das Gebiet ist riesengroß“, so die Pressesprecherin.

Guter Rat ist also teuer. „Wir warten ab, hoffen, dass die Tiere von alleine abhauen“, sagt Saur. Über jeden sinnvollen Vorschlag eines Tierfreunds seien die Beamten dankbar. „Autobahnsperren ist keine Option“, macht Saur aber klar. Das sei nämlich deutlich teurer als 2000, 3000 Euro.
(Erschienen: 10.08.2010 17:05)
19.07.2010

Kuh am kurzen Seil an der Decke angebunden / Kalb in Kastenhaltung / Leider wieder nur eine Ordnungswidrigkeit!

Gemeldet wurde uns ein Betrieb im Allgäu, in dem Kühe bei nahezu 40° C im Stall angebunden wären. Alle Fenster wären geschlossen, auch die Stalltüren.
Die Tiere würen brüllen vor Hitze im Stall. Als wir dann vor Ort waren, konnten wir folgendes feststellen:
Der obere Stalltürflügel war geöffnet. Mehrere Kühe waren mit einem ca. 1 - 1,5 m langen Strick, der an der Decke befestigt war, angebunden. Sie mussten sozusagen mit nach oben gestrecktem Hals liegen.
Auch bei den Pferden mangelte es an genügend Auslauf.
Leider wird diese Anzeige auch wieder als Ordnungswidrigkeit behandelt werden; zum Leide der Tiere !!!
02.03.2010

Hundehaltung

Nicht in Spanien oder Ungarn oder Rumänien, sondern hier bei uns in Oberschwaben: Ein Hund (Dogge) - total abgemagert bis auf die Knochen!
Mehrmals waren wir vergebens vor Ort, da niemand zu Hause war.
Beim vierten Anlauf endlich waren die Tierhalter anwesend und auch sehr zugänglich.
Uns war sofort klar: Die Leute waren mit der Haltung einer Dogge überfordert.
Am 08.03.2010 hat unser Tierarzt den Hund begutachtet. Er empfahl, weiter gut zu füttern (3mal pro Tag) und dann in etwa 2 -3 Wochen die Grundimpfungen vorzunehmen.
Auch eine Operation an der Rute ist noch erforderlich; möglicherweise hat er sich diese Verletzung selbt zugefügt (beim Schwänzeln irgendwo dagegegengeschlagen).

26.03.2010: "Jerry" ist bei Dr. Ewert in Weingarten an der Rute operiert worden.
29.05.2010

Hundehaltung im kleinen Transporthänger

"Bei uns fährt "Bello" 1. Klasse"ist auf dem Hänger zu lesen. Aber in diesem Fall fährt er nicht,sondern er "wohnt" tagsüber überwiegend so! Aber sicher nicht 1. Klasse!
Bei fast 30° C waren 2 große Hunde in diesem kleinen Hundetransportanhänger (Maße ca. 1,20 x 1,00 x 0,80 m) stundenlang eingesperrt. Das Aufrechtstehen der Hunde war kaum möglich.
14.06.2010

Anzeige gegen Ölkonzern BP

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko betreffend haben die "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." Anzeige gegen den Olkonzern BP erstattet.

An die 04.06.2010
Staatsanwaltschaft Hamburg
Gorch-Fock-Wall 15
20355 Hamburg


per Fax und per Einschreiben

Strafanzeige gegen BP wegen Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstatten wir „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ mit Sitz in 88250 Weingarten, Boschstr. 49 Strafanzeige gegen den Konzern BP mit Sitz in Hamburg wegen Verstoßes gegen § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes.

Begründung:
Der Konzern BP nahm durch Errichtung einer Bohrinsel im Golf von Mexiko ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen durch unkontrollierten Ölaustritt das qualvolle Verenden von Meerestieren sowie Wasservögeln billigend in Kauf.
Die Meerestiere nehmen durch Aspirieren des Meerwassers Ölklumpen auf, welche die Atmungsorgane schädigen, was ein qualvolles Dahinsiechen der Tiere verursacht. Dasselbe gilt für die Wasservögel, welche durch Verklebung des Gefieders nicht mehr lebensfähig sind.
Durch Nichtbeachtung von Schutzmaßnahmen wurde der Lebensraum der Tiere zerstört.

Wir bitten die Staatsanwaltschaft, tätig zu werden.

Mit freundlichen Grüßen

Edeltraud Fürst Brigitte Möbius


Die "Schwäbische Zeitung" berichtete u.a. darüber:

Weingartener Tierschützer verklagen BP wegen Ölpest 14.06.2010

Von unserer Redakteurin AnnetteVincenz
WEINGARTEN - Tote Delphine, verendete Fische, Wasservögel mit ölverschmiertem Federkleid, die von Tierärzten mühsam gesäubert werden und dann wahrscheinlich doch sterben müssen: Von der Ölpest im Golf von Mexiko sind Millionen Tiere betroffen. Und das giftige schwarze Gold sprudelt munter weiter aus dem Leck am Meeresgrund.
Weingartener Tierschützer haben deshalb den Verursacher
British Petrolium (BP) angezeigt.
Die „Bürger für artgerechte NutztierhaltungOberschwaben“ mit Sitz in Weingarten kümmern sich um gequälte Pferde, abgemagerte Hunde, unrechtmäßig in engen Kästen gehaltene Kälbchen und brutal geschächteteSchafe in der näheren Umgebung.
Von Balingen bis Friedrichshafen zeigen sie Bauern und private Halter an, die gegen das Tierschutzgesetz oder das Tiertransportgesetz verstoßen.
Mitunter erfolgreich. Hin und wieder werden die der Tierquälerei überführten Menschen tatsächlich von den hiesigen Gerichten zu Geldbußen verurteilt,ein Hundequäler aus Laupheim bekam sogar einmal vier Monate auf Bewährung aufgebrummt, nachdem die Tierschützerinnen Edeltraud Fürst aus Weingarten und Brigitte Möbius aus Aulendorf aktiv geworden waren.
Sie sind die Vorsitzenden des Vereins, der 200 Mitglieder zählt, darunter auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster aus Biberach und dessen früheren Kollegen Rudolf Bindig aus Weingarten.
Aber natürlich wurmt die Tierschützer nicht nur Tierleid in der näheren Region, sondern weltweit. Im Januar empörten sich die Oberschwaben über Tierversuche der Universität Innsbruck. Sie zeigten die Verantwortlichen von simulierten Lawinenunfällen
an, bei denen Schweine lebendig unter den Schneemassen begraben wurden und verendeten. Gemeinsam mit zahlreichen österreichischen Tierschutzorganisationen. Weil kein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vorgelegen habe, wurde die
Klage von der Staatsanwaltschaft Innsbruck zwar abgewiesen,
aber durch den Druck der Bevölkerung brachen die Wissenschaftler das Experiment wenigstens ab.
Dann schrieben Fürst und ihre Mitstreiter an den deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Die deutschen Spürhunde der Bundeswehr seien im Gegensatz
zu ihren menschlichen Kollegen nichtgefragt worden, ob sie die Freiheit des Landes am Hindukusch verteidigen wollten. Angeblich würden sie in Afghanistan als „Kanonenfutter“ missbraucht. Der Verein forderte Guttenberg auf, „den Einsatz von Tieren in Kriegsregionen umgehend einzustellen“.
Der Minister antwortete keine vier Wochen später: „Bislang ist in
den Einsätzen der Bundeswehr nochkein Hund zu Schaden gekommen.“
Die Hunde würden in Afghanistan gebraucht.
Fürst muss das akzeptieren, glauben will sie es nicht.
Von Österreich über Afghanistan zum Golf von Mexiko. Keine Nachrichtensendung, in der nicht ölverschmutzte Strände, tote Meerestiere und schwarzverschmierte Wasservögel gezeigt werden.
„Der Konzern BP nahm durch die Errichtung einer Bohrinsel im Golf von Mexiko ohne ausreichende
Sicherheitsvorkehrungen durch unkontrollierten Ölaustritt das
qualvolle Verenden von Meerestieren sowie Wasservögeln billigend in Kauf“, begründen Fürst und Möbius ihre Anzeige, die sie aber nicht in den USA, sondern am Europasitz des englischen
Konzerns in Hamburg erstatteten.
„In den USA können Sie nur über einen Anwalt für internationales
Recht Anklage erheben, und dafür hat unser Verein kein Geld“, so Fürst.
Daher – ersatzweise – die Strafanzeigewegen Verstoßes gegen Paragraph 17 Nummer 2b des deutschen Tierschutzgesetzes, der besagt: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einem Wirbeltier länger anhaltende
oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufügt.“
Ob das deutsche Tierschutzgesetz für einen britischen Konzern Anwendung findet, der US-amerikanische Vögel, Säugetiere und Fische durch die Unfähigkeit meuchelt, ein Bohrloch im Golf von Mexiko zu stopfen, ist aber äußerst fraglich. „Eher nicht“,
meint der Pressesprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. „Hiesige Tiere betroffen“.
Tierschützerin Fürst räumt auch ein, dass es ihrem Verein mit der Anzeige mehr darum gehe, Protest zu äußern, als dass sie glaubt, sie könne die Verantwortlichen tatsächlich vor Gericht zerren. Allerdings glaubt sie auch, dass das Öl „ganz sicher“ den
Weg über den Atlantik findet und dann auch deutsche Tiere von der Ölpest betroffen wären. „Es ist klar und deutlich bewiesen, dass das Öl über den Golfstrom auch zu uns kommen wird“ meint Fürst zu wissen.
Wie lange sprudelt das Öl?
Wissenschaftler sehen das jedoch anders. Am renommierten Leibniz-Institut für Meereswissenschaften der Uni Kiel (Ifm Geomar) geht man zwar davon aus, dass das Öl über den Golfstrom mit bis zu 150 Stundenkilometer in den Atlantik verwirbelt wird.
Dann werde es sich aber im Nordatlantik verteilen, und die Konzentration werde stark absinken. Daher bräuchten die Europäer gegenwärtig keine Angst vor einer Ölpest an ihren Stränden zu haben. Es sei denn, das Leck wird nie gestopft. „Wenn das Öl bis zum August ungemindert ausströmt, müssen wir möglicherweise unsere momentanen Abschätzungen revidieren“, so Professor Dr. Martin Vilsbeck, Leiter der Physikalischen Ozeanographie am Ifm Geomar.
25. Mai 2010

