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27.03.2017

Land unter

Weingarten sz Ein Bauer aus Markdorf wird wegen schlechter Tierhaltung verurteilt – und erhĂ€lt dennoch das Bioland-Zertifikat.

Die Schilderungen hörten sich dramatisch an: Die Misthaufen tĂŒrmten sich fast einen Meter hoch. Das Stroh sei durchnĂ€sst, die Tiere verwahrlost und unterkĂŒhlt. Ein Kalb habe heftige HustenanfĂ€lle. Bei einem anderen Rind sei gar der Strick in den Kopf eingewachsen. So zumindest hat Richter Harald GĂŒrtler vom Amtsgericht Überlingen in seiner Sitzung am 17. Juni 2014 die ZustĂ€nde im Stall eines Markdorfer Landwirtes beschrieben. Wenig spĂ€ter wurde der angeklagte Bauer wegen VerstĂ¶ĂŸen gegen das Tierhaltegesetz zu fĂŒnf Monaten Haft auf BewĂ€hrung und einem Tierhalteverbot von fĂŒnf Jahren verurteilt.

Doch das hinderte den nach eigenen Aussagen „bedeutendsten Verband fĂŒr ökologischen Landbau in Deutschland, Bioland“ nicht daran, dem Markdorfer Landwirt zweieinhalb Monate nach dem Urteil ihr Bioland-Zertifikat zu verleihen. Nun haben, ĂŒber zwei Jahre nach dem Urteil, die BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben (Bfano) mit Sitz in Weingarten Bioland wegen „arglistiger TĂ€uschung des Verbrauchers“ angezeigt.

Fragen bleiben unbeantwortet

Offiziell will sich Bioland Baden-WĂŒrttemberg dazu trotz mehrfacher telefonischer und schriftlicher Anfragen nicht Ă€ußern. Wochenlang wurden GesprĂ€chstermine und Antworten rund um Kontrollen und die Zertifikatsvergabe in Aussicht gestellt, um dann telefonisch mitzuteilen: „Es tut uns sehr leid. Aufgrund unserer KapazitĂ€ten können wir Ihre Presseanfrage nicht beantworten.“

Monate spĂ€ter und unter Einschaltung des Bioland-Bundesverbandes meldete sich Christian Eichert, Bioland-GeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr Baden-WĂŒrttemberg, dann doch. Allerdings war er nicht bereit, die entscheidenden Fragen, seit wann man von den MissstĂ€nden wusste, wann die Kontrollen stattgefunden hatten und ob die jahrelange Vorgeschichte bekannt war, zu beantworten. Immerhin: „Dass es in der Vergangenheit Probleme auf dem Hof gab, ist unbestritten“, sagte Eichert und sprach von „ZustĂ€nden, die wir so nicht hinnehmen konnten.“

„Wir hĂ€tten ihn natĂŒrlich kĂŒndigen können“

Daher habe es erhöhte Kontrollen und eine enge Erzeugerberatung gegeben. Auch eine Aberkennung des Biosiegels wĂ€re möglich gewesen. „Wir hĂ€tten ihn natĂŒrlich kĂŒndigen können“, sagte Eichert. Man habe sich dann fĂŒr einen anderen Weg entschieden. Es sei laut Eichert die richtige Entscheidung gewesen, denn „gemeinsam haben wir den Weg aus dem Dilemma geschafft“.

Grundlage dieses Dilemmas ist ein Bioland-Zertifikat fĂŒr den Markdorfer Landwirt aus dem Jahr 2014. Der „SchwĂ€bischen Zeitung“ liegt eine Kopie des Zertifikats vor, unterschrieben vom damaligen Bioland-PrĂ€sidenten Jan Plagge und Walter Heinzmann aus der QualitĂ€tssicherung, gĂŒltig bis zum 31. Dezember 2015.

Dauerhafte Kontrolle kaum möglich

Doch wer oder was ist eigentlich Bioland? Der Verband fĂŒr ökologischen Landbau ist in jedem deutschen Bundesland und in SĂŒdtirol vertreten. Unterteilt in neun LandesverbĂ€nde wirtschaften 6861 Landwirte und 1071 Hersteller (Metzger, BĂ€cker, Molkereien) nach den Bioland-Richtlinien. Gerade hat der Verband Rekordzahlen bei den Mitgliedern veröffentlicht. Im Jahr 2016 entschieden sich 626 Betriebe, Bioland beizutreten – das grĂ¶ĂŸte Wachstum seit 15 Jahren.

Eine dauerhafte Kontrolle der Landwirte ist kaum möglich. Stichproben mĂŒssen ausreichen. So auch im Fall des Markdorfer Landwirtes. Als Grundlage fĂŒr sein Zertifikat soll es zwei Kontrollen im Jahr 2014, am 12. MĂ€rz und 7. Juli, gegeben haben: mit Erfolg. „Die Kontrolle umfasst die Zertifizierungsbereiche: Futterbau, Getreide, GrĂŒnland, Streuobst, Milch, Rinder“, heißt es im Zertifikat. Demnach wurde knapp drei Wochen nach dem Urteil des Amtsgerichtes Überlingen kontrolliert.

Keine MissstÀnde festgestellt

Offiziell wurden damals keine MissstĂ€nde festgestellt. Ob Bioland schon damals vom Urteil wusste, wollte Eichert nicht beantworten. Allerdings hatte besagter Bauer seinerzeit nach dem Urteil die Öffentlichkeit gesucht und sich an die Presse gewandt. Zuletzt war er aber fĂŒr eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Wie es trotzdem zu einer Zertifizierung kam, kann Andreas Löber von der von Bioland beauftragten Kontrollfirma Kontrollverein Ökologischer Landbau nicht sagen. „Ich darf dazu nichts sagen“, beruft er sich auf den Datenschutz. Allerdings achte man darauf, dass in schwierigen FĂ€llen erfahrene PrĂŒfer den Hof kontrollieren. Schließlich gehe es neben dem Tierschutz auch um die Lebensgrundlage der Landwirte. Daher wĂŒrde er sich mehr Spielraum vom Gesetzgeber wĂŒnschen, sodass die zustĂ€ndigen VeterinĂ€re und Gerichte solche VorfĂ€lle melden dĂŒrfen: „Wenn die Behörden die Kontrollstellen nicht informieren, können wir nur mit den Achseln zucken.“ Das sehen auch einige Behörden, wie das zustĂ€ndige VeterinĂ€ramt Bodenseekreis, Ă€hnlich – gerade bei FĂ€llen, wie dem Markdorfer Landwirt: „Ich hĂ€tte es aber nicht fĂŒr möglich gehalten, dass der Betrieb eine Biozertifizierung erhĂ€lt“, sagt GĂŒnter Herrmann, Leiter des VeterinĂ€ramtes.

Das alles ist fĂŒr Edeltraud FĂŒrst, Erste Vorsitzende der BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben (Bfano), aus Weingarten völlig unbegreifbar. UrsprĂŒnglich vom Markdorfer Landwirt mit Vollmacht beauftragt, um ihm zu helfen, wendete sich das Blatt recht schnell. Nachdem sie sich in die umfassenden Unterlagen eingearbeitet hatte, stieß sie auf die Ungereimtheiten der Bioland-Zertifizierung. Seit Januar 2016 versuchte sie, Auskunft von Bioland zu bekommen. Am 29. Januar bat der baden-wĂŒrttembergische Bioland-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Christian Eichert per E-Mail um Geduld bei der Beantwortung der Fragen. Und diese sollte FĂŒrst auch brauchen. Denn Bioland stellte die Kommunikation einfach ein.

Von Verwahrlosung keine Rede

Ein knappes Dreivierteljahr spĂ€ter, am 9. Oktober 2016, schrieb FĂŒrst Bioland erneut an und bat um AufklĂ€rung. Am 26. Oktober 2016 reagierte GeschĂ€ftsfĂŒhrer Eichert dann mit einem Brief. Er sei davon ausgegangen, dass der zustĂ€ndige Kollege den Sachverhalt lĂ€ngst aufgeklĂ€rt habe. Nun wolle er das aber nachholen. Das Zertifikat bedeute, dass bei den Kontrollen alles in Ordnung gewesen sei. Es habe nichts zu beanstanden gegeben. „Im Gegenteil, der Betrieb setzte im Sinne der Artgerechtheit sogar weitergehende AnsprĂŒche um“, heißt es in dem Schreiben.

Von Verwahrlosung, Krankheit und Leid also keine Rede – fast nicht.

Wie ernst es Bioland mit ihrer Maxime ist, wurde auch in der Folge mehr als deutlich. Allerdings mĂŒsste diese wohl eher heißen: keine öffentliche Debatte. Denn Eichert stellte FĂŒrst zwar ein zeitnahes GesprĂ€ch in Aussicht – allerdings nur nach seinen Bedingungen: keine Presse, ohne einen unabhĂ€ngigen VeterinĂ€r und kein Protokoll: „FĂŒr das Ihrerseits nun vorgeschlagene ,Tribunal’ mit externen Personen steht Herr Dr. Eichert – wie bereits mitgeteilt – nicht zur VerfĂŒgung“, heißt es in einem Schreiben an FĂŒrst. Sie hat den GesprĂ€chstermin unter diesen Bedingungen abgesagt. Stattdessen hat sie Anzeige gegen Bioland erstattet.

Bericht verfasst von Oliver Linsenmaier (SchwÀbische Zeitung)
Bild: Oliver Linsenmaier
Januar 2017

Brief an das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft / 25.Jan. 2017


An das
Bundesministerium fĂŒr
ErnÀhrung und Landwirtschaft
Herrn Bundesminister Chr. Schmidt
Wilhelmstr. 54
10117 Berlin

Staatliches Tierwohllabel – Schöner leben in der Massentierhaltung

Sehr geehrter Herr Minister Schmidt,

zum Auftakt der GrĂŒnen Woche stellten Sie Ihre Utopie des Tierwohllabels
in Berlin vor. So soll nach Ihren Äußerungen schon in wenigen Monaten Fleisch aus „artgerechter Haltung“ oder von Tieren, die ein weniger gutes Leben gefĂŒhrt haben, dem Verbraucher zum Erwerb angeboten werden.
Sind das nicht alte Kamellen, mit welchen Sie, Herr Minister, auf sich aufmerksam machten ?
Schon die AnkĂŒndigung, dass bereits 2018 das Label auf Kotelett und Schnitzel zu finden sein werde, ist irritierend.
Gibt es nicht bei weitem noch mehr verwertbares Fleisch bei einer Schlachtung eines Schweines?
Wo bleib das Restfleisch, welches nicht als Kotelett oder Schnitzel angeboten werden kann ?
Mit welcher Kennzeichnung soll der Rest des Schlachttieres auf den Markt kommen?
Darf es in der Tierhaltung artgerechte Haltung oder weniger gute Haltung von Tieren / Nutztieren geben ?
Machen Sie doch endlich NÀgel mit Köpfen, zum Wohl der Tiere, und verbieten Sie zum Wohl von Mensch und Tier die Qualhaltungen, egal ob Schweine, KÀlber, Rinder, Bullen ecpp.
StÀndig werden Millionen zur Erforschung zum Wohl der Tiere und deren Haltungsformen in den Sand gesetzt.
Schon Frau Ministerin Aigner teilte uns im Februar 2013 mit, ich zitiere aus dem Schreiben vom 19.02.2013:
„...Aus diesen GrĂŒnden setzt sich das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) fĂŒr die EinfĂŒhrung eines Tierschutzlabels ein und unterstĂŒtzt u.a. ein entsprechendes Forschungsprojekt des Deutschen Tierschutzbundes mit rund 1 Million Euro.
Dazu erhielten wir ein Schreiben des Vorsitzenden des Dt. Tierschutzbundes, Herrn Thomas Schröder, am 17.06.2014:
Sehr geehrte, liebe Frau FĂŒrst,

...klarstellen will ich gerne, dass die Einstiegsstufe noch keine tiergerechte Haltung darstellt, wie wir sie uns sicher gemeinsam vorstellen. Unser großes Ziel, die artgerechte Haltung, werden wir dabei sicherlich nicht aus den Augen verlieren.
Im Sept. 2016 drohte der 1. Vorsitzende des Dt. Tierschutzbundes, Thomas Schröder, mit Ausstieg aus dem Label und nannte Tierwohl eine „Mogelpackung“.
Hier muss doch gerechtfertigt gefragt werden: Was sind das fĂŒr Machenschaften, Herr Minister Schmidt ?
Auch will der Landwirtschaftsminister von Baden-WĂŒrttemberg, Herr Hauk, zur Erforschung der artgerechten Haltung der Nutztiere, 1,4 Millionen Euro zu VerfĂŒgung stellen (31.12.2016 in der SZ).
Warum Millionen zur Erforschung zum Wohl sinnlos ausgeben, wenn die Zauberformel so einfach ist:
LICHT, LUFT, SONNE, EINSTREU, BEWEGUNSFREIHEIT -
und das fĂŒr alle Tiere !
Zum Wohl der Tiere und der Verbraucher !
Sicherlich leiden darunter werden die Pharmazie-Konzerne, denn die Nachfrage nach Antibiotika in der VeterinÀrmedizin wird deutlich nachlassen, da durch die artgerechte Haltung das Immunsystem der Tiere gestÀrkt wird.
Auch muss noch die Frage an Sie, Herr Minister, gestellt werden: Wo blieb die PrĂ€sentation der Vorstellung zur Hennenerkennung bei der GrĂŒnen Woche unter dem Motto: „KĂŒkenschreddern wird unnötig“ (SZ 16.01.2017).
Im Übrigen fordern wir schon seit 16 Jahren (BSE-Zeiten)
Überwachungskameras in Treib- und Tötungsbuchten der Schlachthöfe. Leider wurde unser Anliegen bisher immer wegen Datenschutz abgelehnt, auch unsere Petition.
Nachdem nun Überwachungskameras ĂŒberall prĂ€sent sind, sollte diese auch die letzten Minuten bzw. Sekunden unserer Schlachttiere dokumentieren, um Qualen wie FehlschĂŒsse festzuhalten.
Einige Großschlachthöfe haben uns mittlerweile dazu einen Zuspruch signalisiert.
Wie wĂ€re es, Herr Minister Schmidt, wenn Sie wenigstens diesen letzten Weg der Tiere gesetzlich so verankern könnten, dass das BetĂ€uben und Entbluten des Schlachttieres so korrekt erfolgt, dass das Schlachttier weder Schmerz noch Leid empfindet; dies ist unserer Meinung nach nur durch Überwachungskameras möglich.
Am 15.07.2015 war in der SZ zu lesen: „Minister Christian Schmidt will Schlachtung trĂ€chtiger KĂŒhe stoppen.“
Wir forderten Sie am 16.11.2014 auf, per Eilverfahren die Schlachtung hoch tragender KĂŒhe zu stoppen.
Leider mĂŒssen wir feststellen, dass Sie, Herr Minister Schmidt, zwar in den Medien sehr prĂ€sent sind, aber unterm Strich mit Ihren AnkĂŒndigungen zum Wohl der Nutztiere nichts zu Wege gebracht haben !
Was sagen Sie zu der KĂ€lberhaltung (Kasten und Iglu) bei -10 bis – 15° C im Freien ? Die KĂ€sten sind nicht ĂŒberdacht. Einige KĂ€lber sind ca. 2 – 3 Tage alt mit Durchfall im Kasten ohne Blickkontakt zu ihren Artgenossen.
Hier handelt es sich nicht um eine Robusthaltung sondern um ein AbkĂ€lbern im Stall, wobei dann das Kalb im Kasten im Außenbereich bei Temperaturen im zweistelligen Minus – Bereich untergebracht wird.
Wozu, so muss sich jeder Mensch fragen, haben wir ein Tierschutz- gesetz, wenn derartige WidersprĂŒche zu finden sind wie in der KĂ€lberhaltung:
KĂ€lber unter 5 Tagen dĂŒrfen nicht unter 10° C im Stall gehalten werden werden; dies gilt jedoch nicht fĂŒr Iglu-Haltung.
Ein Widerspruch in sich!
Wir, Herr Minister, denken:
Weniger versprechen – mehr handeln könnte so viel mehr fĂŒr unsere Nutztiere sein.
Oder könnte es sein,dass Sie Herr Minister Ihre leere Versprechungen zum Wohl der Tiere als auch des Verbrauchers auf artgerechte Nutztierhaltung einfach nur bis zum Ende Ihrer Amtszeit aussitzen wollen?
Nach dem Handeln den Erfolg zu verkĂŒnden wĂ€re sowohl fĂŒr Sie als auch fĂŒr hilfebedĂŒrftigen Tiere ein großer Erfolg !!!
Wir wĂŒnschen Ihnen sehr viele große Erfolge im Sinne unserer Nutztiere!
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen


Edeltraud FĂŒrst
____________________________________________
Edeltraud FĂŒrst / 1. Vorsitzende „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.
Januar 2017

Kastenhaltung von KĂ€lbern bei 2stelligen Minustemeraturen


Wir haben Anzeige erstattet.
Das VeterinÀramt wurde tÀtig.
Ende Oktober 2016

Schweine - Skandal im Ost-Alb-Kreis

Dieses Bild stammt nicht von dem Schweinezuchtbetrieb im Ostalbkreis

(Aus der "schwÀbischen Zeitung 25.10.2016)
Hansjörg Steidle
Staatsanwaltschaft ermittelt gegen Amtstierarzt
Nach MissstĂ€nden im Schweinestall: GeprĂŒft wird, ob der Arzt seinen Pflichten nachgekommen ist

Region sz Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt gegen einen Amtstierarzt des Landratsamts des Alb-Donau-Kreises. Grund sind die MissstĂ€nde in einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis, in dem in den vergangenen Wochen mehr als 80 Schweine getötet und beseitigt werden mussten. Laut Staatsanwaltschaft wird geprĂŒft, ob der Tierarzt fĂŒr die MissstĂ€nde mitverantwortlich ist.

„Wir ĂŒberprĂŒfen, welchen Kenntnisstand der Tierarzt von den VorfĂ€llen in dem Schweinestall auf der SchwĂ€bischen Alb hatte, ob er Hinweise auf die MissstĂ€nde im dem Schweinestall hatte und ob er diesen nachgegangen ist“, erklĂ€rt Oberstaatsanwalt Stefan Adamski von der Staatsanwaltschaft Ulm. Herauszufinden sei, ob der Tierarzt seiner Verantwortung nachgekommen sei, beziehungsweise, ob er pflichtbewusst gehandelt habe.

GeprĂŒft werde auch, wie die objektiven VerhĂ€ltnisse in dem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis waren, und auch die vorliegenden Filmaufnahmen. Die Frage sei, ob diese tatsĂ€chlich dem besagten Betrieb zugeordnet werden können. Unmittelbar nach Bekanntwerden der MissstĂ€nde in dem Schweinemastbetrieb seien die ÜberprĂŒfungen eingeleitet worden, erklĂ€rt Adamski. „Klar, dass wir bei derartigen VorwĂŒrfen aktiv werden mĂŒssen“, so der Oberstaatsanwalt.

Strafrechtlich ermittelt werde selbstverstĂ€ndlich auch gegen den Landwirt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Noch diese Woche entscheidet sich, ob dem Landwirt die Erlaubnis zur Tierhaltung entzogen wird. Bereits in der vergangenen Woche sind dem Mann sĂ€mtliche QualitĂ€tssiegel fĂŒr seinen Schweinemastbetrieb entzogen worden.

Anzeige auch aus Oberschwaben

Zu den Ermittlungen gegen den Tierarzt beim VeterinĂ€ramt des Landratsamts wollte Pressesprecher Bernd Weltin keine Angaben machen. Das sei allein Sache der Staatsanwaltschaft. Der Schweinemastbetrieb stehe nach wie vor unter Kontrolle des VeterinĂ€ramts. Als Zeithorizont habe sich dieses sechs bis acht Wochen gesetzt, bis alle Schweine untersucht und dann eingeschlĂ€fert beziehungsweise geschlachtet seien. Mittlerweile ebenfalls Anzeige erstattet hat (gegen den Amtstierarzt sowie den Landwirt) der Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ (Bfano).

Mehr als 1200 Tiere haben sich in dem Stall befunden, als die MissstĂ€nde aufgedeckt worden sind. Den Untersuchungen zufolge seien etwa 15Prozent der Tiere krank oder verletzt gewesen, die restlichen 85 Prozent gesund. So hĂ€tten bislang mehr als 80 Tiere aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten eingeschlĂ€fert und der Tierkörperbeseitigung „zugefĂŒhrt“ werden mĂŒssen, erklĂ€rt Weltin. Sonst hĂ€tte grundlose QuĂ€lerei fĂŒr die Schweine vorgelegen.

Die gesunden Tiere wĂŒrden geschlachtet, da spreche nichts dagegen. Bis Ende der vergangenen Woche konnten 240 Schweine regulĂ€r geschlachtet werden. Bis in acht Wochen sollen alle 1200 Tiere aus dem Stall weg sein. Auch das VeterinĂ€ramt befasse sich mit Konsequenzen fĂŒr den Tierhalter, mit denen er zu rechnen habe. Es sollen keine neuen Tiere auf den Betrieb kommen, die VerstĂ¶ĂŸe wĂŒrden sicherlich rechtliche Folgen fĂŒr den Landwirt haben.

Mit dem Skandal der Schweinehaltung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis ist auch die Metzgerei Dietz (Sitz in Schopfloch und ein Werk in Heroldstatt) in die Schlagzeilen gekommen, die von dem Landwirt Schweine bezog. Die Firma Dietz hat alle GeschÀftsbeziehungen mit dem Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Zu den VorfÀllen schreibt die GeschÀftsleitung der Firma Dietz:

„Alle Verantwortlichen und die Mitarbeiter der Firma Dietz sind schockiert ĂŒber die offensichtlich herrschenden ZustĂ€nde, ĂŒber das Missachten elementarer Tierschutzregeln und das dadurch verursachte Tierleid in dem landwirtschaftlichen Betrieb. Wir haben lange Jahre mit diesem Betrieb zusammengearbeitet, die handelnden Personen waren bekannt.“ Weiter heißt es: „Es bestand auch aufgrund bester Bewertungen des Betriebs bei Zertifizierungen der Eindruck, dass es sich um einen Betrieb handelt, in dem die Tiere den Standards entsprechend leben und aufwachsen. Es scheint aber offensichtlich, dass es in dem Betrieb zu gravierenden VerstĂ¶ĂŸen gegen Tierschutzverordnungen und damit zu untragbaren ZustĂ€nden gekommen ist. Die Firma Dietz ist als Kunde anscheinend vorsĂ€tzlich ĂŒber die Haltungsbedingungen im Betrieb getĂ€uscht worden. Wir haben deshalb die GeschĂ€ftsbeziehungen mit dem Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt – noch bevor der Fall durch Medienberichte öffentlich wurde.“


ZurĂŒck
Zusatzinhalte
Bild fĂŒr Video: TierschĂŒtzer decken Schweineskandal auf
Ulm/Merklingen 20.10.2016
TierschĂŒtzer decken Schweineskandal auf

TierschĂŒtzer decken Schweineskandal auf
Bild fĂŒr Video: Ermittlungen gegen Amtstierarzt
Ulm 25.10.2016
Schweinemast: Ermittlungen gegen Amtstierarzt

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen Amtstierarzt des Alb-Donau-Kreises. Grund sind die MissstÀnde in einem Schweinemastbetrieb in Merklingen.
TierschĂŒtzer Friedrich MĂŒlln mit der Auszeichnung „Der blinde Maulwurf“: Der Preis wird an angeblich unfĂ€hige oder untĂ€tige Behörden vergeben. Das Landratsamt Alb-Donau-Kreis verweigerte am Donnerstag die Annahme.
Ulm 24.10.2016
Schweinemast in Skandal-Betrieb vor dem Aus

Der Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis, auf dem es zu erheblichen VerstĂ¶ĂŸen gegen den Tierschutz gekommen ist, wird seinen Betrieb voraussichtlich einstellen.
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Ein Mastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis bringt das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in die Kritik.
Ehingen 19.10.2016
Landratsamt verteidigt Tierschutz-Maßnahmen

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises ist derzeit mÀchtig in den Schlagzeilen.
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Dringendes Handeln erforderten die ZustĂ€nde bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis. Bislang mussten mehr als 60 Schweine eingeschlĂ€fert werden. Den Landwirten drohen bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe. Zudem will „Stern TV“ darĂŒber berichten.
Landkreis 17.10.2016
Ermittlungen gegen SchweinezĂŒchter

Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt gegen einen SchweinezĂŒchter im Alb-Donau-Kreis.
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Nicht artgerecht gehalten werden Schweine in einem Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis.
Region 12.10.2016
VeterinÀramt schlÀgt wegen Schweinestall Alarm

Bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis wurden zahlreiche tierschutzrechtliche VerstĂ¶ĂŸe festgestellt.
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Sollte zu einem heimlich aufgenommenen Video aus seinem Schweinestall Stellung nehmen: der CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Rief.


Behörden wollen Schwei­ne­mast in Skan­dal-Be­trieb unter­sagen
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17.10.2016
Ermittlungen gegen SchweinezĂŒchter

Die Staatsanwaltschaft Ulm ermittelt gegen einen SchweinezĂŒchter im Alb-Donau-Kreis. Auch die Fernsehsendung „Stern TV“ wird ĂŒber den Fall berichten.
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Nicht artgerecht gehalten werden Schweine in einem Betrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis.
12.10.2016
VeterinÀramt schlÀgt wegen Schweinestall Alarm

Bei einem Schweinemastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis wurden zahlreiche tierschutzrechtliche VerstĂ¶ĂŸe festgestellt.
Weiter
Ein Mastbetrieb im nördlichen Alb-Donau-Kreis bringt das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises in die Kritik.
19.10.2016
Landratsamt verteidigt Tierschutz-Maßnahmen

Das Landratsamt des Alb-Donau-Kreises ist derzeit mĂ€chtig in den Schlagzeilen. Es werden VorwĂŒrfe laut, dass das Amt den nötigen Kontrollen nicht nachkommen könne.
Weiter
I

25.10.2016, 16:15 Uhr
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Solange die TierĂ€rzte in Deutschland legal(!)an jedem von ihnen verschriebenen Medikament verdienen,solange ist die AnfĂ€lligkeit fĂŒr "GefĂ€lligkeiten" bis hin zur Korruption einfach menschlich gegeben.Man stelle sich das bei den Humanmedizinern vor.Das wĂ€re undenkbar.Keiner wĂŒrde das akzeptieren.
Auch mit dem Hintergrund der Antibiotikaresistenzen bei Tier und Mensch muss hier schnellstmöglich das "System" reformiert werden.TierĂ€rzte haben eine hohe Verantwortung und sollen ordentlich entlohnt werden ĂŒber eine GebĂŒhrenordnung.Aber nicht ĂŒber verordnete Medikamente.Das ist Irrsinn.
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Ulm Schweinemast: Ermittlungen gegen Amtstierarzt







TierschĂŒtzer decken Schweineskandal auf


Ende Oktober 2016

Pferdehaltung im Kreis Sigmaringen

Ende Oktober erhielten wir eine Meldung, wonach...
03.09.2016

Leserbrief in der "SchwÀbischen Zeitung"


Leserbrief, erschienen in der "SchwÀbischen Zeitung" am 03.09.2016

Schmidt und Hauk sind SchwÀtzer

Zum Bericht „ Waffe gegen MegastĂ€lle“ in der SZ vom 25.08.2016


Hoffentlich soll diese AnkĂŒndigung einer Waffe gegen MegastĂ€lle der Bauministerin Barbara Hendricks nicht wieder eine Gutenachtgeschichte fĂŒr die Verbraucher und die Halter von Nutztieren werden.
Große Töne wie Herr Bundeslandwirtschaftsminister Schmid und sein Pendant auf baden-wĂŒrttembergischer Landesebene Hauk zum Thema Nutztierhaltung und deren Verbesserung sowie der Stabilisierung von Milch- und Fleischpreisen kann jeder von sich geben.
Kennen die beiden Herren außer „man wird“ , „man soll“ und „man muss“ auch noch anderen Worte und verbindliche Taten ?
Wie wÀre es mal mit Taten als immer nur Worte ?
Magabetriebe treiben durch GrundflĂ€chennachweis kleinere und mittlere bĂ€uerliche Betiebe in den Ruin. Die Megabetriebe lauern buchstĂ€blich wie Geier ĂŒber den kleineren Betieben, um sie bzw. deren GrĂŒnflĂ€che zu erbeuten.
Nun stellt sich die Frage, wo bleibt letztendlich die GrĂŒnflĂ€che, welche zum Wachstum gefordert wird ?
Wohl weniger im Stallgang zur FĂŒtterung als eher noch als Zuverdienst in der Biogasanlage.
Dies, so scheint es, zum Wohlwollen des Bundeslandwirtschaftministers wie auch das seines Landeskollegen, welche ohne Wenn und Aber zum Wachstum durch mega landwirtschaftliche Betrieben stehen.
Herr Bundeslandwirtchaftsminister Schmid und Minister Hauk sind sehr teure SchwĂ€tzer, welche weder dem Vieh noch den kleinen und mittleren Betrieben etwas bringen. Außer Spesen nichts gewesen !
Bleibt nur zu Hoffen, dass Frau Bauministerin Hendricks diese Herren wachgerĂŒttelt hat.
Denn unsere Landschaftspflege in den Alpen und anderen schwer zugÀnglichem GelÀnde wird von unseren Nutztieren geleistet; und so soll es bleiben.
Dies muss der Mensch endgĂŒltig schĂ€tzen lernen und fĂŒr unsere zustĂ€ndigen Bundes- und Landesminister sollte dies selbstverstĂ€ndlich sein. Ansonsten sind sie fehl am Platze.

Edeltraud FĂŒrst
Mitte / Ende Mai 2016

Rodung einer Hecke wÀhrend der Brutzeit

IAuf......
Ostern 2016

Rinder- und KĂ€lberhaltung

.......
26.02.2016

Jahrelang im dunklen Stall gehalten

Ziegenbock mit Ziege.
Erschreckend: Der Zustand der Klauen. Der Ziegenbock konnte kaum mehr laufen.
Nun sind sie in einem hellen, großen Stall. Im FrĂŒhjahr bekommen sie eine Weide.
Die Klauen wurden jetzt so gut wie möglich ausgeschnitten, in 2 bis 3 Wochen wird nachgeschnitten.
Wie kann man sinen Tieren so etwas antun ?
Besonders der Ziegenbock musste durch diese VernachlĂ€ssigung Schmerz und Leid ertragen. Es ist so, als wĂŒrden einem Menschen ĂŒber Jahre keine FussnĂ€gel geschnitten.
Die Ziegen sind sehr alt und sehr verÀngstigt.
Wir hoffen, dass sie nun noch eine schöne Zeit verbringen können; wir werden alles dafĂŒr tun !










Mai bis September 2015

Klauen von Hochlandrindern in miserablem Zustand

Ein WiederholungstÀter, wenn es um die Verwahrlosung der Klauen seiner Hochlandrinder geht.
Bereits 2013 erstatteten wir Anzeige gegen den Tierhalter. Das VeterinÀramt wurde im Sinne der Rinder tÀtig.
Uns wurde zugesichert, dass diese Rinder weiterhin im Fokus des VeterinĂ€ramtes stehen wĂŒrden.
Aus dem "TierschutzblÀttle" des hiesigen Tierschutzvereins mussten wir nun erfahren, dass wohl eine SpatiergÀngerin
dem Verein wieder MissstÀnde in der Klauenpflege bei den selben Tieren gemeldet hat (Mai 2015).
Laut Tierschutzverein dauerte es von Mai bis Dezember, bis der Fall abgeschlossen war.
Wir brachten in einer erneuten Anzeige gegen den Tierbesitzer auch unsere klare EnttĂ€uschung gegenĂŒber dem VeterinĂ€ramt zum Ausdruck, u. a. mit den Worten: "Vertrauen ist gut - selbst kontrollieren ist besser !?!"
Zum Wohle der Tiere !!!








Februar 2016

Haltung von WasserbĂŒffeln - Wir haben Anzeige erstattet

Es darf nicht sein, dass 16 afrikanische WasserbĂŒffel in einem Futtersilo gehalten werden.
Die Tiere benötigen pro Tier mindestens 5 qm Freilauf, um ihren Belangen nur nahezu gerecht zu werden.
Zumindest mĂŒssten auch ScheuerbĂŒrsten, Leckstahl und genĂŒgend TrĂ€nlen angeboten werden.
SelbstverstĂ€ndlich mĂŒssten Suhlen vor Ort sein, in welchen sich die Tiere WĂ€lzen können.
Auch un der Winterzeit muss den WasserbĂŒffeln genpĂŒgend Wasser angeboten werden, ganz besonders laktierenden Tieren.
Wir gehen davon aus, dass dies auch den VeterinÀren bekannt ist.
Wir werden den Betrieb im Auge behalten.





18.11.2015

Hofbesichtung bei der Stiftung Liebenau


In einem gemeinsamen GesprÀch wurden Haltung und Transportverordnungen (auch von festliegenden Tieren) erörtert.

Bericht auf der Startseite
November 2015

Brief an Herrn MinisterprÀsident Winfried Kretschmann

Staatsministerium Baden-WĂŒrttemberg
Herrn MinisterprÀsident
Wilfried Kretschmann
Richard-Wagner-Str. 15
70184 Stuttgart

Datum: 31.12.2015

Äußerungen von Innenexperte Volker Beck zur Integration von FlĂŒchtlingen in „Phoenix“


Sehr geehrter Herr MinisterprÀsident Kretschmann,

sehr nachdenklich und mit großer Sorge haben wir die Äußerungen von Herrn Beck in der Sendung „Unter den Linden“ zur Kenntnis genommen, in denen er SchĂ€chten von Tieren und die Beschneidung befĂŒrwortet.
Können solche Aussagen und Meinungen des Innenexperten der Bundestagsfraktion der GrĂŒnen der deutschen Bevölkerung zugemutet werden ?
Es gibt nun mal das Morgen- und das Abendland: Andere Religionen, andere Sitten, andere Gesetze.
Sowohl Mensch als auch Tier haben sich hier im Abendland nach großen KĂ€mpfen, sei es um die Gleichberechtigung der Frau als auch um den respektvollen Umgang mit unseren Tieren / Nutztieren gesetzliche Bestimmungen geschaffen.So wurde das SchĂ€chten von Tieren vom Verfassungsgericht untersagt.
Ein Passus wurde jedoch eingebracht: Wenn SchĂ€chten, dann nur aus glaubensnotwendigen GrĂŒnden. Diese Art von Schlachten (SchĂ€chten) muss jedoch bei den jeweiligen LandratsĂ€mtern beantragt werden.
So darf ein Tier laut § 4a Tierschutzgesetz (Dritter Abschnitt: Töten von Tieren) nicht ohne vorherige BetĂ€ubung entblutet werden. Dort heißt es wörtlich: „(1) Ein warmblĂŒtiges Tier darf nur geschlachtet werden, wenn es vor Beginn des Blutentzuges betĂ€ubt worden ist.“
Wir sehen die Abweichung (2) zu (1) nicht gegeben, da das betÀubte Tier beim Entbluten noch lebt, lediglich nur schmerzunempfindlich bis zum Blutkoma ist.
Aus diesem Grund ist das betÀubungslose Entbluten (SchÀchten) von Tieren in keiner Weise gerechtfertigt. Der schlussendliche Tod des Tieres ist der gleiche. Zum Herzstillstand kommt es durch den Blutentzug.
Weshalb mĂŒssen die Tiere durch SchĂ€chten so viel Leid und Schmerz ertragen ?
Wo, so fragen wir uns, bleibt hier die AufklÀrung dieser Leute, welche wohl bei uns integriert werden wollen ?
Auch wir wollen unsere Recte und die unserer Tiere gewahrt wissen.
Gerne sind wir Gastland fĂŒr hilfesuchende Menschen, aber als Gast mĂŒssen sich auch diese den Gegebenheiten vor Ort anpassen.
Wir sind hier in Deutschland und ich denke, wir können stolz sein auf das, was wir geschaffen haben. Wir sind ein sehr soziales Land und bei uns steht der soziale Umgang mit Mensch und Tier sehr im Fokus.
Es darf einfach nicht sein, dass wir unseren respektvollen Umgang mit Mensch und Tier Àndern, nur weil bei uns Menschen auf der Flucht aufgenommen werden, deren Umgang mit Mensch und Tier aus religiöser Sicht anders geregelt ist.
Was heißt es, ein Tier zu schlachten nach deutschem Gesetz ?
Ein Tier wird mit Bolzenschuss vor der Entblutung (Kehlschnitt) betÀubt. Beim Entbluten nach der BetÀubung gelangt das Schlachttier nach dem Kehlschnitt durch Blutverlust ins Koma. Das Herz schlÀgt nach wie vor, das Tier lebt immer noch, bis das Herz aufhört zu schlagen. Dies geschieht, wenn der Körper ins Blutkoma fÀllt; dies geschieht auch so beim SchÀchten, nur, dass das Tier (Rind, Schaf eccp.) beim SchÀchten den ganzen Schmerz des Kehlschnittes ertragen muss, bis es durch Blutverlust ins Koma fÀllt.
Durch Abhörung mit dem Stetoskop ist nachvollziehbar, dass auch durch Bolzenschuss betĂ€ubte Tiere bis ins Blutkoma noch leben, aber von den Schmerzen des Kehlschnittes bis ins Koma nichts spĂŒren.
Wir fragen uns: Weshalb mĂŒssen die Tiere so viel Schmerz und Leid durch Lagerung vor der betĂ€ubungslosen Entblutung erleiden ?
Alle Tiere, die wir verzehren und die deshalb geschlachtet werden, mussten ihr Leben fĂŒr uns geben. Wir zollen diesen Lebewesen Respekt und es darf nicht sein, dass diese fĂŒr unsere kulinarischen BedĂŒrfnisse leiden mĂŒssen.
Wir werden in keiner Weise die Äußerungen Ihres Parteimitglieds akzeptieren.
Wir erwarten von Ihnen, Herr MinisterprĂ€sident Kretschmann, solche Menschen wie Herrn Beck in die Schranken zu weisen, welche solche kaum zu verantwortenden Äußerungen von sich geben.
Wir wĂŒnschen Ihnen und Ihrer Familie alles Gute fĂŒr das Jahr 2016.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

E. FĂŒrst





Oktober 2015

Kinderliebe Hasen suchen ein neues Zuhause

Wir erhielten eine Meldung, wonach eine Familie 20 - 25 Hasen nicht artgerecht im Stall halten wĂŒrde.
Nach 3maliger Anfahrt trafen wir die Hasenbesitzer zu Hause an.
Nach langem Hin un Her durften wir die Unterbringung der Hasen besichtigen.
Sehr erfreulich war, wie freudig und putzmunter da in einem sehr großen Freilaufstall sich die gesamte Hasenschar tollte.
Leider waren HÀsinnen und Böcke nicht getrennt.
Die Hasenbesitzer zeigten sich einsichtig, so dass die Hasen nach Geschlecht getrennt wurden.
Wegen der großen Anzahl der Hasen suchen wir dringend neue PlĂ€tze fĂŒr die Hasen.
Die Familie dachte an 10.- € pro Hase; es werden aber keine als Schlachthasen abgegeben.
Alle Hasen sind sehr kinderlieb und wurden von den Kindern sehr liebevoll umsorgt.
Bitte melden Sie sich, wenn Sie einen guten Platz fĂŒr einen oder besser mehrer Hasen wissen !
September 2015

Pferdehaltung im Bezirk Biberach

Mehrere Meldungen ĂŒber sehr magere Pferde im VeterinĂ€ramtsbezirk Biberach gingen bei uns ein, immer den gleichen Besitzer bereffend.

Die Pferde sind sehr abgemagert, ohne Rauhfutter;
WasserbehÀlter sind entweder leer oder verdreckt.

Anzeige beim VeterinÀramt Biberach: Nach Kontrolle des VeterinÀramts BC wurde die Beseitigung der MissstÀnde angeordnet
September 2015

Hasenhaltung

Kann das wirklich sein ?
Kaninchen mit Krallen in einer LĂ€nge von ca. 5 cm. Die Tiere konnten kaum mehr hoppeln.
Laut Besitzer sind diese Tiere die Lieblinge der Familie.
Sieht so Tierliebe und Tierpflege aus.
Die Krallen sind jetzt gestutzt, die Hasen noch nicht wieder beim Besitzer.
September 2015

Ein glĂŒckliches Schweineleben

Sollen und mĂŒssen Schweine leben, wenn sie ihren BedĂŒrfnissen entsprechend gehalten werden.
Schweine sind sehr reinliche Tiere, sie benötigen eine Suhle (Schlamm), um sich vor Parasiten zu schĂŒtzen.
Auch graben sie gerne in der Erde, um WĂŒrmer, Wurzeln u.a. zum Verzehr zu finden.
Eine Meldung, diesen Schweinen ginge es schlecht, war schlichtweg eine UnverschÀmtheit.
Oder ist es den Menschen lieber, Schweine auf Betonböden ohne Stroh und ohne Auslauf zu finden ?
Nach dieser Meldung mĂŒssen wir leider davon ausgehen !
Sommer 2015

Hasenhaltung in Aulendorf

Mehrere Hasen wurden in einem Pavillon am Straßenrand bei glĂŒhender Hitze, ohne Einstreu, z. T. ohne Wasser und ohne Rau-bzw. GrĂŒnfutter gehalten.fall, wie auf einer MĂŒllhalde.
Wir erstatteten
In und um den Pavillon alles voll Dreck und Abfall, wie auf einer MĂŒllhalde.
Wir erstatteten mehrfach Anzeige beim VeterinÀramt.
Nun endlich sind die Hasen aus dieser schlechten Behausung und Versorgung weggekommen.
Dank dem VeterinÀramt !
30.08.2015

Tierwohl / Bericht in der "SchwÀbischen Zeitung" am 30.08.2015


Der Kampf um das Tierwohl
Ravensburger VeterinĂ€re, Landwirte und TierschĂŒtzer sind sich nicht immer ganz grĂŒn

Tierrechtler bemĂ€ngeln, dass das Tierschutzgesetz LĂŒcken aufweise und zu schwammig formuliert sei. Dieser Graubereich schĂŒtze die schwarzen Schafe unter den Tierhaltern, nicht aber die Tiere, kritisieren sie.
Hans Prinsen
Ravensburg sz Eigentlich wollen sie alle, dass es dem Tier gut geht. Der Amtstierarzt, der Landwirt, der TierschĂŒtzer. Oftmals sind sie einer Meinung, oftmals auch nicht. Diskussionen sind alltĂ€glich: ĂŒber Haltung und Unterbringung, ĂŒber Transport und Schlachtung. Es wird gezankt und beleidigt, mitunter sogar gedroht. Mit tödlichen Folgen: Erst Anfang dieses Jahres hat ein Bauer in Brandenburg einen AmtsveterinĂ€r erschossen; eine andere AmtstierĂ€rztin aus dem baden-wĂŒrttembergischen Bad Mergentheim hat sich vergangenes Jahr selbst umgebracht. Der Druck ist hoch – auch in Ravensburg.
„Ich weiß, wo ihre Tochter jobbt.“ Mit diesen Worten ist Johann Hartmann, Leiter des VeterinĂ€ramtes Ravensburg schon angegangen worden. Spurlos geht das nicht an ihm vorbei. Kleinkriegen lĂ€sst er sich trotzdem nicht. „Als Amtstierarzt muss man vieles schlucken können“, sagt er. Denn in diesem Beruf werde man erst einmal angefeindet: den Landwirten ist man zu pedantisch, den TierschĂŒtzern zu lasch. „Dabei sind wir letztlich nur der Sklave des Gesetzes“, sagt Hartmann. Er und seine zehn Tierarztkollegen im VeterinĂ€r- amt Ravensburg hĂ€tten genaue Vorgaben, an die sie sich halten mĂŒssten. Ihr Auftrag sei die Kontrolle, so wie der Gesetzgeber sie vorschreibt. „Unsere SpielrĂ€ume sind dabei sehr eng“, erklĂ€rt Hartmann.
Anforderungen nehmen zu
Die Anforderungen an Landwirte und VeterinĂ€rĂ€mter sind in den vergangenen Jahren gestiegen. Beide Seiten schimpfen ĂŒber die zunehmende Dokumentationspflicht und Verwaltungsarbeit. „Wir
haben Aufgaben hinzubekommen, die sehr personalintensiv sind“, klagt Hartmann. „Wir mĂŒssen alles genau aufschreiben“, klagt der Schweinebauer Gebhard Sonntag (64) aus Baindt. „Das ist mittlerweile anstrengender als arbeiten“, scherzt er. Mehr als 300 Schweine hat Sonntag auf seinem Hof. Die niedrigen Fleischpreise, die vor allem von den großen Supermarktketten gedrĂŒckt werden, bereiten ihm Kopfzerbrechen. „Erst vor drei Jahren haben wir einen komplett neuen Stall gebaut, und jetzt ist der Preis im Keller“, sagt er.
Genauso wie dem Rinderwirt Paul Maucher aus Bad Waldsee ist es Sonntag wichtig, dass es den Tieren gut geht – auch wenn das fĂŒr die Landwirte nicht immer ganz billig ist. Ein Beispiel: Als es in den vergangenen Wochen so heiß war, hĂ€tten beide fĂŒr ihre Tiere die Beregnungsanlage eingeschalten. „Die VerdunstungskĂ€lte hilft ihnen bei der Hitze“, erklĂ€rt Maucher. Der 64-jĂ€hrige Waldseer, der seinen Familienbetrieb im kommenden Jahr an seinen Sohn ĂŒbergibt, hatte eigenen Aussagen zufolge bislang weder mit VeterinĂ€ren noch mit TierschĂŒtzern Probleme. Seine Philosophie: „Mit Tieren ist es wie mit Menschen: Mit beiden muss man einen respektvollen Umgang pflegen.“ Dennoch weiß er auch von schwarzen Schafen unter den Landwirten.
Die kennt auch die Ravensburger AmtstierĂ€rztin Gabriele Wetzel, zu deren Aufgabengebiet der Tierschutz gehört. Sie schĂ€tzt, dass es im Landkreis Ravensburg rund 1700 Betriebe mit landwirtschaftlicher Nutztierhaltung gibt. Darunter sind ein halbes Dutzend schwerwiegende FĂ€lle pro Jahr. „Vor allem bei kleineren Betrieben gibt es VerstĂ¶ĂŸe“, meint Wetzel. Und ihr Vorgesetzter, Amtsleiter Johann Hartmann, ergĂ€nzt: „Tierhalter, bei denen es Probleme im Stall gibt, haben auch im privaten Umfeld hĂ€ufig Probleme.“ Und diese wĂŒrden sich dann auf die Tierhaltung niederschlagen. „Wir sind also immer auch Seelsorger“, sagt Hartmann.
Zerstochene Autoreifen
Hinstehen und sich durchsetzen – das sind Eigenschaften, die nicht nur ein Amtstierarzt mitbringen muss. Auch die Weingartenerin Edeltraud FĂŒrst, Vorsitzende des Vereins BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, kann davon ein Lied singen. Ihr haben erboste Landwirte schon im Stall aufgelauert und Autoreifen zerstochen. Sie kĂ€mpft trotzdem weiter. Als militante TierschĂŒtzerin wĂŒrde sich FĂŒrst aber nicht bezeichnen. „Ich bin eher Tierrechtlerin“, stellt sie klar. Als Tierrechtlerin Ă€rgert sie sich darĂŒber, dass das Tierschutzgesetz zu schwammig und der Graubereich zu groß ist. Es stört sie, dass es keine konkreten Definitionen gibt. „Jeder weiß heutzutage, was ein Blechschaden am Auto ist, aber was Tierschutz ist, das weiß keiner.“
Auch Peta mischt mit
Mit dem Ravensburger VeterinĂ€ramt pflege sie mittlerweile ein gutes VerhĂ€ltnis, sagt FĂŒrst. Das sei aber nicht immer so gewesen. FĂŒr die VeterinĂ€re wĂŒrde sie sich wĂŒnschen, dass sie mehr Handhabe hĂ€tten. „Ein Amtstierarzt, der seinen Beruf ernst nimmt, muss bei den GesetzeslĂŒcken doch manchmal echt verzweifeln“, so die Weingartenerin.
Dass ein VeterinĂ€ramt von Tierrechtlern gelobt wird, kommt selten vor. Doch auch die Tierschutzorganisation Peta findet im Falle der Ravensburger VeterinĂ€re nur positive Worte. „Unsere Zusammenarbeit mit dem Landkreis Ravensburg ist sehr gut“, sagt Peter Höffken von Peta Stuttgart. Ein Pluspunkt sei, dass sich das VeterinĂ€ramt sofort um die Beseitigung von MissstĂ€nde kĂŒmmere, auf die man hinweise. „Die Ravensburger heben sich hier von anderen Regionen in Deutschland ab“, meint Höffken. „Das liegt eindeutig am Engagement der AmtstierĂ€rzte.“
Anfang September 2015

KĂ€lberhaltung

ErschĂŒtternd, KĂ€lber in Ersatziglus tierquĂ€lerisch zu halten, und das im September 2015 !!!
Jegliche Bewegungsfreiheit wird diesen armen KĂ€lbern genommen.
Nicht mal das Stehen ist möglich, da die Behausung viel zu niedrig ist. Versucht ein Kalb zu stehen, so wird das Wellblech, welches als Dach dienen soll, hoch gedrĂŒckt und leigt auf dem RĂŒcken des Kalbes.
Wir haben Anzeige beim VeterinĂ€ramt Ravensburg mĂŒndlich und auch schriftlich eingereicht.
Schon 2011 war dieser Bauer in der KÀlberhaltung auffÀllig.
Diese Tierhaltung verlieren wir ganz gewiss nicht aus den Augen.
Ende August 2015

Ziegenhaltung jetzt

Es war wirklich nur Unwissenheit mit dem Umgang mit den Ziegen.
Nach Beratung werden die beiden Ziegen nun artgerecht gehalten, frei laufend, ohne angepflockt zu werden.
Auch die Besitzer freuen sich, dass sie ihre Ziegen nun so freudig sehen.
19.08.2015

Üble Ziegenhaltung

Laut Ziegenhalterin fĂŒhrte Unwissenheit im Umgang mit Ziegen dazu, dass diese Ziegen nicht richtig angepflockt wurden. Die Tiere hatten gerade noch ca. 50 cm Bewegungsraum. Zudem war höchste Verletzungsgefahr durch einen Metallspieß, welcher auf einem Bild klar zu erkennen ist.
Wir verlangten ein sofortiges Abpflocken und ab sofort eine artgerechte Ziegenhaltung.
Die Besitzerin bat uns um Hilfe, damit sie ihre Tiere artgerecht halten kann.
Ein ziegen-erfahrenes Mitglied unseres Vereins wird nun den .Leuten mit Rat und Tat zur Seite stehen.
Das VeterinÀramt wurde von uns benachrichtigt. Da sich die Besitzer kooperativ zeigten, sahen wir vorerst von einer Anzeige ab
27.07.2015

Strafanzeige wegen TierquÀlerei

Rossige Stute mit Pony-Hengst bewusst zusammengestellt.
Pony - Hengst verletzte Traber - Mix - Stute schwer beim vergeblichen Versuch, die Traber - Stute zu besteigen.
Die Verletzungen wurden durch die Hufe des Pony - Hengstes und durch Bisse im Genitalbereich verursacht. Die Stute weist auch am ganzen Körper Bisswunden auf, die durch den Hengst verursacht worden sind.
Die Besitzerin nahm diese Attacken des Hengstes auf die rossige Stute billigend in Kauf.
Wir haben Anzeige beim zustÀndigen VeterinÀramt gemacht.
Mittlerweile liegt diese auch der Staatsanwaltschaft Ravensburg vor.
12.08.2015

Wer vermisst Katze mit Baby ?

Wer vermisst Katzenmama mit Jungem
Bitte melden
unter Tel.: 07525 / 2610 oder
unter 0751 58365 mobil 0151 57 91 70 60
28.03.2015

Wieder ĂŒberfĂŒllte Buchten

Leider mussten wir Anzeige beim VeterinĂ€ramt machen, da Buchten total ĂŒberfĂŒllt waren und die Rinder völlig verdreckt. Es gab kaum noch Bewegungsfreiheit.
Das VeterinÀramt wurde aktiv, die Anzahl der Tiere in den Buchten reduziert.
17.03.2015

Neues vom Tierhof Mittelbuch

Nachdem wir erreicht hatten, dass der Tiger in Mittelbuch kastriert wurde, haben wir bei der Stadt Ochsenhausen nach der Sicherheit der Besucher und der umliegenden Bevölkerung die Ausbruchssicherheit der dort gehaltenen Großkatzen betreffend nachgefragt.
Das Antwortshreiben von Herrn BĂŒrgermeister Denzel ist hier einzusehen.
Sehen Sie auch folgende BeitrÀge auf dieser Seite:
++ Haltung von Raubkatzen im Kreis Biberach ++ (September
2014)
++ Wir prostestieren gegen diese Haltung ++ (18.06.2014)
FrĂŒhljahr 2015

Neues zum Sachstand in Ittenhausen






Klicken Sie auch auf folgende BeitrÀge auf dieser Seite:
13.12.2014 / 11.12.2014 / 05.12.2014 / 12.11.2014 06.11.2014 / 28.07.2014 / 29.04.2014 / Anfang April 2014
08.01.2015

Leserbrief in der SchwÀbischen Zeitung

Zum Bericht „Dem GlĂŒck der Schweine auf der Spur“ am 29.12.2014

Das kann doch wohl nicht wahr sein, dass erforscht werden muss, was ein Schwein braucht, um sich wohlzufĂŒhlen !
Ganz einfach: Lasst die Tiere Tiere sein !
Es braucht ganz wenig, um die Tiere artgerecht zu halten: Licht, Luft, Sonne und ihren BedĂŒrfnissen entsprechend Bewegung.
So entwickelt sich ein stabiles Immunsystem; Antibiotika mĂŒssen dann so gut wie keine eingesetzt werden. Der Tierarzt wird ein selten gebetener Besucher werden.
Doch dieses kleine GlĂŒck der Tiere kostet auch seinen Preis an der Fleischtheke. Denn nur, was billig erzeugt wurde, kann auch billigst in den Verkauf gelangen !
Der Verbraucher muss zum Wohle der Tiere (Tierhaltung) umerzogen werden.
Beim Einkauf von tierischen Produkten muss QualitÀt an erster Stelle weit vor QuantitÀt stehen.
Ob dies im im Sinne der Pharmazie und der Fleischmafia ist, muss in Frage gestellt werden !
Edeltraud FĂŒrst
20.12.2014

Bericht in der Presse

Unser Anliegen, Überwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten zu installieren, wofĂŒr wir seit 11 Jahren kĂ€mpfen, ist nicht unbegrĂŒndet.
FehlschĂŒsse, das Aufschlitzen von tragenden KĂŒhen (Schweinen) könnte dokumentiert werden.
Inzwischen sind wir mit unserer Forderung bis in BrĂŒssel vorstellig geworden.
Unsere Korrespondenz mit Großschlachthöfen hat nach 10 Jahren die ersten Erfolge gebracht; einige stellten den Einbau in Aussicht.
Wir bleiben auf jeden Fall dran.
Auch werden wir eine verbindliche Nachfrage stellen, wie viele tragende und hoch tragende KĂŒhe / Schweine bei ihnen jeweils tĂ€glich geschlachtet werden.
Wir werden nicht nachgeben, bis unsere Forderungen erfĂŒllt werden; im Sinne der Tiere, welche zum Verzehr fĂŒr den Menschen getötet werden !
19.12.2014

Volkes Stimme - Leserbriefe

An dieser Stelle können Sie einige der Leserbriefe lesen, die die "SchwÀbische Zeitung zum Thema veröffentlicht hat:

SchwÀbische Zeitung
Mittwoch, 17. Dezember 2014
VON DER ALB ZUR DONAU
Zum Artikel „TrĂ€chtig in den Schlachthof“ aus der SZ-Ausgabe
vom 12. Dezember hat uns folgen-
der Leserbrief erreicht:

Nicht mit Ruhm bekleckert

Ich bin sehr darĂŒber schockiert,
was man hier zu lesen bekommt.
Nicht nur, dass man einem Men-
schen die Existenz genommen hat,
nein es werden trĂ€chtige KĂŒhe ge-
schlachtet. Wenn man zu diesem
Thema etwas recherchiert, ist da-
von auszugehen, dass in Deutsch-
land regelmĂ€ĂŸig trĂ€chtige Rinder
geschlachtet werden. Im Durch-
schnitt geht man von rund zehn Pro-
zent der weiblichen Rinder aus. Das
sind rund 180 000 Tiere jÀhrlich.
Und das ĂŒberwiegend gegen Mitte
oder Ende der TrÀchtigkeit. Ich
selbst bin Mutter
eines Kindes, und
es treibt mir die TrÀnen ins Gesicht,
wenn ich nur daran denke, wie man
qualvoll im
Mutterleib
erstickt auf-
grund Sauerstoffmangels. Meiner
Meinung nach haben hier einige
Personen definitiv ihren Beruf ver-
fehlt.
Eine Schande fĂŒr diejenigen, die
ihren Job richtig machen und im
Sinne der Tiere handeln und nicht
gegen sie. Es ist traurig das Baurecht
vor Tierschutz gilt. Damit haben
sich Baurechtsamtsleiter und ver-
antwortlicher VeterinÀr sicherlich
nicht mit Ruhm bekleckert.

Melanie Dude, Weingarten




Zu den Artikeln: „TrĂ€chtig in den
Schlachthof“ (SZ vom 12. Dezem-
ber) und „Amtstierarzt hat Pflich-
ten voll erfĂŒllt“ (SZ vom 13. De-
zember) erreichte uns folgender
Leserbrief:

„Brauchen wir ĂŒberhaupt noch
ein VeterinÀramt? Aus rein baurecht-
lichen MĂ€ngeln wurden dem Bauern
seine Tiere und seine Existenz ge-
nommen. Es steht sicherlich außer
Frage, dass das VeterinÀramt einge-
schritten wÀre, wenn es tierschutz-
rechtliche Probleme auf diesem Be-
trieb gegeben hÀtte. Nun dem Veteri-
nĂ€ramt den „schwarzen Peter“ zuzu-
schieben, wirft neue Fragen auf:
Weshalb so eine Geheimnistuerei?
Denn wenn die Ohrmarkennum-
mern der geschlachteten Tiere dem
Bauern zugegangen sind, wusste
doch die Stadt Riedlingen bzw. das
Baurechtsamt schon lange vor Bauer
Blum, welche Tiere am 6. November
in Buchloe ihr Ende fanden.

Marie Ackermann, Mietingen

Zum Artikel „TrĂ€chtig in den
Schlachthof“ aus der SZ-Ausgabe
vom 12. Dezember hat uns folgen-
der Leserbrief erreicht:

Als aktiver TierschĂŒtzer schreibe
ich zu diesen ungeheuren Vorkomm-
nissen in Ittenhausen/Mittelbiber-
ach. Offensichtlich haben die Verant-
wortlichen dem Landwirt Blum auf
schÀndlichste Art Leben und Zu-
kunft zerstört. Wenn man Tiere ein-
fach abtransportiert und auch KĂ€l-
ber, die noch an der Aufzuchtsfla-
sche hingen, entweder verkauft oder
eben dann verwertet, sprich schlach-
ten lÀsst. Es scheint egal zu sein,
wenn darunter auch tragende Tiere
sich befinden, die kurz vor der Ge-
burt stehen. Leben von Tieren spielt
aus behördlicher Sicht offenbar kei-
ne Rolle, auch wenn der Bauer Blum
sein Bestmögliches getan hat. Ein
Tier wird nur als verkaufbar oder
verwertbar eingestuft. Der Preis ei-
nes Tieres wird dann mit rund 25 Eu- mn
schlachtet wird. So etwas sind mafiö-
se Strukturen, egal ob davon Leben
abhÀngt oder nicht. Nun muss ich
mich fragen, wo bleibt da unsere Po-
litik, die sich ja wohl auch den Tier-
schutz auf die Fahnen geschrieben
hat. Armes Deutschland!

Andre Höflinger, Ravensburg

13.12.2014

TrĂ€chtige KĂŒhe geschlachtet / Pflichten erfĂŒllt / Kommentar

SZ Riedlingen 13.12.2014
Kommentar von Kerstin Schellhorn

Das darf nicht sein


Das Tierwohl wird in
Deutschland groß ge-
schrieben, weshalb die
artgerechte Haltung von
Nutztieren zu Recht
strengstens ĂŒberwacht
wird. Diese GrĂŒndlich-
keit hat dazu gefĂŒhrt, dass der
Hof des Ittenhausener Landwirts
Edwin Blum zwangsgerÀumt
wurde.
Doch dass die Überwachung
der artgerechten Tierhaltung drei
trĂ€chtigen KĂŒhen ein Ende im
Schlachthof beschert hat, darf
nicht sein. Das ist aus ethischer
Sicht zu verurteilen und fĂŒhrt un-
sere Gesetze ad absur-
dum. Sicher
lich hÀtte
Blum lÀngst handeln
mĂŒssen, um die Zwangs-
rÀumung zu verhindern.
Und sicherlich sind die
beteiligten Behörden
nur ihrer Pflicht nachgekommen.
Aber ein Amtstierarzt sollte
die nötigen Mittel zur VerfĂŒgung
gestellt bekommen, um ausschlie-
ßen zu können, dass trĂ€chtige KĂŒ-
he geschlachtet werden und auf
dem Teller landen – auch wenn
das eine genaue Untersuchung
von mehreren Dutzend Tieren be-
deutet. So viel Zeit MUSS sein


12.12.2014 (Aktualisiert 13.12.2014, 08:19 Uhr)
Kerstin Schellhorn
TrĂ€chtige KĂŒhe geschlachtet: "Pflichten erfĂŒllt“
Drei trĂ€chtige KĂŒhe aus Bestand von Edwin Blum geschlachtet – Rechtlich zulĂ€ssig
Die Tierschutzschlachtverordnung gilt nur fĂŒr Muttertiere, nicht fĂŒr ungeborene Föten.Die Tierschutzschlachtverordnung gilt nur fĂŒr Muttertiere, nicht fĂŒr ungeborene Föten.
Archiv

Ittenhausen sz Der Ittenhausener Landwirt Edwin Blum und die TierschĂŒtzerin Edeltraud FĂŒrst haben der Stadt Riedlingen vorgeworfen, vier hochtragende KĂŒhe nach der ZwangsrĂ€umung des Hofes Anfang November zum Schlachter geschickt zu haben (die SZ berichtete). Nun nimmt das Landratsamt Stellung zum Verbleib der Tiere. Die KĂŒhe leben noch. Drei andere, deren TrĂ€chtigkeit nicht erkannt wurde, sind jedoch geschlachtet worden.

„Es wurden tatsĂ€chlich drei trĂ€chtige KĂŒhe, die aber höchstens im sechsten Monat trĂ€chtig waren, geschlachtet“, schreibt Anita Baier, Pressesprecherin des Landratsamts, in der Pressemitteilung.

Bei den drei Tieren handelt es sich jedoch nicht um die KĂŒhe, die der Amtstierarzt bei der ZwangrĂ€umung Anfang November als hochtragend erkannt hatte. Diese wurden von der Viehhandlung, die die Stadt Riedlingen mit dem Transport beauftragt hatte, nach Mittelbiberach gebracht und weiterverkauft. „Diese Tiere leben noch, sofern der neue Besitzer sie nicht seinerseits zur Schlachtung gegeben hat“, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Die TrĂ€chtigkeit der drei geschlachteten KĂŒhe habe bei der so genannten Pendelprobe nicht erkannt werden können, da das erst bei einer fortgeschrittenen TrĂ€chtigkeit möglich sei, erklĂ€rt Baier. Bei der Pendelprobe wird der Bauch der Kuh in Schwingung versetzt. Der Tierarzt stellt sich neben das Tier und fĂŒhlt mit seinen HĂ€nden nach den Knochen eines Fötus im Bauch der Kuh. Gemacht wird diese Untersuchung aber nur bei Tieren mit Verdacht auf TrĂ€chtigkeit.

Ob es sich bei den geschlachteten KĂŒhen um die Tiere handelt, die Landwirt Blum in seinen Aufzeichnungen als hochtragend gefĂŒhrt hat, steht nicht fest. Baier weist jedoch darauf hin, dass die Tiere „aus rechtlicher Sicht“ geschlachtet werden durften und auch transportfĂ€hig waren. „Die amtstierĂ€rztlichen Pflichten wurden vollumfĂ€nglich erfĂŒllt.“

Des Weiteren weist die Pressesprecherin den Vorwurf von TierschĂŒtzerin FĂŒrst zurĂŒck, dass die Tierschutzschlachtverordnung missachtet worden sei. Dass ein WarmblĂŒter vor Beginn des Blutentzugs betĂ€ubt werden mĂŒsse, gelte nur fĂŒr das Muttertier, nicht fĂŒr den Fötus.

Zudem habe Blum das so genannte HIT-Register (Herkunfts- und Inforamtionssystem fĂŒr Tiere), in das jede VerĂ€nderung im Bestand innerhalb von sieben Tagen eingetragen werden muss, nur unvollstĂ€ndig gefĂŒhrt, schreibt Baier. Etwa ein drittel der 96 beschlagnahmten Tiere sei darin nicht aufgefĂŒhrt gewesen.

„In diesem Register mĂŒssen nur die Geburten festgehalten werden“, wehrt sich der Landwirt. „Mit der TrĂ€chtigkeit hat das nichts zu tun.“ Sein Strafantrag gegen die Stadt Riedlingen wird derzeit geprĂŒft. Edeltraud FĂŒrst vom Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ will nach wie vor Anzeige gegen Unbekannt erstatten.

Die TrÀchtigkeit bei Rindern dauert, Àhnlich der Schwangerschaft beim Menschen, im Durchschnitt neun Monate.

(Bericht in der "SchwÀbischen Zeitung", Ausgabe Riedlingen am 13.12.2014
05.12.2014

Hof wird gerÀumt - Mehr als die HÀlfte der Tiere kommen zum Schlachthof

Pressemitteilung von BfANOeV:

FĂŒnf gesunde hochtragende KĂŒhe geschlachtet

So etwas darf auf keinen Fall passieren, und schon garnicht bei einer seit Monaten geplanten Beschlagnahmung.

Dies kritisieren Martin Gerster, MdB (SPD) und Edeltraud FĂŒrst, BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.

Das Baurechtsamt der Stadt Riedlingen beschlagnahmte am 06.11.2014 wegen Nichteinhaltung baurechtlcher Bestimmungen 96 StĂŒck Vieh, darunter 5 hochtragende und 23 gut laktierende KĂŒhe, mehrere 14 Monate alte Rinder und KĂ€lber sowie MilchkĂ€lber.
5 hochtragende KĂŒhe kamen in den Schlachthof, ebenso 23 gut laktierende sowie einige 14 Monate alte Rinder, 2 davon auch tragend.
Insgesamt 50 Tiere vom Bestand wurden noch am 06.11.2014 getötet.
Laut Dr. Egle vom VeterinÀramt Biberach war der gesamte Bestand seuchenfrei und gesund.
Wir „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“ und Bundestagsabgeordneter Martin Gerster (SPD) verurteilen das Abschlachten der 5 hochtrĂ€chtigen KĂŒhe aufs SchĂ€rfste.
Auch das Schlachten der gut laktierenden KĂŒhe und der Jungrinder ist nicht nachvollziehbar.
Baden-WĂŒrttemberg will bis 2015 einen seuchenfreien Bestand in der Viehhhaltung, und hier wurde ein gesunder und seuchenfreier Bestand Bestand durch das Gießkannenprinzip ausgewĂ€hlt zum Schlachten.
Auch Bauamtsleiter Seifert begrĂŒndet die Schlachtungen der tragenden und laktierenden KĂŒhe damit, dass diese ihren Wirtchaftszweck erfĂŒllt hĂ€tten.
Aus unserer Sicht stellt die Schlachtung tragender, in diesem Fall hochtrĂ€chtiger KĂŒhe einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz und die Tierschutzschlachtverordnung dar.
§ 4a(1) der Schlachtverordnung heißt es zur „Tötung von Tieren“:
„Ein WarmblĂŒter darf nur geschlachtet werden, wenn er vor Beginn des Blutentzugs betĂ€ubt worden ist.“ Dies kann bei hochtragenden Rindern nur bei der Mutterkuh gewĂ€hrleistet werden. Der Fötus muss qualvoll ersticken!
§ 1 des Tierschutzgesetzes heißt es als Grundsatz: „Niemand darf einem Tier ohne vernĂŒnftigen Grund Schmerz, Leid oder SchĂ€den zufĂŒgen.“
Das Schlachten gar hochtragender Rinder ist in keiner Weise vertretbar (außer Notschlachtungen), weder moralisch noch ethisch.
Selbst Fristverstreichungen und Anordnungen, welche vom Bauamt als Folge von Zuwiderhandlungen dazu fĂŒhrten, dass die Tiere beschlagnahmt wurden, rechtfertigen noch lange nicht, dass hochtragende Rinder und ein gesunder Tierbestand nahezu ausgerottet wird.
Wir werden diese Vorgehensweise nicht dulden und ein striktes Verbot der Schlachtung von tragenden Rindern mit sofortiger Wirkung auch in BrĂŒssel fordern.
Baden-WĂŒrttemberg sollte hier eine Vorreiterrolle spielen.
Jeder Bauer sollte bzw. muss Kenntnis darĂŒber haben, ob sein Tier, das er zum Schlachten bringt, trĂ€gt oder nicht. In diesem Fall wurde der Bauer nicht einmal gefragt.
Das Bundesministerium fĂŒr ErnĂ€hrung und Landwirtschaft, Dr. Kluge, teilte uns in in einem Schreiben vom 28.11.2014 mit, dass „das Schlachten hochtrĂ€chtiger KĂŒhe nicht nur moralisch – ethische Fragen aufwirft, sondern auch eine erhebliche Tierschutzproblematik im Hinblick auf die ungeborenen KĂ€lber darstellt.
Ein generelles Umdenken nicht nur in der Haltung unserer Nutztiere sondern auch in der Schlachtung dieser ist dringendst angesagt, auch in einem Land wie Deutschland mit einem Tierschutzgesetz, aber leider mit einem, welches gravierende LĂŒcken aufweist !

FĂŒr den Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V. )


E. FĂŒrst
__________________________________

( E. FĂŒrst / 1. Vorsitzende)

MĂ€rz 2015

Neues von der Tierhaltung in der Gartenanlage beim Sontheimer in Weingarten

Letztes Jahr musste an Pfingsten die Feuerwehr den Tieren (Ziegen / Schaf / Ente / Katze) mit Wasser versorgen.
Der Grund: Ein Ehepaar hielt sich besagte Tiere in einem total verwilderten Schrebergarten.
Damals war eine Ente und eine Katze zusammen in einem kleinen verdreckten Verschlag inmitten von GebĂŒsch und StrĂ€uchern.
Nach mehreren Anzeigen meldeten wir dann Gefahr in Verzug bei der Polizei in Weingarten.
Dies war an Pfingsten 2014.
Nun wieder das gleiche Dilemma: Besagtes Ehepaar hat sich zum Leid der Tiere wieder Katzen zugelegt und diese wieder in den total verdreckten Verschlag gesperrt.
Nach langen Diskussionen bekamen wir schließlich die Katzen.
Sie wurden kastriert und haben mittlerweile eine gute Stelle mit Freigang.
Leider zeigt sich das Ehepaar in keiner Weise zugĂ€nglich, denn sie sind außerdem im Besitz von ca. 40 Hunden, welche sie nach ihrer Aussage in einem Haus liebevoll betreuen.
Wir waren vor Ort: die Haltung ist in keiner Weise artgerecht, von Verletzungsgefahren und Hygiene ganz zu schweigen.
Das Landratsamt wir diesem Elend demnĂ€chst ein Ende setzen. Über den weiteren Verlauf werden wir in KĂŒrze berichten; wir hoffen positiv, im Sinne der Tiere !
12.11.2014

VeterinĂ€r ĂŒberwacht den Viehtransport / Bericht in der SZ

.11.2014 (Aktualisiert 16:01 Uhr)
Marion Buck
VeterinĂ€r ĂŒberwacht den Viehtransport
Landwirt wirft Behörde fehlendes Fachwissen vor

Ittenhausen sz Weil der Ittenhauser Landwirt seinen Bauernhof nicht umgebaut hat und die Fristen fĂŒr die VerlĂ€ngerungen immer wieder verstreichen ließ, wurde ihm am vergangenen Donnerstag der Viehbestand genommen (die SchwĂ€bische Zeitung berichtete). 50 Rinder wurden geschlachtet, 46 sollen verkauft werden. Nun klagt der Bauer das Riedlinger Baurechtsamt an. Er wirft der Behörde fehlendes Fachwissen vor und sagt, dass die KĂŒhe geschlachtet worden seien, weil sie keine sogenannte IBR-Bescheinigung gehabt hĂ€tten. Dem widerspricht Elmar Seifert vom Riedlinger Baurechtsamt. Die KĂŒhe wurden geschlachtet, weil sie ihren Wirtschaftszweck erreicht hatten. Mit der Bescheinigung habe das nichts zu tun.

„Die hĂ€tten meine KĂŒhe nicht schlachten dĂŒrfen“, sagt der Landwirt aus Ittenhausen, dessen Hof in der vergangenen Woche zwangsgerĂ€umt worden ist. Nur wegen der fehlenden Bescheinigung, seien seine KĂŒhe geschlachtet worden, glaubt der Bauer.

Die ganze Aktion wurde veterinĂ€rmedizinisch begleitet, sagt Elmar Seifert vom Baurechtsamt zu dem Vorwurf des Bauern. Der Abtransport der Tiere sei sehr wohl von Experten begleitet worden. Die 96 Tiere wurden nach Mittelbiberach gebracht und von einem Amtstierarzt untersucht. Bei 50 StĂŒck wurde festgestellt, dass sie zu wenig Milch gaben oder zu alt waren. „Sie sind entsprechend ihrer Eignung entweder in die Schlachtung gegangen oder werden verkauft“, erklĂ€rt Seifert. Diejenigen, die geschlachtet wurden, hatten ihren Wirtschaftswert erreicht. Das heiße nun mal so in der Amtssprache, erklĂ€rte Seifert. Auch ihm gefalle dieser Ausdruck nicht. Mit einer IBR-Bescheinigung habe die ganze Aktion nichts zu tun.

Was eine IBR-Bescheinigung ist, kann Dr. Peter Egle vom KreisveterinĂ€ramt erklĂ€ren. Es gehe um das Bovines Herpesvirus 1 (BHV1), landlĂ€ufig als Rinderherpes bezeichnet. Das Land Baden-WĂŒrttemberg will bis 2015 alle StĂ€lle seuchenfrei bekommen. Infizierte Nutztiere mĂŒssen geschlachtet werden. FĂŒr den Menschen ist das Virus unbedenklich. Wer mit Rindern handelt, sei verpflichtet, seinen Bestand auf dieses Virus hin untersuchen zu lassen, erklĂ€rt Egle. Der Test werde bei MilchkĂŒhen ĂŒber die Milch gemacht, bei Rindern ĂŒber das Blut. Wenn die Tests ohne Befund seien, bekĂ€me der Betrieb den Status „seuchenfrei“.

Um die 48 verbleibenden Rindviecher zu verkaufen, musste das VeterinĂ€ramt die Tiere auf Rinderherpes untersuchen. Der Tierbestand ist seuchenfrei. Dass der Bestand gesund war, sei nie in Abrede gestellt worden, so Seifert. Grund fĂŒr die RĂ€umung waren die nicht artgerechten Stallungen und die Versickerung der GĂŒlle im unbefestigten Boden. Der Hof befindet sich in der Wasserschutzzone 3 in einem Karstgebiet mit wasserdurchlĂ€ssigem Gestein.

06.11.2014

Hof wird zwangsgerÀumt / Bericht in SZ-Online

06.11.2014 (Aktualisiert 17:10 Uhr)
Marion Buck
Dem Landwirt gehen die Nerven durch
Bei der ZwangsrĂ€umung eines Bauernhofs kippt der Bauer Milch ĂŒber die Verwaltungsbeamten
Die KĂŒhe des Landwirts wurden am Donnerstagmorgen abgeholt.Die KĂŒhe des Landwirts wurden am Donnerstagmorgen abgeholt.
Thomas Warnack

Ittenhausen sz Dem Ittenhauser Landwirt, der seinen Stall nicht artgerecht umbaute, ist am Donnerstagmorgen der Hof zwangsgerĂ€umt worden. Als seine Tiere in die Transporter verladen wurden, gingen dem Bauern die Nerven durch. Er schnappte sich eine große Kanne Milch und schĂŒttete diese ĂŒber den Verwaltungsbeamten aus. Die Polizei nahm den Landwirt in Gewahrsam. Die Tiere wurden nach Mittelbiberach gebracht und veterinĂ€rmedizinisch untersucht.

Seit mehreren Jahren schon dauert die Geschichte um den Landwirt in Ittenhausen. Am Donnerstagmorgen fand sie ein vorlĂ€ufiges Ende. Grund fĂŒr die ZwangsrĂ€umung war der nicht sachgemĂ€ĂŸe Zustand der Stallungen. Das Baurechtsamt hatte den Bauern aufgefordert, den Stall umzubauen und das Grundwasser vor FĂ€kalien zu schĂŒtzen. DafĂŒr wurden dem Landwirt Fristen gesetzt. Diese wurden verlĂ€ngert und nochmals verlĂ€ngert. Und auch im April, als die Transporter bereits im Hof standen, wurde die RĂ€umung nochmals verschoben. Edeltraud FĂŒrst vom Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ konnte damals einen Aufschub bis zum Herbst erreichen. Die Tiere kamen auf eine Weide des Landwirts. Dort standen die KĂŒhe wĂ€hrend des ganzen Sommers. Das Kreis-VeterinĂ€ramt ĂŒberprĂŒfte den gesundheitlichen Zustand der Tiere. Es gab nichts zu bemĂ€ngeln.

Nun ist Herbst. Die Wiese habe sich mittlerweile in einen Acker verwandelt, sagt Elmar Seifert von der Baurechtsbehörde. In den StĂ€llen stĂŒnden 96 StĂŒck Vieh. Und der Winter stehe vor der TĂŒr. „Wir können das so nicht mehr dulden.“

Dass die RĂ€umung kommen wĂŒrde, wusste der Landwirt. Er hatte am 11. Oktober einen Brief von der Behörde bekommen und glaubte er habe vier Wochen Zeit einzusprechen. Das war ein Irrtum. Als er erfuhr, dass die RĂ€umung fĂŒr Donnerstag angesetzt war, fuhr er am Mittwochnachmittag nach Riedlingen zu Elmar Seifert, um einen weiteren Aufschub zu erreichen. Er wollte noch vier Wochen Zeit, um seinen Viehbestand selbst zu verkaufen. Dieses Mal bekam er keine FristverlĂ€ngerung. Donnerstagmorgen waren Vertreter des Baurechtsamt, der Langenenslinger Verwaltung, des KreisveterinĂ€ramtes, Viehtransporteure und die Polizei vor Ort.


Dem Landwirt gehen die Nerven durch IttenhausenDem Landwirt gehen die Nerven durch

Es gebe keinen Grund seine Tiere vom Hof zu holen. „Die Tiere stehen trocken, sind gefĂŒttert und gemolken und sie haben genĂŒgend Platz“, sagte er und widersprach Seiferts Angaben von 96 Tieren, die noch zwei Tage zuvor gezĂ€hlt worden waren. Der Landwirt gab an, 27 MilchkĂŒhe und 20 StĂŒck Jungvieh und KĂ€lber auf seinem GrundstĂŒck zu haben. Er könne Insolvenz anmelden, wenn sie sein Vieh nun verkaufen, erklĂ€rte er. Weil er seine Existenz bedroht sah, griff der Landwirt zu drastischen Mitteln. Er holte sich eine große Kanne Milch, rannte auf die Gruppe Menschen zu und schĂŒttete im Lauf wenigstens 20 Liter Milch ĂŒber sie. Das meiste bekam Seifert ab. Die Polizei musste eingreifen, den Landwirt in Handschellen legen und in Gewahrsam nehmen.

Die Tiere wurden nach Mittelbiberach gebracht und dort untersucht. Anschließend werden sie verkauft und, was sich nicht mehr verkaufen lĂ€sst, getötet. Nach Abzug der Kosten stĂŒnde der Rest des Erlöses dem Landwirt zu, erklĂ€rte Seifert.

18. / 19. Oktober 2014

Wieder Infostand auf dem Jahrmarkt in Weingarten

Auch dieses Jahr beteiligte sich der Verein mit einem
Informationsstand auf dem Jahrmarkt in Weingarten.
Die Marktbesucher zeigten sich sehr interessiert an den Themen, ĂŒber die der Verein informierte.
Auch Unterschriften wurden gesammelt.
September 2014

TierquÀlerische Bullenmast

Unfassbar, 7 Bullen in einer Bucht von 3 x 3 m.
Im gesamten Stall waren ca. 8 - 10 Buchten ebenso ĂŒberfĂŒllt.
Wir erstatteten Anzeige wegen Verstoßes gegen § 2 (1,2,3) des Tierschutzgesetzes sowie gegen die Mastbullenverordnung, wonach jedem Mastbullen 2,9 qm Bewegungsraum zusteht.
Das VeterinÀramt wurde nach Anzeige sofort tÀtig.
Jetzt sind nur noch 3 Bullen in einer Bucht.
13.10.2014

Bericht in der "SchwÀbischen Zeitung"

Weingarten sz BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V. (BfANO) – hinter diesem etwas sperrigen Namen verbirgt sich der Verein von Edeltraud FĂŒrst und Brigitte Möbius, der sich seit nun genau zehn Jahren fĂŒr die Belange von Nutztieren einsetzt. NatĂŒrlich dulden die beiden Köpfe des Vereins auch keine Vergehen an Katzen oder Hunden, aber in erster Linie kĂŒmmert sich der gemeinnĂŒtzige Verein um das Wohl von Schweinen und Schafen, Rindern oder HĂŒhnern.
Die Macher: Dass die 2. Vorsitzende, Brigitte Möbius, noch in diesem Jahr ihren 90. Geburtstag feiern wird, das glaubt ihr niemand. Das Haar dicht und dunkel wie Graphit, die Augen klar und aufmerksam. Seit 30 Jahren lebt die gebĂŒrtige Stuttgarterin im Schwabenland und immer schon mit Katzen. Im Tierschutz ist sie seit Jahren engagiert, seit zehn Jahren nun ist sie der monetĂ€re Motor des Vereins. Sie bekennt freimĂŒtig, bei Tiertransport-Reportagen weinen zu mĂŒssen. Ihre VereinsgefĂ€hrtin und Schwester im Geiste nennt sie „den Panzer“.
Dass der Panzer, nĂ€mlich Edeltraud FĂŒrst, eine Frau der Tat ist, das bezweifelt keiner, der je mit ihr zu tun hatte. Die 58-JĂ€hrige gelernte Laborantin und 1. Vereinsvorsitzende reklamiert nachdrĂŒcklich Luft, Licht und Sonne fĂŒr jedes Tier. Sie –die man auch „die FĂŒrstin“ nenne- diskutiert mit dem PrĂ€sidenten des Deutschen Bauernverbandes ebenso wie mit dem Landwirt von Nebenan und wer sich gegen ein Tier und dessen Recht vergeht, den zeigt sie beim VeterinĂ€ramt an. Auf ihrer Fahne prangt das Anliegen: Zum Wohl von Mensch und Tier. Dass sie mit prominenten Mitgliedern des Vereins, wie dem Bundestagsabgeordneten Martin Gerster, per „Du“ ist, das ist an mancher Stelle schon manches Mal hilfreich gewesen. „Martin, sag ich dann. Traudl, ich bin da, antwortet er. Das Edel vor meinem Namen lĂ€sst er dann oft weg“, scherzt die FĂŒrstin, die ĂŒbrigens keine Vegetarierin ist. „Aber mir ist es ganz und gar nicht wurscht, woher das Fleisch stammt, das ich esse“, ĂŒbersetzt sie ihre Ansicht von Tierschutz.
AufklÀrung als Vereinszweck
Der Verein: Seit dem 25. Oktober 2004 ist BfANO im Vereinsregister eingetragen, mit dem Ziel, darĂŒber aufzuklĂ€ren, wie Nutztiere artgerecht gehalten werden und wodurch beispielsweise Schlachtmethoden verbessert werden können. Überregionale Tiertransporte sollten generell verboten werden, fordert der Verein, der auch mal Landwirte unterstĂŒtzt, die ihre Tiere trotz finanzieller SchrĂ€glage tierschutzkonform halten. Wer jedoch, wie ein ViehhĂ€ndler in der NĂ€he von Schussenried, seine trĂ€chtigen Mini-Shettlandponys bis zu den BĂ€uchen im Dreck stehen lĂ€sst, der muss mit Besuch von der FĂŒrstin und einer Anzeige rechnen.
Gleich erging es einem Bauer bei Balingen, der seinen SchĂ€ferhund im dunklen Saustall eingesperrt und mit schimmligem Brot am Leben erhalten hatte. Im ersten Fall ist es fĂŒr die Ponys gut, nein: sehr gut ausgegangen. Zehn von ihnen haben mittlerweile auf dem „Hof der Tiere“ bei Edeltraud FĂŒrst ein neues Zuhause gefunden. Der SchĂ€ferhund hingegen war leider nicht zu retten. Als das Gericht endlich ein Urteil gesprochen hatte, war der Hund vom Hof verschwunden. Aktuell beobachtet der Verein die Haltung von Tigern in der NĂ€he von Ochsenhausen. „Und wer sieben Mastbullen in einer Box hĂ€lt, die so groß ist wie ein mickriges Kinderzimmer, der sollte sich auch auf Post vom VeterinĂ€ramt gefasst machen“, mahnt FĂŒrst.
GlĂŒcklicherweise entpuppt sich mancher Hinweise auch als falscher Alarm: Dann stellen die Damen Möbius und FĂŒrst nach freundlicher Inspektion der UmstĂ€nde vor Ort fest: Das ist fĂŒr Mensch und Tier in Ordnung.
Weitere Informationen ĂŒber die Internetseite www.buerger-fuer-nutztiere.de oder unter Telefon 0751/58 36 5 bei Edeltraud FĂŒrst.
(SchwÀbische Zeitung / Barbara Sohler)
28.07.2014

Bauernhof auf der Alb

Die ganze Sache scheint zu eskalieren. Der Viehbestand wir immer grĂ¶ĂŸer statt kleiner.
Wird der Bauer nicht einsichtig, mĂŒssen wir uns von der ganzen Sache distanzieren.
Sowohl das VeterinĂ€ramt Biberach als auch wir waren bemĂŒht, das Problem im Sinne von Mensch und Tier gĂŒtlich zu regeln.
Juli 2014"

"Junior"

Tagelang wurde dieses Pferd auf Hufrehe behandelt.
Die Besitzer waren ĂŒberzeugt, dass es sich um einen Hufabszess oder um einen Fremdkörper handelt.
Doch die VetrinĂ€rin beharrte auf der Diagnose "Hufrehe": Schmerzmittel und Sedierung war die Therapie, außerdem SchlammbĂ€der.
Das Bein bzw. der Huf war nicht warm, keine Pulsierung.
Am 4. Tag verlangten die Besitzer eine Zangenabtastung und Röntgen.
Bei der Zangenabtestung des Hufes kam aus dem Kronrand Eiter und Blut. Vom VeterinĂ€r wurde ein Zugsalbenverband angeordnet und ein blutverdĂŒnnendes Medikament verabreicht.
Am 5. Tag wurde ein Zugsalbenverband an den Unterhuf gemacht, da laut VeterinĂ€r der Abszess von unten aufbrechen mĂŒsste.
Am 6. Tag hatte das Pferd frĂŒhmorgens 39,4° C Fieber.
Der sofort herbei gerufene andere VeterinĂ€r spritzte Antibiotikum, machte SpĂŒlungen und feuchte VerbĂ€nde.
Trotz aller BemĂŒhungen und fachlicher Kompetenz konnte die Fehldiagnose und falsche Behandlung durch die VeterinĂ€rin und den ersten VeterinĂ€r nur noch durch Euthanasie zur Erlösung des Pferdes fĂŒhren.
Durch mangelnde Fachkompetenz musste dieses prachtvolle, 12jÀhrige Pferd sein Leben lassen!
September 2014

Haltung von Raubkatzen im Kreis Biberach

Dem Raubkatzenhalter in Mittelbuch wurde ein Zuchtverbot ausgesprochen. Der Tiger wurde kastriert, so dass es dort keinen Tigernachwuchs mehr geben dĂŒrfte. Auch wurden Auflagen erteilt, werden diese erfĂŒllt, werden keine weiteren Maßnahmen ergriffen.
Wir hatten das Zuchtverbot und artgerechte Haltung beantragt; wir streben auch ein generelles Haltungsverbot fĂŒr solche Tiere an.
Vorerst geben wir uns mit dem Zuchtverbot zufrieden, solange wir keine weiteren MissstÀnde erkennen oder durch andere Leute gemeldet bekommen.
Wir hoffen auf die stÀndigen Kontrollen des VeterinÀramtes.
August / September 2014

Pferdehaltung im UntgerallgÀu

Ein vor Jahren schon einmal auffÀlliger Pferdebesitzer, gegen den auch ein Halteverbot ausgessprochen worden war, legte sich nach Ablauf der Frist wieder Pferde zu.
Leider wurden diese ohne Weidegang auf Beton gehalten, auch ließ die körperliche Verfassung der Tiere sehr zu wĂŒnschen ĂŒbrig.
Anzeige beim VeterinÀramt UnterallgÀu in Mindelheim.
Mittlerweile stehen die Pferde auf der GrĂŒnkoppel.
Das VeterinÀramt behÀlt den Pferdebesitzer weiter im Auge.
11.09.2014

"Tarzan" schwer verletzt

Gerade noch rechtzeitig konnten wir den SchÀferhund, welcher von einem Esel schwer im Gesicht durch einen Hufschlag getroffen worden ist, in die Tierklinik nach Gaisbeuren bringen.
Tarzan war kurz vor dem Verbluten.
Durch die gute tiermedizinische Versorgung geht es "Tarzan" heute wieder gut
Anfang August 2014

Pferdehaltung

Zwei abgemagerte Pferde ohne Einstreu, ohne Wasser und ohne Futter wurden uns gemeldet, und das im schönen Donautal.
Nach Inaugenscheinnahme erstatteten wir Anzeige beim VeterinĂ€ramt Sigmaringen. Dieses sorgte dafĂŒr, dass der Pferdebestand aufgelöst wurde.
09.08.2014

Schwieriges Pony vermittelt

HĂŒbsch, aber unerzogen war das Pony.
Mittlerweile kann dem kleinen Rambo sogar das Halfter angelegt werden.
Die neuen Besitzer freuen sich, dass sie ihn sogar in die Herde integrieren konnten.
25.07.2014

Rinderhaltung im AllgÀu

Zwar werden die KĂŒhe tĂ€glich mit GrĂŒnfutter versorgt, dennoch ist es sehr traurig, dass alle angebunden sind.
Es wird höchste Zeit, dass die Anbindehaltung mit Übergangsfrist endgĂŒltig beendet wird...
Anfang August 2014

Hasenhaltung - Qualvoll der Sonne ausgesetzt

Nicht gerade luxuriös wohnten die Hasen: In einem MeerschweinchenkÀfig.
Mehrere Hasen waren in einem Pavillon, verdreckt ohne Futter und ohne Wasser!
Nach Anzeige beim VeterinÀramt Ravensburg verbesserte sich die Haltung der Tiere.
Die Haltung im MeerschweinchenkÀdig wurde ganz aufgegeben.
18.06.2014

Wir protestieren gegen diese Haltung - sie ist nicht im Sinne des Tierschutzes

Mittelbuch sz Ein nicht alltĂ€gliches Ereignis und das im Herzen Oberschwabens: Dreifachen Tigernachwuchs auf seinem Hof meldet Roland Rohr. Eltern sind die beiden bengalischen Tiger „Raja“ und „Rani“. Ihre Babys sind noch namenlos. Roland Rohr wĂŒrde sich freuen, wenn Interessenten ihm VorschlĂ€ge machen wĂŒrde: „Am liebsten wĂ€re es mir, wenn es indische Namen wĂ€ren“.
Ochsenhausen (dpa/lsw) - Sie sehen aus wie kleine KĂ€tzchen - doch es sind drei bengalische Tigerbabys, die am Mittwoch auf einer Wiese bei Ochsenhausen (Kreis Biberach) herumtollen. Vor gut einem Monat sind die noch namenlosen Raubtiere auf dem Tierhof Mittelbuch zur Welt gekommen. „Geboren wurden vier, aber es ist selten, dass man alle durchkriegt“, sagte Roland Rohr. Der 56-JĂ€hrige ist ausgebildeter Tierpfleger, sein Zoo ist sein Zuhause: Vom Goldfisch bis zum Ozelot leben rund 80 Tiere mit ihm und seiner LebensgefĂ€hrtin auf dem vier Hektar großen Hof. „Und das ist entsprechend entspannt: Die Tiere sind zahm, so dass man seinen Kaffee ruhig einen Meter entfernt vom Puma trinken kann“, sagte Rohr.