Unerlaubte Kastenhaltung von Kälbern im Allgäu

Es scheint sich doch noch überall herumgesprochen zu haben,dass Kälber nicht mehr im Kasten gehalten werden dürfen. Bei der Kontrolle fanden wir einen sehr kranken und verfilzten Hund vor. Nach Angaben des Bauern wurde dieser angefahren, seither sei der hintere Teil des Hundes gelähmt. Er habe aber keine Schmerzen, so der Bauer.
Besagte Kuh sei schon von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abgeholt worden. Die Blutwerte seien miserabel gewesen, der Tierarzt habe geraten, die Kuh zu schießen.
Mai 2010

Hundehaltung in Weingarten

Nahe bei den Menschen und dennoch sehr alleine:
Die alte Hündin wird in einem "Ländle" beim Haus gehalten. Ein alter Schuppen dient als Hundehütte.
Nachbarn meldeten, dass der Hund ständig jaule und belle.
April 2009 und Anfang Mai 2010

Bauer macht Osterausflug und lässt Tiere unversorgt zurück / Weiter katastrofale Tierhaltung / Kalb und Kuh tot

Wieder gab es auf diesem Hof gravierende Verstöße gegen das Tierschutzgesetz.
Am 06.05.2010 wurden wir telefonisch benachrichtigt, dass bei einer Kalbin schon den ganzen Tag ein Kalb ca. 20 cm aus dem Leib hinge und sie nicht kalben könne. Dem Bauern, der benachrichtigt worden sei, wäre dies egal.
Am 01.05.2010 waren wir frühmorgens vor Ort. Wir fanden die Kalbin im totas verdreckten Freilaufstall liegend. Die Beine des Kalbes hingen aus dem Leib der Kalbin; sie hatt sichtlich Schmerzen.
Nach langem Rufen stand plätzlich der Bauer hinter uns. Er zeigte wenig Interesse: "Das ist halt so!" war sein Kommentar, nachdem er sah, dass die Kalbin große Probleme mit dem toten Kalbin ihrem Leib hatte.
Wir setzten den Bauern unter Druck, das Veterinäramt in Ravensburg wurde benachrichtigt.
Schließlich wurde auf Kosten des Vereins BfaNOeV ein Tierarzt auf den Hof bestellt.
Das tote Kalb wurde aus dem Körper der Kalbin gezogen. Durch langes Liegen mit dem toten Kalb hatte die Kalbe eine Hinterhandlähmung. Mit Hilfe des Arztes konnte sie sich doch wieder aufrichten.
Am 08.05.2010 abends erfuhren wir, dass der Bauer die Kalbin gesondert ohne Wasser im Pferdestall hält.
Also sind wir am 09.05.2010 frühmorgens wieder vor Ort.
Die Kalbin ist tot, der Gebärmuttermund ist noch weit geöffnet; es läuft eitriges, stinkendes Sekret heraus. Auch der ganze Pferdestall ist mit Sekret verunreinigt.
Der Bauer fand es nicht für angebracht, tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er ließ das Tier elend krepieren.
Wir haben erneut Strafanzeige erstattet
Sollte dieser Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ohne Folgen bleiben, muss man sagen :
"Das Tierschutzgesetz stinkt zum Himmel!"
..........
.....
Billigend nahm Bauer Tierquälerei in Kauf (Ostern 2009)

Ein Bauer aus dem Vorallgäu wusste zwar über die Hilflosigkeit seiner Tiere Bescheid ; dennoch wollte er auf einen Osterausflug (ca. 28 Std) nicht verzichten.

Einige Kälber sperrte er ohne Amme (Mutterkuh) in einen Stall. Eine Mutterkuh wurde seit Karfreitag mit einem kurzen Strick und einem Henkerknoten an einem Kreiselmäher festgebunden, mit Euterentzündung, dafür ohne Wasser und ohne Futter. Sie brüllte vor Schmerz, Hunger und Durst.

Ein Pferd stand mit sehr dick angeschwollenem Hinterhuf auf der Weide, vermutlich eine entzündliche Strahlfäule: es benötigt dringend tierärztliche Hilfe.

Die restlichen Tiere (Kälber, Kühe, Bullen und Pferde) mussten mit dem wenigen Gras auf der Weide zurechtkommen; auch sie ohne Wasser.
Es gab keinerlei Vorräte an Heu oder Silage.

Der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ konnte wenigstens den Durst der Tiere durch Wassergabe lindern.

Einem Kalb, das vor Schwäche nicht saugen konnte, wurde mit einer Flasche Milch eingeflößt, die zuvor der Mutterkuh abgemolken wurde.