Aus einem Hobby wurde eine Lebensaufgabe: Eigentlich ist Rohr gelernter Maschinenbauer, als Rennfahrer schaffte er es bis in die Formel 3. Vor elf Jahren entschied er sich dann, sich voll und ganz den Tieren zu widmen. Er kaufte den Aussiedlerhof, wo er nach eigenen Angaben lediglich Zuchttiere hĂ€lt, die nachweislich nicht in der Wildbahn geboren sind. „Selbst die Stinktiere habe ich mit der Flasche aufgezogen“, berichtete er.

Die Eltern der Neugeborenen, Königstiger Raja und Rani, sind Rohrs ganzer Stolz. Und sein GlĂŒck möchte er teilen: Zwar gebe es feste Öffnungszeiten fĂŒr seinen Hof - die TĂŒr stehe Besuchern aber jederzeit offen.
Bereits im Vorjahr hatte es, wie berichtet, Tigernachwuchs gegeben. Doch der Jungtiger „Aroon“ musste im SpĂ€therbst eingeschlĂ€fert werden, nachdem bei ihm die Glasknochenkrankheit diagnostiziert worden war. Umso glĂŒcklicher ist jetzt Roland Rohr, ĂŒber den erneuten Tigernachwuchs: „Das Trio scheint quietschfidel zu sein. Sie inspizieren schon ihren Zwinger!“

Mit seiner LebensgefĂ€hrtin Irmi kĂŒmmert sich Roland Rohr, frĂŒher Kart- und Rennfahrer, auf dem Hof um gut drei Dutzend Tiere wie Puma, Ozelot, Papageien, Kleinnager, Ziegen oder WaschbĂ€ren. Allesamt sind sie per Hand aufgezogen und durchgefĂŒttert worden.

Vor acht Jahren fand der aus dem Kreis Ravensburg stammende Roland Rohr in Mittelbuch nach eigenen Angaben geeignete Bedingungen, um Tiger und Puma halten zu können.

Bengal-Tiger statt Wellensittich im Wohnzimmer
Ein Ochsenhausener hÀlt sich zu Hause viele exotische Tiere, und ist damit in Deutschland nicht allein
Roland Rohr zieht auf dem Aussiedlerhof Weiherhaus bei Ochsenhausen (Kreis Biberach) drei bengalische Tiger groß.
dpa
Ochsenhausen dpa Imara zieht mit den ZĂ€hnen am Computerkabel. „Nein, lass das“, sagt Roland Rohr. Er schiebt das junge Tier sanft zur Seite. Das schleckt seinem Besitzer kurz die Hand – und rennt wieder zum Computer. FĂŒr das Zusammenleben mit Tieren braucht man gute Nerven. FĂŒr Imara gilt das doppelt: Sie ist ein acht Wochen alter Bengal-Tiger.
„Ein paar Wochen können wir sie noch im Haus behalten, dann muss sie in ein eigenes Gehege“, sagt Rohr. Imara lebt bislang wie ein Hund bei dem 56-JĂ€hrigen und seiner LebensgefĂ€hrtin in der Wohnung. Sie folgt auf dem Fuß, schmust, beschnuppert neugierig ihre Umwelt – und fĂ€llt gerne mal ĂŒber Gardinen her. Dass das Tigerjunge so zutraulich ist, hat einen Grund: Seit seiner Geburt im Mai auf Rohrs Hof bei Ochsenhausen (Landkreis Biberach) wird es mit der Hand aufgezogen.
Leguane, Lamas, KĂ€ngurus
Seine beiden Geschwister, Vater Raja und Mutter Rani sind im Außengehege untergebracht. Sie sind nicht allein: Rund 80 Tiere leben auf dem vier Hektar großen GelĂ€nde, darunter ein Puma, ein Ozelot, WaschbĂ€ren und Stinktiere. Rohr ist in Deutschland kein Einzelfall: Menschen leben mit Geckos oder Leguanen zusammen. Private Halter versorgen Lamas oder KĂ€ngurus. Die Exoten sind begehrt. Statistiken gibt es zwar nicht. Doch SchĂ€tzungen gehen in die Millionen. Allein 840 000 Reptilien werden demzufolge jĂ€hrlich nach Deutschland eingefĂŒhrt. Was muss man vorlegen, wenn man ein ChamĂ€leon kauft? „Nichts“, sagt die Tierschutzbeauftragte Baden-WĂŒrttembergs, Cornelie JĂ€ger. „Außer vielleicht ein TransportbehĂ€ltnis.“ Nur wenn ein Tier unter das ArtenschutzĂŒbereinkommen Cites fĂ€llt, muss der Kauf gemeldet, mĂŒssen Nachweise zur Herkunft vorgelegt werden.
Viele Tiere seien sogar im Internet zu bekommen, sagt JĂ€ger. „Es gibt HĂ€ndler, die – platt gesagt – den schlichten Überschuss der Zoos vermarkten.“ Die GrĂŒnde, exotische Tiere zu halten, seien vielfĂ€ltig. „Es gibt zum Beispiel den Experten, dem es um eine tiergerechte Nachzucht seltener Arten geht.“ Bei anderen gehe es auch um das eigene SelbstwertgefĂŒhl oder um falsch verstandenen Tier- und Artenschutz.
Roland Rohr kann nicht erklĂ€ren, warum ihn wilde Tiere so faszinieren. „Das ist eine Macke“, sagt er. FĂŒr ihn seien Tiere seit der Kindheit wichtig, „das gehört einfach zu meinem Leben.“ Vor einigen Jahren kaufte er den Hof, auf dem er nach eigenen Angaben nur Zuchttiere hĂ€lt, die nachweislich nicht in der Wildbahn geboren sind. Um seine Exoten versorgen zu können, hat der Maschinenbauer zusĂ€tzlich eine TierpflegerprĂŒfung abgelegt.
Laien schĂ€tzten die Entwicklung exotischer Tiere oft falsch ein, warnt JĂ€ger. „Ein Graupapagei wird 50 bis 60 Jahre alt. Wenn man den mit 30 Jahren kauft, muss man heute schon ĂŒberlegen, wer das Tier eines Tages ĂŒbernimmt.“
(Übernommen aus der "SchwĂ€bischen Zeitung")
15.06.2014

Tierkadaver in der Eschach

Angeschwemmte Tierkadaver in Kreuzthal am 13.06.2014

Nachdem wir die Meldung ĂŒber angeschwemmte Tierkadaver an der bayrischen Grenze erhielten und bei einer Ortsbersichtigung feststellten, dass diese bereits entfernt waren, schickten wir folgendes Schreiben an die Polizeiinspektion Kempten:

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie uns telefonisch mitgeteilt und bildlich dokumentiert wurde (Bilder liegen uns vor), wurden am 13.06.2014 und am 14.06.2014 Tierkadaver im Kreuzbach / Eschach in Kreuzthal angespĂŒlt.
Laut Meldung soll es sich um einen Hund gehandelt haben, dessen Fell abgezogen und dessen FĂŒĂŸe abgetrennt waren. Der SchĂ€del war zertrĂŒmmert.
Bei weiteren Kadavern soll es sich um abgezogene Hasen (Katzen) gehandelt haben.
Ein Polizeibeamter aus Kempten wÀre vor Ort gewesen und hÀtte die Feuerwehr Kreuzthal beauftragt, die Tierkadaver zu beseitigen.
Am spĂ€ten Abend des 14.06.2014 hĂ€tte dann die Feuerwehr Kreuzthal (Feuerwehrmann XXXXXX) die Kadaver aus dem Bach genommen und in den Wald gebracht (Fressen fĂŒr den Fuchs).
So wurde uns der Vorgang schriftlich und bildlich beschrieben.
FĂŒr uns nicht nachvollziehbar ist, dass die Tierkadaver nicht zur Untersuchung in ein tierĂ€rztliches Institut gebracht worden sind, da es sich hier wohl um eine tierquĂ€lerische Tötung gehandelt hat und eine hystologische Untersuchung sicherlich zur AufklĂ€rung ĂŒber die UmstĂ€nde des Todes der Tiere gefĂŒhrt hĂ€tte.

Wir „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V“ erstatten hiermit Anzeige gegen Unbekannt wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz
§ 1: Niemand darf einem Tier ohne vernĂŒnftigen Grund Schmerzen,
Leid oder Schaden zufĂŒgen.


Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

E. FĂŒrst


Ende Mai 2014

FragwĂŒrdiger Tierhalter in Weingarten


FragwĂŒrdiger Tierhalter in Weingarten
Tiere mĂŒssen ohne Wasser auskommen
(aus der Internetseite von Radio 7 am 10.06.2014)

Der Verein BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben hat in Weingarten verwahrloste Tiere aus ihrem Verschlag in einer Schrebergartenanlage befreit. Gemeinsam mit der Polizei und Feuerwehr sorgten sie dafĂŒr, daß eine Ente, eine Katze, zwei Zwergziegen und ein Schaf Wasser bekamen. Ein Tierarzt untersuchte die Tiere. Heute schaut sich das VeterinĂ€ramt die LebensumstĂ€nde der Tiere an. Dann soll entschieden werden, ob dem Mann die Tiere genommen werden oder nicht.
Er steht schon lĂ€nger im Fokus des Vereins und des VeterinĂ€ramts, so eine Sprecherin von BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben.

Kaum vorstellbar: Eine Katze und eine Ente werden in der Pampa im kleinen KapÀuschen gehalten.
Auch zwei Zwergziegen und ein Schaf (total verwahrlost) mĂŒssen unter nicht artgerechter Haltung leiden.
Da VeterinĂ€ramt Ravensburg wurde von uns schon vor Wochen ĂŒber diese MissstĂ€nde in der Tierhaltung in den SchrebergĂ€rten "Auf der Reute" in Weingarten durch Anzeige gegen die Tierhalter informiert.
Die Amtsleitung des VeterinĂ€ramtes Ravensburg, Herr Dr. Hartmann, lehnte ein persönliches GesprĂ€ch mit den zustĂ€ndigen AmtsveterinĂ€ren Herrn Dr. Peter Reithmeier und Frau Dr. Gabriele Wetzel ab mit der BegrĂŒndung:
Das Amt befĂ€nde sich im Verfahren, um ordungsgemĂ€ĂŸe ZustĂ€nde sicherzustellen.
Seit mehreren Monaten (nach Angaben der Tierhalterin schon Jahre) befindet sich eine Ente und eine Katze zusammen in einem KapÀuschen eingesperrt, in einer Gartenanlage, sozusagen in der Pampa. Das geliche Schicksal haben zwei Zwergziegen und ein total verwahrlostes Schaf.
Trotz mehrmaligem Hinterfragen beim VeterinÀramt RV ergab sich keinerlei Verbesserung der Haltung!


Bis am 08.06.2014 hat sich an der o. g. Haltung nichts Positives getan. Um 18.00 Uhr hatte es noch 34 ° c im Schatten; die Tiere waren extremen Temperaturen ausgesetzt.

Heute am 09.06.2014 haben wir das Polizeirevier Weingarten informiert und Anzeige gegen den Tierhalter erstattet. Wir haben Gefahr in Verzug geletend gemacht.
Es ist eine Schande, dass Tiere hier vor Ort solche Qualen erleiden mĂŒssen, obwohl wir hier in Deutschland doch ein "gutes" Tierschutzgesetz haben.!?!
Warum denn in das Ausland sehen, wo die Tierqualen sind so nah?
29.04.2014

Bauamt lÀsst Bauernhof in Langenenslingen rÀumen

(Bericht aus der SchwÀbischen Zeitung, Ausgabe Biberach)

Behörde verfĂŒgt: KĂŒhe kommen von der Weide
KreisveterinÀramt veranlasst die Unterbringung bei einem anderen Landwirt
Die rund 50 KĂŒhe eines Landwirts der Gemeinde Langenenslingen sind mittlerweile auf einem anderen Bauernhof untergekommen.
Die rund 50 KĂŒhe eines Landwirts der Gemeinde Langenenslingen sind mittlerweile auf einem anderen Bauernhof untergekommen. (Foto: Thomas Warnack)

Von Marion Buck

Langenenslingen / sz Die knapp 50 KĂŒhe, die am Dienstagmorgen in einer Teilgemeinde Langenenslingens wegen nicht artgerechter Haltung aus den Stallungen auf die Weide gebracht wurden, sind seit Mittwochnachmittag bei einem anderem Landwirt untergebracht. Das hat das KreisveterinĂ€ramt veranlasst, weil die Versorgung der Tiere auf der Weide nicht funktioniere. Edeltraud FĂŒrst vom Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ vermutet in dem Fall BehördenwillkĂŒr. „Wir wĂŒrden uns angreifbar machen, wĂŒrden wir nichts machen“, hĂ€lt Elmar Seifert vom Riedlinger Baurechtsamt dagegen.

Die RĂ€umung des Stalls in der Gemeinde am vergangenen Mittwoch war eine rein baurechtliche Angelegenheit. Am gesundheitlichen Zustand der Tiere gab es nichts zu bemĂ€ngeln. Das KreisveterinĂ€ramt war nur vor Ort, um die TransportfĂ€higkeit der Tiere festzustellen. „Geplant war, die Tiere in einem anderen Stall unterzubringen, um dem Landwirt drei Wochen Zeit zu geben, seinen Hof auf Vordermann zu bringen“, erklĂ€rt Elmar Seifert vom Baurechtsamt.

Unterbringung kostet

Im Herbst vor zwei Jahren wurde Seifert vom Langenenslinger BĂŒrgermeister Werner Gebele auf die ZustĂ€nde auf dem Bauernhof aufmerksam gemacht. Es gab GesprĂ€che mit der Bauernfamilie. In diesem Zusammenhang wurde ein Vertrag zwischen Familie, Gemeinde und dem Baurechtsamt geschlossen, dass die MissstĂ€nde auf dem Hof beseitigt werden mĂŒssten. Der Bauer verpflichtete sich, den unbefestigten Untergrund, auf dem die Tiere unterwegs waren, zu befestigen, um das Grundwasser vor FĂ€kalien zu schĂŒtzen und den Stall so umzubauen, dass eine artgerechte Haltung möglich ist. Allerdings ließ er die gesetzte Frist verstreichen. Das Amt verlĂ€ngerte und verlĂ€ngerte nochmals. FĂŒr Dienstagmorgen war der Abtransport der Tiere angekĂŒndigt.
Vor Ort war auch Edeltraud FĂŒrst vom Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“. Sie konnte erreichen, dass die Tiere auf eine 500 Meter entfernte Weide des Bauern verlagert wurden und nicht – wie geplant – in einem anderen Stall untergebracht wurden. Um fĂŒr den Landwirt Geld zu sparen. Pro Tier kostet eine Unterbringung fĂŒnf Euro am Tag, bei drei Wochen belaufen sich die Kosten auf 10000 Euro. FĂŒrst setzt sich nicht nur fĂŒr die Tiere ein. Die Tierfreundin will auch dem Landwirt helfen. Sie empfindet die Geschichte als BehördenwillkĂŒr. „Da wird versucht, einem Bauern die Existenz zu nehmen.“ Dem widerspricht Seifert. Es gehe nicht darum etwas kaputt zu machen, sondern das umzusetzen, was das Recht verlangt.
Im GesprĂ€ch mit der SchwĂ€bischen Zeitung sagte der Landwirt, er habe am gleichen Tag noch einen Brief von seinem Milchwerk bekommen, dass seine Milch nicht mehr abgenommen werde. Woher dieses von der Aktion wusste, konnte er nicht sagen. „Ich lebe von der Milch.“ Allerdings ĂŒberstĂŒrzten sich bis zum Nachmittag die Ereignisse. Das KreisveterinĂ€ramt schaute sich die Tiere an und stellte fest, dass die Haltung der Tiere auf der Weide nicht funktioniere, erklĂ€rte der Pressesprecher des Landratsamts, Bernd Schwarzendorfer. Sie wurden abtransportiert und bei einem anderen Landwirt untergebracht.

(Erschienen: 01.05.2014 14:55)


(Aus der SchwÀbischen Zeitung, Ausgabe Biberach)
Nicht ordnungsgemĂ€ĂŸe Tierhaltung: Bauamt lĂ€sst Bauernhof in Langenenslingen rĂ€umen
KĂŒhe mĂŒssen aus dem Stall
Der Stall in dem die KĂŒhe untergebracht sind, ist fĂŒr eine artgerechte Haltung nicht geeignet. Deshalb wurden die Tiere am Dienstagmorgen auf die Weide des Landwirts gebracht.
Der Stall in dem die KĂŒhe untergebracht sind, ist fĂŒr eine artgerechte Haltung nicht geeignet. Deshalb wurden die Tiere am Dienstagmorgen auf die Weide des Landwirts gebracht.

Von Marion Buck

Langenenslingen / sz In einer Teilgemeinde Langenenslingens ließ das Riedlinger Bauamt einen Stall rĂ€umen, weil die KĂŒhe nicht artgemĂ€ĂŸ untergebracht sind. Das Vieh kam auf eine Weide, wo es bis zum Herbst stehen kann. Der Landwirt muss bis dahin seinen Stall umgebaut haben. Auf dem Hof sei zwar eine große Unordnung, allerdings gehe es den Tieren gut, sagte Edeltraud FĂŒrst vom Verein fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben. Es handele sich nicht um TierquĂ€lerei.
„Wir haben ihm die Fristen dreimal verlĂ€ngert“, erklĂ€rte Elmar Seifert vom Riedlinger Stadtbauamt. Seit vergangenen Oktober weiß der Landwirt, dass die Evakuierung seines Viehbestands droht. Über den Winter hat das Bauamt nichts unternommen. Am Dienstagmorgen war Schluss. Um 8 Uhr stand eine ganze Mannschaft samt Lastwagen und AnhĂ€ngern auf dem Bauernhof. Neben den Vertretern des Bauamts waren ein Tierarzt vom KreisveterinĂ€ramt und die Polizei vor Ort. 30 Tiere wurden aus dem Stall und mittels Tiertransporter auf eine Weide des Landwirts gebracht. Der Tierarzt ĂŒberzeugte sich davon, dass die Tiere in einem guten Zustand sind. 20 KĂ€lbchen und die trĂ€chtigen KĂŒhe mussten nicht umgesiedelt werden.
WĂ€hrend das Vieh umgesiedelt wurde, gab es aufgeregte GesprĂ€che im Hof. Der Landwirt wollte nicht einsehen, dass das Riedlinger Bauamt nur seiner Arbeit nachging. Schlichtend fungierte Edeltraud FĂŒrst vom Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung“ aus Weingarten. Sie kennt den Landwirt seit dem vergangenen Jahr. Da habe sich bei ihr jemand aus dem Dorf gemeldet und von TierquĂ€lerei gesprochen. Als sie den Stall im Juli aufsuchte, konnte sie keine verwahrlosten Tiere vorfinden. Auch am Dienstagmorgen bescheinigte die Tierfreundin dem Landwirt einen gesunden, schönen Tierbestand. Allerdings sei der Mann mit der ganzen Sache ĂŒberfordert und der Hof in einem unordentlichen Zustand.
Er sei angezeigt worden, sagt der Landwirt der SchwĂ€bischen Zeitung. Einige Dorfbewohner stehen mit ihm wohl auf schlechtem Fuß. Aber auch er selbst nimmt kein Blatt vor den Mund, als ein Dorfbewohner am Dienstagmorgen vorbeiradelt. Da fliegen hĂ€mische Bemerkungen hin und her.
Wegen der Anzeige sei das Landwirtschaftsamt bei ihm aufgetaucht, erklÀrt er weiter. Im vergangenen Jahr habe seinen Anbindestall in einen Laufstall umbauen wollen, deshalb habe er einige Dinge aus dem Stall entfernt. Und damit die PrioritÀt verloren, in diesem Stall Vieh zu halten. Das habe er aber gar nicht gewusst. Er wollte umbauen - aber irgendwie sei ihm dabei die Zeit davongelaufen.
Das Vieh kann nun bis Herbst auf der Weide des Landwirts stehen. Allerdings muss der Bauer seine KĂŒhe zweimal am Tag melken. Das wird das VeterinĂ€ramt ĂŒberwachen, sagt Seifert. Die Evakuierung lief friedlich ab, die Polizei war nur prĂ€ventiv vor Ort.

(Aktualisiert: 29.04.2014 17:54)

Neueste Lage:
Die gesamte Lage hat sich etwas entspannt. Der Bauer fÀhrt zur Zeit seine Silage und sein Heu ein.
Wir werden den Landwirt mit allen uns zur VerfĂŒgung stehenden Mitteln weiter unterstĂŒtzen.
Die total ĂŒberzogene Vorgehensweise des Bauamtes Riedlingen war beschĂ€mend und hat sowohl dem Landwirt als auch den Tieren großes Leid gebracht !
Wir bleiben auf jeden Fall zum Wohl von Bauer und dessen Tieren an der Sache !
Zur Zeit macht der Bauer Heu und Silage. Die Milch wird von der OMIRA wieder abgeholt.
Anfang April 2014

Bauer bittet um Hilfe

Bereits im Sommer 2013 waren wir bei einem Bauern auf der Alb, welcher wohl nach einer Meldung seine KĂ€lber und Rinder nicht artgerecht halten wĂŒrde.
Wir konnten damals keine MissstĂ€nde feststellen; im Gegenteil: Er hatte bei der Hitze Ventilatoren zur KĂŒhlung zum Wohle der Tiere aufgestellt.
Nun erhielten wir am 05.04.2014 um 16.00 Uhr einen Anruf, in welchem der Bauer uns mitteilte, dass seine gesamten Nutztiere in der kommenden Woche durch VerfĂŒgung des Bauamtes seiner Stadt eingezogen wĂŒrden, da er einer Auflage zur Befestigung des Laufplatzes fĂŒr die Tiere nicht nachgekommen sei. Er war total verzweifelt und bat uns um Hilfe.
Am Sonntag, den 06.04.2014 sandten wir dem zustĂ€ndigen Bauamt und dem VeterinĂ€ramt des Bezirks jeweils emails mit der Bitte, dem Bauern fĂŒr ca. 2 Wochen einen Aufschub zu gewĂ€hren, dass er die geforderten Maßnahmen durchfĂŒhren könne.
Auch MdB Martin Gerster (SPD) baten wir, sich fĂŒr den Landwirt einzusetzen. Der Bauer hatte versprochen, uns keine Schande zu machen und mit den Baumaßnahmen umgehend zu beginnen.
Am 07.04.2014 konnte uns besagter Bauer bereits mitteilen, dass ihm der benötigte Aufschub gewÀhrt wurde.
Mittlerweile sind die Bauarbeiten angelaufen.
Lesen Sie dazu auch die nÀchste Seite "Kompromiss"
April 2014

Schlechte Hufpflege

In der NĂ€he von......
05.04.2014

"Leo"

Ein kleines Pony, ca. 10 Jahre alt, wurde zu Fam. FĂŒrst gebracht. Wir gaben ihm den Namen "Leo". Man könnte meinen, "Leo" wĂ€re ein geschrumpfter Haflinger.
"Leo" war zuvor von zwei MĂ€nnern beim Schlachter mitgenommen worden; sehr traurig, denn sie brachten gerade ihr eigenes Pferd dorthin.
Da sie dann aber mit "Leo" nicht klarkamen, brachten sie das Pferdchen zu einem Streichelzoo. Dort kam es gleich in eine Herde und wurde mehrfach gebissen. "Leo" bĂŒchste mehrfach aus und musste dann monatelang alleine in einer Box verbringen.
Dann sollte er als unnötiger Fresser wieder zum Schlachter. Ein Vereinsmitglied von BfANOeV bekam dies mit und bat Fam. FĂŒrst um Hilfe.
"Leo" wurde inzwischen kastriert und wir nun langsam durch Beschnuppern an die Herde gewöhnt Er wurde inzwischen geimpft und entwurmt; der Hufschmied kommt nÀchste Woche.
Jeden Tag spĂŒrt man seine Dankbarkeit !
MĂ€rz 2014

Katzenfangaktion

Kaum zu glauben, aber wahr !
Ein Landwirt hat sich durch Zureden seines VeterinÀrs dazu durchgerungen, seine wild lebenden Katzen kastrieren zu lassen; wohl 12 an der Zahl.
Wir baten eine Katzenstiftung im Kreis um UnterstĂŒtzung bei deer KostenĂŒbernahme. Dies wurde aber gleich abgelehnt mit der BegrĂŒndung, bei nder Stiftung wĂ€ren in letzter Zeit genĂŒgend Kosten angefallen. Der Tierschutzverein Ravensburg / Berg solle sich darum kĂŒmmern.
Wir "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." nahmen uns der Sache selber an.
Innerhalb 1 Woche konnten wir mit Hilfe unserer Falle 12 Katzen kastrieren lassen; davon waren 9 KÀtzinnen darunter. WÀren diese jetzt nicht kastriert worden, hÀtte es bis Herbst mindestens 50 neue Katzenkinder gegeben.
Im Übrigen meldete sich die Katzenstiftung Tage spĂ€ter und wollte wissen, was mit den Katzen geschehen wĂ€re und wo dieser Bauer seinen Hof hĂ€tte.
Wir gaben freundlich zu verstehen, dass wir die ganze Aktion bereits eingeleitet hÀtten.
Das Tolle an der ganzen Sache war, dass der Landwirt die ganzen Kosten selbst ĂŒbernommen hat.
Er hat sich mehrfach fĂŒr unsere große und unkomplizierte Hilfe.
Im Übrigen erhĂ€lt unser Verein keinerlei öffentliche finanzielle Hilfe, da wir kein Tierheim sind.
17.02.2014

Wir konnten "Tarzan" helfen

Eine TierschĂŒtzerin ĂŒbernahm die Kosten fĂŒr die OP von "Tarzan", die dringend notwendig war.

Wir kamen an den Hof und erkannten sofort, dass "Tarzan" schwer erkrankt war.
Der Besitzer konnte leider die finanziellen Mittel nicht aufbringen, "Tarzan" operieren zu lasssen.
25.07.2012 - 24.02. 2014

Briefverkehr mit dem Bundestag wegen Petition

Am 01. Februar 2012 haben wir eine Petition an den deutschen Bundestag gerichtet.
Der Text ist hier zu finden unter "Archivierte AktivitÀten" unter dem Datum 01.02.2012.
Petition Nr. 3-17-10-787-034059 von 2012 mit der Forderung nach Überwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten sowie hohe Strafen fĂŒr zoophile Handlingen an Tieren:

Jahreswechsel 2013 / 2014

Kann das Hunderettung sein ?

Ein sehr lieber SchĂ€fer-Mix war ĂŒber Wochen im Tiermarkt - Angebot. Wir wollten "Bungee" ganz privat zu uns nehmen.
Nach Kontaktaufnahme mit der Pflegestelle wurde uns dann mitgeteilt, dass "Bungee" nunmehr seit 4 Wochen in Deutschland wĂ€re und unter nervösen Darmbeschwerden leiden wĂŒrde. "Bungee" kĂ€me aus Ungarn.
Als wir "Bungee" dann zu uns nahmen, freuten wir uns, dass er mit all unseren Tieren gut zurecht kam.
Doch schon am Abend bekam "Bungee" Durchfall; in der Nacht verkotete er unser ganzes Wohnzimmer. Es war zu spĂŒren, dass es "Bungee" sehr leid tat.
Wir informierten die Pflegestelle, welche meinte: "Bringen Sie ihn doich zurĂŒck!"
Wir wollten jedoch zuerst RĂŒcksprache mit unserem VeterinĂ€r halten. Dieser stellte in einer Kotprobe positiv Giardien fest. "Bungee" jaulte beim Koten, der Kot war schleimig und blutig.
Es war traurig, diesen charaktervollen Hund so leiden zu sehen !
Nach Angaben der Pflegestelle war "Bungee" mindestens schon 4 Wochen in Deutschland mit angeblich nervösem Durchfall.
Es kann doch nicht sein, dass Hunde und Katzen sozusagen aus Auch-EU-LĂ€ndern gerettet werden und dabei mit akutem Giardien-Befall in Pflegestellen zur Vermittlung ausgeschrieben werden.
Diese armen Tiere mĂŒssen vor Vermittlung sozusagen vor Ort von Giardien geheilt werden, bevor sie andere Tiere wie Hunde und Katzen mit ihrem Kot infizieren können.
Giardien gehören zu den Zoonen, welche auch in den menschlichen Organismus eingreifen können.
Leider mussten wir "Bungee" zurĂŒckgeben, da wir privat auch Hund und Katzen halten und absolut keine Möglichlkeit hatten, "Bungee" ĂŒber Wochen isoliert zu halten.
Wir erstatteten Anzeige gegen die Hundehilfe Marika und auch gegen die Pflegestelle.
Das VeterinÀramt Biberach mit ihrem Leiter Herrn Dr. Egle nahm die Ermittlungen auf.
Gerne hÀtten wir "Bungee" nach negativem Giardien-Befund wieder zu uns genommen. Die Hundehilfe Marika lehnte dies aber ab.
Wir werden das Schicksal von "Bungee" und anderen Tierren aus anderen Rettungsstationen ganz sicher verfolgen.
28. Dezember 2013

Es war Weihnachten - und wir leben noch !

Unser Vorbesitzer hat uns der Familie FĂŒrst geschenkt, da er seine GĂ€nsemast aufgab und es nicht ĂŒbers Herz brachte, uns zu schlachten.
Nun leben wir bei Familie FĂŒrst und haben die Namen "Fridolin" und "Marcella" bekommen.
Wir werden artgerecht gehalten und sind froh, dass uns unser Vorbesitzer weiterleben ließ !
28.12.2013

Nicht artgerechte Pferdehaltung im Landkreis Biberach

Wir wurden telefonisch benachrichtigt, dass seit Jahren 5 bis 6 WarmblĂŒter auf engstem Raum in einem Schuppen ohne TrĂ€nke und mit nur minimalem Freilauf gehalten werden. Eine tragende Stute hĂ€tte nur fohlen können, nachdem der Stall geööfnet worden wĂ€re; ansonsten hĂ€tte das Fohlen keinen Platz gehabt, den Mutterleib zu verlassen.
Wir fanden tatsĂ€chlich einen alten, verdreckten Schuppen vor, in welchem 5 WarmblĂŒter und 1 Fohlen in kleinen und sehr niedrigen Boxen gehalten werden. TrĂ€nkebecken sind nicht vorhanden, auch waren keine Eimer mit Wasser vor Ort.
Der Zugang zum Stall war offen. Trotz mehrmaligem Rufenzeigte sich der Besitzer nicht. Auch war der obere Teil der zweiteiligen StalltĂŒre geöffnet, so dass die Tiere wenigstens etwas Tageslicht hatten. Ansonsten ist nur ein Fenster am Schuppen, das Tageslicht einlĂ€sst, aber viel zu wenig, wenn der obere Teil der TĂŒre zu ist.
Die dazugehörige Koppel ist nahezu unbenutzt, man kann kaum Pferdespuren erkennen. So muss man davon ausgehen, dass die Pferde so gut wie keinen Auslauf haben.
Der Allgemeinzustand der Pferde ist qls nicht schlecht zu beurteilen. Aber Tiere, welche sich kaum bewegen können, bauen auch körperlich nicht ab, wenn sie ihr Minimum an Nahrung erhalten.
Das VeterinĂ€ramt Biberach wird von uns ĂŒber diese MissstĂ€nde informiert.
Wir werden diese Pferdehaltung auch weiterhin im Auge behalten und gegebenenfalls Anzeige erstatten.
29.11.2013

Besuch aus dem Kindergarten

Eine große Freude war es fĂŒr und, den kleinen "Wirbelwind-Kindern" die Tiere bei Familie FĂŒrst zu zeigen.
Es ist bewundernswert, wie viel so kleine Kinder (ca. eineinhalb bis zweieinhalb Jahre) schon ĂŒber Tiere wissen und mit welcher Freude sich diese den Tieren nĂ€hern.
Gewiss liegt es daran, dass die Erzieherinnen sehr viel Zeit damit verbringen,den Kleinen einen respektvollen Umgang mit dem Lebewesen Tier so frĂŒh wie möglichst zu vermitteln.
Dies kommt sowohl den Kindern und sicherlich auch den Tieren zugute!
November 2013

Anzeige gegen Tiertransporteur


Unerfreulich: Tiertransporter ĂŒberladen, Rinder nicht gefĂŒttert und getrĂ€nkt

Engen (aho) – Am Donnerstagmorgen hat die Autobahnpolizei auf der A 81 bei Engen einen belgischen Sattelzug angehalten, der 31 trĂ€chtige Rinder ca. 1500 Kilometer weit von Österreich aus dem Großraum Wien nach SĂŒdfrankreich transportieren sollte. Von dort aus sollten die Tiere nach Algerien verschifft werden.
Weil der Transport vier Tonnen schwerer als die gesetzliche Höchstgrenze von 40 Tonnen schwer war, die maximale Höhe von 4 Metern um 28 cm ĂŒberschritten war und der Transport sich ĂŒberhaupt nicht auf dem vorgeschriebenen Weg befand, wurde die Weiterfahrt untersagt.

Am Morgen wurden VeterinĂ€re des Landratsamtes hinzugezogen. Neben den verkehrsrechtlichen VerstĂ¶ĂŸen wurde festgestellt, dass den Tieren kein Wasser und Futter zur VerfĂŒgung stand und diese durch die doppelstöckige Beladung unzureichend Platzhöhe hatten. Es musste von einem nicht sachgerechten Tiertransport ausgegangen werden. Im Laufe des Vormittags wurden die Rinder auf dem GelĂ€nde des Autobahnpolizeireviers mit beschafftem Heu gefĂŒttert und getrĂ€nkt. Derzeit wird ein Transport fĂŒr die HĂ€lfte der Tiere zu einer Zwischenstation organisiert. Der Transport darf dann nur in zwei Transporten weitergefĂŒhrt werden. Bußgeldverfahren wurden eingeleitet, Verfall wird geprĂŒft.


Als wir davon hörten, haben wir sofort Anzeige erstattet.

An 10.11.2013
Staatsanwaltschaft Konstanz
Postfach 10 19 42
78419 Konstanz

Strafanzeige gegen den Transportunternehmer und den Lenker des Tiertransporters aus Belgien, welcher am 07.11.2013 in Engen/Kreis Konstanz von der Autobahnpolizei auf der A 81 gestoppt wurde.

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit stellen wir
„BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“
Strafanzeige gegen o. g. Personen wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und die EU-Transportverordnung.

BegrĂŒndung:
Wir sehen den Schutz dieser 31 trĂ€chtigen KĂŒhe nach strengen nationalen und gemeinschaftlichen Vorschriften verletzt.
Es liegt ein klarer Verstoß gegen die TrĂ€nk- und FĂŒtterungsvorschriften sowie die Verwendung nicht geeigneter Fahrzeuge fĂŒr Langstreckentransporte vor.
Durch Nichteinhaltung der Bestimmungen dieser Verordnung nahmen sowohl Betreiber als auch Fahrer des Transporters vorsÀtzlich Qualen der tragenden Rinder in Kauf.
Danach ist die Ausfuhrerstattung fĂŒr Zuchtrinder in DrittlĂ€nder (Algerien) nach Verstoß gegen die EU-Tierschutz-Transportverordnung nicht gegeben.
Wir bitten die Staatsanwalt, im Sinne der EU-Tierschutztransportverordnung tÀtig zu werden.
Wir bitten um Aktenzeichen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Edeltraud FĂŒrst

An Polizeiposten Engen zur Kenntnisnahme


19. und 20.10.2013

Jahrmarkt in Weingarten

Zuerst waren wir skeptisch, als wir gefragt wurden, ob wir nicht mit einem Infostand am Jahrmarkt vor Ort sein möchten.
Doch es war ein voller Erfolg, kaum jemand interessierte sich nicht fĂŒr unsere ÄktivitĂ€ten.
Die Nachfrage nach artgerechter Nutztierhaltung und Informationen ĂŒber bewussten Einkauf von tierischen Produkten war sehr groß.
25.10.2013

Rinderhaltung / Übler Zustand der Klauen

So was haben wir noch nie gesehen.
Eine Frau, die unseren Flyer an einem der letzten Info-StĂ€nde in Ravensburg mitgenommen hat, informierte uns ĂŒber eine Beobachtung, die sie sĂŒdlich von Ravensburg gemacht hat.
Ein sehr trauriger Anblick und sicherlich sehr schmerzhaft fĂŒr dies Hochlandrinder: Die hornförmigen Klauen, welche vom Tierhalter sicherlich nie geschnitten worden sind.
Durch die extrem langen, nach oben gebogenen Klauen konnten die Tiere auch nicht mehr richtig gehen.
Wir erstatteten Anzeige beim VeterinÀramt Ravensburg
Inzwischen haben wir die RĂŒckmeldung, dass die Klauen in Ordnung gebracht worden sind und die Rinder sich wieder normal bewegen können.
25. November 2013

Hund sucht dringend ein gutes Zuhause

SchĂ€fer – Beagle – Mischling
ca. 4 Jahre alt, sehr lieb, auch im Umgang mit Kindern, sehr
gehorsam.
Herrchen musste ins Pflegeheim.
Hund lebt jetzt an der Kette. Wird unter Schutzvertrag abgegeben

Am letzten Wochenende (Samstag 14.12.2013) wurde "Buddy", so sein Name, erfolgreich an einen guten Platz vermittelt.
Oktober 2013

Pferdehaltung ohne Unterstand

Es dauerte eine Weile, bis wir die uns gemeldeteten Pferde fanden. Es war tatsÀchlich so wie es uns beschrieben worden war.
Pferde auf einer Koppel, ohne Unterstand, jeder Witterung ausgesetzt. Kein einziger Flecken, der trocken war.
Am schlimmsten waren die ZustĂ€nde fĂŒr eine Stute mit ihrem Fohlen.
Die Pferdehalterin war gerade vor Ort, war sehr einsichtig und versprach, diese MissstÀnde schnellstmöglich abzustellen.
Bereits am nÀchsten Tag waren die Pferde in StÀllen mit Auslauf untergebracht.
Ende August 2013

HĂŒhnerhaltung

Aus einer GeflĂŒgelfarm holten wir 10 HĂŒhner aus Bodenhaltung.
Die Hennen hatten z. T. kein Federkleid mehr, waren sozusagen nackt.
Total Ă€ngstlich und sehr, sehr mager; wir kauften sie fĂŒr 2.- € pro Huhn und nahmen sie privat auf den Weltehof.
Mittlerweile habe sie sich gut erholt, sind zutraulich, haben teilweise ein fast komplettes Federkleid und legen jeden Tag ein Ei.
Im Juli 2013

Viehherde bei Bad Saulgau

Großrinderherde stand in praller Sonne ohne Unterstand; auch die TrĂ€nken (3 Badewannen) waren leer.
Nach unserem Einschreiten Ă€nderte der Besitzer seine ZĂ€une und bot so den Tieren BĂ€ume als Wetterschutz an. Auch die TrĂ€nken wurden fortan gefĂŒllt.
Schön, dass ab und an ein Tierhalter nach einem guten GesprÀch auch einsichtig ist !!!
20.04.2013

KĂ€lberhaltung in "Iglus"

Über 14 Tage alte KĂ€lber im ausgedienten WasserbehĂ€lter gehalten.
Zum Teil waren die KĂ€lber so groß, dass sie in diese "Iglus" nicht mehr reinpassten und so keinen Wtterschutz hatten.
Anzeige beim VeterinÀramt.
24.04.2013

Hundehaltung

Herrchen gestorben. Erbe berufstĂ€tig. Die HĂŒndin lebt im Stall: Ein fĂŒr das Tier nicht haltbarer Zustand.
Wir machten Meldung beim VeterinÀramt, welches auch gleich tÀtig wurde.
04.10.2013

Info-Stand in Ravensburg am Welt-Tierschutz-Tag 2013

Wie jedes Jahr am Welt-Tierschutz-Tag waren wir auch diese Jahr wieder mit einem Info-Stand auf dem Lederhausplatz in Ravensburg vertreten.
Von 9.30 bis 16.00 Uhr sammelten wir Unterschriften zu verschiedenen Themen, wie z. B.
*** berwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten in
den Schlachthöfen.
*** Gesetzliche Regelungen ber die Haltung von Raubtieren im
privaten Bereich.
*** Keine Billiglohnarbeiter in den Schlachthöfen.
*** Erhalt der Hecken auf dem Hauptfriedhof in Ravensburg zum
Erhalt der Artenvielfalt der Singvögel
*** u. a.
Der Zuspruch war sehr groß, weil auch das Wetter uns bis auf ein paar Regenschauer positiv gesinnt war.
31.07.2013

Ferienprogramm 2013

Es gab auf dem Weltehof auch 2013 wieder ein Ferienprogramm.
Weiter Bilder und Infos finden Sie auf der Seite "Ferienprogramm - Bericht im Stadtkurier"
23.10.2013

Kuhmorde

SchwÀbische Zeitung am 23.10.2013


Stadtnachrichten Tuttlingen ---

Kuh-Morde: Tatwaffe bleibt verschwunden
20-jĂ€hriger Ex-Soldat sitzt in U-Haft – Polizei observierte den Mann
Drei KĂŒhe soll ein 20-jĂ€hriger Ex-Soldat auf einer Weide in Mahlstetten erschossen haben.
Drei KĂŒhe soll ein 20-jĂ€hriger Ex-Soldat auf einer Weide in Mahlstetten erschossen haben. (Foto: dpa)

Von Katharina PĂŒtz

Kreis Tuttlingen Der 20-JĂ€hrige, der im Verdacht steht, drei KĂŒhe auf einer Weide in Mahlstetten erschossen zu haben, sitzt in U-Haft, die Polizei ist derzeit vor allem auf der Suche nach der Tatwaffe. Ziemlich sicher ist, dass wohl dieser junge Mann, Ex-Bundeswehrsoldat, die Tiere mit einem Schnellfeuergewehr erlegt hat. Diese Sicherheit grĂŒndet sich vor allem auf die Aussagen der Zeugen, die von „mehreren schnellen Salven“ sprechen. PatronenhĂŒlsen haben die Ermittler bislang nicht gefunden, Hinweise sollen aber die Projektile geben. Die steckten in den toten Tieren, die sichergestellt worden sind. Ein VeterinĂ€r untersucht nun die Kadaver, was jedoch nicht mit einer Obduktion zu vergleichen ist, und sichert die Projektile. Die Geschosse gehen dann zum Landeskriminalamt, wo sie ballistisch untersucht werden.

„Wir sind uns aber ziemlich sicher, dass wir den TĂ€ter haben“; sagt der Tuttlinger Polizeisprecher Matthias Preiss. Sein Kollege von der Konstanzer Polizeidirektion, Michael Aschenbrenner, spricht bei den Kuh-Morden von „einer ĂŒberraschenden Eskalation“. Die Ermittler hatten den 20-JĂ€hrigen nach der Tat schnell im Visier, denn ihm lastet die Polizei im Kreis Konstanz mehr als 30 FĂ€lle an, in denen er im Freien „herumgeballert“ haben soll. Allerdings gab es hier keine „VorfĂ€lle Ă€hnlicher Art“, wie Aschenbrenner unserer Zeitung sagt. Zeugen hĂ€tten sich immer mal wieder gemeldet, weil sie Schusssalven gehört hatten. Über diese Hinweise rĂŒckte der Ex-Soldat in den Fokus der Ermittler. „Es ist allerdings schwierig, ihm etwas nachzuweisen“, sagt Aschenbrenner. Nachdem sich der Verdacht gegen den 20-JĂ€hrigen erhĂ€rtete, „haben wir ihn nicht mehr aus den Augen gelassen“, so der Konstanzer Polizeisprecher, „wir haben ihn observiert“. Die Freiluft-Schießereien, etwa im Wald oder in SteinbrĂŒchen, endeten, als der junge Mann in den Kreis Tuttlingen verzog.

„Vereinzelte Meldungen gab es dann auch hier“, sagt Matthias Preiss. Die Tat am spĂ€ten Abend des Sonntags ist in ihrer Art und Weise nicht nur „eine heftige Sache“, sondern nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler „reines Zufallsprodukt und WillkĂŒr“, wie Preiss es formuliert.

Die drĂ€ngendste Frage ist derzeit, wo die Waffe ist. Der Tatortbereich wurde weitlĂ€ufig abgesucht, derzeit wird Hinweisen und Indizien nachgegangen. Mehr als 50 Polizisten waren am Mittwoch den ganzen Tag im Einsatz, um die Waffe zu suchen. Schnellfeuergewehre fallen in Deutschland unter das Kriegswaffenkontrollgesetz, wer damit schießt, begeht ein Kapitalverbrechen, was eine Haftstrafe von mindestens einem Jahr nach sich zieht. Hierzulande sind Polizei und MilitĂ€r die einzigen, die Waffen dieser Gattung legal fĂŒhren respektive nutzen dĂŒrfen.

Bei der Durchsuchung der Wohnung des 20-JĂ€hrigen, er wurde am Montag von einem Sondereinsatzkommando des SEK festgenommen, hatten die Beamten eine Pistole und mehrere hundert Schuss Munition entdeckt, fĂŒr die der Mann keine Erlaubnis besitzt. Auch geht die Polizei derzeit der Frage nach, ob der 20-JĂ€hrige einen MittĂ€ter hatte. „HierfĂŒr haben wir bislang aber keine konkreten Hinweise erhalten“, sagt Matthias Preiss.

Einen Ă€hnlichen Fall hat es im Kreis Tuttlingen bis dato nicht gegeben. Wird der 20-JĂ€hrige angeklagt, drohen ihm nach VerstĂ¶ĂŸen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, das Waffengesetz, das Tierschutzgesetz und wegen SachbeschĂ€digung, bis zu fĂŒnf Jahre Haft.

Zeugen gesucht

In diesem Zusammenhang bittet die Polizei unter den Telefonnummern 07531/9950 (Konstanz) und 07461/9410 (Tuttlingen) um Hinweise von Zeugen: Wichtig fĂŒr die Ermittlungen sind Personen, die in der Tatnacht die SchĂŒsse/Schusssalven gehört haben. Gleichermaßen relevant sind Hinweise zu verdĂ€chtigen Personen oder Fahrzeugen, die in der Nacht von Sonntag auf Montag in oder in der NĂ€he von Mahlstetten gesehen wurden.

(Erschienen: 23.10.2013 16:55)

Wir haben sofort Anzeige erstattet:

An die 23.10.2013
Staatsanwaltschaft Rottweil
Schillerstraße 6
78628 Rottweil

Strafanzeige gegen Unbekannt wegen besonders schweren Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstattet der Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“ Strafanzeige gegen den SchĂŒtzen, welcher im Landkreis Tuttlingen laut Meldung der heutigen Ausgabe der „SchwĂ€bischen Zeitung“ mehrere KĂŒhe, darunter tragende, vorsĂ€tzlich tierquĂ€lerisch getötet hat.
Es liegt im Sinne des Tierschutzes ein besonders schwerer Fall von TierquÀlerei vor.
Hierbei handelt es sich aus unserer Sicht um einen Verstoß gegen § 1 (Grundsatz) und § 4 (Dritter Abschnitt: Töten von Tieren) des Tierschutzgesetzes vor.

BegrĂŒndung: Durch die vorsĂ€tzliche Tat hat der SchĂŒtze die Qual der Tiere billigend in Kauf genommen.

FĂŒr den Verein:

Edeltraud FĂŒrst Brigitte Möbius

18.03.2013 bis Ende Oktober 2013

Neues von den Bannegg-Ziegen - Halter der Bannegg-Ziegen gestorben


Halter der Banneggziegen stirbt einsam mit 74 Jahren
Jahrelanger Nachbarschaftstreit in der Ravensburger SĂŒdstadt findet ein trauriges Ende

Von Annette Vincenz

RAVENSBURG In völliger Einsamkeit ist Heinz M., legendÀrer Ziegenhirte vom Bannegghang, im Alter von 74 Jahren gestorben. Der rebellische alte Mann, der seit Jahren wegen seiner Ziegen im Streit mit seinen Nachbarn lebte, lag offenbar einige Tage tot in seinem Àrmlichen Haus, bevor er gefunden wurde. Zuletzt soll er schwer krank gewesen sein.

M. wohnte seit mehr als 30 Jahren allein und in einfachen VerhĂ€ltnissen in der idyllischen Banneggstraße in der Ravensburger SĂŒdstadt. Seine Ziegen, die er dort hielt, nannte er liebevoll seine „Kinder“. Ansonsten hatte der in Nordrhein-Westfalen geborene Aussteiger wenig Kontakte zur Außenwelt. Das Ă€nderte sich gezwungenermaßen, als am Bannegghang eines der nobelsten Neubaugebiete von Ravensburg entstand. Mit schicken Stadtvillen, in denen reiche Nachbarn lebten, die prachtvolle GĂ€rten anlegten. In denen taten sich die Ziegen, die GrundstĂŒcksgrenzen schnöde ignorierten, gĂŒtlich: Mehrfach verwĂŒsteten sie die GĂ€rten der Nachbarn, zertrampelten die Blumenbeete oder fraßen sie kahl. Zweimal - 2005 und 2007 - gab es in der Banneggstraße auch kleinere VerkehrsunfĂ€lle, weil die frei laufenden Ziegen mit Autos zusammenstießen.

Zudem vermehrten sich die SĂ€ugetiere, die offenbar trotz entgegenlautender Bekundungen des Ziegenhalters nicht alle kastriert oder sterilisiert waren, ungebremst. Zeitweise hat die Herde mehr als 20 Tiere gezĂ€hlt. TierschĂŒtzer traten auf den Plan und beklagten eine nicht artgerechte Haltung: Weil M. im zunehmenden Alter zunehmend paranoid wurde und die Nachbarn verdĂ€chtigte, einzelne verendete Tiere vergiftet zu haben (was Obduktionen allerdings widerlegten), schloss er sie nachts und im Winter oft in einen Verschlag an seinem Haus ein, wo unhaltbare ZustĂ€nde herrschten: Ein im wahrsten Sinne des Wortes bestialischer Gestank ging von dem GrundstĂŒck aus, vereinzelt wurden von den Nachbarn auch Ratten gesichtet. Aber offenbar waren die Tiere immer noch in einem relativ guten Zustand, weshalb das Kreis-VeterinĂ€ramt nicht einschritt. Jedenfalls wurden die Tiere, dessen Haltung M. im Jahr 2004 vom Verwaltungsgericht Sigmaringen im reinen Wohngebiet untersagt worden war, nur einmal fĂŒr kurze Zeit beschlagnahmt und kamen dann wieder frei. Nach SZ-Informationen hatten die Behörden schlicht Angst, dass sich der alte Mann ansonsten etwas antun könnte.

Wegen der eskalierenden Streitereien am Bannegghang suchte Edeltraud FĂŒrst von den BĂŒrgern fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben nach einer besseren Unterbringung fĂŒr M. und seine Ziegen. Aber der alte Mann wollte weder seine Tiere noch seine Wahlheimat verlassen. Schließlich war er ja zuerst da gewesen. Die Nachbarn, denen er leid tat und die ihm helfen wollten, feindete er nur noch an, manchmal ging er auch auf sie los. Schließlich gelang es FĂŒrst im MĂ€rz dieses Jahres, dass M. zwölf Ziegen an einen Hof in Tettnang verkaufte, nachdem ein weiteres Dutzend eingeschlĂ€fert werden musste. Doch dort blieben sie nur ein paar Tage lang. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurden die Ziegen entfĂŒhrt und an einen unbekannten Ort gebracht - die Polizei verdĂ€chtigte M. und einen Freund. Bei dem Freund in Bad Wurzach, einem ehemaligen Bauern, sollen sich die Ziegen mittlerweile aufhalten.

Am Bannegghang ist jetzt auf jeden Fall Ruhe eingekehrt. Das Àrmliche Haus mit dem Holzverschlag wird abgerissen.

(Aktualisiert: 30.10.2013 22:26)





Dreister Diebstahl: zwölf Ziegen in AnhÀnger geladen

Dass zwölf Ziegen aus der Riedstraße verschwunden sind, beschĂ€ftigt auch die Polizei.


Tettnang / pd: Insgesamt zwölf Ziegen im Gesamtwert von etwa 500 Euro haben zwei MĂ€nner am Samstagvormittag von einem umzĂ€unten GelĂ€nde an der Riedstraße in einen AnhĂ€nger geladen und abtransportiert. Als TatverdĂ€chtige konnte die Polizei zwei MĂ€nner im Alter von 61 und 74 Jahren ermitteln. Der Verbleib der gestohlenen Tiere ist bislang unbekannt.

Der Ă€ltere der beiden hatte bereits wenige Tage zuvor vergeblich versucht, die Ziegen von dem GrundstĂŒck zu entwenden, war dabei jedoch von einem Zeugen beobachtet worden, die daraufhin die Polizei verstĂ€ndigte. Die polizeilichen Ermittlungen zum Verbleib der Tiere dauern derzeit noch an.

(Erschienen: 18.03.2013 12:10" SchwÀbische Zeitung")

Inzwischen wurde auf Betreiben des VeterinÀramtes Ravensburg bereits im Mai ein Tierhalteverbot gegen den Tierhalter verhÀngt.
Vor dem 1. Juli 2007

Tierschutzwidrige Haltung von Mini-Shetties

So standen die Mini-Ponies im Dreck, als wir im letzten FrĂŒhjahr auf sie aufmerksam gemacht wurden.

Auch die Presse berichtete:

Mini - Shetties

"SchwÀbische Zeitung" Ausgabe Biberach im Sommer 2007
Ämter machen dem Drama ein Ende

BAD SCHUSSENRIED - Am Ende ist alles recht schnell gegangen. Diese Woche hat das Ordnungsamt des Landkreises zusammen mit dem KreisveterinĂ€ramt und der Polizei gehandelt und den Tierbestand von einem Hof im Bad Schussenrieder Ortsteil Torfwerk geholt. Wie berichtet, hatte es wegen ĂŒbler ZustĂ€nde auf dem Hof massive Klagen gegeben.

Um 6.30 Uhr begann der Einsatz am Donnerstag. Knapp zwei Stunden spĂ€ter waren 19 Ponys, drei Hunde und sechs Schweine verladen und abtransportiert. Überraschend fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte: Die Hofbesitzer waren nicht da. Die Aktion sei von langer Hand geplant gewesen, sagte Rainer Pfisterer vom Ordnungsamt, "den Zeitpunkt konnten wir natĂŒrlich nicht veröffentlichen". Insgesamt 28 Personen waren beteiligt. Neben TierĂ€rzten und den Leitern der betroffenen Ämter waren es PolizeihundefĂŒhrer, die sich um die Hunde kĂŒmmerten, Polizeibeamte der Reviere Bad Schussenried und Biberach und Angestellte eines Viehhandelsunternehmens, die die Tiere transportierten,

Die Ponys wurden vorlÀufig auf einem Hof bei Biberach, die Hunde im Tierheim untergebracht. Die Schwei-ne kamen auf den Schlachthof. Die meist ohnehin wilden Katzen, die vor einigen Wochen behandelt und kastriert worden waren, behielten ihre Freiheit.

Auf den ersten Blick machten die Shetlandponys gestern zwar einen verstörten, aber keinen schlechten Eindruck. Das lag mit daran, dass der Hof schon seit geraumer Zeit unter Beobachtung stand und die Nahrung fĂŒr die Tiere gesichert war. Dass die ZustĂ€nde auf dem Hof untragbar waren, dass verletzte Tiere nicht versorgt wurden, dass ein Pferd eingeschlĂ€fert werden musste, das hat der Leiter des KreisveterinĂ€ramtes, Dr. Peter Egle, gestern noch einmal bestĂ€tigt. Auch, dass vom Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung" Weingarten ein verletzter und abgemagerter Schimmel vom Hof gekauft wurde. Edeltraud FĂŒrst, die Vorsitzende des Vereins, ist "froh, dass nun gehandelt wurde". Der Verein hatte sich an den Bundestagsabgeordneten Martin Gerster gewandt, der wiederum Landrat Dr. Heiko Schmid um Amtshilfe gebeten hatte. Da freilich, sagt Rainer Pfisterer, sei alles schon in die Wege geleitet gewesen. Was die Sache fĂŒr Außenstehende so schwer verstĂ€ndlich mache, sei die Einhaltung von Fristen, die den Tierhaltern bei Erkennen von MĂ€ngeln gesetzt wĂŒrden. Das war im aktuellen Fall nicht anders. Die MĂ€ngel hĂ€uften sich, es erfolgten auch unter Androhung von Zwangsgeld Aufforderungen, sie abzustellen. Als alles nichts nĂŒtzte, wurde gegen den 70-jĂ€hrigen Hobbytierhalter Anfang Mai ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Selbiges war zuvor schon gegen den 72-jĂ€hrigen Bruder verhĂ€ngt worden. Gleichzeitig erging die Aufforderung, den Tierbestand zu verĂ€ußern. Diese letzte Frist ist am 15. Juni abgelaufen. Gleichsam das Signal zum Handeln. WĂ€re fĂŒr die Tiere Gefahr im Verzuge gewesen, sagt Rainer Pfisterer, "hĂ€tten wir sofort eingegriffen".
Ämter machen dem Drama ein Ende

Ponys werden verkauft

Mehrere TierĂ€rzte haben die Ponys untersucht und TierpĂ€sse erstellt. Die Ponys sollen verkauft werden. Der Weingarter Verein will ein Angebot angeben und die Tiere dann in gute HĂ€nde abgeben. Gemeldet hĂ€tten sich in den zurĂŒckliegenden Tagen einige Leute, die Platz hĂ€tten. Mit dem Geld aus dem Verkauf werden ĂŒbrigens zunĂ€chst die Kosten fĂŒr den Einsatz gedeckt.
Dr. Peter Egle will nun dafĂŒr sorgen, dass auf dem gestern gerĂ€umten Hof grundsĂ€tzlich keine Tierhaltung mehr geschieht.

Auch andere Medien berichteten, u.a. SWR 4 Bodenseeradio


Martin Gerster, MdB: fordert Einschreiten

Allgemein

100 Tiere in Bad Schussenried leiden Qualen

Auf einem Bauernhof im Bad Schussenrieder Ortsteil Torfwerk werden nach Informationen des Biberach- Wangener SPD- Bundestagsabgeordneten Martin Gerster seit lĂ€ngerer Zeit etwa 100 Tiere zum Teil bis zur Verendung gequĂ€lt. Gerster hat sich jetzt deshalb an den Biberacher Landrat Dr. Heiko Schmid gewandt mit der Bitte, ĂŒber das KreisveterinĂ€ramt sofort Abhilfe zu schaffen und die Tiere zu retten.

Wie der SPD- Abgeordnete mitteilte, habe er aus zuverlĂ€ssigen Quellen erfahren, dass der betreffende Landwirt etwa 50 Katzen, 20 Ponys sowie Schweine, Hunde und Pferde unter katastrophalen Bedingungen halte. Über den Zustand der Tiere liegen Gerster zahlreiche Fotos vor. „Viele Tiere sind unterernĂ€hrt, krank oder verletzt und stehen zum Teil kurz vorm Verenden“, so Gerster. Völlig unverstĂ€ndlich sei, dass der ĂŒber 80- jĂ€hrige Landwirt trotz eines schon 1984 auferlegten Haltungsverbots nun als angeblicher Hobbytierhalter ĂŒberhaupt weiter Tiere besitzen dĂŒrfe.
Das Biberacher KreisveterinĂ€ramt wurde laut Gerster schon vor Wochen aus seinem Betreuungswahlkreis Ravensburg/Bodensee vom Weingartener Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ ĂŒber die ZustĂ€nde informiert. Bisher sei jedoch noch nichts Entscheidendes passiert. Der SPD- Abgeordnete unterstĂŒtzt den Verein fĂŒr artgerechte Tierhaltung und will, dass dem Betroffenen die Tiere entzogen und einem neuen und tiergerechten Halter zugefĂŒhrt werde



Homepage Kreisverband Biberach an der Riß
Veröffentlicht am 20.06.200
31.07. und 05.08.2013

Ferienprogramm --- Bericht im Stadtkurier

Das haben wir noch
gehört...
Tiere beruhigen
Ferienprogramm Weingarten

Traudel FĂŒrst vom Weltehof
Weingarten berichtet ĂŒber das
Ferienprogramm Weingarten:
„Wie wichtig es ist, dass Kinder
Kontakte zu Tieren haben, zeig-
te sich wieder bei unserem Feri-
enprogramm. An zwei Tagen
waren 45 Kinder im Alter von 8
bis 12 Jahren bei uns am Welte-
hof in Weingarten.
Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artge-
rechte Nutztierhaltung Ober-
schwaben e. V." veranstaltete
im Rahmen des Weingartener
Ferienprogramms diese Tage
mit Tieren. Voller Freude und
mit großer Aufmerksamkeit
nahmen die Kinder am Gesche-
hen mit Umgang und Pflege der
Tiere am Hof teil. Es ist einfach
schön zu sehen, wie die Kinder
die NĂ€he zu den Tieren genie-
ßen. Es ist immer mucksmĂ€us-
chenstill am Hof, obwohl so vie-
le Kinder da sind. Tiere haben
eine sehr beruhigende Wirkung
auf Kinder! Und dies nicht nur
auf Kinder.

24.09.2013

Schulklasse aus Weißenau zu Gast

Lehrer Raimund Schneider war bereits frĂŒher mit SchĂŒlern der Kuppelnau-Schule Ravensburg bei uns auf dem Hof.
Jetzt war er wieder mit einer Klasse der Grundschule Weißenau, wo er jetzt unterrichtet, hier.
Die SchĂŒler lernten vieles ĂŒber artgerechte Haltung von Tieren und sahen, welche Folgen z. B. Bodenhaltung fĂŒr HĂŒhner hat. Auf dem Hof leben HĂŒhner, die eben aus einer solchen Haltung kommen und aussehen wie gerupft.
Die SchĂŒler erkannten, dass man deshalb keine Eier aus Bodenhaltung kaufen sollte.
Sie halfen beim Putzen der Ponies, durften dann auch alle noch auf einem solchen reiten.
Dann gab es noch eine gegrillte Wurst mit Wecken.
Bevor die SchĂŒler mit ihrem Lehrer von dannen zogen, legte jeder SchĂŒler und jede SchĂŒlerin noch einen Geldbetrag auf den Tisch, was sich dann zum einer sehr respektablen Spende summierte.
Von dem Geld kauften wir MĂŒsli, gerissenen Mais, HĂŒhnerfutter usw.
Wir finden es gut, dass es Lehrer gibt, die ihren SchĂŒlern bereits im Grundschulalter einen Bezug zur artgerechten Nutztierhaltung vermitteln!
10.07.2013

Infostand in Biberach

Am 10.07.2013 waren wir mit unserem Infostand in Biberach / Riß im Einsatz.
Dabei sammelten wir Unterschriften zu folgenden Themen:
1. Nein zu Lohndumping in Schlachthöfen
2. Überwachungskameras in Trieb- und Tötungsbuchten der Schlachthöfe (Dadurch soll eine korrekte BetĂ€ubung vor der Entblutung dokumentiert werden.
3. Mehr Befugnis fĂŒr AmtsveterinĂ€re bei VerstĂ¶ĂŸen gegen das Tierschutzgesetz.
4.Klare gesetzliche Regelungen fĂŒr die Haltung von Raubtieren und Exoten.
Insgesamt erhielten wir in der Zeit von 10.00 bis 13.00 Uhr ĂŒber 300 Unterschriften.
Ab 11.30 Uhr war auch Martin Gerster, MdB und Vereinsmitglied mit am Stand.
11.06.2013

KrÀhensterben im Landkreis Ravensburg

KrÀhen sterben an einem seltenen Virus

In Weingarten und Baindt fielen tote Vögel vom Himmel - keine Gefahr fĂŒr den Menschen
Ein seltener Virus, der in Deutschland zum ersten Mal nachgewiesen wurde, ist fĂŒr ein KrĂ€hensterben in Weingarten verantwortlich. FĂŒr den Menschen ist er aber nicht gefĂ€hrlich.
Ein seltener Virus, der in Deutschland zum ersten Mal nachgewiesen wurde, ist fĂŒr ein KrĂ€hensterben in Weingarten verantwortlich. FĂŒr den Menschen ist er aber nicht gefĂ€hrlich. (Foto: dpa)

Von Annette Vincenz

Kreis RAVENSBURG Es ist ein bisschen gruselig: In Weingarten fallen offenbar tote Vögel vom Himmel. Alles KrĂ€hen. Schon ein Dutzend toter Tiere hat Edeltraud FĂŒrst, Vorsitzende der BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, im Laufe der letzten drei Wochen entdeckt, zwei davon in der NĂ€he des Egelsees zwischen Baindt und Bad Waldsee auf einer Wiese an der B30, die anderen alle in Weingarten.

FĂŒnf Kadaver brachte sie zur Untersuchung ins Staatliche TierĂ€rztliche Untersuchungsamt nach Aulendorf (STUA), weil sie zunĂ€chst vermutete, die Vögel könnten vergiftet worden sein. „Obwohl es so intelligente Tiere sind, haben sie ja einen relativ schlechten Stellenwert, weil sie keinen natĂŒrlichen Feind haben und sich so stark vermehren“, argwöhnte FĂŒrst.

In Aulendorf war man alarmiert, wegen der HĂ€ufung der FĂ€lle auf engem Raum. Denn manche Viren, die Vögel befallen, können auch fĂŒr den Menschen sehr gefĂ€hrlich sein. Zum Beispiel die Vogelgrippe, die in Asien zahlreiche Todesopfer gefordert hatte. Oder das West-Nil-Virus.

Letzteres wird durch eine StechmĂŒcke ĂŒbertragen und infiziert hauptsĂ€chlich Vögel, kann aber auch bei Menschen und anderen SĂ€ugetieren das sogenannte West-Nil-Fieber auslösen, gegen das es keine Medikamente gibt. 1999 starben in den USA erst Tausende von KrĂ€hen und dann ĂŒber tausend Menschen daran. Der Krankheitserreger wurde ĂŒber eine infizierte StechmĂŒcke in einem Flugzeug aus Israel eingeschleppt, kurze Zeit spĂ€ter fielen im New Yorker Central Park Vögel von den BĂ€umen, dann steckten sich Ă€ltere Menschen in der Gegend an. In den folgenden Jahren breitete sich die Seuche ĂŒber die gesamten USA aus. Auch in Europa kam es in den vergangenen Jahren zu KrankheitsfĂ€llen. 2010 starben 33 Menschen in Griechenland und fĂŒnf in RumĂ€nien. „Ein Verwandter des West-Nil-Virus, das aus Afrika stammende Usuto-Virus, ließ 2003, wie in einem bösen MĂ€rchen, Amseln in Wien scharenweise vom Himmel fallen“, heißt es auf der Homepage des renommierten Helmholtz-Instituts fĂŒr Umweltforschung.

Obwohl die toten Tiere aus dem Kreis Ravensburg auf West-Nil untersucht wurden, hat sich dieser schlimme Verdacht zum GlĂŒck nicht bestĂ€tigt. „Es handelt sich um eine Ortho-Reovirusinfektion“, erklĂ€rt Alexandra Kley-Sonntag, die zustĂ€ndige Laborleiterin der STUA, auf Nachfrage der SchwĂ€bischen Zeitung. Das sei ein eher harmloser Virus, der offenbar nur KrĂ€hen befalle und nicht auf den Menschen ĂŒberspringen könne, soviel man bislang wisse.

Bei den KrĂ€hen befĂ€llt der Virus Milz, Leber und Darm, möglicherweise seien die Vögel durch den langen, nassen Winter ohnehin schon geschwĂ€cht und deshalb anfĂ€lliger gewesen. „Ihr ErnĂ€hrungszustand war schlecht.“ In Deutschland sei der Virus bislang noch nicht aufgetaucht, hat ein Experte vom Friedrich-Loeffler-Instistut auf der Insel Riems der TierĂ€rztin bestĂ€tigt. Mehrere FĂ€lle gab es hingegen in Finnland. Die Organe der Kadaver seien jetzt auf dem Weg zur Insel Riems (wo auch seinerzeit BSE erforscht wurde), zur weiteren wissenschaftlichen Untersuchung.

Wer einen toten Vogel im Garten oder auf der Straße findet, sollte ihn nicht mit bloßen HĂ€nden anfassen, rĂ€t Kley-Sonntag. Am besten mit Plastikhandschuhen in eine PlastiktĂŒte stecken und dann in Aulendorf anrufen (Telefon: 07525/9420) oder gleich dort vorbeibringen. Recht pragmatisch sieht die Angelegenheit der Pressesprecher des Landratsamtes Ravensburg, dessen VeterinĂ€ramt auch ein Interesse an dem Fall hat: „Wenn jede zweite Ravensburger KrĂ€he vom Himmel fĂ€llt, atmen viele andere Vögel auf“, meint Franz Hirth angesichts der Überpopulation der Tiere, die als NestrĂ€uber bekannt sind.

(Aktualisiert: 10.06.2013 18:31)
Übernommen von SZON
20.03.2013

Antwort aus BrĂŒssel

Der Tierschutz in den Schlachthöfen muss dringend erweitert werden.
Aus diesem Grund haben wir die Forderung nach Überwachungs- kameras in Treib- und Tötungsbuchten in unsere Vereinssatzung mit eingebracht.
Nach Jahren sehen wir ein kleines Licht am Ende des Tunnels, das uns BrĂŒssel UnterstĂŒtzung signalisiert hat.

Wir haben folgenden Brief nach BrĂŒssel geschrieben:

EuropÀische Kommission 26.11.2012
Generaldirektion Gesundheit,
Verbraucher- und Tierschutz
Herrn Kommissar Andrea Gavinelli
200, Rue de la Loi
B – 1049 BrĂŒssel

Tierschutz in Schlachthöfen und unsere Forderung nach „Überwachungskameras in Treib- und Tötugnsbuchten von Schlachtbetrieben“.


Sehr geehrter Herr Kommissar Gavinelli,

wir bedanken uns fĂŒr Ihr Schreiben vom 17.10.2011. Es ist bedauerlich, dass die Tiere das Nachsehen haben, sei es bei Aufzucht, Transport und Schlachtung, nur, weil der Verbraucher Billigst-Tierische-Produkte erwerben will.
Ohne Zweifel ist dies auch ein sehr großes Problem fĂŒr die EuropĂ€ische Kommission, im Sinne der Tiere zu handeln.
Doch wie sieht der letzte Gang fĂŒr die Tiere aus ?
Der Weg zum Schlachthof muss von Menschenhand respektvoll und schmerzlos gesichert werden.
Seit nunmehr 10 Jahren streben wir „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“ an, dass Überwachungskameras die VorgĂ€nge insbesondere beim Verladen, im Treibgang und in den Tötungsbuchten ĂŒberwachen.
Nur so kann ein qualloser Tod der Tiere gesichert und dokumentiert werden. Tiere dĂŒrfen in den Schlachthöfen nicht im Akkord abgeschlachtet werden.
Wir verwenden ganz gezielt das Wort „abgeschlachtet“ , denn viele Tiere erleiden große Qualen, da sie nicht korrekt geschossen oder durch zu wenig CO 2 nicht in tiefe Bewusstlosigkeit vor der Entblutung versetzt worden sind.
Die SchlachtvorgÀnge werden sozusagen an sehr vielen Tieren ohne vorherige korrekte BetÀubung vorgenommen.
Seit nunmehr 10 Jahren ist es uns ein Anliegen, genau diese VorgĂ€nge in Schlachtbetrieben per Kamera zu ĂŒberwachen. Dieses Anliegen ist auch Bestandteil unserer Vereinssatzung.
Da nun immer mehr Skandale von Schlachthöfen ĂŒber Qualen der Tiere bei der Schlachtung dokumentiert und von den Medien in die Öffentlichkeit gebracht werden, sehen wir unsere Forderung gerechtfertigt.
Das Leid der Tiere bei der Schlachtung spiegelt sich im Fleisch wieder.
Der Hormonausstoß von Adrenalin und Noadrenalin sowie Cortisol setzt sich im Fleisch ab, ganz zu schweigen, in wie weit sich diese Hormone in den Organen wie z. B. Leber, Nieren etc. der Schlachttiere ablagern und fĂŒr den Verbraucher wohl kaum ohne Auswirkung beim Verzehr des Fleisches sein werden.
Wir fĂŒgen unserem Schreiben zur Kenntnisnahme Berichte ĂŒber Schlachthofskandale bei.
Wir gehen aber davon aus, dass diese der EuropÀischen Kommission ausreichend bekannt sind.
Durch die Medien und ihre Vertreter S. Stuchlik („Panorama“). Chr. SĂŒĂŸ („Quer“ 15.11.2012 „Lohndumping in Bayerns Schlachthöfen“) und „SchwĂ€bische Zeitung“ werden die VerstĂ¶ĂŸe gegen § 4a Abs. 1 des Tierschutzgesetzes sowie gegen § 13, Abs. 3 der Tierschutz-Schlachtverordnung klar dokumentiert. Durch die EU-Erweiterung ist die Einhaltung des Tierschutzgesetzes und der Tierschutz-Schlachtverordnung durch Billig-Lohn-Arbeiter an unseren Schlachthöfen nicht mehr gewĂ€hrleistet.
BeschĂ€mend ist, wenn ein Schlachthausbetreiber von sich gibt: „Auch dem besten Metzger können Fehler passieren“.
Diese Leute tragen Verantwortung fĂŒr den quallosen Tod der Schlachttiere; VerstĂ¶ĂŸe mĂŒssen strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
Nur durch VideoĂŒberwachung bei Verladung, Im Treibgang und in den Tötungsbuchten kann eine quallose Tötung der Schlachttiere gewĂ€hrleistet werden.
Wir bitten Sie, unsere Anliegen im Interesse von Tier und Verbraucher zu unterstĂŒtzen, denn wir alle tragen große Verantwortung sowohl fĂŒr Mensch als auch fĂŒr unsere Tiere.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

E. FĂŒrst / B. Möbius

Anlagen: Schlachtberichte



22.02.2013

Bannegg-Ziegen wohnen jetzt in Tettnang

Banneggziegen wohnen jetzt in Tettnang

Die Banneggziegen in ihrem Tettnanger Asyl. Hier geht es den Tieren laut TierschĂŒtzerin Edeltraud FĂŒrst gut. (Foto: privat)

RAVENSBURG / vin Verwirrung um die Ziegen am Ravensburger Bannegghang. Offenbar sind die Tiere nicht mehr im Besitz von Ziegenhalter Heinz M.. „Am Bannegghang ist Ruhe eingekehrt“, sagte TierschĂŒtzerin Edeltraud FĂŒrst von den BĂŒrgern fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben der SchwĂ€bischen Zeitung. Zuletzt hĂ€tten sich die Ziegen stark vermehrt, trotz aller Bekundungen des Halters, sie seien kastriert. „Da sprangen ĂŒberall junge Zicklein herum, und die weiblichen Ziegen waren trĂ€chtig“, so FĂŒrst. Einige der Tiere seien zudem jĂ€mmerlich verendet. FĂŒrst glaubt, sie hĂ€tten die giftigen Thuja-Hecken der Nachbarn angeknabbert. „Man kann ja niemandem verbieten, Thuja anzupflanzen.“

An den Fasnetstagen sollen die Tiere zudem wild auf der Straße herumgewandert sein, so dass die Polizei sie wieder einfangen musste, was Polizeipressesprecher Peter Korn bestĂ€tigt. FĂŒrst: „Sie sind vor Verzweiflung ausgebĂŒxt.“ Die ZustĂ€nde im Stall des Ziegenhalters sollen erbĂ€rmlich gewesen sein. Ein herbeigerufener Tierarzt aus Tettnang fand am vergangenen Wochenende aber offenbar eine Lösung und ließ die 14 verbleibenden Ziegen auf den Hof eines Hobbytierhalters in Tettnang bringen, bei dem sie es laut FĂŒrst sehr gut haben sollen. Nicht involviert in die Aktion war entgegen anderslautender Aussagen das VeterinĂ€ramt des Landratsamtes. „Auf Bitte der Stadt Ravensburg wollten unsere VeterinĂ€re am Montag nach dem Rechten sehen, aber die Ziegen waren nicht mehr da“, sagte Landratsamtspressesprecher Franz Hirth auf Anfrage der SchwĂ€bischen Zeitung.

In den vergangenen Jahren hatten die Ziegen vom Bannegghang immer wieder fĂŒr Nachbarschaftsstreitereien gesorgt. Das recht einfache Anwesen von Heinz M. inmitten schicker Stadtvillen ist extrem heruntergekommen. Die Nachbarn beklagten sich weniger ĂŒber das nĂ€chtliche Meckern der Ziegen, sondern vielmehr ĂŒber GeruchsbelĂ€stigungen und sogar Ratten, die sie auf dem GelĂ€nde gesehen haben wollen. Außerdem wurde der Tierhalter bei Beschwerden sehr schnell aggressiv und mindestens einmal handgreiflich, was eine Nachbarin mit einer Kamera festgehalten hatte. Die Behörden wollten nicht so recht eingreifen, weil sie fĂŒrchteten, der mittlerweile 74-jĂ€hrige Ziegenhalter könne sich etwas antun.

Laut Edeltraud FĂŒrst ist es keinesfalls sicher, dass die Ziegen dauerhaft in Tettnang bleiben. Es sei zu befĂŒrchten, dass M. sich die Ziegen nach und nach zurĂŒckhole. „Er hat schon gesagt: Nachts kann man jederzeit rein in den Stall.“

(Erschienen: 20.02.2013 15:10 in der "SchwÀbischen Zeitung", Ausgabe Ravensburg)
Januar 2013

Bannegg-Ziege verendet

Eine Ziege musste wohl Ende Januar wegen der Aufnahme von giftigen GrĂŒnpflanzen qualvoll verenden.
Im Pansen der toten Ziege wurden diverse giftige Pflanzenreste gefunden.
Der Ziegenbesitzer zeigte sich uneinsichtig, was Aufsicht und FĂŒtterung der Ziegen anbelangte.Leider mussten im Februar nochmals 4 Ziegen den schmerzvollen Tod erleiden, das auch diese Tuja eccpp gefressen haben.
Wir fragen uns: Darf ein solch unfÀhiger Mensch Tiere halten?
Wir sagen "nein" und erstatteten Anzeige.
24.10.2012

"Bella" zieht um

Unsere 2. Vorsitzende machte es möglich, dass "Bella", welche vereinsamt zum Teil im Stall oder allein auf einer Weide stand, einen guten Platz fand.
"Bella" hatte schlecht gepflegte Hufe
Wir konnten sie in einemguten Pferdestall mit tÀglichem Weidegang und guter Versorgung einstellen. Dort konnten wir auch schon "Willy" unterbringen (siehe Seite: "Haflinger "Willy" hat neue Heimat gefunden" ).
Sicherlich wird "Bella" in KĂŒrze auch so gut aussehen wie "Willy" und wieder Vertrauen zum Menschen finden.
Dezember 2012

Rinderhaltung im Kreis Ravensburg

Sollten Sie in der im Folgenden beschriebenen Haltungsform eine IdentitÀt zu Ihrem Nachbarn sehen, so ist diese rein zufÀllig.
Leider gibt es sehr, sehr viele tierquÀlerische Haltungen von Nutztieren.
Nur Hinsehen, nicht Wegsehen hilft diesen Tieren !!!
Eine derartige Haltung von Tieren muss dringendst dem zustÀndigen VeterinÀramt gemeldet werden.
Haben Sie keine Scheu, das VeterinÀramt behandelt Meldungen bzuw. Anzeige stets diskret.

Nach telefonischer Meldung am 17.12.2012 waren wir am 18.12.2012 vor Ort.
Wir fanden im Stall abgemagerte Rinder vor, welche an Ketten angebunden waren.
Laut Tierbesitzer wĂ€re das VeterinĂ€ramt schon vor einer Woche bei ihm gewesen. Er wĂŒrde einen schriftlichen Bescheid bekommen.
Am 19.12.2012 haben wir Anzeige beim VeterinÀramt xxxxxxxxxxx erstattet. Das Amt bestÀtigte, dass es bereits mit dieser Tierhaltung befasst ist.
Diesen Betrieb werden wir im Auge behalten.
Wir sind gespannt auf die Entscheidung des VeterinÀramtes.

Am 10.09.2013 haben wir auf Grund weiterer Anrufe ein erneutes Schreiben an das zustÀndige VeterinÀramt verfasst:

Unsere Anzeige gegen XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX vom 19.12.2012 wegen tierquĂ€lerischer Rinderhaltung - Verstoß gegen § 1 und § 2 Tierschutzgesetz

Sehr geehrte Damen und Herren,

heute am 10.01.2013 um 11.50 Uhr erhielten wir erneut einen Anruf, in welchem uns mitgeteilt wurde, dass sich in der Tierhaltung des Herrn XXXXXXX leider nichts zum Wohle der Tiere geÀndert habe.
Des weiteren wĂŒrden 4 HĂ€hne bei 7 HĂŒhnern gehalten, wobei die HĂŒhner stark unter der großen Anzahl der HĂ€hne leiden mĂŒssten.
Auch wÀre durch den Unrat, welcher sich im und rund ums Haus befÀnde, eine massive Rattenplage zu beklagen.

Wir lassen Ihnen nochmals Aufnahmen zukommen, welche wir am 19.12.2012 mit Genehmigung von Herrn XXXXXXX gemacht haben.
Diese Aufnahmen dokumentieren klar, dass die Rinder unter Parasitenbefall leiden, dass die Klauenpflege vernachlÀssigt wird und auch die mangelhafte ErnÀhrung ist klar zu erkennen.
Außerdem werden die Rinder in Ketten angebunden gehalten und sind zusĂ€tzlich mit einem Strick um die Hörner festgebunden. Ein Rind ist noch mit einem sehr engen Halfter fixiert.
Die Tiere werden ohne Einstreue auf Steinboden gehalten. Keines der Tiere war am WiederkÀuen. Es ist fraglich, ob Heu, Raufutter als Vorrat gelagert ist.

Alle VorwĂŒrfe werden, so weit möglich, durch Bildaufnahmen dokumentiert.

Hiermit bekrÀftigen wir nochmals die Dringlichkeit, gegen diese Tierhaltungsform des Herrn XXXXXX vorzugehen und bitten Sie, dies behördlicherseits zu tun.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

E. FĂŒrst / B. Möbius


Weitere Bilder liegen dem zustÀndigen VeterinÀramt vor.
27.01.2013

Neues Logo "Regionalfenster"

Unsere Reaktion darauf:
Ein Brief an Frau Bundesministerin Ilse Aigner:


Neues Siegel „Regionalfenster“ Und „FĂŒr mehr Tierschutz im KĂŒhlregal“

Sehr geehrte Frau Ministerin Aigner,

seit ĂŒber 12 Jahren machen wir regelmĂ€ĂŸig Info-StĂ€nde, in welchen wir die Verbraucher auf die Wichtigkeit der Herkunft ihrer Lebensmittel informieren.
Von grĂ¶ĂŸter Wichtigkeit ist die Information ĂŒber die Herkunft und die Schlachtung tierischer Produkte.
Das Interesse der Verbraucher können wir mit nunmehr 51320 Unterschriften belegen, welche von uns nachweislich an Bundesministerien und auch zur EU nach BrĂŒssel geschickt wurden.
Leider ist nicht nachvollziehbar, was Ihr Ministerium mit immer mehr neuen „Siegeln“ erreichen will.
Eines ist sicher: Der Verbraucher wird immer mehr verunsichert.
Ein einziges Siegel muss genĂŒgen, um dem Verbraucher klare Auskunft ĂŒber Herkunft und z. B. bei tierischen Produkten ĂŒber Haltung aufzuklĂ€ren.
Sehr bedenklich ist, dass eine Tierschutzorganisation (Deutscher Tierschutzbund) sozusagen Sterne fĂŒr die Haltungsform von Nutztieren auf der Verpackung verteilt.
Wie können Sie als zustĂ€ndige Ministerin eine solche Deklaration unterstĂŒtzen ?
Aus Sicht von Verbraucher- und Tierschutz muss es selbstverstÀndlich sein, dass Tiere bzw. auch und gerade Nutztiere artgerecht gehalten und schmerzlos getötet werden.
Eine derartige Einstufung von guter und weniger guter Nutztierhaltung ist schlicht weg eine BeschĂ€mung und in keiner Weise zu dulden; und somit mĂŒssen sich sowohl der Deutsche Tierschutzbund als auch Sie, Frau Ministerin, diese Kritik gefallen lassen.
Dies soll kein Angriff von TierschĂŒtzern gegenĂŒber anderen TierschĂŒtzern sein, sondern nur ein ganz nĂŒchterner Gedankengang!
Es darf nicht sein und schon gar nicht, dass vom Tierschutz angebotenes bzw. zertifiziertes Fleisch gibt, bei welchem die Haltungsformen in verschiedenen Kategorien eingestuft werden.
Wenn schon – denn schon: Dann muss sowohl Tierschutzbund als auch Sie, Frau Ministerin, dahin plĂ€dieren, dass tierische Produkte dem Verbraucher nur aus artgerechter Haltung angeboten werden.
Nicht nur die Aufzucht und die Haltung, sondern auch die Schlachtung der Tiere stellt eine sehr große Verantwortung sowohl fĂŒr Landwirt als auch fĂŒr die BeschĂ€ftigten in den SchlachthĂ€usern dar.
Sowohl der sorgsame Umgang und die artgerechte Haltung mĂŒssen sich im Kaufpreis der geschlachteten Tiere bemerkbar machen.
Nur so ist die artgerechte Haltungsform der Tiere auch aus Sicht des Anbieters (Landwirt) ein Anreiz.
Durch Lohndumping werden oftmals Billig-Lohn-Arbeiter-Trupps aus dem Osten an unseren Schlachthöfen angeheuert, welche unsere Tiere im Akkord zu Lebensmitteln verarbeiten.
Stresshormone wie Adrenalin und Noradrenalin werden im Fleisch gespeichert, zum Leid von Tier und Mensch.
Eine Frage an Sie, Frau Ministerin Aigner: Wie oft waren Sie schon bei laufendem Betrieb in Schlachthöfen?
Wie ist Ihr Essverhalten bezĂŒglich von Fleischprodukten? Auf der „Wiesn“ essen Sie ja sehr gerne „Hendl“. Auf die Frage, ob Sie wĂŒssten, woher dieses „Schmankerl“ sei, antworteten Sie, dass Sie dies wohl nicht wĂŒssten!
WĂ€re es nicht auch von großer Wichtigkeit, den Verbraucher zu informieren, woher und aus welchen Haltungsbedingungen das stammt, was in Gastronomie und bei Fast - Food auf den Teller oder in den Wurstwecken kommt ?
Dies ist durchaus keine Anregung, ein neues „Siegel“ in die Welt zu setzen! Weniger kann mehr und sowohl fĂŒr Tier als fĂŒr Verbraucher von Nutzen sein.
Ein Siegel, welches aussagt >> Artgerechte Haltung der Tiere, kurzer Transport, schonende Schlachtung, aus der Region und bei GemĂŒse ohne Gen<< muss ausreichen!
Das alles, Frau Ministerin, kann doch nicht so schwer sein!
Einen Nachteil hat die Sache allerdings: Man kann dem Verbraucher nicht fast jeden Monat ein neues „Siegel“ bekanntgeben.
Wenn Sie Ihr „Regionalfenster“ zum Test in 20 SupermĂ€rkten in Baden-WĂŒrttemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen und Hamburg zum Test anbieten, muss aber auch das soziale Umfeld stimmen.
Nun steht mal erst die „GrĂŒne Woche“ in Berlin an; da gibt es Schmankerln ohne Ende.
Nicht nur Worte, sondern Taten zum Wohle der Tiere sind angesagt, Frau Ministerin.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen



E. FĂŒrst / B. Möbius


Anlage: Schreiben an Herrn Schröder, Deutscher Tierschutzbund, Bonn: Neue Siegel „Regionalfenster“ und „FĂŒr mehr Tierschutz im KĂŒhlregal“
27.01.2013

Neues Tierschutzlabel des Deutsches Tierschutzbundes

Unsere Reaktion darauf:
Ein Brief an den Deutschen Tierschutzbund:

Sehr geehrter Herr Schröder,

zu den Berichten ĂŒber Ihr neues Tierschutzlabel in Zusammenarbeit auch mit „Wiesenhof“ möchten wir uns wie folgt Ă€ußern:

Macht Deutscher Tierschutzbund Saulus zum Paulus ?