Nach der Notversorgung wurde das Polizeirevier Wangen und das zuständige Veterinäramt Ravensburg zu Hilfe gerufen.

Sowohl die Polizeibeamten als auch die Amtsveterinärin Dr. Pfleghar stellten einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz fest.

Der Verein „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ hat Anzeige gegen den Bauern wegen Tierquälerei bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg gestellt.
30.Mai 2009 und 20.04.2010

Tierquälerische Haltung von Pferden, Schweinen, Ziegen / Strafanzeige war von BfANOeV erstattet worden / Gerichtsverhandlung am 20.04.2010 in Biberach / Tierquäler verurteilt

In der Gerichtsverhandlung am 20.04.1020 vor dem Amtsgericht Biberach wurde der Angeklagte wg. Tierquälerei zu einer Geldstrafen von 50 Tagessätzen a 10.- € verurteilt.

Die Strafanzeige war seinerzeit vom Verein "Bürger für artgrechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." gestellt worden.

Tiere mussten unter höchster Verletzungsgefahr im Müll leben: 3 Hengste, total verwahrlost, verletzt und mit Schnabelhufen. 2 davon mussten später leider geschlachtet werden.
Wir erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg.
Die Schwäbische Zeitung Biberach berichtete ausführlich darüber.
Das zuständige Veterinäramt Biberach wurde tätig. Der Leiter des Amtes, Dr. Peter Egle, ist bis heute mit der Beseitigung der MIssstände beschäftigt.
Wir hoffen, dass unsere Anzeige ein Tierhalteverbot nach sich ziehen wird !!!

Auszug aus der SZ Biberach
Region Biberach
Amt nimmt Tierhalter Pferde weg

SCHEMMERHOFEN - Einem Landwirt aus Schemmerhofen, der unter amtlicher Beobachtung steht, sind gestern die ersten Tiere weggenommen worden. Ein Team aus Tierärzten, Polizisten und Mitarbeitern des Ordnungsamts hat zwei Pferde abgeholt. Der Besitzer verstößt gegen das Tierschutzgesetz.

Bereits Mitte Juni hat die SZ über tierschutzwidrige Zustände in einer Tierhaltung in Schemmerhofen berichtet. Gestern hat das Landratsamt Biberach die Pferdehaltung in dem Betrieb mit Unterstützung der Polizei aufgelöst. Die Hengste wurden abgeholt und anderweitig untergebracht. Wo die Tiere nun sind und in welchem Zustand sie sich befinden, darüber gibt Dr. Peter Egle, der Leiter des Kreisveterinäramts, aufgrund des laufenden Verwaltungsverfahrens keine Auskunft. Auch hinsichtlich des Auslösers hält sich Egle bedeckt. "Unsere Anordnungen haben nicht zum Ziel geführt", so Egle. Daraufhin hatte das Kreisveterinäramt gehandelt und die Tiere abgeholt. Im parallel dazu laufenden Strafverfahren ermittelt die Polizei. Grundlage dafür ist ein amtstierärztliches Gutachten des Kreisveterinäramts.

Kühe bleiben zurück

Das Landratsamt schreibt in einer Pressemitteilung, dass die verbliebenen Tiere weiterhin in kurzen Abständen überprüft werden sollen, um tierschutzgerechte Haltungsbedingungen sicherzustellen. Der Landwirt hält derzeit Rinder, Ziegen und Schweine. Bundestagsabgeordneter Martin Gerster, der Mitglied im Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung" ist, sagt gegenüber der SZ, auch die Schweine seien vom Hof geholt worden. Sie sollen geschlachtet werden. Für die Pferde sei eine Versteigerung vorgesehen. "Es wundert mich, dass das Kreisveterinäramt so lange mit dem Eingreifen gewartet hat", beurteilt Gerster die Lage. 2007 hat er sich mit einem offenen Brief für die Rettung von mitunter 19 Ponys in Bad Schussenried eingesetzt. Damals habe das Amt zu spät reagiert. "Sie sagten mir, dass sie daraus gelernt haben und beim nächsten Fall nicht mehr so lange warten werden." Gerster hofft, dass auch für die zurückgebliebenen Tiere bald eine Lösung gefunden wird.

Waltraud Fürst ist ebenfalls vom Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung" und wirft dem Veterinäramt Vertrauensbruch vor. Es habe die Abmachung gegeben, gemeinsam nach einer artgerechten Unterbringung für die Pferde zu suchen, sobald dieser Schritt nötig werde. Nun sei ohne den Verein gehandelt worden. "Ich finde es richtig, dass etwas passiert", sagt Fürst. Doch hätte diese Entscheidung auch schon viel früher getroffen werden können. "Die Situation wurde anfangs heruntergespielt", ärgert sich Fürst. Es habe bereits im Vorfeld einige Vorfälle gegeben, die bei der Tierschützerin Kopfschütteln auslösen. So habe das Amt es als Verbesserung angesehen, als der Landwirt die viel zu langen Hufe seines Hengstes selbst schnitt, obwohl das Aufgabe eines Hufschmieds sei. Die Kürzung gehörte zu den Auflagen (die SZ berichtete). "Es ist nicht vertretbar, zu sagen: Hauptsache es passiert etwas", beschwert sich Fürst.

(Erschienen: 11.07.2009)
12.02.2010

Politiker antworten / Hier: Herr Bundesminister zu Guttenberg

Am 15.01.2010 schrieb der Verein BfANOeV an Herrn Verteidigungsminister zu Guttenberg; hier der Brief:

Hundeeinsatz in Afganistan

Sehr geehrter Herr Minister zu Guttenberg,

mit insgesamt 36 000 Unterschriften, welche wir dem damaligen Minister Horst Seehofer zukommen ließen, bekundeten wir das große Interesse der Bevölkerung am schonenden und artgerechten Umgang mit unseren Nutztieren.
Es wäre von uns von großem Interesse, zu erfahren, welche Einstellung zum Tierschutz Sie haben, Herr Minister.
Wir „Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ setzen uns, wie der Name schon sagt, für die Nutztiere ein. In diesem Zusammenhang stehen wir auch mit den Ministerien in Verbindung. Herr Minister Seehofer sowie der baden-württembergische Staatsrat Beyreuter (BSE) waren für uns immer direkte Ansprechpartner und standen unseren kritischeb Fragen und Forderungeb immer sehr offen gegenüber.
Nun zu unseren Anliegen an Sie, sehr geehrter Herr Minister:
1.)Wie ist es vertretbar, dass Hunde nach monatelanger Ausbildung, die mit sehr hohen Kosten verbunden ist, als Kanonenfutter nach Afganistan geschickt werden?
2.)Welch menschliche Züge werden in den Hundeführern zerstört, wenn diese ein höchstes Maß an Vertrauen, das das Tier ihnen entgegenbringt, schamlos ausnützen und dieses als Kanonenfutter in den Tod schickt?
3.)Sowohl Schutz- als auch Minensuchhunde sind durch neueste Technolohien ersetzbar. Weshalb müssen dann Lebewesen, die den Menschen Vertrauen schenken, ihr Leben qualvoll opfern, wenn es auch anders ginge?
4.)Besonders beängstigend ist ist die Aussage eines Hundeführers im SWR-Fernsehen, welcher bekundet, dass er es nicht erwarten hönne, mit seinem Belgischen Schäferhund in den Einsatz geschickt zu werden. Er liebe seinen Hund, aber er wisse auch, dass jeder Einsatz z.B. in Afganistan für den Hund tödlich sein kann.


Wir sagen: Der Mensch kann selbst entscheiden, ob ein Rinsatz in Afganistan für ihn in Frage kommz oder ob nicht.
Es ist für die Tiere nicht vertretbar, deren Leben leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Denn schließlich ist ser Mensch der Schutzbefohlene für die Tiere.
Wir fordern Sie auf, im Interesse des Tierschutzes diese Einsätze von Tieren in Kriegsregionen umgehend eintzstellen.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen Grüßen
Edeltraud Fürst

Am 12.02.2010 kam schon die Antwort.

Der Herr Minister bedankte sich für das Schreiben und bestätigte, dass Diensthunde bei der Bundeswehr im Kosovo und in Afghanistan zum Einsatz kommen. Sie dienten dem Schutz der Soldatinnen und Soldaten.
Die Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr vermittle im Rahmen der Ausbildung ..... insbesondere auch die Vorgaben des Tierschutzes sowie die Vorgaben von Mensch-Hund-Beziehungen. Diese würden vom Lehrpersonal vorgelebt und von den Diensthundeführern später angewandt.
Der Diensthund würde dabei als Wegbegleiter und Gefährte gesehen.
Minister zu Guttenberg vermag nicht nachzuvollziehen, dass die Diensthunde "als Kanonenfutter in den Tod geschickt würden".
Die Bundeswehr sei sich der Verantwortung für die Diensthundeführer uind ihrer Diensthunde sehr wohl bewusst.
Bisher sei bei den Einsätzen noch kein Hund zu Schaden gekommen.
Weiter schreibt er, dass die eingesetzten Spürhunde kurz- und mittelfristig durch zuverlässige Detektionsmittel nicht zu ersetzen seien.
Unterschrieben ist der Brief mit

zu Guttenberg



September 2009 bis Februar 2010

Haltung von Ziege und Pferd in Laupheim / "Ole" ist tot / Verfahren wieder aufgenommen

So sah es meistens aus am Ortseingang von Laupheim:
Der Schuppen verschlossen, darin 1 Pferd und eine Ziege.
Tierhaltung ohne Auslauf, ohne Fenster im Stall stellt einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar!
Wir erstatteten Strafanzeige.
Das Veterinäramt Biberach griff ein.
Es schien so, als wäre die Tierhaltung besser geworden. Doch wie so oft, trug der Schein.
Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt mit der Begründung (sinngemäß): "Das Ergebnis der Ermittlungen lässt keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erkennen."
Unser Verein und auch der Leiter des Veterinäramtes Dr. Egle legten Einspruch gegen die Einstellung des Verfahrens ein.
Am 24.03.2010 erreichte uns ein vom 23.03.2010 datiertes Schreiben der Staatsanwaltschaft Ravensburg. Darin heißt es:
Sehr geehrte Frau Fürst,
in dem o.g. Verfahren habe ich mit Verfügung vom 23.03.2010 folgende Entscheidung getroffen:
Das Ermittlungsverfahren wird auf die Beschwerde d. Antragst. wieder aufgenommen.
Mit freundlichen Grüßen
.............
Staatsanwältin

Inzwischen ist "Ole" tot. Er musste gestern, am 11.02.2010 eingeschläfert werden.
Hätte man den Abszess rechtzeitig behandelt, würde "Ole" noch leben!
Die Ziege ist nach unseren Beobachtungen inzwischen auch weg.
Nach unseren Informationen hat die Besitzerin den Ziegenbock freiwillig in die Obhut des Veterinäramtes Biberach übergeben, bis ein guter Platz für ihn gefunden ist.
Neuester Stand (24.02.2010): Der kastrierte Ziegenbock ist zurück, hat aber jetzt eine weitere Ziege bei sich.
20.11.2009

So leben die Minies heute...

Am 01.07.07 ersteigerte der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." 9 von 19 Mini-Ponies. Leider gingen vorab schon 10 an Händler. Wir konnten nur noch dieHengste und z. T. tragende Stuten in unsere Obhut bekommen.
Die Hengste wurden kastriert, das erste Mitbringsel "Fussel" kam am 07.07.07 bei uns zur Welt.
Am 14.03.08 folgte "Feger", leider auf einem Auge blind. Zwei weitere Ponydamen haben inzwischen gefohlt; leider starben beide Fohlen an den Folgen der Inzucht.
Alle Bemühungen der Tierärzte waren vergebens.

Mini - Shetties

"Schwäbische Zeitung" Ausgabe Biberach im Sommer 2007
Ämter machen dem Drama ein Ende

BAD SCHUSSENRIED - Am Ende ist alles recht schnell gegangen. Diese Woche hat das Ordnungsamt des Landkreises zusammen mit dem Kreisveterinäramt und der Polizei gehandelt und den Tierbestand von einem Hof im Bad Schussenrieder Ortsteil Torfwerk geholt. Wie berichtet, hatte es wegen übler Zustände auf dem Hof massive Klagen gegeben.

Um 6.30 Uhr begann der Einsatz am Donnerstag. Knapp zwei Stunden später waren 19 Ponys, drei Hunde und sechs Schweine verladen und abtransportiert. Überraschend für die Einsatzkräfte: Die Hofbesitzer waren nicht da. Die Aktion sei von langer Hand geplant gewesen, sagte Rainer Pfisterer vom Ordnungsamt, "den Zeitpunkt konnten wir natürlich nicht veröffentlichen". Insgesamt 28 Personen waren beteiligt. Neben Tierärzten und den Leitern der betroffenen Ämter waren es Polizeihundeführer, die sich um die Hunde kümmerten, Polizeibeamte der Reviere Bad Schussenried und Biberach und Angestellte eines Viehhandelsunternehmens, die die Tiere transportierten,

Die Ponys wurden vorläufig auf einem Hof bei Biberach, die Hunde im Tierheim untergebracht. Die Schwei-ne kamen auf den Schlachthof. Die meist ohnehin wilden Katzen, die vor einigen Wochen behandelt und kastriert worden waren, behielten ihre Freiheit.

Auf den ersten Blick machten die Shetlandponys gestern zwar einen verstörten, aber keinen schlechten Eindruck. Das lag mit daran, dass der Hof schon seit geraumer Zeit unter Beobachtung stand und die Nahrung für die Tiere gesichert war. Dass die Zustände auf dem Hof untragbar waren, dass verletzte Tiere nicht versorgt wurden, dass ein Pferd eingeschläfert werden musste, das hat der Leiter des Kreisveterinäramtes, Dr. Peter Egle, gestern noch einmal bestätigt. Auch, dass vom Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung" Weingarten ein verletzter und abgemagerter Schimmel vom Hof gekauft wurde. Edeltraud Fürst, die Vorsitzende des Vereins, ist "froh, dass nun gehandelt wurde". Der Verein hatte sich an den Bundestagsabgeordneten Martin Gerster gewandt, der wiederum Landrat Dr. Heiko Schmid um Amtshilfe gebeten hatte. Da freilich, sagt Rainer Pfisterer, sei alles schon in die Wege geleitet gewesen. Was die Sache für Außenstehende so schwer verständlich mache, sei die Einhaltung von Fristen, die den Tierhaltern bei Erkennen von Mängeln gesetzt würden. Das war im aktuellen Fall nicht anders. Die Mängel häuften sich, es erfolgten auch unter Androhung von Zwangsgeld Aufforderungen, sie abzustellen. Als alles nichts nützte, wurde gegen den 70-jährigen Hobbytierhalter Anfang Mai ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Selbiges war zuvor schon gegen den 72-jährigen Bruder verhängt worden. Gleichzeitig erging die Aufforderung, den Tierbestand zu veräußern. Diese letzte Frist ist am 15. Juni abgelaufen. Gleichsam das Signal zum Handeln. Wäre für die Tiere Gefahr im Verzuge gewesen, sagt Rainer Pfisterer, "hätten wir sofort eingegriffen".
Ämter machen dem Drama ein Ende

Ponys werden verkauft

Mehrere Tierärzte haben die Ponys untersucht und Tierpässe erstellt. Die Ponys sollen verkauft werden. Der Weingarter Verein will ein Angebot angeben und die Tiere dann in gute Hände abgeben. Gemeldet hätten sich in den zurückliegenden Tagen einige Leute, die Platz hätten. Mit dem Geld aus dem Verkauf werden übrigens zunächst die Kosten für den Einsatz gedeckt.
Dr. Peter Egle will nun dafür sorgen, dass auf dem gestern geräumten Hof grundsätzlich keine Tierhaltung mehr geschieht.