Noch vor geraumer Zeit stand Wiesenhof in der Kritik, GeflĂŒgel tierquĂ€lerisch zu halten und ist auch durch mangelnde Hygiene negativ aufgefallen. Dies wurde durch Medienberichte in der Öffentlichkeit bekannt.
Nun steigt Wiesenhof wie Phönix aus der Asche: Der Deutsche Tierschutzbund macht einen neuen Wiesenhof - Produzenten namens „Privathof-GeflĂŒgel“ als zertifiziert bekannt und hoffĂ€hig. Und dies ohne BewĂ€hrungszeit! Ist das Leid der Tiere von Wiesenhof – Produzenten schon vergessen?
GeflĂŒgel mit dem neuen Zertifikat des Dt. Tierschutzbundes soll nun Einzug in den SupermĂ€rkten halten - „so lange n o c h Fleisch gegessen wird“, so der Dt. Tierschutzbund.
Wir „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ sagen: Fleisch wurde und wird immer gegessen. Nur mit einem Unterschied. FrĂŒher gab es an Sonn- und Feiertagen Fleisch, heute steht Fleisch leider sozusagen auf der Tagesordnung.
In keiner Weise nachvollziehbar ist, dass bestimmte Tiere wie hier Mastschweine und MasthÀhnchen vom Tierschutz in der artgerechten Haltung besonders eingestuft werden. Im Tierschutz darf kein Tier in der artgerechten Haltung vorrangig sein.
Artgerechte Haltung der Tiere muss selbstverstĂ€ndlich sein; ein Verstoß muss die Ausnahme darstellen.
Großer Handlungsbedarf ohne Übergangsfrist besteht bei der Abschaffung der Kastenhaltung bei Zuchtschweinen. Diese „armen Schweine“ können sich nicht mal um sich selbst drehen.
Da haben es die Mastschweine, wenn man es ĂŒberhaupt so sagen kann, noch gut; denn diese sind freilaufend in Buchten untergebracht.
Es darf im Tierschutz bei der z. B. Nutztierhaltung keine Premiumstufe oder Eingangsstufe von Tierbetrieben geben. Das generelle Ziel im Tierschutz muss sein, dass Nutztiere von der Zeugung ĂŒber Aufzucht bis zur Schlachtung als Schöpfung geachtet werden und ihnen kein Leid zugefĂŒgt werden darf!
So muss auch im Finale, also bei der Schlachtung sicher sein, dass die Tiere sowohl im Treibgang als auch in der Tötungsbucht durch Kameras ĂŒberwacht werden, so dass eine korrekte BetĂ€ubung durch Bolzenschuss oder CO2 vor der Entblutung gewĂ€hrleistet ist.
Bei BIO - Bauern oder NEULAND ist es gang und gebe, dass keine SchwĂ€nze gekĂŒrzt oder Kastrationen ohne BetĂ€ubung durchgefĂŒhrt werden.
Schweine knabbern nur an den SchwÀnzen der Artgenossen, wenn sie sonst keine BeschÀftigung haben. Leben Schweine auf Stroh, so sind sie mit dem Stroh voll beschÀftigt.
Weder BIO - noch NEULAND – Bauern benötigen oder haben es nötig, das Label des Deutschen Tierschutzbundes zu tragen.
Von großer Wichtigkeit wĂ€re allerdings, dass der Deutsche Tierschutzbund seine Vereinspartner (Tierschutzvereine) verpflichtet, bei Vereinsveranstaltungen nur Fleischprodukte von BIO / NEULAND oder gar mit dem Tierschutz- Label auf dem Grill bzw. auf der Speisenkarte anzubieten.
Es muss auch dringlichst im Sinne der Tiere darauf zugearbeitet werden , dass wieder kleine Schlachtbetriebe geschaffen werden. Denn Tier, die im Freilauf gehalten werden und dann zum Schlachten transportiert werden und dann in einem großen Schlachthof in den Treibgang kommen, erleiden „Höllenqualen“, da diese keine rĂ€umliche Einengung kennen.
Es gibt noch sehr viel in punkto Nutztiere zu tun; doch ganz so einfach, wie es sich der Deutsche Tierschutzbund vorstellt, geht es bestimmt nicht.
Ein Siegel, welches verschiedene Kategorien in der Tierhaltung darstellt, kann nicht im Sinne des Tierschutzes sein.
Wenn schon, denn schon: Dann nur Fleisch aus garantiert artgerechter Haltung !!!
Wir haben schon genĂŒgend Siegel; mehr SensibilitĂ€t des Verbrauchers bezĂŒglich des Fleischverzehrs ist angesagt!

Über eine Antwort wĂŒrden wir uns freuen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

E. FĂŒrst / B. Möbius
November 2012

Rinderhaltung im Kreis Ravensburg

Es wurde gemeldet, die Rinder stĂŒnden total im Dreck.
Um diese Jahreszeit ist es oft feucht; aber die Rinder stehen auf befestigtem Untergrund und nicht im tiefen Schlamm.
12.10.2012

Pferde haben jetzt Zugang zum Stall

Nach einer erneuten Anzeige beim VeterinĂ€ramt Ravensburg gegen den Pferdehalter wegen Verstoßes gegen die Pferdehaltungsverordnung wurden die VeterinĂ€rĂ€rzte amtlich tĂ€tig.
Nun wurden die total verdreckten AuslÀufe abgesperrt und den Pferden der Zugang zum Stall geboten.
Leider hatten wir selbst keinen Zugang zum Stall. Leider hatten wir selbst keinen Zugang zum Stall. Hoffen wir, dass die Pferde genĂŒgend Einstreu, Futter und Licht vorfinden und dass die Auflagen des VeterinĂ€rmates erfĂŒllt werden !
Wir werden diesen Betrieb sicherlich n i c h t aus den Augen verlieren !
September / Oktober 2012

KĂ€lber im Stall Strick angebunden

Rinder sind mit Kopfstrick rim Stall angebunden.
Kaum zu glauben aber wahr: 2012 werden hier in der Region Tiere noch in solch einer Qualhaltung gehalten.
Zum GlĂŒck gibt es noch Menschen, die uns solche MissstĂ€nde mitteilen.Wir haben Anzeige beim VeterinĂ€ramt Ravensburg gegen den Tierhalter erstattet
Wird hier ganz bewusst weggesehen ?
September 2012

Köder mit Rattengift frei zugĂ€nglich fĂŒr Kinder und Katzen ...

Uns wurde miteteilt, dass bei einer Firma auf einer Rampe mehrere Rattenköder aufgestellt wurden.
Laut Melder wÀren wohl auch schon nin der NÀhe tote Greifvögel gefunden worden.
Wir gaben die Meldung in kompetente HÀnde bei der Polizei Ravensburg weiter, mit der Bitte, diese Sache abzuklÀren.
Die Firma zeigte sich einsichtig und entfernte die Köder.
August 2012

Schweinepaar sucht dringend lebenslanges Zuhause

Zwei Schweinchen als Hochzeitsgeschenk - welch geschmackloser Einfall!
FĂŒr die zwei - der Eber ist kastriert - wird dringend ein Zuhause gesucht, in weelchem zugesichert wird, dass die beiden nicht geschlachtet werden (Schutzvertrag).
Meldung bitte bei B f A N O e V.
August 2012

Hunde- und Schweinehaltung

In einem total verdreckten Stall musste eine HĂŒndin mit ihren Welpen bei 2 Schweinen leben.
Der Betrieb wird regelmĂ€ĂŸig beobachtet.
15.08.2012

Pferde, Schafe und Ziegen bei ĂŒber 30 ° C in der prallen Sonne

Am 15.08.2012 um 12.30 Uhr bekamen wir einen Anruf einer besorgten Frau: Ca. 40 Schafe und Ziegen mit Zicklein stĂŒnden in der prallen Sonne.Die Tiere wĂ€ren nicht geschoren.
Wir fuhren gleich los. Vor Ort fanden wir wirklich eine gemischte Herde. Die Tiere lagen z. T. apathisch in der prallen Sonne .In zwei WasserbehĂ€ltern war nur noch der Boden mit Wasser bedeckt, fĂŒr die kleineren Tiere unerreichbar.
Das gerufene VeterinÀramt versuchte den Besitzer zu erreichen.
Wir erstatteten Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
(Siehe auch Seite. "Pferde haben jetzt Zugang zum Stall"
08.07.2012

Festliegende Kuh

Bereits im Oktober 2011 haben wir Anzeige gegen diesen Landwirt erstattet.
Jetzt lag eine Kuh tagelang hilflos und unversorgt auf der Wiese.
Wir haben sofort folgende Anzeige erstattet:

Anzeige gegen Bauer xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx
wg. Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und gegen die Tierschutztransportverordnung



Sehr geehrter Herr Dr. Reithmeier,

am Samstag, den 07.07.2012 um 20.40 Uhr erhielten wir einen Anruf von Frau xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx. Sie teilte uns mit, dass sie am Mittwoch, den 04.07.2012 bei Bauer xxxxxxxxxxxx eine Kuh alleine und abseits liegend sah; sie wÀre davon ausgegangen, dass diese tot wÀre, da sie keinerlei LebensaktivitÀt gezeigt hÀtte.
Am Samstag, den 07.07.2012 gegen 20.30 Uhr kam sie wieder an besagter Stelle vorbei. Die Kuh lag nach wie vor an gleicher Stelle, doch bewegte sie den Kopf. Das Tier konnte sich ansonsten nicht bewegen, auch war der 10-Liter-Wasser-Eimer leer. Frau xxxxxxxxxxxxxxxxx konnte das Elend nicht mitansehen und bat uns um Hilfe.
Gegen 21.00 Uhr waren wir dann vor Ort. Wir fanden eine festliegende Kuh vor, die Verletzungen an den Klauen vorwies. Sie hatte kein Wasser und war nicht in der Lage, ihre Gliedmaßen zu bewegen. Frau xxxxxxxxxxxxx war mit Begleitung auch vor Ort.
Mein Mann holte vom Hofraum insgesamt 3 große Eimer Wasser, welche die Kuh dann auch trank.
Die etwas verwirrte BĂ€uerin, die mit dem Fahrrad ankam, fand die Situation eher belustigend und meinte: „Man wir schon sehen, ob die Kuh eingehe oder nicht!“
Wir setzten uns mit dem Polizeirevier Weingarten und dann mit dem Revier in Ravensburg in Verbindung, da das Revier in Weingarten wg. dem Welfenfest ĂŒberlastet war. Das Revier in Ravensburg erklĂ€rte sich zudem nicht als zustĂ€ndig.
Auch versuchten wir mehrmals, den VeterinÀramtsnotdienst unter der Nummer xxxxxxxxxxxx zu erreichen - leider vergebens.
Wir baten die BÀuerin, den Bauern zu einem GesprÀch zu uns zu holen.
Dieser erklÀrte uns dann, die Kuh wÀre den ganzen Tag gelaufen, auch hÀtte er ihr am Morgen einen Eimer Wasser gebracht.
Als wir ihn baten, das Tier zum Aufstehen zu bewegen, gab er zu, dass dies wohl nicht gehe.
Auf unsere Frage, wann der Tierarzt vor Ort gewesen wÀre und wer dieser gewesen wÀre, bekamen wir zur Antwort: Seine TierÀrzte wÀren Dr. xxxxxxx und Dr. xxxxxxx. Sie wÀren vor ca. 14 Tagen bei der Kuh gewesen.
Er wisse nicht mehr, ob es Dr. xxxxx oder Dr. xxxxx gewesen wÀre, und er wisse auch nicht mehr, was diese zum Gesundheitszustand der Kuh gesagt hÀtten.
Im Übrigen wĂŒrde er die Kuh eh schießen, und die BĂ€uerin sagte: „Dann lassen wir noch das Blut raus. So machen wir das immer. Auch der Doktor macht das so.“
Wir boten dem Bauern an, auf unsere Kosten Dr. Ganal kommen zu lassen und das Tier von seinen Leiden zu erlösen. Herr xxxxxxxxx lehnte dies aber vehement ab. Frau xxxxxxxx schrie: „Die blĂ€ht es dann auf wie einen Ballon.“
Herr xxxxxxxx meinte, er wolle die Kuh am Sonntag mit der Zange anderweitig verlagern.
Auf unsere Frage, was mit den Klauen wĂ€re, bekamen wir die Antwort von Frau xxxxxxxx: :Die mussten wir nach dem Klauenstand einbinden!“
Wir teilten Herrn und Frau xxxxxxxx mit, dass die seit 4 Tagen festliegende Kuh einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz darstellt.
Auch die Verlagerung der festliegenden Kuh mit einer Zange stellt einen Verstoß gegen die Tierschutztransportverordnung dar: § 27, Transport- unfĂ€hige Tiere: Soll ein transportunfĂ€higes Tier geschlachtet oder anderweitig getötet werden, darf es nicht mehr transportiert werden. Die Schlachtung bzw. Tötung muss an Ort und Stelle erfolgen. Es ist daher insbesondere unzulĂ€ssig, ein verletztes oder festliegendes Tier aus dem Stall heraus auf das Transport 
...
Eine Tötung der Kuh wie von ihm angekĂŒndigt wĂ€re ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Herr xxxxxxxx nahm dies lachend zur Kenntnis und sagte spöttisch: „Ich kann ja sagen, die Kuh ist in den Stall gelaufen. Beweisen Sie mir erstmal das Gegenteil.“
Wir boten nochmals an, Dr. Ganal auf unsere Kosten zu rufen.!“ Er lehnte nochmals ab. Die Kuh wĂŒrde frĂŒhestens am Montag getötet. Gegen 22.00 Uhr gingen wir dann nach Hause.
Am Sonntagmorgen 8.00 Uhr versuchte ich erneut, den Notdienst vom VeterinÀramt zu erreichen, leider wieder vergeblich.
Um 10.00 Uhr waren wir dann wieder an der Wiese, die Kuh war weg. Bauer xxxxxxxx hat diese wohl doch mit der Zange verlagert.
Wieder versuchen wir vergebens, das VeterinĂ€ramt zu verstĂ€ndigen. Um 11.00 Uhr meldet sich Frau Dr. HolzmĂŒller telefonisch bei uns. Sie sagt, sie wĂŒrde sich telefonisch mit Herrn xxxxxxxx in Verbindung setzen, um den Verbleib der Kuh zu erfahren.
Bereits am 12.10.2011 hatten wir Anzeige gegen xxxxx xxxxxxxx wg. Verstoßes gegen die KĂ€lberhaltungsverordnung erstattet; auch damals lag eine Kuh auf der Wiese fest.
Die MissstÀnde wurden nach Kontrolle durch das VeterinÀramt beseitigt.
Im jetzigen Fall waren fĂŒnf Personen vor Ort, welche jederzeit eidesstattlich versichern können, dass die Kuh nicht in der Lage war, aufzustehen.
Wir stellen Ihnen Bildmaterial zur VerfĂŒgung, welches den Zustand der Kuh dokumentieren kann.
Auch die KĂ€lberhaltung muss erneut angeprangert werden.
Zur KlĂ€rung ĂŒber den Verbleib der Kuh „55“ könnte eine Nachfrage bei der TBA Warthausen beitragen.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

E. FĂŒrst / B. Möbius


Anlage: Bilder

Sollten wir ihn wieder erwischen, werden wir wieder Anzeige erstatten.

07.07.2012

Haflinger "Willy" hat neue Neimat gefunden

"Willy" hat unter Schutzvertrag ein neues Zuhause gefunden.
Es war sozusagen Liebe auf den ersten Blick.
"Willy" war ein Haflingerfohlen aus Östereich. Wir gaben ihn vor Jahren unter Schutzvertrag weiter.
Jetzt mussten wir ihn zurĂŒcknehmen und feststellen, dass die Hufe total vernachlĂ€ssigt waren. Eine Vorderhand war verletzt.
Der Allgemeinzustand von "Willy" war sehr schlecht. Z. B. hatte er LungenwĂŒrmer und war abgemagert.
Jetzt ist er am Steinerhof in der Gegend von Heidenheim und wurde liebevoll aufgepÀppelt und gepflegt.
Dort lernte er auch seine neue Besitzerin kennen.
Am Steinerhof darf er weiterhin unter vielen anderen Artgenossen in artgerechter Haltung leben.
Ende September 2011

Tierschutzverein half nicht

Am 21.09.2011 wurde der örtliche Tierschutzverein gegen 16.30 Uhr telefonisch ĂŒber eine schwer verletzte Katze in Wolpertswende/Kreis Ravensburg informiert.
Leider bekam der Melder eine Abfuhr: Es wĂ€re niemand da, um die Katze einzufangen, er solle sie selbst einfangen. Allerdings mĂŒsse er dies bis 17.30 Uhr schaffen, danach wĂ€re im Tierheim niemand mehr da.
Am 21.09.2011 wurde der örtliche Tierschutzverein gegen 16.30 Uhr telefonisch ĂŒber eine schwer verletzte Katze in Wolpertswende/Kreis Ravensburg informiert.
Leider bekam der Melder eine Abfuhr: Es wĂ€re niemand da, um die Katze einzufangen, er solle sie selbst einfangen. Allerdings mĂŒsse er dies bis 17.30 Uhr schaffen, danach wĂ€re im Tierheim niemand mehr da.
Der Melder rief uns gegen ca. 16.50 Uhr an und bat uns um Hilfe, da er das verletzte Tier allein nicht fangen konnte.
Da wir nicht auf Katzenfang eingerichtet sind (kein KĂ€scher) entkam uns die Katze.
Am nÀchsten Tag suchten wir nachmittags zu viert wieder naqch der Katze, leider vergebens.
Am darauf folgenden Mittwoch schließlich fanden wir die Katze und konnten sie einfangen und zur Tierklinik Dr. Ganal / Dr. Ewert nach Weingarten bringen.
Der Schwanz war skalpiert, die Schwanzwurzel zertrĂŒmmert; das skalpierte Fell des Schwanzes zog sie nach.
In der Tierklinik wurde der Schwanz amputiert.
Nach ca. 14 Tagen Klinikaufenthalt konnte sie durch Vermittlung einer TierÀrztin der Klinik einen guten Platz finden; der Besitzer hatte sich trotz "Steckbriefen" nicht gemeldet.

Der Melder rief uns gegen ca. 16.50 Uhr an und bat uns um Hilfe, da er das verletzte Tier allein nicht fangen konnte.
Da wir nicht auf Katzenfang eingerichtet sind (kein KĂ€scher) entkam uns die Katze.
Am nÀchsten Tag suchten wir nachmittags zu viert wieder nach der Katze, leider vergebens.
Am darauf folgenden Mittwoch schließlich fanden wir die Katze und konnten sie einfangen und zur Tierklinik Dr. Ganal / Dr. Ewert nach Weingarten bringen.
Der Schwanz war skalpiert, die Schwanzwurzel zertrĂŒmmert; das skalpierte Fell des Schwanzes zog sie nach.
In der Tierklinik wurde der Schwanz amputiert.
Nach ca. 14 Tagen Klinikaufenthalt konnte sie durch Vermittlung einer TierÀrztin der Klinik einen guten Platz finden; der Besitzer hatte sich trotz "Steckbriefen" nicht gemeldet.
Sommer 2012

Hundehaltung

Schon vor Jahren wurden Berner Sennhunde beschlagnahmt.
Nun wieder das Gleiche: Wieder ein Zwinger voll mit Hunden, Welpen und trĂ€chtigen HĂŒndinnen.
Im GesprÀch zeigte sich der Besitzer in keiner Weise einsichtig.
--- Anzeige beim VeterinÀramt, das Auflagen anordnete.
30.06.2012

Kleintierhaltung seit Jahren ein Problem

Seit Jahren ein Problem - diese Tierhaltung mit Tauben, Hennen, Hasen in KĂ€figen an der Hauswand.
Ohne Sonnenschutz in der prallen Sonne !
GĂ€nse, TruthĂŒhneer, Schaf usw. auf engstem Raum.
Will man mit Leuten vor Ort sprechen, bekommt man nur zur Antwort: "Nix Deutsch verstehen!"
Anzeige beim VeterinÀramt und der Polizei.
Beide Behörden wurden tÀtig:
FrĂŒhjahr 2012

HĂ€ngebauchschwein vermittelt

"Rosalie" ist ein Trennungsschweinchen. Weder Frauchen noch Herrchen wollten "Rosalie" nach der Trennung zu sich nehmen.
Ein Vereinsmitglied hat jetzt "Rosalie" bei sich und ihren anderen Tieren aufgenommen.
"Rosalie" fĂŒhl sich s a u w o h l !!!
Sommer 2012

Schaf mit dicker Wolle

Total vereinsamt steht ein Schaf in einem abgelegenen Schrebergarten.
30 ° C Hitze pur und ungeschoren.
Wir erstatteten Anzeige beim VeterinÀramt. Es folgten Auflagen, doch leider ist das 'S'chaf 3 Wochen spÀter immer noch nicht geschoren.
Wir hakten beim Besitzer nach, boten an, das Schaf auf unsere Kosten scheren zu lassen.
Es gab keine Reaktion vom Besitzer.
Leider ist das Schaf jetzt nicht mehr zu sehen. Vermutlich wurde es geschlachtet.
Juni 2012

HĂŒhner aus dem HĂŒhnerhof mit Bodenhaltung

Ganz in der NĂ€he von Weingarten:
6 "Bertas" nahmen wir mit an den Weltehof, beinahe nackt, ohne Federn.
Sehr traurig, was mit dem GeflĂŒgel gemacht wird.
Sind Voliere oder Bodenhaltung nicht gleich KĂ€fighaltung
Ende Oktober 2011

"Wolle" - unser Wollschaf

"Wolle" - diesen Namen haben wir fĂŒr den ca. 2 Jahre alten kastrierten Merino-Schaf-Bock ausgesucht.
"Wolle" wurde von Menschenhand aufgezogen. Er hatte leider keinen Kontakt zu seinen Artgenossen.
"Wolle" sollte zum Metzger, da er anfing, seine Ziehmutter mit dem Kopf zu boxen.
Familie FĂŒrst nahm "Wolle" privat am Weltehof auf.
Den tÀglichen Spaziergang mit Hunden findet "Wolle" Klasse!
Auch den Schnupperkontakt zu den Mini-Shetties ist einfach Klasse. Dies sagen die GebÀrden von "Wolle" aus.
14.04.2012

Pferdehof

......
27.10.2011

KĂ€lber in Iglus in der NĂ€he von RV

Große Sorgen ĂŒber eine KĂ€lberhaltung machte sich eine Frau, welche es nicht verstehen konnte, dass so kleine Tierkinder so ganz alleine eingesperrt sind.
Wir sahen nach: Leider dĂŒrfen KĂ€lbe 14 Tage lang so einzeln gehalten werden. Dann kommen sie in Buchten mit anderen Artgenossen.
Oktober 2011

Rinder- und KĂ€lberhaltung oberhalb des Schussentals

Selbstgebastelte und nicht der vorgeschriebenen GrĂ¶ĂŸe entsprechende Iglus und eine festliegende Kuh mussten wir feststellen, nachdem wir einem Hilferuf einer TierschĂŒtzerin nachgingen.
Durch eine schriftliche Meldung beim VeterinÀramt Ravensburg konnte Abhilfe geschaffen werden, weil Dr. Reithmeier sofort aktiv wurde.
Februar 2012

Schafhaltung der ĂŒbelsten Art

Im Februar 2012 ein email aus Heilbronn: Schafe und LĂ€mmer werden unter katastrophalen Bedingungen gehalten.
Wir verweisen ans zustÀndige VeterinÀramt, sind aber auch gerne bereit, selbst vor Ort zu kommen.
Die Haltung hat sich inzwischen zu Gunsten der Tiere verbessert.
01. Februar 2012

Petition an den Deutschen Bundestag

Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." hat am 01.02.2012 zusammen mit ETN (EuropĂ€ischer Tier- Und Naturschutz" eine Petition an den Deutschen Bundestag gerichtet.


Petition zum Artikel 20 a GG Tierschutz


Sehr geehrte Damen und Herren,
sehr geehrte Frau Kersten Steinke,


„BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.“
Boschstr. 49 in 88250 Weingarten
Tel: 0751 / 58365

und deren Partnerverein,


EuropÀische Tier- und Naturschutz e. V. (ETN)
Hof Huppenhardt
53804 Much

setzen sich fĂŒr die Belange der Tiere ein.

Vermehrt mĂŒssen wir bei Meldungen und der anschließenden PrĂŒfung der Meldung feststellen, dass gerade den Umgang mit den Nutztieren betreffend GesetzesĂ€nderungen erforderlich sind.

Ob in Verbesserung von Haltungsform, Transport oder Schlachtung von Nutztieren muss Deutschland eine Vorreiterrolle im respektvollen Umgang mit ihnen spielen, so dass eine Nachahmung in anderen LĂ€ndern angeregt wird.
Artgerechte Nutztierhaltung darf nicht auf LĂ€nderebene entschieden werden,
es muss zum Wohl der Tiere vom Bundestag eine artgerechte Haltung bundesweit gesetzlich niedergelegt werden.
Durch Strafanzeigen unsererseits wurden schon mehrfach Tierhalteverbote ausgesprochen. Bei solchen Verfahren haben wir feststellen mĂŒssen, dass den AmtsveterinĂ€ren ein schnelleres und unbĂŒrokratisches Handeln im Sinne der
Tiere möglich sein mĂŒsste, um Leid, Schmerzen und Schaden von den Tieren abwenden zu können.

Dringendst erforderlich ist auch eine strafrechtliche Verfolgung bei Sexualmissbrauch von Tieren.

Wir bitten den Petitionsausschuss, nachfolgende Forderungen Zum Wohle der Tiere zu prĂŒfen:

1.Generelles Verbot der Kastenhaltung von Schweinen
2.Strafrechtliche Verfolgung bei sexuellem Missbrauch von Tieren
3.Einbau von Überwachungskameras in den Treib- und Tötungsbuchten der Schlachthöfe, um FehlschĂŒsse zu dokumentieren und damit die unzureichende BetĂ€ubung der Schlachttiere vor dem Entbluten zu unterbinden.
4.Keine grenzĂŒberschreitenden Transporte von Zucht-, Mast- und Schlachttieren
5.Die Begrenzung der Transportdauer von Zucht-, Mast- und Schlachttieren auf maximal 4 Stunden.

Nur so kann aus unserer Sicht ein sinnvoller Verbraucherschutz funktionieren.
Haben Tiere Auslauf, Bewegungsmöglichkeit, Licht und Luft kann auch ein stabiles Immunsystem aufgebaut werden und Gaben von Medikamenten wie Antibiotika können minimiert werden.


Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Edeltraud FĂŒrst / Brigitte Möbius


Am 20.02.2012 kam die Antwort des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages.
Es wird allerdings darauf hingewiesen, dass "angesichts der FĂŒlle der insgesamt hier eingehenden Petitionen der der in jedem Einzelfall erforderlichen sorgfĂ€ltigen PrĂŒfung ...... die Behandlung Ihrer EingabelĂ€ngere Zeit in Anspruch nehmen kann."



03.MĂ€rz 2011

Und das VeterinÀramt schaut weg und verschönt die Sache

Kettenhaltung eines SchwarzwÀlder Pferdes; Schnabelhufe, Hufrehe!
Schwitzwasser tropft von der Decke! Kaum Lichteinfall! Haltung der Pferde mit Mastbullen und Rindern! Kein Weidegang und der Stall den ganzen Tag veriegelt und verrammelt, auch bei schönstem Wetter! Alles ein klarer Verstoß gegen Tierschutgesetz und Pferdehaltungsverordnung.
Wir erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg. Diese stellte das Verfahren ein, da lt. VeterinĂ€ramt Sigmaringen sich unsere VorwĂŒrfe nicht halten könnten.
Lt. VeterinÀramt hÀtte der Tierbesitzer duch unseren Besuch und unsere Vorhaltungen wohl schon einige Verbesserungen vorgenommen.
Wiedegang sei schon wegen der Hufrehe nicht möglich. Normalerweise mĂŒssten die Tiere eingeschlĂ€fert werden, so die Aussage der AmtsveterinĂ€re telefonisch uns gegenĂŒber.
Wir forderten sofortige medizinische Maßnahmen gegen die Hufrehe und Anlegen einer Magerkoppel.
Vom 15. bis 25.Januar 2012

Katzenkastrationsaktion fĂŒr wilde Katzen auf einem Bauernhof

Es dauerte fast 2 Wochen.....
September 2011

ErschĂŒtternde Haltung von Rindern, Bullen,KĂ€lbern und Hunden

ÜberfĂŒllte Bullenbuchten, total verdreckt.
Wir erstatteten Anzeige beim VeterinÀramt.
Es wurden Auflagen gemacht. Weitere Kontrollen vom VeterinÀramt werden folgen.
Auch wir werden die Tiere im Auge behalten.
08.11.2011

Rinderhaltung

.....
29.05.2011

Pferde ohne Unterstand

Einem Bauern im AllgÀu wurde letztes Jahr ein Tierhalteverbot ausgesprochen. Diese beiden Pferde gehörten ihm.
Jetzt gehören sie nach seinen Aussagen seinem Nachbarn, der dies auch bestÀtigt.
Allerdings haben sie jetzt kurz vor Beginn des Winters immer noch keinen Unterstand.
Wir haben das VeterinĂ€ramt in Leutkirch gebeten, die BesitzverhĂ€ltnisse zu klĂ€ren und fĂŒr einen Unterstand zu sorgen.
10.12.2011

SchÀferhund im VW-Bus verbrannt

Ihr fiesen Auto-ZĂŒndler! Deutscher SchĂ€ferhund im Volkswagen verbrannt
Brandstiftung: SchÀferhund im VW-Bus verbrannt
Auszug aus der BILD-Zeitung am 10.12.2011

So sieht der BILD-Zeichner das grausame Sterben des SchĂ€ferhundes „Schröder“
Foto: Brandstetter
10.12.2011 — 00:11 Uhr
Von J. BERGMANN und M. LUKASCHWEWITSCH

Brandenburg – Jetzt haben die gemeinen Auto-ZĂŒndler das erste Leben auf dem Gewissen!
VergrĂ¶ĂŸern
Das ausgebrannte Wrack
zu sehen auf Galerie-Bild 2 und 3
Das ausgebrannte Wrack
Foto: Oliver Schwandt

Weil der Deutsche SchĂ€ferhund „Schröder“ in Herrchens VW-Bus Wache hielt, musste das dreijĂ€hrige Tier qualvoll den Flammentod sterben ...

Brandenburg an der Havel, 3.30 Uhr: Flammen schlagen aus einem VW-Bus T4, Anwohner alarmieren die Feuerwehr. Herrchen Ulf B. (45): „Meine Frau ist nachts aufgewacht. Es war fast hell in der Wohnung. Sie schaute nach – direkt vor dem Haus brannte mein Lieferwagen. Ich war total in Panik, ‚Schröder‘ war doch da drin. Ich konnte ihm nicht mehr helfen.“

Als die Feuerwehr eintrifft, brennt der Wagen lichterloh, im Inneren gibt es wegen der Hitze immer wieder kleine Explosionen.

FeuerwehrmÀnner finden im Heck des ausgebrannten Transporters die verkohlten Reste des SchÀferhundes.

„Schröder“, der treue GefĂ€hrte und Wachhund von Ulf B. – der Bauunternehmer hatte seinen tierischen Freund immer im Bus schlafen lassen. Denn dort lagerten viele teure Werkzeuge, die der tapfere „Schröder“ Nacht fĂŒr Nacht bewachte.

Als der Brandstifter kam, hatte „Schröder“ keine Chance. Er muss unfassbare Ängste und Qualen ausgestanden haben, bis ihn endlich der Tod erlöste.

Die Polizei schnappte noch in der Nacht in unmittelbarer NĂ€he einen betrunkenen Mann (23, 2,6 Promille), prĂŒft jetzt, ob er der Hundekiller ist. Ulf B. traurig: „Der Hund war mein Ein und Alles.“

Nachdem "BILD" diese Straftat veröffentlicht hat, hat der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." bei der Staatsanwaltschaft Potsdam Strafanzeige gegen den Besitzer des SchĂ€ferhundes "Schröder" erstattet wegen Verstoßes gegen die Hundehaltungsverordnung und gegen das Tierschutzgesetz.
Hier der Text der Anzeige:

Strafanzeige gegen Ulf B., Besitzer des SchĂ€ferhundes „Schröder“, der durch einen Brand im Lieferwagen qualvoll verendete



Sehr geehrter Herr Oberstaatsanwalt Junker,
sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstattet der Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ Strafanzeige gegen Hundehalter Ulf B. aus Brandenburg an der Havel (genaue Adresse nicht bekannt. Wir beziehen uns auf den Bericht in der BILD-Zeitung vom 10.12.2011 mit dem Titel: “Deutscher SchĂ€ferhund im Volkswagen verbrannt“ von J. Bergmann und M. Lukaschewitsch) wegen Verstoßes gegen die Hundehaltungsverordnung § 5 (2) sowie wegen TierquĂ€lerei: Verstoß gegen §1, § 2 (1,2,3) TSchG.

BegrĂŒndung:

1.) Dem SchĂ€ferhund „Schröder“ wurde durch die regelmĂ€ĂŸige nĂ€chtliche Einsperrung im Transporter, der zudem mit Werkzeug beladen war, die MindestplatzflĂ€che von 6 mÂČ verwehrt.
Ein SchĂ€ferhund dient nicht als Schutz- und Wachhund, wenn er wie in einer SardinenbĂŒchse zwischen Werkzeugen eingesperrt ist.
Die stellt einen klaren Verstoß gegen die Hundehaltungsverordnung dar!


2.) TierquÀlerei:

a) Durch das Einsperren in den Transporter kommen die §§ 1,2 (1,2,3) TSchG zum Tragen. Der Besitzer von SchĂ€ferhund „Schröder“ fĂŒgte diesem ohne vernĂŒnftigen Grund Schmerzen und Leiden zu und ist verantwortlich fĂŒr den Tod des Hundes.

BegrĂŒndung: Hat der Unternehmer solch wertvolle und teure Werkzeuge, so muss er diese anderweitig schĂŒtzen (Garage, umzĂ€untes GelĂ€nde).
Der Hund konnte sich in keiner Weise aus der Gefahrenzone entfernen.

b) Die Bewegungsfreiheit und die haltungsgerechte Unterbringung des Hundes war nicht gegeben. HĂ€tte „Schröder“ sich frei bewegen können, wĂ€re dieser nicht qualvoll verbrannt.

c) Durch nicht ausreichende Sachkenntnisse in der Hundehaltung nahm der Hundehalter Ulf B. den Tod des Tieres billigend in Kauf, um sein Werkzeug zu schĂŒtzen.

Wir bitten Sie, im Sinne des Tierschutzgesetzes tÀtig zu werden.

Einer baldigen Antwort mit Aktenzeichen sehen wir dankend entgegen.



Mit freundlichen GrĂŒĂŸen





gez.: Edeltraud FĂŒrst Brigitte Möbius






24. / 25. September 2011

Herbstschau wieder ein voller Erfolg

Ein voller Erfolg war wieder die Herbstschau in Weingarten. Das Interesse am Stand der "BĂŒrger fĂŒr artgerrechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." war sehr groß.
Wir konnten 423 Unterschriften zu Themen wie "Keine Tiertransporte ĂŒber 8 Stunden" u. a. sammeln.
Auch 4 neue Mitglieder konnten wir im Verein begrĂŒĂŸen.
Sommer 2011

Antwort aus BrĂŒssel

.....
2004

Üble Schafshaltung im Kreis Biberach

Meldung aus dem östlichen Teil des Landkreises Biberach:
Bei der ersten Ortsbesichtigung wurde festgestellt: LĂ€mmer wurden im Abfall entsorgt, ein Mutterschaf lag halb verendet mit hoch entĂŒndetem GesĂ€uge im Schafkarren.
Wir versuchten, ĂŒber Polizei und BĂŒrgermeisteramt eine Erlösung
fĂŒr das gequĂ€lte Tier zu erreichen.
Telefonisch sicherte uns das KreisveterinÀramt Hilfe zu.
Auch ein Hausschwein, das in einem Metallcontainer ohne Einstreu, Wasser und Licht gehalten wurde, meldeten wir dem
KreisveterinÀrmt Biberach.

Ergebnis unserer Intervantion:
Das Schaf wurde notgetötet
Die Ziegen beim gleichen Halter wurden freigekauft und sehr gut
untergebracht
Oktober 2011

Vom Leiden erlöst

Ein 15 Jahre alter SchÀferhundmischling wurde an der Kette gehalten. Er litt unter der RÀude; er musste eingeschlÀfert werden.
Wir hatten das VeterinĂ€ramt ĂŒber die MissstĂ€nde der Haltung und den schlechten Zustand des Hundes informiert.
FrĂŒhjahr 2011

Extreme Qualhaltung von Pferden und Masttieren

2 SchwarzwĂ€lder, Mastbullen, KĂ€lber - alle zusammen in einem dunklen Stall. Alle Fenster und TĂŒren sind dicht verschlossen, von innen zusĂ€tzlich mit SĂ€cken abgedichtet.
Von der Decke tropft das Schwitzwasser wie Regentropfen. Es war wie in einer Sauna. So die Situation im FrĂŒhjahr 2011.
1 SchwarzwÀlder war eng an der Kette gehalten, der andere in einer kleinen Box.
Beide Pferde husten und haben miserable Hufe.
Der Halter zeigt sich nicht einsichtig: er habe Angst, wenn er ein Fenster öffne, wĂŒrden seine Tiere krank!
Das Mastvieh war total verdreckt, ein Kalb am Strick angebunden. StÀnderhaltung, Anbindehaltung von Pferden und KÀlbern ist seit Jahren verboten!
Wir erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg und beim VeterinÀramt Sigmaringen.
Das Verfahren wurde eingestellt.
Sehr traurig, aber die Gesamtsituation der Pferde hat sich verbessert.: Keine Anbindehaltung mehr; die TĂŒrflĂŒgel geöffnet, so z.B. die Situation am 11.11.2011.
Wir bleiben dran!
Hoffentlich auch das VeterinÀramt Sigmaringen!
06.10.2011

Schweinehaltung am Gehrenberg

Ein Wanderer machte uns darauf aufmerksam.
Bei der Gnadenau hÀlt jemand 2 Schweine, vermutlich mÀstet er sie. Wir stellten fest, dass die Behausung nicht den Bestimmungen der Schweinehaltungsverordnung entspricht.
Wir machten Meldung beim VetrinÀramt Friedrichshafen.

An das
VeterinÀramt FN
Albrechtstr.
Friedrichshafen

Schweinehaltung am Gehrenberg – Halter ist uns namentlich leider nicht bekannt

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 01.09.2011 erhielten wir per Post eine anonyme Mitteilung ĂŒber eine nicht artgerechte Haltung zweier Hausschweine. Das Schreiben fĂŒgen wir bei.
Am 06.10.2011 waren wir selbst vor Ort und mussten feststellen, dass die Schweine in einem zu kleinen Verschlag,der an ein Bienenhaus angebaut ist und ca. 1,80 x 1,80 m misst, nass stehend gemÀstet werden.
Insbesondere steht den Schweinen kein trockener Liegebereich zur VerfĂŒgung.
Wir sehen einen Verstoß gegen die Schweinehaltungsverordnung und bitten Sie, tĂ€tig zu werden.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Edeltraud FĂŒrst / B. Möbius

Vom VeterinĂ€ramt Friedrichshafen kam postwendend die Zusage, dass man sich darum kĂŒmmern wird.

04.10.2011

Welttierschutztag 2011

Wie jedes Jahr war der Verein anlÀsslich des Welttierschutztages mit einem Info-Stand auf dem Lederhauspaltz in Ravensburg vertreten.
August 2011

Katastrophale Hundehaltung

Ein Westi wurde ohne Blutuntersuchung 2 Jahre tÀglich mit Insulin gespritzt.
Der allgemeine Zustand des Hundes war schlichtweg erbĂ€rmlich, als wir ihn bekamen: abgemagert bis auf die Knochen, Krallen ĂŒberlang, nciht mehr vertretbar, obwohl die Halterin diese vor bergabe gekĂŒrzt hatte.
Das Gebiss war kariös und in einem sehr schlechten Zustand.
Leider musste das Tier nach eingehender Untersuchung eingeschlÀfert werden.
2 Perserkatzen aus dem gleichen Haushalt konnten in leibevolle HĂ€nde vermittelt werden.
06.08.2011

Katzenhaltung

Irgendwo im Kreis Ravensburg leben in einem Haushalt viele Katzen.
Laut Melder wĂŒrden ca. 18 Katzen unter ihrer Haltung leiden.
Wir besuchten die Katzenhalterin: Alle Katzen waren erfreulicherweise in einem guten Zustand, im ganzen Haus kein Geruch vin Katzewn, alle Katzenklos sauber.
Der gesamte Haushalt sehr ordentlich.
Über das Ergebnis von Recherchen nach solche unberechtigten Meldungen freuen wir uns.
Der Besitzerin der Katzen wĂŒnschen wir und ihren Tieren weiterhin alles Gute!
August 2011

Wieder Ferienprogramm

Das Ferienprogramm dauerte dieses Jahr ĂŒber 2 Wochen verteilt 4 Tage.......
18.03.2011

Petition an den Landtag von Baden-WĂŒrttemberg

Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerrechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." hat am 06.04.2010 folgende Petition an den Deutschen Bundestag eingereicht.

Sehr geehrte Damen und Herren des Petitionsausschusses,

wir sind ein Verein, der sich fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung einsetzt, dazu gehört auch das qualfreie Schlachten der Tiere.