Der Verein BfANOeV hat die Tiere nicht weitergegeben sondern immer noch in seiner Obhut. Es geht ihnen allen gut.
Demnächst neue Bilder !
13.03.2010

Wollschweinchen

Uns wurde am 12.03.2010 gemeldet, dass einkleines schwarzes Schwein schon tagelang vor einer Tür eines Hauses stehe, mehr oder weniger unversorgt..
Am Samstag (13.03.2010) waren wir vor Ort. Es stand kein Schwein vor der Tür.
Auf Nachfrage erklärte uns der Grundstücksbesitzer, dass jemand ein junges Wollschwein bei ihm untergestellt habe. Genauen Namen und Adresse des Besitzers kenne er nicht.
Bitte in der Galerie weiterlesen!
28.02.2010

Hengstfohlen "Willy" aus Salzburg

Bereits 2009 konnte ein Hengstfohlen durch uns von Salzburg in die Gegend von Heidenheim vermittelt werden.
"Willy" war auf einer Fohlenweide, die eine Tourismusattraktion bei Salzburg war.
Dieses Bild und die folgenden haben wir heute bei den neuen Besitzern gemacht. Wir haben ihn besucht.
2007 - 2009

Auch Katzen sind ein Thema

Der Verein kümmert sich bei Bedarf um Katzen, die unzureichend versorgt werden.Mitglieder des Vereins füttern Katzen, es sind auch schon kleine Katzenkinder aufgenommen worden.
Manchmal werden auch Katzen aufgenommen, oft laufen welche zu.
Im Sommer 2007 hat der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." in Zusammenarbeit mit demTierschutverein Biberach bei Bad Schussenried ca. 30 Katzen gefangen und in tierärztliche Behandlund und dnach in die Obhut des Tierschutzvereins Biberach übergeben.
04.06. 2009

Qualhaltung eines Huskies

Oft tagelang mit kurzen Unterbrechungen war diese Husky-Hündin ohne Futter und ohne Wasser in einem abgemeldeten Auto angeleint in einer dunklen Garage eingesperrt.
Aus Verzweiflung zerfetzte das arme Tier den Himmel des Autos und die Türverkleidung.
Auch musste das Tier seine Notdurft im Auto verrichten.
Wir wurden über die Misstände informiert, benachrichtigten die Polizei und erstatteten Strafanzeige.
Leider wurde das Verfahren unter Bezahlung einer Geldbuße eingestellt.
Inzwischen ist die Husky-Hündin "Aika" Tot. Sie wurde am 25.02.2010 eingeschläfert; sie war völlig erblindet.
18.12.2009

"Bannegg-Ziegen" oder "Die unendliche Geschichte"

Seit mehr als 10 Jahren sind die Bannegg - Ziegen für manche ein Problem.
Nun suchen sie wieder mal ein neues Zuhause.
Was kommt auf sie und deren Besitzer zu?
Nach neuen Erkenntnissen befinden sich trotz Verbots durch die Staatsanwaltschaft Ravensburg 6 Ziegen am Bannegghang. Der Besitzer der Ziegen bat uns schriftlich um Hilfe, da er eine erneute Beschlagnahmung der Tiere befürchtet.
Der Verein BfANOeV ist gerne bereit, aktiv zu einer konstruktiven Lösung beizutragen.
Dies scheiterte leider im Sommer 2009 am Starrkopf des Besitzers und am Urteil des Amtsgerichts RV.
An das Amtsgericht hat BfANOeV nachfolgenden Brief geschrieben:

30.12.2009
Sehr geehrter Herr Richter .............,

königlich bayrisches Amtsgericht mitten in Oberschwaben?
Dies könnte man meinen, wenn man die ganze Geschichte mit den Bannegg-Ziegen verfolgte.
Von 12 Ziegen inkl. Bock wurden von der Staatsanwaltschaft 7 sog. Tatwerkzeuge in Gewahrsam genommen; eines starb, dafür wurde ein Zicklein geboren.
Diese wurden - mit hohen Kosten verbunden - in Ostrach, leider nicht artgerecht eingestellt, und dies über Monate, bis das Gericht zu einer „Entscheidung“ über die weitere Vorgehensweise kam.
Vor Gericht war immer die Rede von 6 Tatwerkzeugen (Ziegen) und 1 abtrünnigen Tatwerkzeugs (ebf. Ziege), welches lt. Verteidiger RA Schulz beim Besitzer (Mühting) verbleiben solle.
Nach Antrag der Staatsanwaltschaft wurde den Ziegen (Tatwerkzeuge) ein lebenslanges Verbot zur Betretung des Bannegghanges ausgesprochen.
Doch wie war dies möglich, so fragen wir uns, da sich damals immer noch 6 Ziegen bei Herrn Mühting am Bannegghang befanden?
Also blieben 6 Täter oder Tatwerkzeuge am Tatort zurück, ohne bemerkt zu werden, sozusagen bis heute unauffällig.
Die beschlagnahmten 6 Ziegen, die auf dem Gelände eines idyllisch gelegenen Altenheims ein schönes Zuhause gefunden hatten, mussten leider am 18.12.2009 ihr Quartier verlassen, das der Besitzer (Mühting) nicht für Futter aufkam und auch keinen Unterstand errichtete oder errichten ließ.
Der Verein BfANOeV lieferte dem Betreiber des Altenheims kostenlos 60 Ballen Heu für die Ziegen.
Der Rechtsbeistand Herrn Mühtings, RA Schulz, und der Betreiber des Altenheims, Herr Stöckle, hatten wohl in einem dementsprechenden Vertrag vereinbart, dass der Besitzer dafür aufkommt.
Der Betreiber selbst wollte kein eigenes Geld aufwenden und keinen Cent für die Ziegen berappen.
Auch der Ziegenbock, der durch RA Schulz anderweitig in Zillisbach untergebracht wurde, musste an einen anderen Ort wechseln, da er ganz eng angebunden alleine in einem Stall gehalten wurde.
Nun will Herr Mühting wieder alle seine Ziegen vereint wissen. Er bat uns nun erneut um Hilfe und möchte ein Grundstück am Bannegghang von der Stadt pachten, welches die Stadt z.Zt. mulchen muss. Herr Mühting meint, dass diese Arbeit seine Ziegen übernehmen könnten.
Wir denken, dies wäre sicher eine gute Lösung für Tiere und Natur!
Nach unserer Sicht kann das Problem „Ziegen am Bannegghang“ durch eine erneute Beschlagnahme und daraus resultierende kostenintensive Einstellung nicht gelöst werden; die Geschehnisse in 2009 sind der Beweis dafür.
Unser Vorschlag zielt deshalb in Richtung „Runder Tisch“, an dem der Besitzer der Tiere, evtl. mit Beistand, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft, Stadt Ravensburg und gerne auch BfANOeV sitzen müssten, um gemeinsam nach einer konstruktiven Lösung zu suchen, die doch wohl mit etwas gutem Willen aller Beteiligten zu finden sein müsste. Dabei sollte es ausschließlich um Tiereswohl gehen.
An unserem Verein soll es nicht scheitern.
Sonst werden die Bannegg-Ziegen tatsächlich zur „unendlichen Geschichte“!!!
Tierschutz im Grundgesetz darf kein Wunschdenken sein, sondern es ist eine Tatsache, die den Tieren mehr Respekt durch den Menschen in ihrer Behandlung durch ihn zollen muss.


Mit freundlichen Grüßen

gez.: Edeltraud Fürst / Brigitte Möbius




2010 / Termine

Termine für unsere Infostände in RV u. Wgt. finden Sie demnächst auf der Seite Kalender

Die Termine werden z. Zt. mit beiden Städten vereinbart
Bereits seit 2004 werden Infostände mit Unterschriftensammlungen durchgeführt.
Wir informieren dabei über aktuelle Tierschutzthemen und sammeln Unterschriften.
Die aktuelle Zahl der bisher gesammelten Unterschriften ist zum Jahreswechsel 2009 / 2010: 37140. Dies entspricht z.B. dem Eineinhalbfachen der Einwohnerzahl von Weingarten.
12.Juni 2008

Bandit kommt zu uns

Der Husky "Bandit" war nicht mehr gern gesehen in der Familie,
in der er lebte. Also haben wir ihn aufgenommen - als dritten Hund; nach Rex, dem Schäferhund und Blacky. dem Neufundländer Schwergewicht.
Anfangs meinte er, Katzen und Hühner jagen zu müssen. Inzwischen sind alle Tiere seine Kameraden.
Er hat sich ganz toll entwickelt und gehört zur Familie.
10. Januar 2010

Enten-Mord in Weingarten

Enten-Mord: PETA setzt Belohnung aus

(WEINGARTEN/sz) In der Nacht zum 30. Dezember ist eine Ente in Weingarten von unbekannten Tätern zu Tode gesteinigt worden.

Wie bereits berichtet, lebte der 17 Jahre alte Wasservogel in einem Garten, der an den Mühlbach angrenzt. Die Täter bewarfen das zahme Tier mit faustgroßen Steinen, bis es tot war. Um die Fahndung nach den Tierquälern zu unterstützen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die zur Ergreifung der Täter führen. Zeugen können sich an PETA unter (0176) 64812091 oder an die Polizeidirektion Ravensburg unter (0751) 8030 wenden. Zum Zeitpunkt der Tat wurden an der Uferböschung vier Jugendliche beobachtet, die anschließend in nördlicher Richtung davonliefen. Ein Zusammenhang mit dem Enten-Mord kann nicht ausgeschlossen werden, deshalb bittet PETA, sich auch mit Hinweisen auf die Identität der Jugendlichen bei der Polizei zu melden.

„Diese brutale Tat muss unbedingt geahndet werden“, so Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. „Wer einem harmlosen Tier so etwas Kaltblütiges antun kann, der schreckt auch vor Gewalt an Menschen nicht zurück.“

(Erschienen: 07.01.2010 16:30 Schwäbische Zeitung)

Unser Verein schrieb am 09.01.2010 folgende E-mail an die Schwäbische Zeitung:

Betreff: Bitte um Veröffentlichung
Von:
bfanoev@t-online.de
An: rv@schwaebische-zeitung.de

Der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." stockt die bisher ausgesetzte Belohnung von 500.- € um weitere 500.- € auf 1000.- € auf, da es sich bei dieser Tat um eine in höchstem Maße perverse Art von vorsätzlicher Tierquälerei handelt.
Der Verein hofft, dadurch zur Ergreifung der Täter beitragen zu können und sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen.

Mit freundlichen Grüßen
Edeltraud Fürst / Brigitte Möbius

Eine Kopie übergaben wir dem Polizeirevier Weingarten.

Am Montag, den 11.01.2010 erschien in der SZ folgender Artikel:

Enten-Mord: Verein erhöht Belohnung
(WEINGARTEN/sz)

Der Verein “Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben” stockt die im Falle eines Entenmordes ausgesetzte Belohnung von 500 Euro um weitere 500 Euro auf 1000 Euro auf, da es sich laut Verein “bei dieser Tat um eine in höchstem Maße perverse Art von vorsätzlicher Tierquälerei handelt”. Der Verein hofft, dadurch zur Ergreifung der Täter beitragen zu können und sie ihrer gerechten Strafe zuzuführen. Wie berichtet ist in der Nacht zum 30. Dezember eine Ente in Weingarten von unbekannten Tätern zu Tode gesteinigt worden. Der 17 Jahre alte Wasservogel lebte in einem Garten, der an den Mühlbach angrenzt. Die Täter bewarfen das zahme Tier mit faustgroßen Steinen, bis es tot war. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland hatte daraufhin eine Belohnung in Höhe von 500 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der Täter führen. Zeugen können sich an PETA unter Telefon (0176) 64 81 20 91 oder an die Polizeidirektion Ravensburg unter (0751) 80 30 wenden. Zum Zeitpunkt der Tat wurden an der Uferböschung vier Jugendliche beobachtet, die anschließend in nördlicher Richtung davonliefen. Ein Zusammenhang mit dem Enten-Mord kann nicht ausgeschlossen werden.
(Erschienen: 10.01.2010 15:00)


Entenmord: Verdächtige gefasst

(WEINGARTEN/dg) Die Polizei hat vier dringend Tatverdächtige gefasst, die Ende vergangenen Jahres in Weingarten eine Ente gesteinigt haben sollen. Der Fall hat für großes Aufsehen gesorgt.

„Die Tatverdächtigen sind vier Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren“, sagte gestern ein Polizeisprecher Korn auf SZ-Anfrage. Sie seien „stark verdächtig“, unklar sei allerdings noch die Tatbeteiligung der Einzelnen. Wie berichtet wurde in der Nacht zum 30. Dezember die Ente zu Tode gesteinigt. Der 17 Jahre alte Wasservogel lebte in einem Garten, der an den Mühlbach angrenzt. Die Täter bewarfen das zahme Tier mit faustgroßen Steinen, bis es tot war. Tierschutzorganisationen hatten insgesamt 1000 Euro Belohnung zur Ergreifung der Täter ausgesetzt.