Wir fordern im Auftrag unserer Mitglieder und im Namen der Bevölkerung eine Kontrolle des Schlachtens / SchÀchtens anlÀsslich islamischer Feiertage, die auch eine stichprobenartige Untersuchung der SchÀdel von Schlachttieren beinhaltet.
Im Gesetzentwurf des Bundesrates zum SchĂ€chten ist zu ersehen, dass der Antragsteller nachweisen muss, dass das SchĂ€chten aus religiösen GrĂŒnden zwingend erforderlich ist.
Diese Forderung war bereits im Karlsruher Urteil 2001 gesetzlich verankert worden. Außerdem stand darin, dass der Antragsteller einen Sachkundenachweis vorlegen muss.
Wir sehen es als dringend notwendig an, dass anlĂ€sslich der Opferfestes der Muslime strenge Kontrollen durchgefĂŒhrt werden.
Leider mussten wir feststellen, wenn wir bei LandratsÀmtern nachgefragt hatten, ob SchÀchtgenehmigungen erteilt worden seien, dass keinerlei AntrÀge eingegangen waren.
Soll wohl heißen: Keine AntrĂ€ge – kein SchĂ€chten!
Auch ist es fĂŒr uns nicht ausreichend, dass an besagten Tagen AmtsveterinĂ€re unterwegs sind, um zu beobachten und dann anscheinend nichts Ungesetzliches festzustellen.
Uns sind einige zweifelhafte Adressen bekannt, welche seit Jahren von uns an diesen Tagen beobachtet werden.
Leider konnten wir bis heute nicht aktiv werden und aus den vielen Köpfen der getöteten Tiere Proben ziehen, da uns diese Köpfe verweigert werden und wurden.
Anhand dieser SchÀdel könnten wir pathologisch nachweisen, ob der Bolzenschuss vor oder nach der Entblutung des Tieres erfolgte. Denn wenn der Bolzenschuss vor der Entblutung gesetzt wurde, entsteht eine erhebliche Blutung im Bereich der Einschussstelle.
Erfolgt der Schuss jedoch erst nach der Entblutung, entsteht weder aktiv noch passiv eine Blutung.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die meisten BolzenschĂŒsse nach dem Entbluten erfolgten; so konnte eine BetĂ€ubung vorgetĂ€uscht werden!
Schon nach der großen Anzahl von Moscheen und streng glĂ€ubigen Muslime hier im Lande ist es nicht nachvollziehbar, dass weder AntrĂ€ge eingehen noch SchĂ€chtungen vorgenommen werden.
Wir fordern Sie auf, dringend tÀtig zu werden, denn auch Tiere sind eine Schöpfung Gottes und haben ein Recht auf respektvollen Umgang.

Des weiteren fordern wir den sofortigen Einsatz von Überwachungskameras in den Schlachthöfen. Diese Forderung ist Bestandteil unserer Vereinssatzung aus dem Jahre 2004.
Laut „SchwĂ€bischer Zeitung“ vom 13.03.2010 dĂŒrfen StĂ€dte die BĂŒrger kĂŒnftig filmen. Soll wohl heißen: Datenschutz ade!
Aus diesem Grunde kann eine Überwachung von Abladen, Treibgang und Tötungsbuchten von Schlachttieren gesetzlicherseits nichts mehr im Wege stehen, so dass im Sinne des Tierschutzes ĂŒberprĂŒft werden kann, ob Schlachttiere vor der Entblutung ausreichend betĂ€ubt werden, entweder durch Bolzenschuss oder durch Gas (Schweine) und auch der humane Umgang mit den Tieren gewĂ€hrleistet ist.
Es muss gewĂ€hrleistet sein, dass Tiere weder durch FehlschĂŒsse noch wegen zu geringer Gaszufuhr vor oder wĂ€hrend der Entblutung zum Bewusstsein kommen, was mit sehr großen Schmerzen der Schlachttiere verbunden wĂ€re.

Die Aussagen von Herrn Seehofer und Frau Dr. Katharina Kluge im Auftrag von Frau Bundesministerin Aigner, welche 2013 Verbesserungen in Schlachtung und Umgang mit Schlachttieren in Aussicht stellen, sind fĂŒr uns nicht befriedigend.
Jeder Tag, an dem unsere Tiere als Fleischlieferanten fĂŒr uns in den Schlachthöfen oft qualvoll sterben mĂŒssen, ist ein Tag zu viel !
Wenn schon Fleisch, dann von nicht gequÀlten Tieren!
Hierzu können Sie als Petitionsausschuss beitragen im Sinne von Mensch und Tier.
Da Anliegen der Bevölkerung zu diesem Thema können wir mit mittlerweile 37 000 Unterschriften an die zustÀndigen Ministerien belegen.

Wenn wir Tiere zĂŒchten, aufziehen und schlachten, darf dies nur unter höchstem Respekt vor diesen Lebewesen geschehen, und ohne Schmerz und Leid!

Wir bitten Sie, unsere Forderungen zu unterstĂŒtzen.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen



__ _______________
(Edeltraud F ĂŒ r s t) gez.: Brigitte M ö b i u s

Der Bundestag reichte sie wg. ZustĂ€ndigkeit an den Landtag von Baden WĂŒrttemberg weiter.

Un der Drucksache 14/6686 des Landtags ist zu lesen:

6. Petition 14/4575 betr. Tierschutz
Gegenstand der Petition:
Die Petentin in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende eines
eingetragenen Vereins fordert:
1. Die DurchfĂŒhrung vermehrter Kontrollen des
Schlach tens/SchÀchtens anlÀsslich islamischer
Fei er tage, einschließlich stichprobenartiger Untersuchungen
der SchÀdel von Schlachttieren zum
Nachweis einer ordnungsgemĂ€ĂŸen BetĂ€ubung.
Die Petentin bringt in ihrem Schreiben zum Ausdruck,
dass wÀhrend des islamischen Opferfestes
unzureichend kontrolliert wĂŒrde. Außerdem vermutet
sie, dass trotz fehlender Ausnahmegenehmigung
geschÀchtet wird.
Die ZulÀssigkeit des SchÀchtens wird von der Petentin
nicht in Frage gestellt.
2. Den sofortigen Einsatz von Überwachungskameras
in den Schlachthöfen, insbesondere in den Be -
reichen des Abladens der Tiere, der TreibgÀnge
und den Tötungsbuchten. So solle besser der Umgang
mit den Tieren und die BetĂ€ubung ĂŒberprĂŒft
werden können.
Sachverhalt:
Zu 1.:
Anlassbezogen bittet das Ministerium die nachgeordneten
Behörden zum alljÀhrlich stattfindenden islamischen
Ibrahim- und Opferfest um verstÀrkte Kontrollen
der in Frage kommenden SchlachtstÀtten, in denen
rituelle Schlachtungen vorgenommen werden. Die zustÀndigen
unteren Verwaltungsbehörden nehmen diese
Aufgabe gewissenhaft unter teilweiser ZurĂŒckstellung
anderer dienstlicher Aufgaben wahr. Bei den
Kontrollen ist oft auch die Polizei beteiligt.
Im Laufe der Jahre hat sich immer wieder gezeigt,
dass in EinzelfÀllen die tierschutzrechtlichen Vorschriften
bei der Schlachtung nicht eingehalten werden.
Sofern der Verdacht des (illegalen) Schlachtens
ohne BetÀubung aufkommt, werden umgehend die
entsprechenden Ermittlungen aufgenommen und Maßnahmen
zur Beweissicherung eingeleitet. Anzeigen
und Hinweisen auf VerstĂ¶ĂŸe wird konsequent nachgegangen.
Allerdings kann vorsÀtzlich begangenen ille -
galen Taten kaum vorgebeugt werden.


Die von der Petentin vorgeschlagenen stichproben -
artigen Untersuchungen von SchÀdeln werden derzeit
schon im Rahmen der Ermittlungen bei Verdacht auf
VerstĂ¶ĂŸe gegen das BetĂ€ubungsgebot durchgefĂŒhrt.
Allerdings wĂ€re es unverhĂ€ltnismĂ€ĂŸig, Tierköpfe ohne
Verdachtsmomente zu beschlagnahmen und anatomisch-
pathologisch untersuchen zu lassen.
Zu 2.:
Die Überwachung eines Schlachtbetriebes, insbesondere
des BetÀubungsvorganges durch Kameras
könnte eventuell ein ergÀnzendes Mittel sein, um
eine ordnungsgemĂ€ĂŸe DurchfĂŒhrung der BetĂ€ubung
von Schlacht tieren zusÀtzlich sicherzustellen. Nach
der derzeitigen Rechtslage kann die Installation
solcher Kameras jedoch nicht zwingend gefordert
werden.
Allerdings sind die in der Bundesrepublik Deutschland
bereits gĂŒltigen und im folgenden aufgefĂŒhrten
Vorschriften bei konsequenter Umsetzung und DurchfĂŒhrung
durchaus geeignet, den Tieren unnötige Leiden
im Zusammenhang mit deren Umgang, BetÀubung
und Schlachtung zu ersparen:
– Tiere dĂŒrfen erst unmittelbar vor der Schlachtung
an den Schlachtplatz gebracht werden, um ihnen
unnötige Aufregung zu ersparen.
– Tiere sind so zu betĂ€uben, dass sie schnell und
unter Vermeidung von Schmerzen und Leiden in
einen bis zum Tod anhaltenden Zustand der Empfindungs-
und Wahrnehmungslosigkeit versetzt
werden.
– Die Tiere sind zu entbluten, solange sie empfindungs-
und wahrnehmungsunfÀhig sind, z. B. bei
Anwendung eines Bolzenschusses bei Rindern innerhalb
von 60 Sekunden. Nach dem Entbluten
dĂŒrfen weitere Schlachtarbeiten am Tier erst durchgefĂŒhrt
werden, wenn keine Bewegungen des Tieres
mehr wahrzunehmen sind.
– Die SchlachtgerĂ€te und -anlagen sind regelmĂ€ĂŸig
zu warten und auf ihre FunktionsfÀhigkeit hin zu
ĂŒberprĂŒfen, was im Rahmen der vorgeschriebenen
Eigenkontrolle auch zu dokumentieren ist.
– Bei der elektrischen BetĂ€ubung muss die Mindeststromflusszeit
akustisch oder optisch angezeigt
werden, ebenso der StromstÀrkeverlauf bei fehlerhafter
BetĂ€ubung. In grĂ¶ĂŸeren Schlachtbetrieben
mĂŒssen diese Parameter laufend aufgezeichnet
und von der zustĂ€ndigen Behörde ĂŒberprĂŒft werden.
Falls es trotz der oben genannten weitreichenden Vorschriften
dennoch zu VerstĂ¶ĂŸen gegen die gesetz -
lichen Bestimmungen kommen sollte, mĂŒssen diese
zum Schutz der Tiere strikt geahndet werden. Die zustÀndigen
Überwachungsbehörden wurden in Baden-
WĂŒrttemberg bereits zur verstĂ€rkten Überwachung
der Einhaltung der tierschutzrechtlichen Bestimmungen aufgefordert.
Rechtliche WĂŒrdigung:
Zu 1.:
GemĂ€ĂŸ § 4 a Abs. 1 des Tierschutzgesetzes (TierSchG)
darf ein warmblĂŒtiges Tier nur geschlachtet werden,
wenn es vor Beginn des Blutentzugs betÀubt worden
ist. Eine BetÀubung ist nach § 4 a Abs. 2 Nr. 2 Tier-
SchG nicht erforderlich, wenn die zustÀndige Behörde
eine Ausnahmegenehmigung fĂŒr das Schlachten ohne
BetÀubung (SchÀchten) erteilt hat. Die Ausnahme -
genehmigung darf nur insoweit erteilt werden, als es
erforderlich ist, den BedĂŒrfnissen von Angehörigen
bestimmter Religionsgemeinschaften im Geltungs -
bereich dieses Gesetzes zu entsprechen, denen zwingende
Vorschriften ihrer Religionsgemeinschaft das
SchÀchten vorschreiben oder den Genuss von Fleisch
nicht geschÀchteter Tiere untersagen.
Das sog. „SchĂ€cht-Urteil“ des Bundesverfassungsgerichtes
vom 15. Januar 2002 bezeichnet es als verfassungswidrig,
einseitig den Belangen des Tierschutzes
dadurch Rechnung zu tragen, dass man durch restriktive
Auslegung des § 4 a Abs. 2 Nr. 2 TierSchG die
Ausnahmeregelung fĂŒr das SchĂ€chten ins Leere laufen
lÀsst. Die zwischenzeitlich erfolgte Aufnahme des
Tierschutzes als Staatszielbestimmung in Art. 20 a des
Grundgesetzes Àndert daran nichts. Soweit sich das
Staatsziel Tierschutz auf der einen Seite und die Glaubens-
und Gewissensfreiheit auf der anderen Seite gegenĂŒberstehen,
ist eine Kollision durch einen schonenden
Ausgleich nach beiden Seiten hin aufzulösen.
Dem „SchĂ€cht-Urteil“ Rechnung tragend hat das
Minis terium seinerzeit mittels einer Verwaltungsvorschrift
vom 19. Dezember 2002 entsprechende Vor -
gaben gemacht, um bei der Erteilung von Ausnahmegenehmigungen
durch die zustÀndigen Behörden ent -
sprechend landeseinheitlichen Kriterien vorzugehen
(s. auch http://www.mlr.baden-wuerttemberg.de/ Schaechten/
22558.html). In den letzten Jahren wurden jedoch
keine Ausnahmegenehmigungen zum betÀubungslosen
Schlachten erteilt.
Zu 2.:
Nach § 16 Abs. 1 Nr. 2 TierSchG unterliegen Einrichtungen,
in denen Tiere geschlachtet werden, der Aufsicht
durch die zustÀndige Behörde.
Nach § 16 Abs. 3 Nr. 5 TierSchG dĂŒrfen die von der
Behörde beauftragten Personen Verhaltensbeobachtungen
an Tieren auch mittels Bild- oder Tonaufzeichnungen
durchfĂŒhren.
Nach § 16 Abs. 4 a TierSchG hat, wer
a. als Betreiber einer Schlachteinrichtung oder als Gewerbetreibender
im Durchschnitt wöchentlich mindestens
50 Großvieheinheiten schlachtet oder
b. ArbeitskrĂ€fte bereitstellt, die Schlachttiere zufĂŒh -
ren, betÀuben oder entbluten,
der zustÀndigen Behörde einen weisungsbefugten Verantwortlichen
fĂŒr die Einhaltung der tierschutzrecht -
lichen Anforderungen zu benennen.
Betriebe und Einrichtungen, in denen Tiere geschlachtet
werden, unterliegen einer routinemĂ€ĂŸigen
Kontrolle, wÀhrend andere Tierhaltungen nur bei konkreten
Verdachtsmomenten (z. B. bei einer Anzeige)
ĂŒberprĂŒft werden.
DarĂŒber hinaus gelten seit dem 1. Januar 2006 fĂŒr
die Kontrollen in Schlachtbetrieben die Regelungen
in den Verordnungen (EG) Nr. 882/2004 und (EG)
Nr. 854/2004. Daraus leitet sich auch deren Dauer
ab. FĂŒr Schlachtbetriebe hat der deutsche Gesetz -
geber keine besonderen Festsetzungen fĂŒr die Überwachung
getroffen; dem besonderen Risiko fehlerhafter
AusfĂŒh rung einzelner Arbeitsschritte durch
den in Schlachtbetrieben hÀufigen Zeitdruck hat der
Gesetzgeber vielmehr durch die Verpflichtung Rechnung
getragen, einen weisungsbefugten Verantwortlichen
zu benennen.
Art, Umfang und Dauer der tierschutzrechtlichen
Kontrolle richten sich nach den Erfordernissen des
Einzelfalles. Eine VideoĂŒberwachung ist dazu im Regelfall
nicht erforderlich. Eine Videoaufnahme durch
den Tierarzt kann in besonders gelagerten Einzel -
fÀllen, z. B. zur Verhaltensbeobachtung der Tiere,
vorgenommen werden. Diese Möglichkeit kommt vor
allem dann in Betracht, wenn Anhaltspunkte dafĂŒr
vorliegen, dass gegen Vorschriften des Tierschutzgesetzes
oder der Tierschutz-Schlachtverordnung verstoßen
wird.
Eine generelle Verpflichtung der Schlachthofbetreiber,
in den Schlachtbetrieben VideoĂŒberwachungseinrichtungen
zur Aufzeichnung des laufenden Schlachtbetriebes
zu installieren, ginge ĂŒber die im Tierschutzgesetz
geregelten Mitwirkungspflichten der
Schlachthofbetreiber hinaus.
Beschlussempfehlung:
Bei der geschilderten Sach- und Rechtslage
kann der Petition nicht abgeholfen werden.
Berichterstatter: Behringer
04.11.2010

Erschreckender Anblick

Wir wurden informiert, dass ein nahezu felloser kleiner Hund auf einem Hof weggesperrt wĂŒrde und dieser nur ab und an zu sehen sei.
Wir gingen der Sache nach und sehe und staune: Diesen kleinen fast felllosen Hund gibt es wirklich. Wir machten Meldung beimVeterinĂ€ramt Ravensburg. Fraun Dr. Wetzel teilte uns mit, dass dieser kleine Hund wohl an einer Autoimmunerkrankung leiden wĂŒrde und er unter Ă€rztlicher Aufsicht wĂ€re unf der Besitzer seinTier lieben wĂŒrde.
22.07.2010

Hundezucht mitten im Wald

Uns wurde mitgeteilt, dass ein ZĂŒchter im Wald schwarze SchĂ€ferhunde zĂŒchten wĂŒrde.
Wir wurden aktiv und fanden tatsĂ€chlich im Dickicht mehrere Zwinger. In den Zwingern befanden sich ca. 8 - 10 Großhunde.
Die Hunde sind total von der Zivilisation abgeschirmt.
Wir gehen davon aus, dass der einzige menschliche Kontakt der zum ZĂŒchter ist.
Wir werden bei der zustÀndigen Stadt vorstellig werden. Auch werden wir beim zustÀndigen VeterinÀramt Meldung machen.

Wir haben uns bei der Stadt Tettnang am 26.07.2010 telefonisch gemeldet. Dort hieß es, die Hundestaffel und das VeterinĂ€ramt FN hĂ€tten die Sache "Zimmermann" in den HĂ€nden.
Am 26.10.2010 wurde Meldung mit Nachfrage beim VeterinĂ€ramt Ravensburg erstattet. Es wurde gesagt, die Kollegen wĂŒssten ĂŒber diese Sache Bescheid und sie wĂ€ren auch an der Sache dran.
Am 16.12.2010 wurden anlĂ€sslich von der Meldung von 3 anderen FĂ€llen erneut nach dem Fall BĂŒrgermoos gefragt. Erneut wurde bestĂ€tigt, das man an der Sache dran sei.
30.01.2011

Anzeige gegen Tiermittelhersteller

Wir haben am 07.01.2011 gegen die Dioxinmischer Strafanzeige gestellt.

Der Wortlaut:
Sehr geehrte Damen und Herren,


hiermit stellen wir Strafanzeige gegen die Unternehmer und Futtermittelhersteller
Harles und Jentzsch in 25436 Uetersen, Deichstr. 25.

BegrĂŒndung:

Durch ZufĂŒhrung von Giftstoffen (Dioxin) in die Produktion des Tierfuttermittels haben die Hersteller vorsĂ€tzlich gegen das Tierschutzgesetz verstoßen.
Wir bitten die Staatsanwaltschaft, im Sinne des Tierschutzgesetzes tÀtig zu werden.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen


Edeltraud FĂŒrst , 1. Vorsitzende

Am 30.01.2011 gaben wir folgende Pressemitteilung heruaus:

Pressemitteilung:
TierschĂŒtzer erstatten Anzeige gegen Futtermittelhersteller

Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V." erstattete am 07.01.2011Strafanzeige gegen den Futtermittelhersteller Harles und Jentsch bei der Staatsanwaltschaft Itzehoe wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz.
BegrĂŒndung: Durch Zufuhr von Dioxin ins Futtermittel fĂŒgte die Firma (GeschĂ€ftsfĂŒhrung: Siegfried Sievert, Kiebitzreihe) den Tieren durch Erkrankungen in Folge von dioxinhaltigem Futtermittel Leid und Schmerz zu.
Am 26.01.2011 erhielt der Verein von der Staatsanwaltschaft beim Amtsgericht Itzehoe die BestÀtigung der Strafanzeige mit Aktenzeichen.

Edeltraud FĂŒrst / Brigitte Möbius


18.09.2010

Herbstmesse in Weingarten

Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." wurde durch die aktive Voltigiergruppe Bad Schussenried mit ihrer anspruchsvollen AuffĂŒhrung unter der Leitung der Trainerin Cornelia Fessler erfolgreich unterstĂŒtzt.
Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals fĂŒr dieses Highlight.
14.12.2010

Bannegg-Ziegen

Gescheitert: TierschĂŒtzer akzeptieren Vertrag nicht

Ravensburg. Die Situation bleibt verfahren: Heinz MĂŒthing, ein 72-jĂ€hriger Rentner mit schmalem Budget und mittlerweile zwölf Ziegen, lĂ€sst selbige seit 30 Jahren auf Wiesen rund um sein gemietetes HĂ€uschen an der Ravensburger Banneggstraße grasen. Wiesen, die ihm nicht gehören. Nach und nach wurden die malerisch gelegenen GrundstĂŒcke bebaut, der Platz fĂŒr die Ziegen dadurch immer enger. Wenig erfreulich war es fĂŒr die neuen Nachbarn, dass die vierbeinigen WiederkĂ€uer keinen großen Unterschied zwischen Gras und den liebevoll angepflanzten ZierstrĂ€uchern und Blumen ihrer GĂ€rten machten. Staatsanwaltschaft und Gerichte beschĂ€ftigten sich mit den Tieren, es gab ein Halteverbot im Wohngebiet, sie wurden ab- und heimlich wieder hertransportiert, und es wurden immer mehr, weil offenbar nicht alle unfruchtbar sind. Allerdings zog der Ziegenbesitzer auch einen Zaun um die usurpierten GrundstĂŒcke, so dass die Tiere wenigstens keine NachbargĂ€rten mehr verwĂŒsten konnten.

Aber: Das bisherige Winterdomizil in einem barackenartigen Stall in MĂŒthings Garten spottet nach Ansicht der Nachbarn jeder Beschreibung, ziehe Ratten an, und auch das VeterinĂ€ramt des Landratsamtes hĂ€lt die Unterbringung der Vierbeiner dort fĂŒr nicht artgerecht und hat mittlerweile die RĂ€umung angedroht. Außerdem wird die Sommerweide schon in wenigen Wochen bebaut: Ein junges Paar hat ein GrundstĂŒck mittendrin gekauft und errichtet dort ein HĂ€uschen. Wegen einer EigenbedarfskĂŒndigung in der jetzigen Mietwohnung lĂ€sst sich das Vorhaben auch nicht mehr aufschieben.

Wiese ist zu steil

Unterdessen bemĂŒht sich Edeltraud FĂŒrst von den BĂŒrgern fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben um eine Lösung, die allen gerecht wird: den Ziegen, dem Ziegenbesitzer und den Nachbarn. Ihr Verein wĂŒrde die Tiere ĂŒbernehmen und auf einem stĂ€dtischen GrundstĂŒck hinter MĂŒthings Wiese einen leeren Zirkus- oder Bauwagen aufstellen. Der alte Mann könnte sich weiter um die Tiere kĂŒmmern.

Aber diese Lösung scheint nun an der Stadt Ravensburg zu scheitern. Diese hat dem Verein zwar ein GrundstĂŒck und einen Pachtvertrag angeboten, beide sind aber fĂŒr die TierschĂŒtzer so gut wie unannehmbar. Das GrundstĂŒck liegt unterhalb eines Spielplatzes weiter die Banneggstraße herunter, ist sehr steil, darauf steht nur ein halbtoter Baum, es gibt keine StrĂ€ucher, keinen Schatten. Der 72-jĂ€hrige Ziegenhirt mĂŒsste tĂ€glich an die 40 Liter Wasser zu der Wiese schleppen, außerdem brauchen die Ziegen zusĂ€tzliches Futter wie Heu oder Obst. Einen Unterstand dĂŒrfen die TierschĂŒtzer laut Vertrag nicht errichten, was unweigerlich zur lebensbedrohlichen Moderhinke, einer KlauenentzĂŒndung, fĂŒhren wĂŒrde, wenn die Ziegen auf der feuchten Wiese stehen, weshalb das VeterinĂ€ramt niemals damit einverstanden wĂ€re. Ziegen brauchen im Winter zwingend einen Stall. Eine artgerechte Haltung wĂ€re also durch den Vertrag nicht zu verwirklichen.

Zicken mĂŒssen brav sein

Hinzu kommt: Beim kleinsten Verstoß gegen die Regeln des Vertrages, wenn zum Beispiel ein einziges Zicklein nur einmal ĂŒber den Zaun hĂŒpft, dĂŒrfte die Stadt Ravensburg den Pachtvertrag sofort kĂŒndigen. Und Paragraf 6 ist an AbsurditĂ€t kaum noch zu ĂŒbertrumpfen: „Eine DĂŒngung der WiesenflĂ€che – auch in biologischer Form – ist nicht gestattet“, heißt es da. Das bedeutet: Die Ziegen dĂŒrfen auf der Wiese weiden, aber keine HĂ€ufchen machen.

„Seit Mitte des Jahres 2009 sind wir bemĂŒht, eine fĂŒr alle Seiten positive Lösung fĂŒr die Ziegen zu finden; uns scheint: leider vergebens! Wir werden den Vertrag so nicht unterzeichnen“, so Edeltraud FĂŒrst.

(Erschienen: 12.12.2010 14:30)

28.08.2010 - 02.09.2010

Bannegg-Ziegen

Stadtnachrichten Ravensburg (SchwÀbische Zeitung 05.11.2010)
Lösung fĂŒr die Ziegen ist in Sicht
ZiegenglĂŒck: Ferdinand und Rosi beim Liebesspiel am Bannegg-Hang. Angeblich ist der Bock kastriert, aber so ganz sicher kann man da nicht sein. Zumindest bespringt er die Weibchen noch gern.
ZiegenglĂŒck: Ferdinand und Rosi beim Liebesspiel am Bannegg-Hang. Angeblich ist der Bock kastriert, aber so ganz sicher kann man da nicht sein. Zumindest bespringt er die Weibchen noch gern. Foto: Annette Vincenz

(Ravensburg/vin) Im Streit um die Ziegen am Bannegg-Hang ist die Lösung greifbar nahe: Ziegenbesitzer Heinz MĂŒthing hat sich heute (Donnerstag) damit einverstanden erklĂ€rt, einen Vertrag mit der Stadt Ravensburg und TierschĂŒtzern zu unterzeichnen. Dann können seine Tiere hinterm Haus auf einem stĂ€dtischen GrundstĂŒck weiden, mĂŒssen aber eingezĂ€unt und unfruchtbar gemacht werden.

Am Dienstag hatte Edeltraud FĂŒrst von den BĂŒrgern fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben (Bfano) ein GesprĂ€ch mit Vertretern der Ravensburger Stadtverwaltung und dem VeterinĂ€ramt des Landratsamtes gefĂŒhrt. Grundlage war ein Vorschlag von Stadtrat Roland Dieterich gewesen, der schrĂ€g unter dem MĂŒthingschen HĂ€uschen lebt und – ebenso wie seine anderen Nachbarn – unglĂŒcklich ĂŒber die jetzigen ZustĂ€nde ist. Vor allem im Winter seien die Ziegen in einem Verschlag in MĂŒthings Garten nicht gut untergebracht. Der Vertragsentwurf sieht vor, dass MĂŒthing seine Tiere dem Verein Bfano ĂŒberschreibt, der Verein stellt dafĂŒr einen großen, ausrangierten Zirkuswagen als Stall zur VerfĂŒgung, der jetzige Verschlag muss abgerissen werden. Zudem sollen die Ziegen, deren Zahl kontinuierlich zunimmt, unfruchtbar gemacht werden. Dann können sie auf dem GrundstĂŒck, das die Stadt an die Bfano verpachtet, gemĂŒtlich grasen. Die Nachbarn wollen sogar Heu fĂŒr den Winter kaufen.

Die Zeit drĂ€ngt, denn auf der Wiese jenseits der Bannegg-Straße können die Ziegen nicht bleiben. Dort sollen je nach Witterung noch in diesem Jahr, spĂ€testens im nĂ€chsten FrĂŒhjahr, die Bauarbeiten fĂŒr ein Einfamilienhaus beginnen. Und die Haltung der Ziegen in dem Verschlag auf MĂŒthings GrundstĂŒck ist laut VeterinĂ€ramt unzumutbar. Das heißt konkret: Lehnt MĂŒthing ab, werden ihm die Tiere weggenommen.

Jetzt muss theoretisch nur noch geklĂ€rt werden, ob der Ravensburger Gemeinderat der Verpachtung des stĂ€dtischen GrundstĂŒckes zustimmen muss oder die Stadtverwaltung freihĂ€ndig darĂŒber entscheiden kann. Die Zeit drĂ€ngt nĂ€mlich auch aus einem anderen Grund: Bricht ein frĂŒher Winter ein mit Bodenfrost, kann die Wiese nicht mehr so leicht eingezĂ€unt werden.



Streit um Banneggziegen geht weiter
Banneggziegen sollen nicht auf Wiese sein.

(RAVENSBURG/reb) Die Banneggziegen lassen der Stadt Ravensburg keine Ruhe. Einer der Besitzer der Wiese, auf der die Ziegen eingezĂ€unt sind, verlangt ihren Abtransport. Es haben sich aber auch BĂŒrger gefunden, die den Ziegen auf der Wiese einen Unterschlupf finanziert hĂ€tten. Außerdem möchte das Landesblindenforum die Patenschaft fĂŒr die blinde Ziege Resi ĂŒbernehmen.

Der SZ-Bericht vom vergangenen Samstag ĂŒber die RĂŒckkehr der RĂŒpel-Ziegen in der Banneggstraße hat hohe Wellen geschlagen. Die zwölf Ziegen des Heinz MĂŒthing sind auf einer Wiese an der Banneggstraße eingezĂ€unt und können die NachbargĂ€rten nicht mehr verwĂŒsten-wie in der Vergangenheit geschehen. Den Zaun gebaut hat MĂŒthings Bekannter Franz-Josef Hölz, allerdings mit dem Geld der „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ unter der Leitung von Edeltraud FĂŒrst.

Doch nun hat sich ein anderes Problem aufgetan: Dr. Martin Weber, dessen Eltern ein Teil der Wiese gehört, will keine Ziegen auf der Wiese, da er Ärger mit der dortigen Nachbarschaft befĂŒrchtet. „Es ist nicht das erste Mal, dass die Ziegen ZĂ€une ĂŒberspringen“, sagt er. Zudem habe niemand auch nur eine Zustimmung eingeholt, das GrundstĂŒck betreten, geschwiege denn einen Zaun bauen zu dĂŒrfen. Mitschuldig an der Tatsache sei fĂŒr ihn Edeltraut FĂŒrst, deren Verein das Geld fĂŒr den Zaun gespendet hat. Sie mĂŒsse dafĂŒr sorgen, dass der Zaun wieder abgebaut wĂŒrde. „Es wĂ€re ihre Pflicht gewesen, sich die ZweckmĂ€ĂŸigkeit der Verwendung der Spendengelder zu ĂŒberlegen und sich darĂŒber zu informieren, dass Ziegen auf dieser Wiese nicht gestattet sind.“

Edeltraud FĂŒrst ist sich keiner Schuld bewusst. Sie fĂŒhle sich angegriffen, denn sie habe den Zaun weder gebaut, noch das GrundstĂŒck betreten. Sie habe mit dem Geld lediglich „Mensch und Tier vor Schaden bewahren“ wollen. Zaunbauer Hölz habe zudem eine Erlaubnis eingeholt: „Ich habe mit Weber-Senior gesprochen, der den Zaun weder befĂŒrwortet, noch verneint hat“, sagt Hölz. Dem entgegen steht die Aussage Martin Webers: „Mein Vater weiß von nichts und fiel aus allen Wolken, als er gelesen hat, dass ein Zaun auf seiner Wiese steht“. Die Vereinsvorsitzende FĂŒrst sehe in dem Verbot nur ein Vorwand, Heinz MĂŒthing und seinen Schmutz los zu werden. „Ich verstehe nicht, warum so etwas auf dem RĂŒcken der Ziegen ausgetragen werden muss“, sagt FĂŒrst. Diese Vermutung weist Martin Weber weit von sich. Ihm ginge es allein um die Ziegen-sie sollen weg.
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Den Winter-Unterschlupf fĂŒr die Ziegen, den Edeltraud FĂŒrst zusammen mit Brigitte Möbius und ihrem Verein noch finanzieren wollte, ist nun wohl nicht mehr realisierbar. Doch zumindest fĂŒr die blinde Ziege Resi sehen die Zeiten gut aus: Das Landesblindenforum möchte eine Patenschaft fĂŒr sie ĂŒbernehmen.

(Erschienen: 01.09.2010 19:30)


Die RĂŒckkehr der RĂŒpel-Ziegen
Der Bannegghang in Ravensburg: Die Ziegen sind zurĂŒckgekehrt. Nicht zur Freude der Nachbarn. Foto: Derek Schuh
Der Bannegghang in Ravensburg: Die Ziegen sind zurĂŒckgekehrt. Nicht zur Freude der Nachbarn. Foto: Derek Schuh

(Ravensburg/sz) Die Banneggziegen sind zurĂŒckgekehrt. Mittlerweile eingezĂ€unt, verwĂŒsten sie nicht mehr die umliegenden GĂ€rten. Dennoch sind die Nachbarn alles andere als begeistert. Im kommenden Winter fĂŒrchten sie eine Rattenplage, weil die Ziegen von ihrem Besitzer dann nicht richtig versorgt wĂŒrden.

Von unserer Redakteurin Annette Vincenz

Die Banneggstraße gehört zu Ravensburgs besten Wohngegenden. Wer sich dort ein Haus gebaut hat, ist nicht arm. Moderne Architektur, traumhafter Blick ins Tal, viel GrĂŒn, paradiesische Ruhe, trotzdem innenstadtnah: Die Quadratmeterpreise fĂŒr ein unbebautes GrundstĂŒck sollen bei 500 Euro liegen. Inmitten dieser Idylle lebt Heinz MĂŒthing. Das Haus, das ihm eine gutherzige alte Dame fast mietfrei ĂŒberlassen hat, gleicht eher einer HĂŒtte. Beengt, alt, vergammelt, abbruchreif. Der 71-jĂ€hrige Rentner lebte schon dort, bevor die wohlhabenden StĂ€dter ihn mit ihren schicken Villen umzingelten, und seit einigen Jahren fĂŒhlt sich der alte Mann von seinen Nachbarn „tyrannisiert“, wie er sagt. Alle seien gegen ihn, keiner lasse ihn in Frieden.

FĂŒr Außenstehende ist kaum auseinanderzuhalten, was echte Ressentiments sein könnten und was Verfolgungswahn ist: Einige seiner Geschichten klingen zu abstrus, um wahr sein zu können. Etwa, dass sich seine Nachbarn gezielt mit den Justizbehörden und der Stadt Ravensburg gegen ihn verbĂŒndet hĂ€tten. Mit dem Ziel, ihn wegzuekeln.
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Grund fĂŒr den seit zehn Jahren schwelenden Streit sind MĂŒthings Haustiere: Ziegen. „Seine Kinder“, wie der Rentner sie nennt. Einzige Ansprechpartner fĂŒr den alleinstehenden Mann. Als wiederkĂ€uende Fast-Allesfresser haben sich die Tiere jedoch nicht auf das gegenĂŒberliegende freie GrundstĂŒck beschrĂ€nkt, auf dem sie Löwenzahn, Gras und Klee zupfen und gemĂŒtlich mampfen, sondern in der Vergangenheit auch immer wieder NachbargĂ€rten verwĂŒstet, sich an den Zierpflanzen gĂŒtlich getan oder sie plattgetrampelt. Die „RĂŒpel-Ziegen“ (SZ vom 6.2.2009) beschĂ€ftigten auch schon die Gerichte. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Sigmaringen von 2004 untersagt ihre Unterbringung am Bannegghang, im Februar 2009 wurden sie auf Anordnung der Staatsanwaltschaft abgeholt, zunĂ€chst in Ostrach und dann in Wolfegg untergebracht, wo sie aber nicht bleiben konnten. Seit Mai dieses Jahres hat MĂŒthing die Ziegen wieder zu sich geholt, hĂ€lt sie nachts in der Garage beziehungsweise im Garten und lĂ€sst sie tagsĂŒber auf dem GrundstĂŒck auf der anderen Seite der Banneggstraße grasen.

Angst vor dem Winter

Das gehört ihm zwar nicht, aber er hat es mit Geld der „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ eingezĂ€unt. Womit zumindest das Problem der verwĂŒsteten NachbargĂ€rten aus der Welt geschafft wĂ€re. „Im Sommer mag das ja noch angehen, aber im Winter hĂ€lt er sie auf einer mit Brennnesseln ĂŒbersĂ€hten Wiese hinter dem Haus in einem Verschlag. Die ZustĂ€nde spotten jeder Beschreibung“, sagt Dr. Roland Dieterich, Notar und FDP-Stadtrat, den MĂŒthing als Hauptfeind unter seinen Nachbarn ausgemacht hat, weil er angeblich die anderen gegen ihn aufstachle. Abgesehen von dem „unglaublichen Gestank“ und nĂ€chtlichem Gemeckere (Dieterich: „Eher ein Schnarchen, ein lautes Schnarchen“) störe die Nachbarn vor allem eine vermeintliche Rattenplage. Da MĂŒthing keinen richtigen Stall habe und den Verschlag nie ausmisten wĂŒrde, zöge der Dreck logischerweise Ungeziefer an. Und bei einer Ratteninvasion in unmittelbarer Nachbarschaft hört die Toleranz auf.

Ansonsten scheint Dieterich milde gegenĂŒber seinem armen Nachbarn gestimmt, fĂŒr den er durchaus eine gewisse Sympathie zu hegen bereit ist. „Zwei Ziegen hielte ich fĂŒr vertretbar, aber sieben Ziegen sind einfach zu viele.“

Genau genommen hĂ€lt MĂŒthing mittlerweile zwölf: den großen Bock Ferdinand, den kleineren Bock Peter, die blinde Resi, Liesel, Lilo, PĂŒppi mit dem abgebrochenen Horn, Rebecca, Alma, Grittli, Asta und Rosi. Ein Zicklein ist noch unbenannt, MĂŒthing erwĂ€gt, es „Susi“ zu taufen. Die Vermehrung der Ziegen hat einen Grund: Zwar seien die Böcke unfruchtbar gemacht, eine weibliche Ziege lĂ€sst er aber hin und wieder von einem fremden Bock bespringen, um sie werfen zu lassen und Milch zu bekommen, die er als Vegetarier sehr schĂ€tzt. Da die gemeine Hausziege 15 Jahre alt werden kann, werden die Ziegen also eher mehr als weniger. Gesund sind sie jedenfalls, das hat das VeterinĂ€ramt bestĂ€tigt.

TierschĂŒtzer wollen helfen

TierschĂŒtzerin Edeltraud FĂŒrst, deren Verein schon den Zaun bezahlt hat, will MĂŒthing gerne helfen, fĂŒr einen Teil der Ziegen (oder fĂŒr alle) einen guten Platz zu finden, wo sie artgerecht gehalten werden und dem Metzger entgehen. Das Problem: MĂŒthing kann sich nicht von „seinen Kindern“ trennen, das brĂ€che ihm das Herz. Mittlerweile ist er aber so resigniert, dass er vom Bannegghang wegziehen wĂŒrde. Aufs Land vielleicht, in einen alten Bauernhof. Mehr als zwei Zimmer brauche er nicht, sagt er. Und eben eine schöne Weide mit Stall.

Eine Sorge kann ihm aber genommen werden: Die Staatsanwaltschaft Ravensburg ermittelt derzeit nicht gegen ihn, weil die Ziegen sich wieder illegal am Bannegghang aufhalten. Leitender Oberstaatsanwalt Herbert Heister sagte der „SchwĂ€bischen Zeitung“: „Das ist allenfalls eine Ordnungswidrigkeit. Straftaten kann ich weit und breit keine erkennen.“ Solange der Zaun halte und somit das Eigentum der Nachbarn geschĂŒtzt sei, gebe es keinen Grund, die Ziegen wieder zu beschlagnahmen. Heister: „Und darĂŒber bin ich nicht unglĂŒcklich.“

(Erschienen: 27.08.2010 10:05)
Anfang Mai 2010 / Urteil vom 28.10.2010

Kalb und Kalbin mussten qualvoll sterben, weil der Bauer nicht tÀtig wurde / Urteil des Amtsgerichts Wangen vom 28.10.2010

Landwirt lÀsst kalbende Kuh leiden

(Wangen/sz) Wegen Tiermisshandlung hat das Amtsgericht Wangen einen Landwirt aus dem AllgĂ€u zu einer Freiheitsstrafe von fĂŒnf Monaten auf BewĂ€hrung verurteilt. Außerdem darf der 54-JĂ€hrige, der bereits mehrfach auffĂ€llig war, zwei Jahre lang keine Nutztiere halten. Der Mann hatte eine kalbende Kuh, die große Schwierigkeiten bei der Geburt hatte, leiden lassen ohne einen Tierarzt zu verstĂ€ndigen. Beide Tiere starben.

Von unserer Redakteurin Sylvia Rustler

Der Fall ereignete sich im FrĂŒhjahr dieses Jahres. Die Kuh des Landwirts hatte Probleme mit der Geburt ihres zu großen Kalbs. Das Jungtier, dessen Beine rund 20 Zentimeter aus dem Geburtskanal ragten, blieb stecken – 24 Stunden lang. Erst dann legte der Landwirt Hand an und befreite die Kuh von dem bereits toten Tier.

Auf DrĂ€ngen des Vereins fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, der auf den Fall aufmerksam geworden war, wurde schließlich ein Tierarzt gerufen. Nach Angaben der Vorsitzenden hatte der Verein dem Landwirt versprochen, die Kosten fĂŒr die Behandlung zu tragen. Die Kuh starb zwei Tage spĂ€ter. Vermutlich an einer LungenentzĂŒndung in Folge der Risse und Quetschungen durch die Belastung des Geburtskanals. Der Tierschutzverein erstattete Strafanzeige.

Der Landwirt, der in der Region Mutterkuhhaltung betreibt und rund 20 Tiere besitzt, rĂ€umte den Hergang im Großen und Ganzen ein, rechtfertigte sich aber. Der Staatsanwalt hatte ihm zur Last gelegt, das gebĂ€rende Tier wissentlich starken Schmerzen ĂŒberlassen und aus GleichgĂŒltigkeit nicht reagiert zu haben. „Das Tier war bis zu seinem Tode erheblichem Leiden ausgesetzt“, so der Staatsanwalt, der den Mann als fĂŒr die Nutztierhaltung ungeeignet einstufte.

Der Angeklagte sagte, er habe versucht, das unruhige Tier in den Stall zu bringen, es sei ihm aber wieder ausgebĂŒxt und nicht mehr einzufangen gewesen.

Richter Reinhold Hummel wertete das als „bloße Schutzbehauptung“. FĂŒr ihn war es völlig unverstĂ€ndlich, warum der Mann keine Hilfe holte. „Das sagt einem doch der gesunde Menschenverstand. Oder was haben sie gedacht, wie es der Mutterkuh geht, wenn das Kalb in ihrem Geburtskanal stecken bleibt?“ Außerdem konnte sich Hummel nicht vorstellen, dass ein Tier in diesem Zustand „große SprĂŒnge“ mache und nicht zu bĂ€ndigen sei. „Ich habe den Eindruck, sie hat das alles nicht so ganz interessiert.“ Der Richter vermutete, dass der 54-JĂ€hrige aus finanziellen GrĂŒnden keinen VeterinĂ€r verstĂ€ndigt habe.

Zum Nachteil des Angeklagten wirkte es sich aus, dass es nicht das erste Mal war, dass er gegen das Tierschutzgesetz verstieß. Nach den Worten des Richters hat das Amtsgericht den Mann 2008 verurteilt, weil er eine verletzte Kuh im Stall liegen ließ. 2009 fiel ein Urteil wegen „VernachlĂ€ssigung des Viehbestands“. Zudem ist der Landwirt dem Landratsamt wegen unsachgemĂ€ĂŸer VerhĂ€ltnisse auf dem Hof bekannt. Hummel sprach von „Morast und Dreck“ und „zentimeterdickem Mist“. Bislang war es allerdings bei Geldstrafen geblieben. Nun mĂŒssten dem Landwirt aber Grenzen aufgezeigt werden, so Hummel. „Es ist an der Zeit, die Tiere vor ihm zu schĂŒtzen.“

Der Staatsanwalt hatte sieben Monate auf BewĂ€hrung und ein Verbot von fĂŒnf Jahren fĂŒr die Tierhaltung gefordert, der Verteidiger plĂ€dierte fĂŒr eine Geldstrafe und eine strengere Kontrolle des VeterinĂ€ramts. Als der Richter sein Urteil verlas, gab es Applaus im Gerichtssaal. Ein Ă€ltere Frau klatschte und rief „Bravo“.