(Erschienen: 14.01.2010 12:30)
Schwäbische Zeitung


29.12.2009

Lamm bei Hoßkirch im Straßengraben gefunden

Bei minus 16 ° Celsius lag das neugeborene Lammböckchen am 22. Dezember im Straßengraben bei Hoßkirch. Eine beherzte Tierfreundin nahm sich seines an.
Der Bauer wollte das Lämmchen nicht haben, weil er es nicht für lebensfähig hielt.
Die Tierfreundin nahm das Lamm mit nach Hause und gab ihm das Fläschchen. Sie setzte sich mit BfANOeV in Verbindung.
Am 23.12.09 wurde das Lamm von Frau Dr. Stock in der Tierklinik Dres. Ganal/Ewert in Weingarten untersucht. Es hatte sich durch das lange Liegen in Eiseskälte einen Infekt geholt und benötigte ein Antibiotikum.
Auch am nächsten Tag war ein Tierarztbesuch fällig. "Schnucki", so wurde das Lämmlein inzwischen genannt, bekam nochmals eine Spritze und wurde weiterhin mit der Flasche aufgezogen.
Wir suchten für "Schnucki" einen guten Platz als "Rasenmäher" mit der Gewähr, dass er nicht als Lammkotelett auf dem Teller endet.
Leidet kommt es nicht mehr dazu, gestern musste das geschwächte Tier eingeschläfert werden.
28.März 2009

Infostand in Ravensburg

Auf dem Lederhausplatz in Ravensburg führten wir einen Infostand durch und sammelten Unterschriften. ....
2009

In diesem Buch wird der Verein auf Seite 340 unter "Nützliche Adressen" erwähnt.

Von einem der renommiertesten Tierverhaltensforscher unserer Zeit

»Neugierig, intelligent, selbstbewusst, Musik liebend« – wer ahnt schon, dass mit dieser Charakterisierung ein Schwein gemeint ist? Und wer weiß, dass Mutterkühe in Schwermut verfallen können, wenn man ihnen ihre Kälbchen wegnimmt? Bestsellerautor Jeffrey M. Masson präsentiert bewegende Geschichten rund um das Seelenleben unserer Hof- und Nutztiere, die wir völlig zu Unrecht für dumm und gefühllos halten.

Kategorie(n):
> Ratgeber > Wissen & Nachschlagewerke
2009

OB Markus Ewald hat ein Herz für Tiere

Über 300 von der Stadt Weingarten gespendete Ballen Heu durften sich 10 Mini-Ponies freuen.
Die 10 Minies stammen von einer Aktion des Veterinäramtes Biberach mit ihrem Leiter Dr. Peter Egle im Sommer 2007, bei der sie wegen schlechter Haltung eingezogen wurden. Von den 20 Minies hat der Verein 9 ersteigert und ihnen damit die Schlachtung erspart.
Jetzt sind es 10 Tiere; sie leben auf dem Weltehof in Weingarten in einem Stall, der von Fürst / Möbius privat gepachtet und betrieben wird.

Eine Herde kleiner Pferde sagt OB Markus Ewald und der Stadt Weingarten vielen Dank !
Die kleine Horde verzehrt 3 dieser Ballen pro Tag.
2007

Verbotene Ständerhaltung


Dieser Ponyhengst wurde vom Besitzer einzeln in der verbotenen Ständerhaltung gehalten.

Er baute nach Aufklärung eine Laufbox.
2007

Tierquälerische Haltung von Kälbern, Schweinen und Rindern

Kälber dürfen nicht in Anbindehaltung oder im Kasten gehaalten werden.
Nachdem wir die Missstände vor Ort dokumentieren konnten, benachrichtigten wir das Veterinäramt Ravensburg,
Das Amt wurde durch Dr.Promberger und die Ermittlungsbehörde mit Herrn Fehr sofort tätig.
Februar 2009

Wuzzy ist an Altersschwäche gestorben

Weingarten 20.Februar 2009
Wuzzy ist an Altersschwäche gestorben

Dieses Hängebauchschwein erregte schon oft die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit: Wuzzy, Weingartens prominentestes Tier, ist tot. Der übergewichtige Eber litt an Altersschwäche und musste am Dienstag eingeschläfert werden, nachdem er nicht mehr recht fressen wollte. Kurz vor seinem zehnten Geburtstag. Berühmt wurde Wuzzy, als er als drolliges, kleines Ferkel 1999 beim Anblick des gewetzten Messers dem Metzger entkam und zwei Monate lang durch Weingartener Vorgärten vagabundierte, bis ihn Tierschützerin Edeltraud Fürst schließlich einfing und ihm ein zweites Zuhause gab. 2003 geriet Wuzzy erneut in die Schlagzeilen, weil ihn das Kreis-Veterinäramt nach einer anonymen Anzeige wegen angeblicher Tierquälerei zu fett fand. Wuzzy wurde daraufhin auf strenge Diät gesetzt, freilich ohne großen Erfolg, wie man auf dem Foto von 2005 unschwer erkennen kann.

Bericht in der SZ: Annette Vincenz
2009

Pferde aus der Fohlenmilchfarm

Wir haben die kranke Stute "Heidi" und ihr ebenfalls krankes Fohlen "Lena" aus einer Stutenmilchfarm in Österreich herusgekauft.
Ber Verein "Artgerechte Pferdehaltung Burgrieden" hat beide von uns übernommen und pflegt sie.
Traurige Nachricht am 02.12.2009: Trotz größter Mühe und erneuter Einlieferung in die Klinik starb "Lena" heute.
08.08.2009

Das sind glückliche Schweine!

So sieht artgerechte Schweinehaltung aus.
Uns wurden arme Sauen gemeldet - und wir fanden glückliche Schweine vor !!!
05.11.2008

Schafe in schlimmem Zustand

Im Landkreis Sigmaringen wurde darüber auch in der Zeitung berichtet. Hier ein Zeitungsbericht:

Behörden beenden Tierquälerei
Ostrach
Der Verein für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben hat gestern berichtet, dass durch schnelles Eingreifen des Veterinäramts Sigmaringen und der Polizei in Bad Saulgau eine tierquälerische Schafhaltung beendet werden konnte. Die Behörden mussten auf einem Betrieb in Einhart/Ostrach eingreifen. Dort seien 12 Schafe trotz einer Erkrankung an Zwischenklauenentzündung auf die Weide geschickt worden. Der Verein hatte Anzeige erstattet. Die mit der Krankheit verbundenen Schmerzen hätten dazu geführt, dass ein Teil der Tier sich nur noch auf Knien bewegen konnte. Laut Veterinäramt wurde die Tierhaltung inzwischen beendet und die Tiere geschlachtet.

(Erschienen: 08.11.2008 Schwäbische Zeitung)
März 2008

Katastrophale Hundehaltung - Anzeige hat BfaNOeV erstattet

In der lokalen Presse erschienen folgende Berichte:
"Schwarzwälder Bote" im März 2008
Balingen - Schäferhund in Verließ gehalten
Balingen - Wegen quälerischer Tiermisshandlung über einen längeren Zeitraum hinweg wurde ein Ehepaar aus einer Kreisgemeinde gestern vor dem Balinger Amtsgericht zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt.

Zudem verhängte Richter Daniel Valerius Bewährungsauflagen, die er »streng kontrollieren will«.

Sehr schlechte Versorgung

Dem 42-jährigen Mann und seiner 39-jährigen Frau wurde vorgeworfen, einen dreijährigen Schäferhund in einem dunklen und stark verdreckten Verließ im Gang ihres Hauses und später in einem ehemaligen Schweinestall gehalten zu haben.

Der Hund, so sagten ein 40-jähriger Polizeihundeführer, eine 47-jährige Mitarbeiterin des Kreisveterinäramts und die 51-jährige Vorsitzende des Vereins Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben aus, sei sehr schlecht versorgt worden.

Hund litt unter starkem Milbenbefall und Hauterkrankungen

Das Tier sei stark verdreckt gewesen und habe unter einem starken Milbenbefall und Hauterkrankungen gelitten. Der Polizist sprach von »ekelhaften Zuständen«. Nachdem das Ehepaar im Juli 2007 angezeigt worden war, schaltete sich das Veterinäramt ein und sah nach dem Rechten. Die Unterbringung und die Verpflegung des Hundes habe sich danach gebessert, hieß es seitens des Amtes.