(Erschienen: 01.11.2010 21:05)

Landwirt lÀsst gebÀrende Kuh leiden

(Wangen/syr) Wegen Tiermisshandlung hat das Amtsgericht Wangen einen Landwirt aus Kißlegg am Donnerstagmittag zu einer Freiheitsstrafe von fĂŒnf Monaten auf BewĂ€hrung verurteilt. Außerdem darf der 54-JĂ€hrige, der bereits mehrfach auffĂ€llig geworden war, zwei Jahre lang keine Nutztiere mehr halten. Der Mann hatte eine kalbende Kuh, die große Schwierigkeiten bei der Geburt hatte, leiden lassen ohne einen Tierarzt zu verstĂ€ndigen. Das Muttertier und das Kalb starben.

Ein ausfĂŒhrlichen Bericht lesen Sie in unserer Printausgabe.
(Erschienen: 28.10.2010 14:25)


Einen Tag und eine Nacht versuchte eine Kalbin, ihr Kalb zu gebÀren.
Der Bauer bemerkte schon am Morgen, dass die Kalbin nicht ohne Hilfe kalben konnte. Er wurde aber trotzdem nicht tÀtig.
Als wir dann am darauf folgenden Morgen vor Ort waren, hing das Kalb ca. 20 Zentimeter aus dem Mutterleib.
Auf unser DrÀngen wurde ein VeterinÀr gerufen.
Mit einer sog. KĂ€lberhilfe konnte das tote Kalb aus der Kalbin gezogen werden.
Durch das lange Liegen mit dem toten Kalb im Leib hatte die Kalbin eine HinterhandlÀhmung, konnte den Stall aber mit Hilfe des VeterinÀrs wieder verlassen.
Am darauf folgenden Tag fanden wir die Kalbin tot im Stall. Eitersekret war im ganzen Stall zu finden.
Als wir dem Bauern VorwĂŒrfe machten, gab er zur Antwort: "Des isch halt amole so!"
Wir erstatteten Anzeige; mal sehen, ob es wieder nur als Ordnungswidrigkeit behandelt wird!
23.08.2010

Ziegenhaltung so und auch anders / So geht es den Ziegen heute

Wir hatten im letzten Jahr 3 Ziegen und einen gekluppten Ziegenbock aus einer schlechten Haltung herausgeholt und sie irgendwo hingebracht,wo vertraglich artgerechte Haltung mit Freilauf zugesichert wurde.
Wir hatten auch Hilfe bei der Erstellung von ZÀunen angbeoten und billige PfÀhle vermittelt.
Als wir jetzt nach den Ziegen schauten, mussten wir
feststellen, dass diese immer noch in kleinen Boxen im Stall waren, von Freilauf keine Rede.
Letzten Samstag haben wir sie abgeholt und in eine Ziegenhalterei auf der Alb gebracht. Dort haben sie Freilauf, können grasen und auch GebĂŒsch abnagen usw.
15.01.2010

Österreicher brechen widerwĂ€rtigen Tierversuch ab.

Wir hatten gegen die perversen Tierversuche im Otztal die einzige Anzeige aus Deutschland gestellt. Jetzt die Antwort aus Österrreich:
Datum:08.03.2010:
Nachricht von der Staatsanwaltschaft Innsbruck: Das Verfahren ist eingestellt
BegrĂŒndung:"Nach den derzeit vorliegenden Beweisergebnissen liegt ein strafrechtlich relevanter Sachverhalt nicht vor, sodass die weitere Verfolgung des Beschuldigten aus rechtlichen GrĂŒnden unzulĂ€ssig wĂ€re (§ 190 Z. 1 StPO).
Darauf haben wir mit folgendem Schreiben an die Staatsanwaltschaft Innsbruck reagiert:

81 BAZ 133/10a – 1
Ihr Schreiben vom 4. MĂ€rz 2010



Sehr geehrte Damen und Herren,


mit großem Protest und BestĂŒrzung haben wir die Einstellung des Verfahrens bezgl. der Versuche mit Schweinen zur Kenntnis genommen.
Wir behalten uns weitere Schritte vor, sollten die Versuche erneut aufgenommen werden.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen



_________________ _________________
(Edeltraud FĂŒrst) (Brigitte Möbius)





Datum:15.01.2010
per Fax
Strafanzeige gegen die Projektleiter des Tierversuchs im Ötztal (Simulation von LawinenunglĂŒcken mit Schweinen)

Hiermit stellt der Verein
BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e. V.
Boschstr. 49, D-88250 Weingarten
vertreten durch Edeltraud FĂŒrst (1. Vorsitzende) und
Brigitte Möbius ( 2.Vorsitzende)

Strafanzeige gegen die Projektleiter des Versuchs der Medizinischen UniversitĂ€t Innsbruck im Ötztal wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz und vorsĂ€tzlicher TierquĂ€lerei.

Die Erwirkung einer einstweiligen VerfĂŒgung behalten wir uns vor.


Gez.: Edeltraud FĂŒrst Gez.: Brigitte Möbius

Nach Protesten: Tierversuch wird abgebrochen
Der umstrittene Tierversuch mit Schweinen wurde abgebrochen.


(WIEN/dpa) Wissenschaftler verschĂŒtten 29 lebendige Schweine in Schneemassen und beobachten sie beim langsamen Ersticken und Erfrieren: Dieser Tierversuch im Tiroler Ötztal hat in Österreich fĂŒr Entsetzen gesorgt.

Eine landesweite Protestwelle fĂŒhrte schließlich dazu, dass die Forscher von der Medizinischen UniversitĂ€t Innsbruck am Donnerstagabend ihren am Dienstag gestarteten Versuch abbrachen. Man könne unter diesen UmstĂ€nden nicht weiter arbeiten, sagte Studienleiter Peter Paal am Donnerstagabend der Deutschen Presse- Agentur dpa. Ob und wann der Versuch weitergefĂŒhrt werde sei unklar. Nach Angaben des Forschers starben bisher zehn Tiere. Von dem Experiment erhofften sich die Wissenschaftler Informationen ĂŒber die UmstĂ€nde des Todes in Lawinen.

Als „unfassbar“, „unethisch“ oder „widerwĂ€rtig“ hatten zahlreiche TierschutzverbĂ€nde und Parteien die am Donnerstag bekanntgewordene Aktion bezeichnet und ihr sofortiges Ende gefordert. Selbst das Land Tirol und die österreichische Bergrettung distanzierten sich.

Nach dem Versuchsablauf sollten noch etwa zwei Wochen lang jeden Tag zwei bis drei Schweine im Ötztal in einer simulierten Lawine eingegraben werden. Die Schweine werden dafĂŒr betĂ€ubt und an GerĂ€te angeschlossen. Je nach GrĂ¶ĂŸe der Atemhöhle verfolgen die Wissenschaftler ĂŒber Minuten oder Stunden das langsame Ersticken der Tiere. Andere Schweine werden nur bis zum Kopf im Schnee vergraben und erfrieren. Danach zerteilen die Forscher die Tiere und nehmen Gewebeproben.
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Die Forscher, die zunĂ€chst noch auf der WeiterfĂŒhrung beharrten, gaben dann am Abend dem öffentlichen Druck nach. Inzwischen seien bereits TierschĂŒtzer am Versuchsort eingetroffen, sagte Paal. Er hĂ€lt das Experiment grundsĂ€tzlich fĂŒr sinnvoll, da es Menschenleben retten könne. Mit dem Versuch wolle man wichtige Erkenntnisse ĂŒber die Überlebenschancen von Opfern in Lawinen erlangen: „In der dramatischen Situation nach einer Bergung können NotĂ€rzte somit besser beurteilen, ob und fĂŒr welche Opfer reelle Überlebenschancen bestehen“, teilte die Medizin-Uni mit. Das Zusammenwirken von KĂ€lte und Sauerstoffmangel, dem im Schnee VerschĂŒttete ausgesetzt sind, könne nur am lebenden Organismus getestet werden, so Paal. Nach Berechnungen des Kuratoriums fĂŒr Alpine Sicherheit sterben in Österreich pro Jahr im Schnitt 26 Menschen den „weißen Tod“.

Das Wissenschaftsministerium, das den Versuch genehmigt hatte, verteidigte am Abend die Entscheidung. „Tierversuche sind sicher ein sehr sensibles Thema, das von uns aber auch als solches behandelt wird“, sagte Sprecherin Elisabeth Grabenweger. Im Vorfeld sei sichergestellt worden, dass der Versuch wissenschaftlich sinnvoll sei, es keine andere Erforschungsmöglichkeit gebe und die kleinstmögliche Zahl von Tieren dabei zu Schaden kĂ€me. Die Schweine sind nach Angaben der Sprecherin bereits im Stall narkotisiert worden und hĂ€tten vom weiteren Verlauf nichts mehr mitbekommen.

Die TierschĂŒtzer warfen den Forschern mangelndes GefĂŒhl fĂŒr die ethische Vertretbarkeit von Experimenten vor: „Das ist wohl einer der widerwĂ€rtigsten Tierversuche, der jemals in Österreich durchgefĂŒhrt worden ist“, kritisierte der österreichische Tierschutzverein. Der Versuch diene lediglich der Profilierung von Wissenschaftlern, das Geld könne zielfĂŒhrender fĂŒr LawinensuchgerĂ€te und die AufklĂ€rung von Wintersportlern verwendet werden. Wodurch Menschen bei Lawinen sterben und wie lange das dauert, sei aus jahrzehntelanger Erfahrung bekannt, kritisierte die Organisation „Vier Pfoten“.

UnterstĂŒtzung erhalten die Kritiker von der Politik. Der Tierschutzreferent der Tiroler Landesregierung, Anton Steixner, will von dem Versuch nichts gewusst haben und war von den „sonderbaren Methoden“ ĂŒberrascht. „Schweine lebendig unter Schneemassen zu begraben, ist moralisch Ă€ußerst bedenklich,“, er distanziere sich von derartigen Experimenten. Auch die österreichische Bergrettung stellte den Sinn des Projekts infrage.

(Erschienen: 15.01.2010 12:30 SchwÀb. Zeitung)


Tirol
Strafanzeige nach Lawinenexperiment mit Schweinen
18. JĂ€nner 2010, 13:39
"Vier Pfoten" und "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung" erstatteten Anzeige wegen TierquĂ€lerei

Innsbruck - Zwei Tierschutzorganisationen haben nach dem umstritten Lawinenexperiment mit lebenden Schweinen in Vent im Ötztal ihre Drohung mit einer Strafanzeige wahr gemacht. Die Anzeige wegen TierquĂ€lerei gegen unbekannt wurde am 15. JĂ€nner erstattet, bestĂ€tigte Staatsanwalt Wilfried Siegele am Montag.

Urheber sind die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" und der deutsche Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung". Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt, ob ein strafrechtlich relevanter Tatbestand vorliegt.

Das Experiment, bei dem am vergangenen Donnerstag 29 betĂ€ubte Schweine im Schnee vergraben wurden, um die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu erforschen, hatte ĂŒber die Grenzen Österreichs hinaus fĂŒr einen Sturm der EntrĂŒstung gesorgt. Nach Protesten wurde das Experiment am Nachmittag des selben Tages abgebrochen. FĂŒr zehn Versuchsschweine war es allerdings zu spĂ€t. Sie ĂŒberlebten den Versuch nicht.

Als "einen großen Verlust fĂŒr das Projekt" hatte Studienleiter Peter Paal von der Medizinischen UniversitĂ€t Innsbruck den Abbruch bezeichnet. Lediglich ein Drittel der Studie habe durchgefĂŒhrt werden können. Tierethikkommission und das Wissenschaftsministerium hatten das Projekt genehmigt. Die Forscher sahen die Tests als unabdingbar an. Ziel des Projektes sei es, in Zukunft die Überlebenschancen von verschĂŒtteten Lawinenopfern zu erhöhen und somit eventuell menschliche Leben zu retten.

Kritiker sprachen dagegen von "Barbarei" und "makaberen Tierversuchen". Madeleine Petrovic, PrĂ€sidentin des Wiener Tierschutzvereins, kritisierte das "mangelnde GefĂŒhl mancher Wissenschafter, was ethisch vertretbar ist und was nicht". Wenig Freude hatten auch zahlreiche Politiker mit dem Projekt. (APA)

Nachlese
Tirol: Uni-Experiment "definitiv abgebrochen"

Bericht in der "SchwÀbischen Zeitung" am 11.03.2010:
Weingarten/vin)
Die Staatsanwaltschaft Innsbruck hat die Klage von oberschwĂ€bischen TierschĂŒtzern wegen der Tierversuche mit Schweinen als Lawinenopfern eingestellt, weil kein „strafrechtlich relevanter Sachverhalt“ vorliege. Gemeinsam mit 18 anderen Personen oder Institutionen hatte der Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben“ die verantwortlichen Wissenschaftler der UniversitĂ€t Innsbruck wegen vorsĂ€tzlicher TierquĂ€lerei angezeigt, weil sie lebende Schweine unter Schnee begruben und verenden ließen, um daraus medizinische RĂŒckschlĂŒsse auf die Überlebenschancen von Lawinenopfern zu ziehen (die SchwĂ€bische Zeitung berichtete). Edeltraud FĂŒrst, die Vereinsvorsitzende aus Weingarten, ist enttĂ€uscht ĂŒber die Entscheidung der Staatsanwaltschaft, das Verfahren einzustellen. „Der Respekt am Tier als Teil der Schöpfung ist nicht gewahrt geblieben und der Tierschutz in Österreich ist offenbar ein Wischi-Waschi-Paragraph.“

(Erschienen: 10.03.2010 14:05)
20.08.2010

Bericht in der"SchwÀbischen Zeitung"

TierschĂŒtzer kĂ€mpfen fĂŒr hĂ€rtere Strafen
QuĂ€lerei: Die Wunde des Pferdes wurde ĂŒber Monate nicht behandelt.
QuĂ€lerei: Die Wunde des Pferdes wurde ĂŒber Monate nicht behandelt.

(WEINGARTEN/dg) Die BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung aus Weingarten beklagen zu milde Strafen bei Vergehen gegen das Tierschutzgesetz. Mit einer Petition vor dem Landtag in Stuttgart sind sie nun gescheitert. Juristen bestĂ€tigen unterdessen die Kritik des Vereins.

Von unserem Redakteur Dirk Grupe

Edeltraud FĂŒrst, Vorsitzende der BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung, besitzt eine dicke Mappe, in der sie VerstĂ¶ĂŸe gegen den Tierschutz dokumentiert, FĂ€lle aus unserer Region, aus den vergangenen zwei, drei Jahren. Spaß macht es nicht, den WĂ€lzer durchzublĂ€ttern, an manchen Stellen kann einem schlecht werden. Fotos zeigen eingekerkerte Hunde, verwahrloste Katzen, ausgehungerte sowie geschundene Pferde und nicht zuletzt LebensumstĂ€nde, die man keiner Kreatur wĂŒnscht.

KĂ€lber werden da in engen KĂ€sten gehalten, verletzte Tiere zum Schlachten verladen, ein Pferd mit Kieferabszess monatelang nicht behandelt. Ein Besitzer steckt seinen Berberaffen in einen VogelkĂ€fig, einem Pony wĂ€chst das Halfter ein, ein Husky wird in einem alten Auto in einer Garage eingesperrt. Der verzweifelte Hund zerfetzt und verkotet das Wageninnere. „Diese FĂ€lle“, kritisiert Edeltraud FĂŒrst, „wurden als Ordnungswidrigkeit abgetan.“
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Harte FĂ€lle, milde Strafen, klagen TierschĂŒtzer: dass 2002 der Tierschutz im Grundgesetz verankert wurde, habe an diesem Missstand nichts geĂ€ndert. Dieser Meinung ist auch Dr. Edmund Haferbeck, juristischer Berater der Tierschutzorganisation PETA: „Der Tierschutz fristet juristisch ein stiefmĂŒtterliches Dasein, das bestĂ€tigen viele FĂ€lle.“ FĂ€lle in denen laut Haferbeck das Strafmaß „immer am unteren Level liegt, selten im mittleren, aber fast nie am oberen“. Möglich wĂ€re eine Höchststrafe von drei Jahren.

Tierschutz besitze eben im Bewusstsein der meisten StaatsanwĂ€lte nicht den durch das Grundgesetz festgelegten Stellenwert, sagt Haferbeck. Allerdings, schrĂ€nkt der Experte ein, gibt es Unterschiede: „In Stuttgart machen wir sehr gute Erfahrungen mit der Staatsanwaltschaft.“ Ein StĂŒck weiter in Heilbronn sei genau das Gegenteil der Fall. Und Ravensburg? „Gut, zumindest kann ich mich an zwei FĂ€lle erinnern, bei denen BewĂ€hrungsstrafen ausgesprochen wurden.“

Wachsames Landratsamt

Einem dieser FĂ€lle nahm sich Axel MĂŒller an, damals Staatsanwalt, heute Richter am Landgericht Ravensburg. „Ein ViehhĂ€ndler aus Kißlegg hatte systematisch kranke Tiere aufgekauft“, erzĂ€hlt MĂŒller. Der Mann erhielt die Höchststrafe auf BewĂ€hrung. „Mein Eindruck ist, dass bei uns schon mit aller HĂ€rte und SchĂ€rfe des Gesetzes vorgegangen wird“, sagt der Richter. Auch das Landratsamt habe in Sachen Tierschutz „ein wachsames Auge“.

Aber reicht die HĂ€rte des Gesetzes und wieso ĂŒberhaupt das Landratsamt? „Die allermeisten FĂ€lle beim Verstoß gegen den Tierschutz werden als Ordnungswidrigkeit behandelt“, bemĂ€ngelt Jurist Haferbeck. Statt Paragraf 17 („Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren..“) komme Paragraf 18 („Ordnungswidrig“) des Tierschutzgesetzes zur Anwendung. Der Grund laut Haferbeck: „Die Beweisanforderung bei TierquĂ€lerei ist viel zu hoch.“ So mĂŒsse nachgewiesen werden, exakt wann, wo und durch wen es zu einem Verstoß kam. „Dabei sind die UmstĂ€nde doch klar zu erkennen, bei einem Tier, das ĂŒber lange Zeit gelitten hat“, sagt der Jurist, der den Umgang mit der Gesetzgebung so bezeichnet: „Furchtbar.“

Dass aber auch eine Verurteilung vor Gericht nicht immer das von TierschĂŒtzern erwĂŒnschte Urteil bringt, zeigt der Fall eines SchĂ€ferhundes. Der Besitzer hatte den Hund erst in ein verdrecktes Verließ gesperrt, spĂ€ter in einen ehemaligen Schweinestall. Die Folge: Hauterkrankungen und Milbenbefall. Das Gericht verurteilte ihn zu vier Monaten auf BewĂ€hrung. Von einem Tierhaltungsverbot und einer Geldstrafe sah der Richter aber ab. Obewohl der Mann uvor schon mehrfach wegen Tiermisshandlung aufgefallen war.

(Erschienen: 20.08.2010 10:50)
10.08. und 11.08.2010

Ferienprogramm der Stadt Weingarten / "Ein Tag mit Tieren" auf dem Weltehof

Ein Tag mit Tieren
Eine große Freude war es fĂŒr die Kinder, von morgens 8.00 bis nachmittags 16.00 Uhr Pferde, Hund, Katzen und HĂŒhner zu steicheln, zu putzen und zu fĂŒttern. Auch das Reiten machte großen Spaß. Wie Tieren auf Kinder einwirken können, konnte man an der Ruhe sehen, die an beiden Tagen herrschte. An beiden waren je ca. 20 Kinder vor Ort - und es war trotzdem sozusagen "mucks-mĂ€uschen-still". Eine Harmonie zwischen Mensch und Tier!
13.08.2010

Rehe an der Autobahn

Leutkirch
Verein will RehpÀrchen vor Abschuss retten

(REGION/dil) Wende in der tierischsten Story des Jahres: Der Verein fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben will das RehpĂ€rchen an der A96 vor dem Abschuss retten. Die Tiere hatten sich vor rund drei Wochen direkt an der Autobahn eingerichtet. JĂ€ger und Autobahnpolizei erachten einen tödlichen Abschuss als sinnvollste Lösung. Das empört nicht nur etliche Internetuser, sondern eben jenen Verein.

„Wo kommen wir denn hin, wenn wir alles abknallen, was uns vor die Flinte kommt?“ Edeltraud FĂŒrst ist entrĂŒstet. Die Vorsitzende des Vereins fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben Ă€rgert sich ĂŒber FĂ€lle wie den des RehpĂ€rchens (mehr lesen Sie hier). „Wir möchten unbedingt, dass die Tiere am Leben bleiben“, sagt sie. Deshalb haben FĂŒrst und ihre Vereinsmitglieder ein Fax an die Autobahnpolizei Kißlegg geschrieben. Darin sagen sie zu, die Kosten fĂŒr BetĂ€ubung und Umwilderung zu ĂŒbernehmen. Abgesendet: Sonntagmorgen. Stand Sonntagabend: Noch keine Antwort. „Da wird wahrscheinlich erst in Dienstbesprechungen darĂŒber diskutiert“, vermutet die Tierfreundin.

Die beiden Rehe an der Autobahn – eine Geschichte, die nicht nur in Kreisen des Vereins fĂŒr Diskussion gesorgt hat. Auch im Internet ĂŒberschlagen sich die Kommentare. Im szon-Forum tendieren ausnahmslos alle Kommentatoren fĂŒr eine Rettung des tierisch verliebten PĂ€rchens. Selbst im fernen Nordthailand finden sich Fans von den „Problemrehen“, wie sie schon bei Facebook genannt werden. So ist User „NokUhu“, zurzeit in Chiang Mai zuhause, ĂŒberzeugt, dass es „bestimmt auch noch ein paar JĂ€ger oder sonstige Tierliebhaber gibt, die dieses verliebte TierpĂ€rchen nicht mit einem letalen Rettungsschuss ins Jenseits befördern wollen, sondern einfach einfangen und liebevoll in ein Damwild-Ghetto zurĂŒckbringen“.

Auch User „Reessge“ ist entsetzt ĂŒber die PlĂ€ne, das RehpĂ€rchen ins Jenseits zu befördern. Sein Vorschlag auf szon.de: „Autobahn sperren und dann gezielt mit genug Leuten die Rehe einfangen.“
Anzeige

Genau dafĂŒr macht sich der Verein fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben stark. „Wir mĂŒssen froh sein, dass wir solche Tiere noch haben“, sagt Vorsitzende Edeltraud FĂŒrst und vergleicht den Fall mit einem anderen, durchaus tragischen: „Nicht, dass es den beiden Rehen so gehen wird, wie ProblembĂ€r Bruno.“ Der war vor ĂŒber zwei Jahren abgeschossen worden, nachdem er lĂ€ngere Zeit durch Bayern gezogen war und sich einige BĂŒrger davon bedroht gefĂŒhlt hatten.

Nun warten also viele im AllgĂ€u – und auch in Nordthailand -- auf die Antwort der Autobahnpolizei. Oder ist es etwa schon zu spĂ€t?

(Erschienen: 08.08.2010 17:50)



Leutkirch
Abschuss oder Umwilderung: Rehe polarisieren


(REGION/dil) Das AllgĂ€u hat Problemrehe. Das Schicksal des PĂ€rchens, das sich an der A96 eingerichtet hat, erhitzt die GemĂŒter. Nun hat sich die zweite Tierfreundgruppe gemeldet, die einen Abschuss der Tiere verhindern will. Doch BetĂ€uben und Abtransport sind tierisch gefĂ€hrlich, sagt die Polizeidienststelle Ravensburg. Abwarten laute die Devise.

Von unserem Redakteur Yannick Dillinger

Zwei AllgĂ€uer Rehe sorgen fĂŒr Wirbel. Eigentlich ist das Schicksal der Verliebten sogar Bundes-Angelegenheit, sagt Sonja Saur. Sie ist Pressesprecherin bei der Polizeidienststelle Ravensburg und findet die Geschichte bittersĂŒĂŸ. SĂŒĂŸ, weil auch die Polizeibeamten Mitleid mit den Tieren haben. Bitter, weil die einfachste Lösung, ein Abschuss, durch die angestoßene Diskussion in der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln ist.
Was tun mit den Rehen?

Vermitteln tut der Bund solche FĂ€lle nach unten, erklĂ€rt Saur. Die Suppe hat am Ende also doch die Polizeidienststelle Ravensburg auszulöffeln. Die Autobahn falle nicht in den ZustĂ€ndigkeitsbereich des JagdpĂ€chters. „Genauso wenig, wie der auf einem Friedhof schießen darf, darf er das auf einer Autobahn“, so Saur. DiesbezĂŒglich also Entwarnung fĂŒr die noch ahnungslosen A-96-Rehe.

Zwei Vereine haben sich mittlerweile gemeldet und ihre Hilfe angeboten. Einer, der fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben, hat sich direkt an die Polizei gewandt (wir berichteten). Tierfreunde aus dem WĂŒrzburger Raum meldeten sich gestern Morgen bei der SchwĂ€bischen Zeitung. „Wir wĂŒrden die Tiere abholen und bei uns auswildern“, sagt Daniel Zopfli. Man brĂ€uchte nur jemanden, der die Tiere betĂ€ubt. Doch genau das scheint das Problem zu sein: „Rehe sind Fluchttiere. Werden sie betĂ€ubt, springen sich noch 100 bis 200 Meter“, sagt Sonja Saur. Nicht auszudenken, was passiere, wenn die Flucht die Rehe auf die Autobahn treibe. Ein weiteres, sehr großes Problem sei die Lokalisierung: „Wir wissen nicht, wo die Rehe sind. Das Gebiet ist riesengroß“, so die Pressesprecherin.

Guter Rat ist also teuer. „Wir warten ab, hoffen, dass die Tiere von alleine abhauen“, sagt Saur. Über jeden sinnvollen Vorschlag eines Tierfreunds seien die Beamten dankbar. „Autobahnsperren ist keine Option“, macht Saur aber klar. Das sei nĂ€mlich deutlich teurer als 2000, 3000 Euro.
(Erschienen: 10.08.2010 17:05)
19.07.2010

Kuh am kurzen Seil an der Decke angebunden / Kalb in Kastenhaltung / Leider wieder nur eine Ordnungswidrigkeit!

Gemeldet wurde uns ein Betrieb im AllgĂ€u, in dem KĂŒhe bei nahezu 40° C im Stall angebunden wĂ€ren. Alle Fenster wĂ€ren geschlossen, auch die StalltĂŒren.
Die Tiere wĂŒren brĂŒllen vor Hitze im Stall. Als wir dann vor Ort waren, konnten wir folgendes feststellen:
Der obere StalltĂŒrflĂŒgel war geöffnet. Mehrere KĂŒhe waren mit einem ca. 1 - 1,5 m langen Strick, der an der Decke befestigt war, angebunden. Sie mussten sozusagen mit nach oben gestrecktem Hals liegen.
Auch bei den Pferden mangelte es an genĂŒgend Auslauf.
Leider wird diese Anzeige auch wieder als Ordnungswidrigkeit behandelt werden; zum Leide der Tiere !!!
02.03.2010

Hundehaltung

Nicht in Spanien oder Ungarn oder RumÀnien, sondern hier bei uns in Oberschwaben: Ein Hund (Dogge) - total abgemagert bis auf die Knochen!
Mehrmals waren wir vergebens vor Ort, da niemand zu Hause war.
Beim vierten Anlauf endlich waren die Tierhalter anwesend und auch sehr zugÀnglich.
Uns war sofort klar: Die Leute waren mit der Haltung einer Dogge ĂŒberfordert.
Am 08.03.2010 hat unser Tierarzt den Hund begutachtet. Er empfahl, weiter gut zu fĂŒttern (3mal pro Tag) und dann in etwa 2 -3 Wochen die Grundimpfungen vorzunehmen.
Auch eine Operation an der Rute ist noch erforderlich; möglicherweise hat er sich diese Verletzung selbt zugefĂŒgt (beim SchwĂ€nzeln irgendwo dagegegengeschlagen).

26.03.2010: "Jerry" ist bei Dr. Ewert in Weingarten an der Rute operiert worden.
29.05.2010

Hundehaltung im kleinen TransporthÀnger

"Bei uns fĂ€hrt "Bello" 1. Klasse"ist auf dem HĂ€nger zu lesen. Aber in diesem Fall fĂ€hrt er nicht,sondern er "wohnt" tagsĂŒber ĂŒberwiegend so! Aber sicher nicht 1. Klasse!
Bei fast 30° C waren 2 große Hunde in diesem kleinen HundetransportanhĂ€nger (Maße ca. 1,20 x 1,00 x 0,80 m) stundenlang eingesperrt. Das Aufrechtstehen der Hunde war kaum möglich.
14.06.2010

Anzeige gegen Ölkonzern BP

Die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko betreffend haben die "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." Anzeige gegen den Olkonzern BP erstattet.

An die 04.06.2010
Staatsanwaltschaft Hamburg
Gorch-Fock-Wall 15
20355 Hamburg


per Fax und per Einschreiben

Strafanzeige gegen BP wegen Verstoßes gegen das deutsche Tierschutzgesetz


Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit erstatten wir „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ mit Sitz in 88250 Weingarten, Boschstr. 49 Strafanzeige gegen den Konzern BP mit Sitz in Hamburg wegen Verstoßes gegen § 17 Nr. 2b des Tierschutzgesetzes.

BegrĂŒndung:
Der Konzern BP nahm durch Errichtung einer Bohrinsel im Golf von Mexiko ohne ausreichende Sicherheitsvorkehrungen durch unkontrollierten Ölaustritt das qualvolle Verenden von Meerestieren sowie Wasservögeln billigend in Kauf.
Die Meerestiere nehmen durch Aspirieren des Meerwassers Ölklumpen auf, welche die Atmungsorgane schĂ€digen, was ein qualvolles Dahinsiechen der Tiere verursacht. Dasselbe gilt fĂŒr die Wasservögel, welche durch Verklebung des Gefieders nicht mehr lebensfĂ€hig sind.
Durch Nichtbeachtung von Schutzmaßnahmen wurde der Lebensraum der Tiere zerstört.

Wir bitten die Staatsanwaltschaft, tÀtig zu werden.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

Edeltraud FĂŒrst Brigitte Möbius


Die "SchwĂ€bische Zeitung" berichtete u.a. darĂŒber:

Weingartener TierschĂŒtzer verklagen BP wegen Ölpest 14.06.2010

Von unserer Redakteurin AnnetteVincenz
WEINGARTEN - Tote Delphine, verendete Fische, Wasservögel mit ölverschmiertem Federkleid, die von TierĂ€rzten mĂŒhsam gesĂ€ubert werden und dann wahrscheinlich doch sterben mĂŒssen: Von der Ölpest im Golf von Mexiko sind Millionen Tiere betroffen. Und das giftige schwarze Gold sprudelt munter weiter aus dem Leck am Meeresgrund.
Weingartener TierschĂŒtzer haben deshalb den Verursacher
British Petrolium (BP) angezeigt.
Die „BĂŒrger fĂŒr artgerechte NutztierhaltungOberschwaben“ mit Sitz in Weingarten kĂŒmmern sich um gequĂ€lte Pferde, abgemagerte Hunde, unrechtmĂ€ĂŸig in engen KĂ€sten gehaltene KĂ€lbchen und brutal geschĂ€chteteSchafe in der nĂ€heren Umgebung.
Von Balingen bis Friedrichshafen zeigen sie Bauern und private Halter an, die gegen das Tierschutzgesetz oder das Tiertransportgesetz verstoßen.
Mitunter erfolgreich. Hin und wieder werden die der TierquĂ€lerei ĂŒberfĂŒhrten Menschen tatsĂ€chlich von den hiesigen Gerichten zu Geldbußen verurteilt,ein HundequĂ€ler aus Laupheim bekam sogar einmal vier Monate auf BewĂ€hrung aufgebrummt, nachdem die TierschĂŒtzerinnen Edeltraud FĂŒrst aus Weingarten und Brigitte Möbius aus Aulendorf aktiv geworden waren.
Sie sind die Vorsitzenden des Vereins, der 200 Mitglieder zĂ€hlt, darunter auch den SPD-Bundestagsabgeordneten Martin Gerster aus Biberach und dessen frĂŒheren Kollegen Rudolf Bindig aus Weingarten.
Aber natĂŒrlich wurmt die TierschĂŒtzer nicht nur Tierleid in der nĂ€heren Region, sondern weltweit. Im Januar empörten sich die Oberschwaben ĂŒber Tierversuche der UniversitĂ€t Innsbruck. Sie zeigten die Verantwortlichen von simulierten LawinenunfĂ€llen
an, bei denen Schweine lebendig unter den Schneemassen begraben wurden und verendeten. Gemeinsam mit zahlreichen österreichischen Tierschutzorganisationen. Weil kein strafrechtlich relevanter Sachverhalt vorgelegen habe, wurde die
Klage von der Staatsanwaltschaft Innsbruck zwar abgewiesen,
aber durch den Druck der Bevölkerung brachen die Wissenschaftler das Experiment wenigstens ab.
Dann schrieben FĂŒrst und ihre Mitstreiter an den deutschen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg.
Die deutschen SpĂŒrhunde der Bundeswehr seien im Gegensatz
zu ihren menschlichen Kollegen nichtgefragt worden, ob sie die Freiheit des Landes am Hindukusch verteidigen wollten. Angeblich wĂŒrden sie in Afghanistan als „Kanonenfutter“ missbraucht. Der Verein forderte Guttenberg auf, „den Einsatz von Tieren in Kriegsregionen umgehend einzustellen“.
Der Minister antwortete keine vier Wochen spĂ€ter: „Bislang ist in
den EinsĂ€tzen der Bundeswehr nochkein Hund zu Schaden gekommen.“
Die Hunde wĂŒrden in Afghanistan gebraucht.
FĂŒrst muss das akzeptieren, glauben will sie es nicht.
Von Österreich ĂŒber Afghanistan zum Golf von Mexiko. Keine Nachrichtensendung, in der nicht ölverschmutzte StrĂ€nde, tote Meerestiere und schwarzverschmierte Wasservögel gezeigt werden.
„Der Konzern BP nahm durch die Errichtung einer Bohrinsel im Golf von Mexiko ohne ausreichende
Sicherheitsvorkehrungen durch unkontrollierten Ölaustritt das
qualvolle Verenden von Meerestieren sowie Wasservögeln billigend in Kauf“, begrĂŒnden FĂŒrst und Möbius ihre Anzeige, die sie aber nicht in den USA, sondern am Europasitz des englischen
Konzerns in Hamburg erstatteten.
„In den USA können Sie nur ĂŒber einen Anwalt fĂŒr internationales
Recht Anklage erheben, und dafĂŒr hat unser Verein kein Geld“, so FĂŒrst.
Daher – ersatzweise – die Strafanzeigewegen Verstoßes gegen Paragraph 17 Nummer 2b des deutschen Tierschutzgesetzes, der besagt: „Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer einem Wirbeltier lĂ€nger anhaltende
oder sich wiederholende erhebliche Schmerzen oder Leiden zufĂŒgt.“
Ob das deutsche Tierschutzgesetz fĂŒr einen britischen Konzern Anwendung findet, der US-amerikanische Vögel, SĂ€ugetiere und Fische durch die UnfĂ€higkeit meuchelt, ein Bohrloch im Golf von Mexiko zu stopfen, ist aber Ă€ußerst fraglich. „Eher nicht“,
meint der Pressesprecher der Hamburger Staatsanwaltschaft, Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. „Hiesige Tiere betroffen“.
TierschĂŒtzerin FĂŒrst rĂ€umt auch ein, dass es ihrem Verein mit der Anzeige mehr darum gehe, Protest zu Ă€ußern, als dass sie glaubt, sie könne die Verantwortlichen tatsĂ€chlich vor Gericht zerren. Allerdings glaubt sie auch, dass das Öl „ganz sicher“ den
Weg ĂŒber den Atlantik findet und dann auch deutsche Tiere von der Ölpest betroffen wĂ€ren. „Es ist klar und deutlich bewiesen, dass das Öl ĂŒber den Golfstrom auch zu uns kommen wird“ meint FĂŒrst zu wissen.
Wie lange sprudelt das Öl?
Wissenschaftler sehen das jedoch anders. Am renommierten Leibniz-Institut fĂŒr Meereswissenschaften der Uni Kiel (Ifm Geomar) geht man zwar davon aus, dass das Öl ĂŒber den Golfstrom mit bis zu 150 Stundenkilometer in den Atlantik verwirbelt wird.
Dann werde es sich aber im Nordatlantik verteilen, und die Konzentration werde stark absinken. Daher brĂ€uchten die EuropĂ€er gegenwĂ€rtig keine Angst vor einer Ölpest an ihren StrĂ€nden zu haben. Es sei denn, das Leck wird nie gestopft. „Wenn das Öl bis zum August ungemindert ausströmt, mĂŒssen wir möglicherweise unsere momentanen AbschĂ€tzungen revidieren“, so Professor Dr. Martin Vilsbeck, Leiter der Physikalischen Ozeanographie am Ifm Geomar.
25. Mai 2010

Unerlaubte Kastenhaltung von KÀlbern im AllgÀu

Es scheint sich doch noch ĂŒberall herumgesprochen zu haben,dass KĂ€lber nicht mehr im Kasten gehalten werden dĂŒrfen. Bei der Kontrolle fanden wir einen sehr kranken und verfilzten Hund vor. Nach Angaben des Bauern wurde dieser angefahren, seither sei der hintere Teil des Hundes gelĂ€hmt. Er habe aber keine Schmerzen, so der Bauer.
Besagte Kuh sei schon von der Tierkörperbeseitigungsanstalt abgeholt worden. Die Blutwerte seien miserabel gewesen, der Tierarzt habe geraten, die Kuh zu schießen.
Mai 2010

Hundehaltung in Weingarten

Nahe bei den Menschen und dennoch sehr alleine:
Die alte HĂŒndin wird in einem "LĂ€ndle" beim Haus gehalten. Ein alter Schuppen dient als HundehĂŒtte.
Nachbarn meldeten, dass der Hund stÀndig jaule und belle.
April 2009 und Anfang Mai 2010

Bauer macht Osterausflug und lĂ€sst Tiere unversorgt zurĂŒck / Weiter katastrofale Tierhaltung / Kalb und Kuh tot

Wieder gab es auf diesem Hof gravierende VerstĂ¶ĂŸe gegen das Tierschutzgesetz.
Am 06.05.2010 wurden wir telefonisch benachrichtigt, dass bei einer Kalbin schon den ganzen Tag ein Kalb ca. 20 cm aus dem Leib hinge und sie nicht kalben könne. Dem Bauern, der benachrichtigt worden sei, wÀre dies egal.
Am 01.05.2010 waren wir frĂŒhmorgens vor Ort. Wir fanden die Kalbin im totas verdreckten Freilaufstall liegend. Die Beine des Kalbes hingen aus dem Leib der Kalbin; sie hatt sichtlich Schmerzen.
Nach langem Rufen stand plĂ€tzlich der Bauer hinter uns. Er zeigte wenig Interesse: "Das ist halt so!" war sein Kommentar, nachdem er sah, dass die Kalbin große Probleme mit dem toten Kalbin ihrem Leib hatte.
Wir setzten den Bauern unter Druck, das VeterinÀramt in Ravensburg wurde benachrichtigt.
Schließlich wurde auf Kosten des Vereins BfaNOeV ein Tierarzt auf den Hof bestellt.
Das tote Kalb wurde aus dem Körper der Kalbin gezogen. Durch langes Liegen mit dem toten Kalb hatte die Kalbe eine HinterhandlÀhmung. Mit Hilfe des Arztes konnte sie sich doch wieder aufrichten.
Am 08.05.2010 abends erfuhren wir, dass der Bauer die Kalbin gesondert ohne Wasser im Pferdestall hÀlt.
Also sind wir am 09.05.2010 frĂŒhmorgens wieder vor Ort.
Die Kalbin ist tot, der GebÀrmuttermund ist noch weit geöffnet; es lÀuft eitriges, stinkendes Sekret heraus. Auch der ganze Pferdestall ist mit Sekret verunreinigt.
Der Bauer fand es nicht fĂŒr angebracht, tierĂ€rztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Er ließ das Tier elend krepieren.
Wir haben erneut Strafanzeige erstattet
Sollte dieser Verstoß gegen das Tierschutzgesetz ohne Folgen bleiben, muss man sagen :
"Das Tierschutzgesetz stinkt zum Himmel!"
..........
.....
Billigend nahm Bauer TierquÀlerei in Kauf (Ostern 2009)

Ein Bauer aus dem VorallgĂ€u wusste zwar ĂŒber die Hilflosigkeit seiner Tiere Bescheid ; dennoch wollte er auf einen Osterausflug (ca. 28 Std) nicht verzichten.

Einige KĂ€lber sperrte er ohne Amme (Mutterkuh) in einen Stall. Eine Mutterkuh wurde seit Karfreitag mit einem kurzen Strick und einem Henkerknoten an einem KreiselmĂ€her festgebunden, mit EuterentzĂŒndung, dafĂŒr ohne Wasser und ohne Futter. Sie brĂŒllte vor Schmerz, Hunger und Durst.

Ein Pferd stand mit sehr dick angeschwollenem Hinterhuf auf der Weide, vermutlich eine entzĂŒndliche StrahlfĂ€ule: es benötigt dringend tierĂ€rztliche Hilfe.

Die restlichen Tiere (KĂ€lber, KĂŒhe, Bullen und Pferde) mussten mit dem wenigen Gras auf der Weide zurechtkommen; auch sie ohne Wasser.
Es gab keinerlei VorrÀte an Heu oder Silage.

Der Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ konnte wenigstens den Durst der Tiere durch Wassergabe lindern.

Einem Kalb, das vor SchwĂ€che nicht saugen konnte, wurde mit einer Flasche Milch eingeflĂ¶ĂŸt, die zuvor der Mutterkuh abgemolken wurde.

Nach der Notversorgung wurde das Polizeirevier Wangen und das zustÀndige VeterinÀramt Ravensburg zu Hilfe gerufen.

Sowohl die Polizeibeamten als auch die AmtsveterinĂ€rin Dr. Pfleghar stellten einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz fest.

Der Verein „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ hat Anzeige gegen den Bauern wegen TierquĂ€lerei bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg gestellt.
30.Mai 2009 und 20.04.2010

TierquÀlerische Haltung von Pferden, Schweinen, Ziegen / Strafanzeige war von BfANOeV erstattet worden / Gerichtsverhandlung am 20.04.2010 in Biberach / TierquÀler verurteilt

In der Gerichtsverhandlung am 20.04.1020 vor dem Amtsgericht Biberach wurde der Angeklagte wg. TierquĂ€lerei zu einer Geldstrafen von 50 TagessĂ€tzen a 10.- € verurteilt.

Die Strafanzeige war seinerzeit vom Verein "BĂŒrger fĂŒr artgrechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." gestellt worden.

Tiere mussten unter höchster Verletzungsgefahr im MĂŒll leben: 3 Hengste, total verwahrlost, verletzt und mit Schnabelhufen. 2 davon mussten spĂ€ter leider geschlachtet werden.
Wir erstatteten Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ravensburg.
Die SchwĂ€bische Zeitung Biberach berichtete ausfĂŒhrlich darĂŒber.
Das zustÀndige VeterinÀramt Biberach wurde tÀtig. Der Leiter des Amtes, Dr. Peter Egle, ist bis heute mit der Beseitigung der MIssstÀnde beschÀftigt.
Wir hoffen, dass unsere Anzeige ein Tierhalteverbot nach sich ziehen wird !!!

Auszug aus der SZ Biberach
Region Biberach
Amt nimmt Tierhalter Pferde weg

SCHEMMERHOFEN - Einem Landwirt aus Schemmerhofen, der unter amtlicher Beobachtung steht, sind gestern die ersten Tiere weggenommen worden. Ein Team aus TierĂ€rzten, Polizisten und Mitarbeitern des Ordnungsamts hat zwei Pferde abgeholt. Der Besitzer verstĂ¶ĂŸt gegen das Tierschutzgesetz.

Bereits Mitte Juni hat die SZ ĂŒber tierschutzwidrige ZustĂ€nde in einer Tierhaltung in Schemmerhofen berichtet. Gestern hat das Landratsamt Biberach die Pferdehaltung in dem Betrieb mit UnterstĂŒtzung der Polizei aufgelöst. Die Hengste wurden abgeholt und anderweitig untergebracht. Wo die Tiere nun sind und in welchem Zustand sie sich befinden, darĂŒber gibt Dr. Peter Egle, der Leiter des KreisveterinĂ€ramts, aufgrund des laufenden Verwaltungsverfahrens keine Auskunft. Auch hinsichtlich des Auslösers hĂ€lt sich Egle bedeckt. "Unsere Anordnungen haben nicht zum Ziel gefĂŒhrt", so Egle. Daraufhin hatte das KreisveterinĂ€ramt gehandelt und die Tiere abgeholt. Im parallel dazu laufenden Strafverfahren ermittelt die Polizei. Grundlage dafĂŒr ist ein amtstierĂ€rztliches Gutachten des KreisveterinĂ€ramts.