Auch sei das Tier regelmäßig dem Tierarzt vorgeführt worden. Die Vereinsvorsitzende sagte aus, sie habe auch bei weiteren Besuchen auf dem Anwesen der Angeklagten keine allzu gravierenden Verbesserungen bei der Tierhaltung ausmachen können.

Richter sieht von Geldstrafe ab

Die Angeklagten, die sich bereits früher wegen Tiermisshandlung verantworten mussten, halten noch einen weiteren Hund sowie einige Pferde. Nach ihren Aussagen sei der Schäferhund früher regelmäßig dabei gewesen, als sie ihre Pferde auf der Koppel versorgt hatten.

Dies sei aber im Sommer vergangenen Jahres auf Grund mehrerer Gründe nicht mehr möglich gewesen. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hatte für den Hundehalter eine viermonatige Freiheitsstrafe, für dessen Frau zwei Monate – jeweils auf Bewährung – sowie eine Geldstrafe gefordert.

Pferdebestand muss ebenfalls reduziert werden

Richter Valerius hingegen war es ein Anliegen, dass das Ehepaar seinen Tierbestand »nach Kräften« abbaut. So erreichte er, dass der Verein Bürger für artgerechte Nutztierhaltung der Familie ihren zweiten Hund für 200 Euro abkauft. Zudem müsse der Pferdebestand deutlich reduziert werden.

Er verurteilte den Mann zu einer viermonatigen, die Frau zu einer zweimonatigen Bewährungsstrafe. Von einer Geldstrafe sah er auf Grund der Lebensumstände der Familie ab. Der Schäferhund muss weiterhin nach Maßgabe des Veterinäramts gehalten werden. Die Bewährungsauflagen würden streng kontrolliert, sagte Valerius. Sollte sich herausstellen, dass keine Besserung eintrete, würde die Bewährung wieder außer Kraft gesetzt.

Von Bernd Visel




Schwarzwälder Bote
132 Bürger unterschreiben für "Hannibal"

Balingen (bv/mas). "Freiheit für Hannibal". Unter diesem Motto demonstrierten gestern 15 Mitglieder des Vereins Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben unter Vorsitz von Edeltraud Fürst auf dem Balinger Marktplatz und sammelten 132 Unterschriften.

Aber auch die Aktivisten der Katzenhilfe mit Ludmilla Späth an der Spitze waren aufmarschiert, um die Missstände in einem Anwesen in einem Balinger Teilort anzuprangern. Dort werden zwei Hunde unter schlimmen Bedingungen gehalten (wir berichteten). Der Stand der Tierschützer war dicht umlagert. Passanten informierten sich über das Schicksal von Hannibal und seinem Artgenossen. Späth und ihr Verein wollen die Hunde "freikaufen" und Käufer für die neun Pferde vermitteln, die das Ehepaar hält. Damit nicht genug. Nach den Feiertagen wollen Edeltraud Fürst und ihre Mitstreiter auch das Jugendamt wegen der Kinder des Ehepaars einschalten. Mit ihrer Aktion können die Tierschützer einen ersten Erfolg melden. Immerhin haben 132 Bürger per Unterschrift ihr Anliegen unterstützt.
21.03.2008
Ende 2006

Blacky war fast 4 Jahre an der Kette

Dies war fast 4 Jahre die Heimat von "Blacky", unserem Neufundländer-Labrador-Mischling.
Kurz vor Weihnachten 2006 kam er zu uns und fühlt sich seither sauwohl.
Er wohnt bei den Pferden und Katzen.
Ostern 2005

Bau einer Weidehütte

Eine Pferdehaltung im Allgäu. Die damals 28jährige Romy durfte mit einem Wallach jeden Tag auf die Weide, welche einen natürlichen Unterstand im Wald bot und eine ebenso natürliche Tränke auf der Weide hatte, nämlich eine Quelle.
Tierschützer monierten diese Haltung. So kam es, dass wir auf eigene Rechnung den beiden Pferden einen Unterstand erstellten, was - wohlbemerkt - mit großem Kosten- und Zeitaufwand verbunden war.
Die Tiere nahmen diesen Unterstand auch gerne an.
Als im Winter 2005 / 2006 der große Schnee fiel und unter der schweren Schneelast sogar Eislauf-und Fabrikhallen einstürzten, stürzte auch das Dach des Unterstandes ein - man hätte den Schnee halt ab und zu abräumen sollen; der Pferdebesitzer wohnte nebenan. Hätte er dies getan, stünde der Unterstand bestimmt heute noch.
Unser Dank waren heftige Kritik durch den Besitzer und seinen Fürsprecher.
Wir sagen: Undank ist der Welten Lohn !!!
2005 / 2006

Entenhaltung

Privathaltung von Federvieh zum Eigenverzehr.
9 Gänse,12 Enten, 12 Hühner und einige Küken bei 34° C
mit 2 kleinen Wasserschüsseln ohne Schattenplatz.
Für die Tiere stand lediglich ein Stall mit ca. 3 qm zur
Verfügung.
Das Veterinäramt wurde benachrichtigt.
Inzwischen gibt es dort keine Tierhaltung mehr!

Winter 2005 / 2006

Mutterkuhhaltung bei -8° C, ohne Futter und ohne Unterstand

Mitten in Oberschwaben fanden wir in dem schlimmen Winter 2005 / 2006 eine Rinderherde, die bei hohen Minusgraden draußen in der klirrenden Kälte standen - und das ohne Unterstand und ohne Futter.
Sommer 2005

Schafshaltung

Immer wieder mussten Lämmer elend zugrunde gehen, weil sie sich in einem unsachgemäßen Zaun verfingen.
Weil niemand nach ihnen schaute, mussten sie elend verhungern und verdursten.
Wir benachrichtigten das Veterinäramt Friedrichshafen, welches Schritte unternahm.
Sommer 2005

Nicht artgerechte Ziegenhaltung:

Bei Ziegenhaltungen ist es leider oft so, dass so manches nicht in Ordnung ist. Oft liegt es daran, dass die Besitzer wegen Krankheit oder fortgeschrittenem Alter nicht mehr in der Lage sind, die nötigen Arbeiten, die die Versorgung der Tiere erfordert, durchzuführen.
Hilfe erhalten sie meist nicht. So war es auch bei der Ziegenhaltung auf diesem Bild:

Die Stallaufbauten am Zusammenfallen, die Ziegen mit kurzen Ketten angebunden.
Unser Verein sagte sich, da muss geholfen werden. Die baufälligen Teile im Stall wurden entfernt, die Verletzungsgefahr für die Tiere somit minimiert. Jede Ziege sollte eine eigene Box bekommen.
Dadurch konnten die Ziegen auch mit längeren Stricken angebunden
werden,sie hatten keine Ketten mehr um den Hals und mehr Bewegungsfreiheit.
Seit 2004

Informationsstände des Vereins

Der Verein "Bürger für artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." mit Sitz in Weingarten führt jährlich mehrere Info-Stände mit Unterschriftensammlungen zu tierschutz-relevanten Themen durch.
Meist finden diese Info-Stände in Ravensburg und Weingarten statt....
Auf dem Bild sehen Sie u.a. den ehemaligen MdB Rudolf Bindig, der 28 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages war. Neben ihm Frau Batzill (BIO-Rösslerhof) und Edeltraud Fürst, die Vorsitzende von BfaNOeV