KĂŒhe bleiben zurĂŒck

Das Landratsamt schreibt in einer Pressemitteilung, dass die verbliebenen Tiere weiterhin in kurzen AbstĂ€nden ĂŒberprĂŒft werden sollen, um tierschutzgerechte Haltungsbedingungen sicherzustellen. Der Landwirt hĂ€lt derzeit Rinder, Ziegen und Schweine. Bundestagsabgeordneter Martin Gerster, der Mitglied im Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung" ist, sagt gegenĂŒber der SZ, auch die Schweine seien vom Hof geholt worden. Sie sollen geschlachtet werden. FĂŒr die Pferde sei eine Versteigerung vorgesehen. "Es wundert mich, dass das KreisveterinĂ€ramt so lange mit dem Eingreifen gewartet hat", beurteilt Gerster die Lage. 2007 hat er sich mit einem offenen Brief fĂŒr die Rettung von mitunter 19 Ponys in Bad Schussenried eingesetzt. Damals habe das Amt zu spĂ€t reagiert. "Sie sagten mir, dass sie daraus gelernt haben und beim nĂ€chsten Fall nicht mehr so lange warten werden." Gerster hofft, dass auch fĂŒr die zurĂŒckgebliebenen Tiere bald eine Lösung gefunden wird.

Waltraud FĂŒrst ist ebenfalls vom Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung" und wirft dem VeterinĂ€ramt Vertrauensbruch vor. Es habe die Abmachung gegeben, gemeinsam nach einer artgerechten Unterbringung fĂŒr die Pferde zu suchen, sobald dieser Schritt nötig werde. Nun sei ohne den Verein gehandelt worden. "Ich finde es richtig, dass etwas passiert", sagt FĂŒrst. Doch hĂ€tte diese Entscheidung auch schon viel frĂŒher getroffen werden können. "Die Situation wurde anfangs heruntergespielt", Ă€rgert sich FĂŒrst. Es habe bereits im Vorfeld einige VorfĂ€lle gegeben, die bei der TierschĂŒtzerin KopfschĂŒtteln auslösen. So habe das Amt es als Verbesserung angesehen, als der Landwirt die viel zu langen Hufe seines Hengstes selbst schnitt, obwohl das Aufgabe eines Hufschmieds sei. Die KĂŒrzung gehörte zu den Auflagen (die SZ berichtete). "Es ist nicht vertretbar, zu sagen: Hauptsache es passiert etwas", beschwert sich FĂŒrst.

(Erschienen: 11.07.2009)
12.02.2010

Politiker antworten / Hier: Herr Bundesminister zu Guttenberg

Am 15.01.2010 schrieb der Verein BfANOeV an Herrn Verteidigungsminister zu Guttenberg; hier der Brief:

Hundeeinsatz in Afganistan

Sehr geehrter Herr Minister zu Guttenberg,

mit insgesamt 36 000 Unterschriften, welche wir dem damaligen Minister Horst Seehofer zukommen ließen, bekundeten wir das große Interesse der Bevölkerung am schonenden und artgerechten Umgang mit unseren Nutztieren.
Es wĂ€re von uns von großem Interesse, zu erfahren, welche Einstellung zum Tierschutz Sie haben, Herr Minister.
Wir „BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V.“ setzen uns, wie der Name schon sagt, fĂŒr die Nutztiere ein. In diesem Zusammenhang stehen wir auch mit den Ministerien in Verbindung. Herr Minister Seehofer sowie der baden-wĂŒrttembergische Staatsrat Beyreuter (BSE) waren fĂŒr uns immer direkte Ansprechpartner und standen unseren kritischeb Fragen und Forderungeb immer sehr offen gegenĂŒber.
Nun zu unseren Anliegen an Sie, sehr geehrter Herr Minister:
1.)Wie ist es vertretbar, dass Hunde nach monatelanger Ausbildung, die mit sehr hohen Kosten verbunden ist, als Kanonenfutter nach Afganistan geschickt werden?
2.)Welch menschliche ZĂŒge werden in den HundefĂŒhrern zerstört, wenn diese ein höchstes Maß an Vertrauen, das das Tier ihnen entgegenbringt, schamlos ausnĂŒtzen und dieses als Kanonenfutter in den Tod schickt?
3.)Sowohl Schutz- als auch Minensuchhunde sind durch neueste Technolohien ersetzbar. Weshalb mĂŒssen dann Lebewesen, die den Menschen Vertrauen schenken, ihr Leben qualvoll opfern, wenn es auch anders ginge?
4.)Besonders beĂ€ngstigend ist ist die Aussage eines HundefĂŒhrers im SWR-Fernsehen, welcher bekundet, dass er es nicht erwarten hönne, mit seinem Belgischen SchĂ€ferhund in den Einsatz geschickt zu werden. Er liebe seinen Hund, aber er wisse auch, dass jeder Einsatz z.B. in Afganistan fĂŒr den Hund tödlich sein kann.


Wir sagen: Der Mensch kann selbst entscheiden, ob ein Rinsatz in Afganistan fĂŒr ihn in Frage kommz oder ob nicht.
Es ist fĂŒr die Tiere nicht vertretbar, deren Leben leichtfertig aufs Spiel zu setzen. Denn schließlich ist ser Mensch der Schutzbefohlene fĂŒr die Tiere.
Wir fordern Sie auf, im Interesse des Tierschutzes diese EinsÀtze von Tieren in Kriegsregionen umgehend eintzstellen.
Einer baldigen Antwort sehen wir dankend entgegen.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Edeltraud FĂŒrst

Am 12.02.2010 kam schon die Antwort.

Der Herr Minister bedankte sich fĂŒr das Schreiben und bestĂ€tigte, dass Diensthunde bei der Bundeswehr im Kosovo und in Afghanistan zum Einsatz kommen. Sie dienten dem Schutz der Soldatinnen und Soldaten.
Die Schule fĂŒr Diensthundewesen der Bundeswehr vermittle im Rahmen der Ausbildung ..... insbesondere auch die Vorgaben des Tierschutzes sowie die Vorgaben von Mensch-Hund-Beziehungen. Diese wĂŒrden vom Lehrpersonal vorgelebt und von den DiensthundefĂŒhrern spĂ€ter angewandt.
Der Diensthund wĂŒrde dabei als Wegbegleiter und GefĂ€hrte gesehen.
Minister zu Guttenberg vermag nicht nachzuvollziehen, dass die Diensthunde "als Kanonenfutter in den Tod geschickt wĂŒrden".
Die Bundeswehr sei sich der Verantwortung fĂŒr die DiensthundefĂŒhrer uind ihrer Diensthunde sehr wohl bewusst.
Bisher sei bei den EinsÀtzen noch kein Hund zu Schaden gekommen.
Weiter schreibt er, dass die eingesetzten SpĂŒrhunde kurz- und mittelfristig durch zuverlĂ€ssige Detektionsmittel nicht zu ersetzen seien.
Unterschrieben ist der Brief mit

zu Guttenberg



September 2009 bis Februar 2010

Haltung von Ziege und Pferd in Laupheim / "Ole" ist tot / Verfahren wieder aufgenommen

So sah es meistens aus am Ortseingang von Laupheim:
Der Schuppen verschlossen, darin 1 Pferd und eine Ziege.
Tierhaltung ohne Auslauf, ohne Fenster im Stall stellt einen klaren Verstoß gegen das Tierschutzgesetz dar!
Wir erstatteten Strafanzeige.
Das VeterinÀramt Biberach griff ein.
Es schien so, als wÀre die Tierhaltung besser geworden. Doch wie so oft, trug der Schein.
Das Verfahren wurde von der Staatsanwaltschaft eingestellt mit der BegrĂŒndung (sinngemĂ€ĂŸ): "Das Ergebnis der Ermittlungen lĂ€sst keinen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz erkennen."
Unser Verein und auch der Leiter des VeterinÀramtes Dr. Egle legten Einspruch gegen die Einstellung des Verfahrens ein.
Am 24.03.2010 erreichte uns ein vom 23.03.2010 datiertes Schreiben der Staatsanwaltschaft Ravensburg. Darin heißt es:
Sehr geehrte Frau FĂŒrst,
in dem o.g. Verfahren habe ich mit VerfĂŒgung vom 23.03.2010 folgende Entscheidung getroffen:
Das Ermittlungsverfahren wird auf die Beschwerde d. Antragst. wieder aufgenommen.
Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
.............
StaatsanwÀltin

Inzwischen ist "Ole" tot. Er musste gestern, am 11.02.2010 eingeschlÀfert werden.
HĂ€tte man den Abszess rechtzeitig behandelt, wĂŒrde "Ole" noch leben!
Die Ziege ist nach unseren Beobachtungen inzwischen auch weg.
Nach unseren Informationen hat die Besitzerin den Ziegenbock freiwillig in die Obhut des VeterinĂ€ramtes Biberach ĂŒbergeben, bis ein guter Platz fĂŒr ihn gefunden ist.
Neuester Stand (24.02.2010): Der kastrierte Ziegenbock ist zurĂŒck, hat aber jetzt eine weitere Ziege bei sich.
20.11.2009

So leben die Minies heute...

Am 01.07.07 ersteigerte der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." 9 von 19 Mini-Ponies. Leider gingen vorab schon 10 an HĂ€ndler. Wir konnten nur noch dieHengste und z. T. tragende Stuten in unsere Obhut bekommen.
Die Hengste wurden kastriert, das erste Mitbringsel "Fussel" kam am 07.07.07 bei uns zur Welt.
Am 14.03.08 folgte "Feger", leider auf einem Auge blind. Zwei weitere Ponydamen haben inzwischen gefohlt; leider starben beide Fohlen an den Folgen der Inzucht.
Alle BemĂŒhungen der TierĂ€rzte waren vergebens.

Mini - Shetties

"SchwÀbische Zeitung" Ausgabe Biberach im Sommer 2007
Ämter machen dem Drama ein Ende

BAD SCHUSSENRIED - Am Ende ist alles recht schnell gegangen. Diese Woche hat das Ordnungsamt des Landkreises zusammen mit dem KreisveterinĂ€ramt und der Polizei gehandelt und den Tierbestand von einem Hof im Bad Schussenrieder Ortsteil Torfwerk geholt. Wie berichtet, hatte es wegen ĂŒbler ZustĂ€nde auf dem Hof massive Klagen gegeben.

Um 6.30 Uhr begann der Einsatz am Donnerstag. Knapp zwei Stunden spĂ€ter waren 19 Ponys, drei Hunde und sechs Schweine verladen und abtransportiert. Überraschend fĂŒr die EinsatzkrĂ€fte: Die Hofbesitzer waren nicht da. Die Aktion sei von langer Hand geplant gewesen, sagte Rainer Pfisterer vom Ordnungsamt, "den Zeitpunkt konnten wir natĂŒrlich nicht veröffentlichen". Insgesamt 28 Personen waren beteiligt. Neben TierĂ€rzten und den Leitern der betroffenen Ämter waren es PolizeihundefĂŒhrer, die sich um die Hunde kĂŒmmerten, Polizeibeamte der Reviere Bad Schussenried und Biberach und Angestellte eines Viehhandelsunternehmens, die die Tiere transportierten,

Die Ponys wurden vorlÀufig auf einem Hof bei Biberach, die Hunde im Tierheim untergebracht. Die Schwei-ne kamen auf den Schlachthof. Die meist ohnehin wilden Katzen, die vor einigen Wochen behandelt und kastriert worden waren, behielten ihre Freiheit.

Auf den ersten Blick machten die Shetlandponys gestern zwar einen verstörten, aber keinen schlechten Eindruck. Das lag mit daran, dass der Hof schon seit geraumer Zeit unter Beobachtung stand und die Nahrung fĂŒr die Tiere gesichert war. Dass die ZustĂ€nde auf dem Hof untragbar waren, dass verletzte Tiere nicht versorgt wurden, dass ein Pferd eingeschlĂ€fert werden musste, das hat der Leiter des KreisveterinĂ€ramtes, Dr. Peter Egle, gestern noch einmal bestĂ€tigt. Auch, dass vom Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung" Weingarten ein verletzter und abgemagerter Schimmel vom Hof gekauft wurde. Edeltraud FĂŒrst, die Vorsitzende des Vereins, ist "froh, dass nun gehandelt wurde". Der Verein hatte sich an den Bundestagsabgeordneten Martin Gerster gewandt, der wiederum Landrat Dr. Heiko Schmid um Amtshilfe gebeten hatte. Da freilich, sagt Rainer Pfisterer, sei alles schon in die Wege geleitet gewesen. Was die Sache fĂŒr Außenstehende so schwer verstĂ€ndlich mache, sei die Einhaltung von Fristen, die den Tierhaltern bei Erkennen von MĂ€ngeln gesetzt wĂŒrden. Das war im aktuellen Fall nicht anders. Die MĂ€ngel hĂ€uften sich, es erfolgten auch unter Androhung von Zwangsgeld Aufforderungen, sie abzustellen. Als alles nichts nĂŒtzte, wurde gegen den 70-jĂ€hrigen Hobbytierhalter Anfang Mai ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen. Selbiges war zuvor schon gegen den 72-jĂ€hrigen Bruder verhĂ€ngt worden. Gleichzeitig erging die Aufforderung, den Tierbestand zu verĂ€ußern. Diese letzte Frist ist am 15. Juni abgelaufen. Gleichsam das Signal zum Handeln. WĂ€re fĂŒr die Tiere Gefahr im Verzuge gewesen, sagt Rainer Pfisterer, "hĂ€tten wir sofort eingegriffen".
Ämter machen dem Drama ein Ende

Ponys werden verkauft

Mehrere TierĂ€rzte haben die Ponys untersucht und TierpĂ€sse erstellt. Die Ponys sollen verkauft werden. Der Weingarter Verein will ein Angebot angeben und die Tiere dann in gute HĂ€nde abgeben. Gemeldet hĂ€tten sich in den zurĂŒckliegenden Tagen einige Leute, die Platz hĂ€tten. Mit dem Geld aus dem Verkauf werden ĂŒbrigens zunĂ€chst die Kosten fĂŒr den Einsatz gedeckt.
Dr. Peter Egle will nun dafĂŒr sorgen, dass auf dem gestern gerĂ€umten Hof grundsĂ€tzlich keine Tierhaltung mehr geschieht.

Der Verein BfANOeV hat die Tiere nicht weitergegeben sondern immer noch in seiner Obhut. Es geht ihnen allen gut.
DemnÀchst neue Bilder !
13.03.2010

Wollschweinchen

Uns wurde am 12.03.2010 gemeldet, dass einkleines schwarzes Schwein schon tagelang vor einer TĂŒr eines Hauses stehe, mehr oder weniger unversorgt..
Am Samstag (13.03.2010) waren wir vor Ort. Es stand kein Schwein vor der TĂŒr.
Auf Nachfrage erklĂ€rte uns der GrundstĂŒcksbesitzer, dass jemand ein junges Wollschwein bei ihm untergestellt habe. Genauen Namen und Adresse des Besitzers kenne er nicht.
Bitte in der Galerie weiterlesen!
28.02.2010

Hengstfohlen "Willy" aus Salzburg

Bereits 2009 konnte ein Hengstfohlen durch uns von Salzburg in die Gegend von Heidenheim vermittelt werden.
"Willy" war auf einer Fohlenweide, die eine Tourismusattraktion bei Salzburg war.
Dieses Bild und die folgenden haben wir heute bei den neuen Besitzern gemacht. Wir haben ihn besucht.
2007 - 2009

Auch Katzen sind ein Thema

Der Verein kĂŒmmert sich bei Bedarf um Katzen, die unzureichend versorgt werden.Mitglieder des Vereins fĂŒttern Katzen, es sind auch schon kleine Katzenkinder aufgenommen worden.
Manchmal werden auch Katzen aufgenommen, oft laufen welche zu.
Im Sommer 2007 hat der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." in Zusammenarbeit mit demTierschutverein Biberach bei Bad Schussenried ca. 30 Katzen gefangen und in tierĂ€rztliche Behandlund und dnach in die Obhut des Tierschutzvereins Biberach ĂŒbergeben.
04.06. 2009

Qualhaltung eines Huskies

Oft tagelang mit kurzen Unterbrechungen war diese Husky-HĂŒndin ohne Futter und ohne Wasser in einem abgemeldeten Auto angeleint in einer dunklen Garage eingesperrt.
Aus Verzweiflung zerfetzte das arme Tier den Himmel des Autos und die TĂŒrverkleidung.
Auch musste das Tier seine Notdurft im Auto verrichten.
Wir wurden ĂŒber die MisstĂ€nde informiert, benachrichtigten die Polizei und erstatteten Strafanzeige.
Leider wurde das Verfahren unter Bezahlung einer Geldbuße eingestellt.
Inzwischen ist die Husky-HĂŒndin "Aika" Tot. Sie wurde am 25.02.2010 eingeschlĂ€fert; sie war völlig erblindet.
18.12.2009

"Bannegg-Ziegen" oder "Die unendliche Geschichte"

Seit mehr als 10 Jahren sind die Bannegg - Ziegen fĂŒr manche ein Problem.
Nun suchen sie wieder mal ein neues Zuhause.
Was kommt auf sie und deren Besitzer zu?
Nach neuen Erkenntnissen befinden sich trotz Verbots durch die Staatsanwaltschaft Ravensburg 6 Ziegen am Bannegghang. Der Besitzer der Ziegen bat uns schriftlich um Hilfe, da er eine erneute Beschlagnahmung der Tiere befĂŒrchtet.
Der Verein BfANOeV ist gerne bereit, aktiv zu einer konstruktiven Lösung beizutragen.
Dies scheiterte leider im Sommer 2009 am Starrkopf des Besitzers und am Urteil des Amtsgerichts RV.
An das Amtsgericht hat BfANOeV nachfolgenden Brief geschrieben:

30.12.2009
Sehr geehrter Herr Richter .............,

königlich bayrisches Amtsgericht mitten in Oberschwaben?
Dies könnte man meinen, wenn man die ganze Geschichte mit den Bannegg-Ziegen verfolgte.
Von 12 Ziegen inkl. Bock wurden von der Staatsanwaltschaft 7 sog. Tatwerkzeuge in Gewahrsam genommen; eines starb, dafĂŒr wurde ein Zicklein geboren.
Diese wurden - mit hohen Kosten verbunden - in Ostrach, leider nicht artgerecht eingestellt, und dies ĂŒber Monate, bis das Gericht zu einer „Entscheidung“ ĂŒber die weitere Vorgehensweise kam.
Vor Gericht war immer die Rede von 6 Tatwerkzeugen (Ziegen) und 1 abtrĂŒnnigen Tatwerkzeugs (ebf. Ziege), welches lt. Verteidiger RA Schulz beim Besitzer (MĂŒhting) verbleiben solle.
Nach Antrag der Staatsanwaltschaft wurde den Ziegen (Tatwerkzeuge) ein lebenslanges Verbot zur Betretung des Bannegghanges ausgesprochen.
Doch wie war dies möglich, so fragen wir uns, da sich damals immer noch 6 Ziegen bei Herrn MĂŒhting am Bannegghang befanden?
Also blieben 6 TĂ€ter oder Tatwerkzeuge am Tatort zurĂŒck, ohne bemerkt zu werden, sozusagen bis heute unauffĂ€llig.
Die beschlagnahmten 6 Ziegen, die auf dem GelĂ€nde eines idyllisch gelegenen Altenheims ein schönes Zuhause gefunden hatten, mussten leider am 18.12.2009 ihr Quartier verlassen, das der Besitzer (MĂŒhting) nicht fĂŒr Futter aufkam und auch keinen Unterstand errichtete oder errichten ließ.
Der Verein BfANOeV lieferte dem Betreiber des Altenheims kostenlos 60 Ballen Heu fĂŒr die Ziegen.
Der Rechtsbeistand Herrn MĂŒhtings, RA Schulz, und der Betreiber des Altenheims, Herr Stöckle, hatten wohl in einem dementsprechenden Vertrag vereinbart, dass der Besitzer dafĂŒr aufkommt.
Der Betreiber selbst wollte kein eigenes Geld aufwenden und keinen Cent fĂŒr die Ziegen berappen.
Auch der Ziegenbock, der durch RA Schulz anderweitig in Zillisbach untergebracht wurde, musste an einen anderen Ort wechseln, da er ganz eng angebunden alleine in einem Stall gehalten wurde.
Nun will Herr MĂŒhting wieder alle seine Ziegen vereint wissen. Er bat uns nun erneut um Hilfe und möchte ein GrundstĂŒck am Bannegghang von der Stadt pachten, welches die Stadt z.Zt. mulchen muss. Herr MĂŒhting meint, dass diese Arbeit seine Ziegen ĂŒbernehmen könnten.
Wir denken, dies wĂ€re sicher eine gute Lösung fĂŒr Tiere und Natur!
Nach unserer Sicht kann das Problem „Ziegen am Bannegghang“ durch eine erneute Beschlagnahme und daraus resultierende kostenintensive Einstellung nicht gelöst werden; die Geschehnisse in 2009 sind der Beweis dafĂŒr.
Unser Vorschlag zielt deshalb in Richtung „Runder Tisch“, an dem der Besitzer der Tiere, evtl. mit Beistand, Amtsgericht, Staatsanwaltschaft, Stadt Ravensburg und gerne auch BfANOeV sitzen mĂŒssten, um gemeinsam nach einer konstruktiven Lösung zu suchen, die doch wohl mit etwas gutem Willen aller Beteiligten zu finden sein mĂŒsste. Dabei sollte es ausschließlich um Tiereswohl gehen.
An unserem Verein soll es nicht scheitern.
Sonst werden die Bannegg-Ziegen tatsĂ€chlich zur „unendlichen Geschichte“!!!
Tierschutz im Grundgesetz darf kein Wunschdenken sein, sondern es ist eine Tatsache, die den Tieren mehr Respekt durch den Menschen in ihrer Behandlung durch ihn zollen muss.


Mit freundlichen GrĂŒĂŸen

gez.: Edeltraud FĂŒrst / Brigitte Möbius




2010 / Termine

Termine fĂŒr unsere InfostĂ€nde in RV u. Wgt. finden Sie demnĂ€chst auf der Seite Kalender

Die Termine werden z. Zt. mit beiden StÀdten vereinbart
Bereits seit 2004 werden InfostĂ€nde mit Unterschriftensammlungen durchgefĂŒhrt.
Wir informieren dabei ĂŒber aktuelle Tierschutzthemen und sammeln Unterschriften.
Die aktuelle Zahl der bisher gesammelten Unterschriften ist zum Jahreswechsel 2009 / 2010: 37140. Dies entspricht z.B. dem Eineinhalbfachen der Einwohnerzahl von Weingarten.
12.Juni 2008

Bandit kommt zu uns

Der Husky "Bandit" war nicht mehr gern gesehen in der Familie,
in der er lebte. Also haben wir ihn aufgenommen - als dritten Hund; nach Rex, dem SchÀferhund und Blacky. dem NeufundlÀnder Schwergewicht.
Anfangs meinte er, Katzen und HĂŒhner jagen zu mĂŒssen. Inzwischen sind alle Tiere seine Kameraden.
Er hat sich ganz toll entwickelt und gehört zur Familie.
10. Januar 2010

Enten-Mord in Weingarten

Enten-Mord: PETA setzt Belohnung aus

(WEINGARTEN/sz) In der Nacht zum 30. Dezember ist eine Ente in Weingarten von unbekannten TĂ€tern zu Tode gesteinigt worden.

Wie bereits berichtet, lebte der 17 Jahre alte Wasservogel in einem Garten, der an den MĂŒhlbach angrenzt. Die TĂ€ter bewarfen das zahme Tier mit faustgroßen Steinen, bis es tot war. Um die Fahndung nach den TierquĂ€lern zu unterstĂŒtzen, setzt die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland eine Belohnung von 500 Euro fĂŒr Hinweise aus, die zur Ergreifung der TĂ€ter fĂŒhren. Zeugen können sich an PETA unter (0176) 64812091 oder an die Polizeidirektion Ravensburg unter (0751) 8030 wenden. Zum Zeitpunkt der Tat wurden an der Uferböschung vier Jugendliche beobachtet, die anschließend in nördlicher Richtung davonliefen. Ein Zusammenhang mit dem Enten-Mord kann nicht ausgeschlossen werden, deshalb bittet PETA, sich auch mit Hinweisen auf die IdentitĂ€t der Jugendlichen bei der Polizei zu melden.

„Diese brutale Tat muss unbedingt geahndet werden“, so Kampagnenleiterin Nadja Kutscher von PETA. „Wer einem harmlosen Tier so etwas KaltblĂŒtiges antun kann, der schreckt auch vor Gewalt an Menschen nicht zurĂŒck.“

(Erschienen: 07.01.2010 16:30 SchwÀbische Zeitung)

Unser Verein schrieb am 09.01.2010 folgende E-mail an die SchwÀbische Zeitung:

Betreff: Bitte um Veröffentlichung
Von:
bfanoev@t-online.de
An: rv@schwaebische-zeitung.de

Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." stockt die bisher ausgesetzte Belohnung von 500.- € um weitere 500.- € auf 1000.- € auf, da es sich bei dieser Tat um eine in höchstem Maße perverse Art von vorsĂ€tzlicher TierquĂ€lerei handelt.
Der Verein hofft, dadurch zur Ergreifung der TĂ€ter beitragen zu können und sie ihrer gerechten Strafe zuzufĂŒhren.

Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
Edeltraud FĂŒrst / Brigitte Möbius

Eine Kopie ĂŒbergaben wir dem Polizeirevier Weingarten.

Am Montag, den 11.01.2010 erschien in der SZ folgender Artikel:

Enten-Mord: Verein erhöht Belohnung
(WEINGARTEN/sz)

Der Verein “BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben” stockt die im Falle eines Entenmordes ausgesetzte Belohnung von 500 Euro um weitere 500 Euro auf 1000 Euro auf, da es sich laut Verein “bei dieser Tat um eine in höchstem Maße perverse Art von vorsĂ€tzlicher TierquĂ€lerei handelt”. Der Verein hofft, dadurch zur Ergreifung der TĂ€ter beitragen zu können und sie ihrer gerechten Strafe zuzufĂŒhren. Wie berichtet ist in der Nacht zum 30. Dezember eine Ente in Weingarten von unbekannten TĂ€tern zu Tode gesteinigt worden. Der 17 Jahre alte Wasservogel lebte in einem Garten, der an den MĂŒhlbach angrenzt. Die TĂ€ter bewarfen das zahme Tier mit faustgroßen Steinen, bis es tot war. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland hatte daraufhin eine Belohnung in Höhe von 500 Euro fĂŒr Hinweise ausgesetzt, die zur Ergreifung der TĂ€ter fĂŒhren. Zeugen können sich an PETA unter Telefon (0176) 64 81 20 91 oder an die Polizeidirektion Ravensburg unter (0751) 80 30 wenden. Zum Zeitpunkt der Tat wurden an der Uferböschung vier Jugendliche beobachtet, die anschließend in nördlicher Richtung davonliefen. Ein Zusammenhang mit dem Enten-Mord kann nicht ausgeschlossen werden.
(Erschienen: 10.01.2010 15:00)


Entenmord: VerdÀchtige gefasst

(WEINGARTEN/dg) Die Polizei hat vier dringend TatverdĂ€chtige gefasst, die Ende vergangenen Jahres in Weingarten eine Ente gesteinigt haben sollen. Der Fall hat fĂŒr großes Aufsehen gesorgt.

„Die TatverdĂ€chtigen sind vier Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren“, sagte gestern ein Polizeisprecher Korn auf SZ-Anfrage. Sie seien „stark verdĂ€chtig“, unklar sei allerdings noch die Tatbeteiligung der Einzelnen. Wie berichtet wurde in der Nacht zum 30. Dezember die Ente zu Tode gesteinigt. Der 17 Jahre alte Wasservogel lebte in einem Garten, der an den MĂŒhlbach angrenzt. Die TĂ€ter bewarfen das zahme Tier mit faustgroßen Steinen, bis es tot war. Tierschutzorganisationen hatten insgesamt 1000 Euro Belohnung zur Ergreifung der TĂ€ter ausgesetzt.

(Erschienen: 14.01.2010 12:30)
SchwÀbische Zeitung


29.12.2009

Lamm bei Hoßkirch im Straßengraben gefunden

Bei minus 16 ° Celsius lag das neugeborene Lammböckchen am 22. Dezember im Straßengraben bei Hoßkirch. Eine beherzte Tierfreundin nahm sich seines an.
Der Bauer wollte das LĂ€mmchen nicht haben, weil er es nicht fĂŒr lebensfĂ€hig hielt.
Die Tierfreundin nahm das Lamm mit nach Hause und gab ihm das FlÀschchen. Sie setzte sich mit BfANOeV in Verbindung.
Am 23.12.09 wurde das Lamm von Frau Dr. Stock in der Tierklinik Dres. Ganal/Ewert in Weingarten untersucht. Es hatte sich durch das lange Liegen in EiseskÀlte einen Infekt geholt und benötigte ein Antibiotikum.
Auch am nÀchsten Tag war ein Tierarztbesuch fÀllig. "Schnucki", so wurde das LÀmmlein inzwischen genannt, bekam nochmals eine Spritze und wurde weiterhin mit der Flasche aufgezogen.
Wir suchten fĂŒr "Schnucki" einen guten Platz als "RasenmĂ€her" mit der GewĂ€hr, dass er nicht als Lammkotelett auf dem Teller endet.
Leidet kommt es nicht mehr dazu, gestern musste das geschwÀchte Tier eingeschlÀfert werden.
28.MĂ€rz 2009

Infostand in Ravensburg

Auf dem Lederhausplatz in Ravensburg fĂŒhrten wir einen Infostand durch und sammelten Unterschriften. ....
2009

In diesem Buch wird der Verein auf Seite 340 unter "NĂŒtzliche Adressen" erwĂ€hnt.

Von einem der renommiertesten Tierverhaltensforscher unserer Zeit

»Neugierig, intelligent, selbstbewusst, Musik liebend« – wer ahnt schon, dass mit dieser Charakterisierung ein Schwein gemeint ist? Und wer weiß, dass MutterkĂŒhe in Schwermut verfallen können, wenn man ihnen ihre KĂ€lbchen wegnimmt? Bestsellerautor Jeffrey M. Masson prĂ€sentiert bewegende Geschichten rund um das Seelenleben unserer Hof- und Nutztiere, die wir völlig zu Unrecht fĂŒr dumm und gefĂŒhllos halten.

Kategorie(n):
> Ratgeber > Wissen & Nachschlagewerke
2009

OB Markus Ewald hat ein Herz fĂŒr Tiere

Über 300 von der Stadt Weingarten gespendete Ballen Heu durften sich 10 Mini-Ponies freuen.
Die 10 Minies stammen von einer Aktion des VeterinÀramtes Biberach mit ihrem Leiter Dr. Peter Egle im Sommer 2007, bei der sie wegen schlechter Haltung eingezogen wurden. Von den 20 Minies hat der Verein 9 ersteigert und ihnen damit die Schlachtung erspart.
Jetzt sind es 10 Tiere; sie leben auf dem Weltehof in Weingarten in einem Stall, der von FĂŒrst / Möbius privat gepachtet und betrieben wird.

Eine Herde kleiner Pferde sagt OB Markus Ewald und der Stadt Weingarten vielen Dank !
Die kleine Horde verzehrt 3 dieser Ballen pro Tag.
2007

Verbotene StÀnderhaltung


Dieser Ponyhengst wurde vom Besitzer einzeln in der verbotenen StÀnderhaltung gehalten.

Er baute nach AufklÀrung eine Laufbox.
2007

TierquÀlerische Haltung von KÀlbern, Schweinen und Rindern

KĂ€lber dĂŒrfen nicht in Anbindehaltung oder im Kasten gehaalten werden.
Nachdem wir die MissstÀnde vor Ort dokumentieren konnten, benachrichtigten wir das VeterinÀramt Ravensburg,
Das Amt wurde durch Dr.Promberger und die Ermittlungsbehörde mit Herrn Fehr sofort tÀtig.
Februar 2009

Wuzzy ist an AltersschwÀche gestorben

Weingarten 20.Februar 2009
Wuzzy ist an AltersschwÀche gestorben

Dieses HĂ€ngebauchschwein erregte schon oft die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit: Wuzzy, Weingartens prominentestes Tier, ist tot. Der ĂŒbergewichtige Eber litt an AltersschwĂ€che und musste am Dienstag eingeschlĂ€fert werden, nachdem er nicht mehr recht fressen wollte. Kurz vor seinem zehnten Geburtstag. BerĂŒhmt wurde Wuzzy, als er als drolliges, kleines Ferkel 1999 beim Anblick des gewetzten Messers dem Metzger entkam und zwei Monate lang durch Weingartener VorgĂ€rten vagabundierte, bis ihn TierschĂŒtzerin Edeltraud FĂŒrst schließlich einfing und ihm ein zweites Zuhause gab. 2003 geriet Wuzzy erneut in die Schlagzeilen, weil ihn das Kreis-VeterinĂ€ramt nach einer anonymen Anzeige wegen angeblicher TierquĂ€lerei zu fett fand. Wuzzy wurde daraufhin auf strenge DiĂ€t gesetzt, freilich ohne großen Erfolg, wie man auf dem Foto von 2005 unschwer erkennen kann.

Bericht in der SZ: Annette Vincenz
2009

Pferde aus der Fohlenmilchfarm

Wir haben die kranke Stute "Heidi" und ihr ebenfalls krankes Fohlen "Lena" aus einer Stutenmilchfarm in Österreich herusgekauft.
Ber Verein "Artgerechte Pferdehaltung Burgrieden" hat beide von uns ĂŒbernommen und pflegt sie.
Traurige Nachricht am 02.12.2009: Trotz grĂ¶ĂŸter MĂŒhe und erneuter Einlieferung in die Klinik starb "Lena" heute.
08.08.2009

Das sind glĂŒckliche Schweine!

So sieht artgerechte Schweinehaltung aus.
Uns wurden arme Sauen gemeldet - und wir fanden glĂŒckliche Schweine vor !!!
05.11.2008

Schafe in schlimmem Zustand

Im Landkreis Sigmaringen wurde darĂŒber auch in der Zeitung berichtet. Hier ein Zeitungsbericht:

Behörden beenden TierquÀlerei
Ostrach
Der Verein fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben hat gestern berichtet, dass durch schnelles Eingreifen des VeterinĂ€ramts Sigmaringen und der Polizei in Bad Saulgau eine tierquĂ€lerische Schafhaltung beendet werden konnte. Die Behörden mussten auf einem Betrieb in Einhart/Ostrach eingreifen. Dort seien 12 Schafe trotz einer Erkrankung an ZwischenklauenentzĂŒndung auf die Weide geschickt worden. Der Verein hatte Anzeige erstattet. Die mit der Krankheit verbundenen Schmerzen hĂ€tten dazu gefĂŒhrt, dass ein Teil der Tier sich nur noch auf Knien bewegen konnte. Laut VeterinĂ€ramt wurde die Tierhaltung inzwischen beendet und die Tiere geschlachtet.

(Erschienen: 08.11.2008 SchwÀbische Zeitung)
MĂ€rz 2008

Katastrophale Hundehaltung - Anzeige hat BfaNOeV erstattet

In der lokalen Presse erschienen folgende Berichte:
"SchwarzwÀlder Bote" im MÀrz 2008
Balingen - SchĂ€ferhund in Verließ gehalten
Balingen - Wegen quĂ€lerischer Tiermisshandlung ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum hinweg wurde ein Ehepaar aus einer Kreisgemeinde gestern vor dem Balinger Amtsgericht zu einer mehrmonatigen Freiheitsstrafe auf BewĂ€hrung verurteilt.

Zudem verhÀngte Richter Daniel Valerius BewÀhrungsauflagen, die er »streng kontrollieren will«.

Sehr schlechte Versorgung

Dem 42-jĂ€hrigen Mann und seiner 39-jĂ€hrigen Frau wurde vorgeworfen, einen dreijĂ€hrigen SchĂ€ferhund in einem dunklen und stark verdreckten Verließ im Gang ihres Hauses und spĂ€ter in einem ehemaligen Schweinestall gehalten zu haben.

Der Hund, so sagten ein 40-jĂ€hriger PolizeihundefĂŒhrer, eine 47-jĂ€hrige Mitarbeiterin des KreisveterinĂ€ramts und die 51-jĂ€hrige Vorsitzende des Vereins BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben aus, sei sehr schlecht versorgt worden.

Hund litt unter starkem Milbenbefall und Hauterkrankungen

Das Tier sei stark verdreckt gewesen und habe unter einem starken Milbenbefall und Hauterkrankungen gelitten. Der Polizist sprach von »ekelhaften ZustĂ€nden«. Nachdem das Ehepaar im Juli 2007 angezeigt worden war, schaltete sich das VeterinĂ€ramt ein und sah nach dem Rechten. Die Unterbringung und die Verpflegung des Hundes habe sich danach gebessert, hieß es seitens des Amtes.

Auch sei das Tier regelmĂ€ĂŸig dem Tierarzt vorgefĂŒhrt worden. Die Vereinsvorsitzende sagte aus, sie habe auch bei weiteren Besuchen auf dem Anwesen der Angeklagten keine allzu gravierenden Verbesserungen bei der Tierhaltung ausmachen können.

Richter sieht von Geldstrafe ab

Die Angeklagten, die sich bereits frĂŒher wegen Tiermisshandlung verantworten mussten, halten noch einen weiteren Hund sowie einige Pferde. Nach ihren Aussagen sei der SchĂ€ferhund frĂŒher regelmĂ€ĂŸig dabei gewesen, als sie ihre Pferde auf der Koppel versorgt hatten.

Dies sei aber im Sommer vergangenen Jahres auf Grund mehrerer GrĂŒnde nicht mehr möglich gewesen. Die Vertreterin der Staatsanwaltschaft hatte fĂŒr den Hundehalter eine viermonatige Freiheitsstrafe, fĂŒr dessen Frau zwei Monate – jeweils auf BewĂ€hrung – sowie eine Geldstrafe gefordert.

Pferdebestand muss ebenfalls reduziert werden

Richter Valerius hingegen war es ein Anliegen, dass das Ehepaar seinen Tierbestand »nach KrĂ€ften« abbaut. So erreichte er, dass der Verein BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung der Familie ihren zweiten Hund fĂŒr 200 Euro abkauft. Zudem mĂŒsse der Pferdebestand deutlich reduziert werden.

Er verurteilte den Mann zu einer viermonatigen, die Frau zu einer zweimonatigen BewĂ€hrungsstrafe. Von einer Geldstrafe sah er auf Grund der LebensumstĂ€nde der Familie ab. Der SchĂ€ferhund muss weiterhin nach Maßgabe des VeterinĂ€ramts gehalten werden. Die BewĂ€hrungsauflagen wĂŒrden streng kontrolliert, sagte Valerius. Sollte sich herausstellen, dass keine Besserung eintrete, wĂŒrde die BewĂ€hrung wieder außer Kraft gesetzt.

Von Bernd Visel




SchwarzwÀlder Bote
132 BĂŒrger unterschreiben fĂŒr "Hannibal"

Balingen (bv/mas). "Freiheit fĂŒr Hannibal". Unter diesem Motto demonstrierten gestern 15 Mitglieder des Vereins BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben unter Vorsitz von Edeltraud FĂŒrst auf dem Balinger Marktplatz und sammelten 132 Unterschriften.

Aber auch die Aktivisten der Katzenhilfe mit Ludmilla SpĂ€th an der Spitze waren aufmarschiert, um die MissstĂ€nde in einem Anwesen in einem Balinger Teilort anzuprangern. Dort werden zwei Hunde unter schlimmen Bedingungen gehalten (wir berichteten). Der Stand der TierschĂŒtzer war dicht umlagert. Passanten informierten sich ĂŒber das Schicksal von Hannibal und seinem Artgenossen. SpĂ€th und ihr Verein wollen die Hunde "freikaufen" und KĂ€ufer fĂŒr die neun Pferde vermitteln, die das Ehepaar hĂ€lt. Damit nicht genug. Nach den Feiertagen wollen Edeltraud FĂŒrst und ihre Mitstreiter auch das Jugendamt wegen der Kinder des Ehepaars einschalten. Mit ihrer Aktion können die TierschĂŒtzer einen ersten Erfolg melden. Immerhin haben 132 BĂŒrger per Unterschrift ihr Anliegen unterstĂŒtzt.
21.03.2008
Ende 2006

Blacky war fast 4 Jahre an der Kette

Dies war fast 4 Jahre die Heimat von "Blacky", unserem NeufundlÀnder-Labrador-Mischling.
Kurz vor Weihnachten 2006 kam er zu uns und fĂŒhlt sich seither sauwohl.
Er wohnt bei den Pferden und Katzen.
Ostern 2005

Bau einer WeidehĂŒtte

Eine Pferdehaltung im AllgĂ€u. Die damals 28jĂ€hrige Romy durfte mit einem Wallach jeden Tag auf die Weide, welche einen natĂŒrlichen Unterstand im Wald bot und eine ebenso natĂŒrliche TrĂ€nke auf der Weide hatte, nĂ€mlich eine Quelle.
TierschĂŒtzer monierten diese Haltung. So kam es, dass wir auf eigene Rechnung den beiden Pferden einen Unterstand erstellten, was - wohlbemerkt - mit großem Kosten- und Zeitaufwand verbunden war.
Die Tiere nahmen diesen Unterstand auch gerne an.
Als im Winter 2005 / 2006 der große Schnee fiel und unter der schweren Schneelast sogar Eislauf-und Fabrikhallen einstĂŒrzten, stĂŒrzte auch das Dach des Unterstandes ein - man hĂ€tte den Schnee halt ab und zu abrĂ€umen sollen; der Pferdebesitzer wohnte nebenan. HĂ€tte er dies getan, stĂŒnde der Unterstand bestimmt heute noch.
Unser Dank waren heftige Kritik durch den Besitzer und seinen FĂŒrsprecher.
Wir sagen: Undank ist der Welten Lohn !!!
2005 / 2006

Entenhaltung

Privathaltung von Federvieh zum Eigenverzehr.
9 GĂ€nse,12 Enten, 12 HĂŒhner und einige KĂŒken bei 34° C
mit 2 kleinen WasserschĂŒsseln ohne Schattenplatz.
FĂŒr die Tiere stand lediglich ein Stall mit ca. 3 qm zur
VerfĂŒgung.
Das VeterinÀramt wurde benachrichtigt.
Inzwischen gibt es dort keine Tierhaltung mehr!

Winter 2005 / 2006

Mutterkuhhaltung bei -8° C, ohne Futter und ohne Unterstand

Mitten in Oberschwaben fanden wir in dem schlimmen Winter 2005 / 2006 eine Rinderherde, die bei hohen Minusgraden draußen in der klirrenden KĂ€lte standen - und das ohne Unterstand und ohne Futter.
Sommer 2005

Schafshaltung

Immer wieder mussten LĂ€mmer elend zugrunde gehen, weil sie sich in einem unsachgemĂ€ĂŸen Zaun verfingen.
Weil niemand nach ihnen schaute, mussten sie elend verhungern und verdursten.
Wir benachrichtigten das VeterinÀramt Friedrichshafen, welches Schritte unternahm.
Sommer 2005

Nicht artgerechte Ziegenhaltung:

Bei Ziegenhaltungen ist es leider oft so, dass so manches nicht in Ordnung ist. Oft liegt es daran, dass die Besitzer wegen Krankheit oder fortgeschrittenem Alter nicht mehr in der Lage sind, die nötigen Arbeiten, die die Versorgung der Tiere erfordert, durchzufĂŒhren.
Hilfe erhalten sie meist nicht. So war es auch bei der Ziegenhaltung auf diesem Bild:

Die Stallaufbauten am Zusammenfallen, die Ziegen mit kurzen Ketten angebunden.
Unser Verein sagte sich, da muss geholfen werden. Die baufĂ€lligen Teile im Stall wurden entfernt, die Verletzungsgefahr fĂŒr die Tiere somit minimiert. Jede Ziege sollte eine eigene Box bekommen.
Dadurch konnten die Ziegen auch mit lÀngeren Stricken angebunden
werden,sie hatten keine Ketten mehr um den Hals und mehr Bewegungsfreiheit.
Seit 2004

InformationsstÀnde des Vereins

Der Verein "BĂŒrger fĂŒr artgerechte Nutztierhaltung Oberschwaben e.V." mit Sitz in Weingarten fĂŒhrt jĂ€hrlich mehrere Info-StĂ€nde mit Unterschriftensammlungen zu tierschutz-relevanten Themen durch.
Meist finden diese Info-StÀnde in Ravensburg und Weingarten statt....
Auf dem Bild sehen Sie u.a. den ehemaligen MdB Rudolf Bindig, der 28 Jahre Mitglied des Deutschen Bundestages war. Neben ihm Frau Batzill (BIO-Rösslerhof) und Edeltraud FĂŒrst, die Vorsitzende von BfaNOeV